Hochbeet und Kräuterschnecken

Schon in den letzten Jahren zählte das Hochbeet zu den Gartentrends schlechthin. Und auch 2019 will die  Begeisterung für das Hochbeet nicht abnehmen. Kein Wunder, schließlich ermöglicht es unter anderem die angenehme Arbeitshöhe eine einfache Pflege der Pflanzen im Stehen – selbst für Menschen mit Rücken- oder Kniebeschwerden wird die Arbeit im Gemüsebeet dadurch wieder ein Vergnügen.

Mittlerweile hat das Hochbeet sogar „Geschwister bekommen:
Die Kräuterschnecke verlegt unsere Gewürzvielfalt ebenfalls eine Etage nach oben. Durch die spiralförmige Anordnung spart man zusätzlich noch Platz und kann auch Kräuter mit verschiedensten Standortansprüchen dicht nebeneinander pflanzen. Ebenso trendig ist vertikales Gemüse-Gärtnern, sprich, Systeme zu verwenden, die beispielsweise leerstehende Balkonwände zum Grünen zu bringen, speziell Salate und Kräuter werden dafür gerne hergenommen. Auch Tiroler Unternehmen machen sich mittlerweile international einen Namen damit (i3-Gardening).

Bienenfreundlicher Garten

Das Bienensterben ist zurzeit leider in aller Munde. Besonders die Zahl von
Wildbienen hat in den vergangenen Jahrzehnten extrem abgenommen, denn die
moderne Landwirtschaft, die Verwendung von Pestiziden und zu wenig Nahrung
machen den fleißigen Helfern schwer zu schaffen. Glücklicherweise geht der
Trend immer stärker in die Richtung bienenfreundlicher Gärten: Mit bienenfreundlichen Pflanzen, einem kleinen
Wasserlauf oder einem Insektenhotel lässt sich der eigene Garten ganz einfach
in ein echtes Bienenparadies verwandeln. Auch der Verzicht auf Chemie zur
Unkraut- und Schädlingsbekämpfung hilft den Bienen, welche unter den
Spritzmitteln oft genauso leiden wie beispielsweise Blattläuse. Neben
einem guten Gewissen und der Unterstützung der Bienen haben bienenfreundliche
Gärten in der Regel noch einen weiteren Vorteil: Die Ernte fällt oftmals größer
aus, weil die fleißigen Bienen vermehrt die Blüten von Obst und Gemüse
bestäuben.

Nachhaltiges Düngen

Wer eine gute Ernte einfahren will, muss seine Pflanzen auch ordentlich mit
Kraft versorgen. Für dieses Ziel greifen viele Hobbygärtner immer noch zu
mineralischen Kunstdüngern. Diese haben jedoch einige Nachteile, die nicht
sofort erkennbar sind: Da der mineralische Dünger seine Nährstoffe beinahe
schlagartig freisetzt, kann es zur Überdüngung der Pflanzen oder zum Auswaschen
der Nährstoffe kommen. Gleichzeitig führen die mineralischen Dünger zu einem
Ungleichgewicht im Boden, was sich in Änderungen des pH-Wertes und dem Abbau
von Humus zeigt. Deshalb geht der Trend für das Jahr 2019 zur organischen
Düngung. Bei dieser Form Düngung bleiben die Nährstoffe länger im Boden, haben
auf diese Weise eine Depotwirkung und werden nicht so leicht ausgewaschen.
Außerdem verbessern die organischen Alternativen die Bodenstruktur durch die
Förderung der Humusbildung. Die bekannteste organische Düngung ist wohl die
Düngung mit Kompost oder Mist. Wer nicht selber kompostieren will, kann
mittlerweile aber auch aus einer ganzen Reihe von organischen Düngern wie
Schafwollpellets, DEM Naturdünger der Zukunft, auswählen.

Blühende Zäune

Störende Blicke und ungewollte Besucher?

Ein Zaun ist in vielen Gärten ein Muss, wenn man ein wenig Privatsphäre behalten möchte. Nur leider ist solch ein Sichtschutz oft nicht besonders ansehnlich und zerstört obendrein das naturnahe Ambiente ihres Gartens. Abhilfe schafft ein Trend, der 2019 wohl viele Gärten erobern wird: die blühenden Zäune. Hierbei werden unsere schlichten Zäune im Sommer einfach zum Lebensraum von farbenfrohen Pflanzen.

Ob Rankengewächse, Kletterpflanzen oder Großstauden – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Blauregen hängt beispielsweise mit üppiger Blütenpracht am Zaun herunter und sorgt gleichzeitig für einen dekorativen Hingucker. Kletterrosen und Clematis hingegen wachsen elegant an Zaun und Mauer hinauf und verleihen ihnen auf diese Weise einen verwunschenen Charme. So schützt der Zaun nicht nur vor ungeliebten Blicken, sondern zieht bald selbst alle Blicke im Garten auf sich und stemmt sich vehement gegen die wenig attraktiven Thujenhecken!

Pflanzenampeln, hängende Töpfe, vertikales Gärtnern

Pflanzenampeln hatten lange den Ruf als altbackene Deko, 2019 erleben Sie
jedoch eine sensationelle Rückkehr als schicker Blickfang für die Lieblingspflanzen. Besonders neue Materialien – wie Beton, Metall oder Glas – und moderne geometrische Formen lassen normale Pflanzenkübel alt aussehen.

Doch auch hängende Töpfe an der Wand und vertikales Gärtnern rücken 2019 wieder
verstärkt in den Fokus: die Pflanzen werden bei beiden Methoden nicht nur
gekonnt in Szene gesetzt, sondern können zugleich auch viel Platz sparen. Vor
allem für kleine Gärten lohnt sich die Anlage eines vertikalen Gartens, um Obst
und Gemüse anzubauen. Auf diese Weise kann man trotz Platzmangels einen tollen
Gemüsegarten anlegen und schafft zusätzlich noch einen tollen Hingucker.

Zwerg-Gemüse und Patio-Obst

Immer mehr Menschen haben nur einen kleinen Garten oder sogar nur einen Balkon zum
Gärtnern zur Verfügung – leider bleibt dort nicht viel Platz für einen großen Gemüsegarten oder gar einen eigenen Obstbaum. Wer trotzdem nicht auf selbstangebaute Lebensmittel verzichten will, kommt mit diesem Trend voll auf seine Kosten: Zwerg-Gemüse und Patio-Obstbäume sind immer öfter in Gärten und
auf Balkonen anzutreffen. Klassischerweise kennen wir die kleinen Früchte ja schon von der Tomate, Snack-Gurke und Grill-Melanzani, Salate und sogar Kürbisse gibt es im kleinen Format für beengte Platzverhältnisse.

Auch bei Obstbäumen kommen zahlreiche kleinbleibende Sorten vor. Die sogenannten Patio- oder Mini-Obstbäume werden selten höher als 1,5 Meter und bilden eine kompaktere Krone aus, sodass sie selbst auf manchen Balkons Platz finden.

Auch hier gibt es eine beinahe unendliche Auswahl :

Vom altbekannten Apfelüber die Kirsche bis hin zur exotischen Zitrone ist
für jeden Geschmack etwas dabei. Zitrusgewächse mit Limetten und Zitronen
selbst anzubauen, ist so und anders DER Trend schlechthin.

Alte Sorten

Immer mehr rücken alte, beinahe schon  in den Fokus von ambitionierten
Hobbygärtnern. Obwohl die alten Sorten oft einen geringeren Ertrag aufweisen
als neue Leistungszuchten, sind sie besonders gut für den Garten geeignet, da
sie sehr robust sind. So trotzen alte Gemüse- und Obstsorten auch schlechtem
Wetter und lästigen Schädlingen – perfekte Voraussetzungen also für ein langes
Leben. Auch die Inhaltsstoffe dieser Sorten überzeugen, denn sie weisen häufig
bedeutend mehr Vitamine und Mineralstoffe auf. Außerdem schwören viele Gärtner
darauf, dass die alten Sorten einen deutlich intensiveren Geschmack haben. So
ist es nicht verwunderlich, wenn immer mehr Menschen sich auf diese
zurückbesinnen und somit ihren Anteil zur Erhaltung der Biodiversität leisten
möchten.