Der Mensch ist - bei uns in Tirol zumindest - ein Frühlings-Gartler! Wir denken zuerst, meist nach einem harten Winter, auf Frühlingsboten, alle sollten winterhart sein, dann blühen Kirschbäume, dann die Rosen und dann....denken wir fast schon wieder ans "Einwintern", die Balkonblumen müssen alles aus sich herausholen, darauf sind wir so stolz wie auf unsere Terrassenpflanzen.

Und weiter....?

Der Sommer wird ein wenig übergangen, was Blüte anbelangt.

Was in Deutschland (Stichwort Gartenschauen), in England, Holland, Dänemark und Belgien für Private wie Öffentliche gilt und sehr typisch ist, sind die wunderbaren Sommerblumenbeete, wo sich die Natur viel verausgabt und uns eine Vielfalt nicht winterfester Pflanzen liefert, die auch uns wohltun würden. Üppige Fülle, zarte UND kräftige Farben, für alle Geschmäcker und Lagen was dabei!

Wo verwendet man nicht winterharte Sommerblumen?

Am Grab

Zwischen Rosen und sonstige Beete im Garten, wo viele Blühpausen herrschen In Schalen beim Eingang oder auf der Terrasse Auf Stellen, wo man sich nur im Sommer aufhält

Was braucht es an Voraussetzungen?

Wenige! Ein halbwegs vorbereiteter Boden, eine Fläche, ein Platz, wo bewässert werden kann, wenn es sein muss, auch von oben mittels Regnern, Sonne wäre positiv, aber auch Halbschatten ist gut.

Ein wenig organischer Dünger wie Schafwolle, Kompost oder Hornspäne, das wars.

Sommerblumen werden nach den Eismännern gepflanzt, sie blühen bis zum ersten Starkfrost im Herbst, das macht ihnen - völlig ohne Risiko - keine andere Blume(Staude, Baum) nach.

Die Auswahl ist tausendfach, man vermag nur eine kleine Auswahl zu treffen Ich habe - abseits von Begonien, Tagetes, Salbei und Männertreu, die alle ihre Berechtigung haben, aber eher "Standard" sind - eine etwas andere Auswahl getroffen.

Ich nehme Beispiele davon mit, damit man sieht, dass eine "Sommerazalee", eine Mittagsblume, ein Portulakröschen, ein Mandelröschen, eine Parfumnelke, eine Schokoladenblume, eine Cosmea oder ein Federbusch durchaus mehr als nur eine Abwechslung, nein, vor allem eine Aufwertung des Sortiments und des Gartens, des Grabes, des Eingangs bedeuten.

Ich habe in all den Jahren interessanterweise noch nie virtuell ein Sommerblumenbeet angelegt, wahrscheinlich, weil es so einfach ist, deshalb ists mir zu simpel vorgekommen. Aber, auch wenn das scheints an Großmutters Zeiten erinnert, es sind schöne Erinnerungen, Erinnerungen an eine blumige, gute Zeit vielleicht....Vielleicht "macht man so was nimmer", aber ich stehe dazu, weil es Bienen, Artenvielfalt, Romantik UND Kultur in die Gärten zurückbringt.

Daher ein Plädoyer FÜR einen blumigen SOMMER!