Zwei Kräutlein, Thymian und Salbei, können uns durch trübe und kalte Tage begleiten, wenn wir gemütlich in der warmen Stube sitzen und Sturm, Regen und Kälte trotzen.

Jedes Kraut für sich ist ein wahrer Schatz, der uns gerade in der Erkältungszeit Schutz und wirksame Hilfe geben kann.

Thymian - heilend und würzend

 Er enthält ätherische Öle wie das eigene Thymol, das wachstumshemmend auf Viren, Bakterien und Pilze wirkt. So gesehen ist Thymian ein natürliches Antibiotikum, es wirkt aber auch aufbauend, wirkt heilend bei Verdauungsstörungen, Atemwegserkrankungen, hilft beim Abhusten, löst Schleim, bei Halsentzündungen und schmerzstillend.

Wie funktioniert es mit Thymian im Garten?

Thymian ist sehr vielseitig verwendbar, nicht nur im Kräuterbeet. Er ist ein Halbstrauch, der sortenabhängig sogar nach Zitrone oder Orangen schmeckt und duftet.

Thymian benötigt den sonnigen, trockenen Standort, und ist ein sehr auffälliger Bodendecker in Bereichen, wo nicht viel wächst (z.B. auf Dächern).

Er blüht von Mai bis Oktober und kann mehrmals gemeinsam mit den Blättern beerntet und verwendet werden. Selbst in Herbstbepflanzungen oder als Grabschmuck ist er dankbar in der Verwendung, regelmäßige, leichte Düngung macht aber jedem Thymian Freude.

Er sollte im Herbst nicht komplett zurückgeschnitten werden, da er sonst nicht mehr gut austreibt. Winterschutz ist dann notwendig.

Thymian im Hausgebrauch

Thymian gilt  im Hausgebrauch als Universalgenie, 15-20 Gramm frischer oder 5 Gramm getrockneter Thymian wirkt sehr gut als Tee gegen Katarrhen, Husten und Co.

Thymian in geringen Mengen ins Badewasser wirkt gegen Rheumaerkrankungen.

Thymian ist auch ein schmackhafter Begleiter (in geringen Mengen) zum Fisch, Braten, in Salaten und anderen Speisen, lange mitkochen darf er jedoch nicht.

Im Garten: Thymian als oben beschriebener Tee wirkt gegen Ameisennester auf Terrassen, in Ritzen, im Rasen, aber auch abschreckend gegenüber Blattläusen und Motten.

 

Salbei - "Königin" unter den Heilkräutern

Was Römer und Germanen längst wussten - Salbei ist in vielen Themenbereichen dem Thymian ähnlich.

Salbei ist jedoch das noch höherwertige Husten- und Desinfektions-„Mittel“. Im ersten Jahr der Pflanzung - meist im Frühjahr - ist noch wenig Blattwerk zu ernten, ab dem zweiten schaut es schon besser aus.

Er ist unproblematisch, liebt wie der Thymian warme, sonnige Standort, verträgt Trockenheit und liebt Düngegaben mit Kompost und vor allem Kalk im Boden (Eierschalen zerbröseln und zur Pflanze geben).

Zurückgeschnitten wird der Salbei knapp über dem Boden und zwar nach den letzten Starkfrösten im Spätwinter, bis September ist er beerntbar.

Salbei im Hausgebrauch

Salbei lässt sich wie Thymian frisch oder getrocknet gleichermaßen verwenden: zu Braten, Fischgerichten, nimmt bitteren Pflanzen durch geringe Beigabe den bitteren Geschmack während des Aufkochens, werden dadurch pikanter.

Salbei wird auch als Badezusatz verwendet und zwar die ausgekochten Pflanzenteile - vor allem, wenn man Atembeschwerden bei Verkühlung hat.

Als Tee wirkt er entspannend und krampflösend (auch bei Menstruationsbeschwerden) und desinfizierend als Mund- und Gurgellösung, in Zahnpasten etc.

Im Garten: Salbei gilt mit seinen buntlaubigen Züchtungen (Purpursalbei, Buntblattsalbei) auch als Beiwerk in vielen bunten Herbst-Bepflanzungen, auch auf Grabstätten oder in Eingangsbereichen, ist immergrün, der dann im Frühjahr nach Rückschnitt im Kräuterbeet weiterwächst….und wie!

Salbei gilt kalt angesetzt als sehr gutes Pilzmittel gegen Krautfäule an Tomaten und Kartoffeln, aber auch gegen Zwiebel- und Karottenfliege etc.

Was vereint die beiden zusammenfassend?

Thymian und Salbei sind gegen Atemwegserkrankungen, als „Desinfektionsmittel“ und ähnliches sehr gut verwendbar, beide brauchen den ähnlichen Standort: Sonne, Wärme, wenig Wasser, gutes Nährstoffangebot vor allem in den Sommermonaten, ansonsten beide anspruchslos.

Bei falschem oder zu spätem Rückschnitt überleben beide den Winter nur schwer!