Es sind mehrere Faktoren für eine subjektiv schöne Rasenfläche im Garten ausschlaggebend, erstens die Mahd, zweitens die Ernährung (Bewässerung, Düngung) und zu guter letzt auch die Einflussnahme bestimmter Schädlinge und Schädigungen von außen her, gegen die man sich zumeist am allerwenigsten schützen kann.

Meistens hört man:“ Ich will gar keinen „englischen Rasen“! Das ist so etwas ein Statussymbol für Rasenflächen ohne Unkraut, ohne Schädlinge, glatt gemäht und sattgrün. Das muß auch nicht sein, allerdings sollte man bedenken, dass der am schönsten gestaltete Garten mit der tollsten Bepflanzung nur zur Hälfte zierend ist, wenn die Rasenfläche unansehnlich und desolat erscheint.

Die Hauptwachstumsperiode ist zweifellos das Frühjahr, wo der Rasen all seine Substanz hineinsteckt. Dabei sollte ab April oder Mai wöchentlich einmal und das bei trockener Witterung geschnitten werden. Klar, daß öfter geschnitten werden muß, je vitaler die Fläche gehalten wird. D.h., je intensiver gedüngt, bewässert und gemäht wird, desto schöner, dichter, moos- und unkrautfreier ist der Rasen!

Ein guter Zierrasen wird 20-30 x pro Jahr gemäht, eine Liegewiese oder ein Parkrasen dagegen nur 10-15 x pro Jahr.

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Je tiefer man mäht, desto stärker wachsen Moose und Unkräuter nach. Je höher man das Gras werden läßt, desto schwächer ist die Fläche strapazierbar und desto löchriger wird der Bestand.

Die ideale Schnitthöhe ist von Haus aus 5 cm. Dann sollte man das Gras max. 8 cm hoch werden lassen und dann wieder mähen.

Im Sommer bei großer Hitze wie eben lässt man den Rasen höher stehen, 6cm wären gut, wenn es längere Regenperioden hat, dann auf 5 oder gar 4cm gehen. Zu tief ist aber nicht gut.

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kann man vorbeugend (auch im Juli) durch erhöhte Mineralstoffgaben mit Kalium, Calcium bzw. auch Phosphor, das ist die beste Vorbeugung gegen vertrocknen. Man führt Energie zu (wie Elektrolyte beim Menschen, wenns heiss ist), die Pflanze braucht weniger Wasser, verbraucht auch weniger, weil sie weniger verdunstet.

Vertikutieren

Natürlich kann man bei starker Beanspruchung im Sommer, beispielsweise wenn sich bei schönem Wetter täglich Kindern tummeln, dem Rasen mal eine kurze Auszeit geben und vertikutieren, gleichzeitig auch wieder düngen, was keinen Einfluss auf Tiere oder auf des Menschen Haut hat.

Düngung/Bewässerung

Alle Rasendünger sind speziell angepasst an die Bedingungen, die das Gras benötigt. Mehr Stickstoff, weniger Kalium und ausgewogene Anteile an Phosphor und Magnesium.

Speziell Phosphor in Form von Thomasmehl erhöht die Austriebskraft im Frühling, wenn im September damit gedüngt wurde. Stickstoff ist hingegen der Hauptnährstoff und sollte in Form des Rasendüngers mehrmals jährlich verabreicht werden.

Dauerdünger können sehr hilfreich sein, um Zeiten, in denen die Rasenfläche stark beansprucht wird, zu überbrücken.

Mineralische und organische Dünger sollten hauptsächlich bei Zierrasenflächen eingesetzt werden, bei anderen Flächen erübrigt sich eine Düngung meistens. Hier erledigt die Arbeit ein gesundes Bodenleben.

Das allerwichtigste ist die monatliche Düngung des Rasens mit einem speziell dafür ausgewiesenen Rasendünger. Man muss aber gerade in der Phase der Düngung darauf achten, dass genügend Wasser zu den Wurzeln gelangt! Gelegentliche „Spritzer“ sind fast schon überflüssig, eine flächendeckende Beregnung, am besten mit Kreisregnern ist unumgänglich, wenn man schön grüne, schädlings- und unkrautfreie Grünflächen mit hoher Strapazfähigkeit haben möchte, wobei ein bissl Unkraut nicht das Hauptproblem ist.

Die Bewässerung ist ein Steckenpferd eines jeden guten „Rasenpflegers“. Der Rasen braucht im Schnitt im Hochsommer je nach Lage8-12 l/m² und Tag, klingt viel, ist aber wichtig, um diese „Pflanzengemeinschaft Rasen“ ausreichend zu versorgen.

Bewässerung und Düngung dienen der Ernährung, nicht dem zunehmenden Wachstum, damit man noch mehr mähen muss, nein, im Gegenteil. Ein gut versorgter Rasen muss NICHT öfter als schlecht versorgte gemäht werden, es sind nur weniger Unkräuter enthalten und es macht zudem mehr Freude.

Moos und Unkraut im Rasen

kommt nur dann vor, wenn die Wachstumsbedingungen für einen Rasen nicht stimmen. D.h., wenn es zu feucht, zu schattig und zu nährstoffarm ist. Außerdem fördert zu tiefe Mahd das Mooswachstum. Wenn der Rasen gut in Schuß ist und

Eisensulfat ist als Moosvernichter bekannt, ist in allen herkömmlichen Produkten vorhanden (Dünger +Moosvernichter), hilft aber dann optimal, wenn die anderen negativen Bedingungen verändert werden können. Sandeinstreu ist auch ein gutes Gegenmittel.

Besser als eine kahle Fläche ist aber immer noch eine moosige.

Und Unkraut wächst auch nur dort, wo die Bedingungen für selbiges besser sind als diese für den Rasen.

Unkraut (auch der hartnäckige Klee) verschwindet durch sehr häufiges Mähen und Vertikutieren. Aber auch die Düngung ist ein entscheidender Faktor.

Natürlich gibt es hartnäckige, einjährige Unkräuter wie die Hirse, die ganz schwer zu bekämpfen ist. Mechanisch ist sie fast gar nicht in den Griff zu kriegen. Häufiges Mähen, monatliches Düngen und beständiges Wässern setzen diesem „Unkraut“ noch am allermeisten zu.

Ameisen

Sind besonders auf sandigen Böden anzutreffen. Am besten helfen häufiges Wässern und ein mehrmaliges Besprühen in den Abendstunden mit Thymiantee, um die Ameisen zu vertreiben.