Licht-Verhältnisse im Raum für unsere Pflanzen in der lichtärmsten Jahreszeit

In ihrer natürlichen Umgebung haben sich Pflanzen sehr unterschiedlichen Lichtverhältnissen angepasst. Damit Zimmerpflanzen gesund bleiben und gut wachsen, muss man versuchen, ihre Lichtbedürfnisse weitgehend zu erfüllen.

Zum Verstehen, was „hell“, „wenig hell“ usw. ist bzw., was man in Pflanzanleitungen (Zeitschriften, Etiketten etc.) herauslesen kann oder eben nicht:

 

Direktes Sonnenlicht (100%)

Direktes Sonnenlicht tritt fast den ganzen Tag durch freie Südfenster. Einige Stunden fällt es auch durch Fenster, die nach Osten, Südosten, Südwesten oder Westen gerichtet sind. Nur wenige Zimmerpflanzen, im Allgemeinen, nur Kakteen und andere Dickfleischige, vertragen die pralle Mittagssonne.

Zur Pflege der übrigen Pflanzen, die einen sehr hellen Standort benötigen, schattet man die Südfenster mit einem Vorhang ab.

 

Sehr helle, aber nicht vollsonnige Standorte (60 - 80%)

Ein heller, nicht vollsonniger Standort hat direktes Sonnenlicht, das durch einen durchscheinenden Vorhang oder eine Markise (Jalousie) oder einen Laubbaum vor dem Fenster abgeschwächt wird. Meist dämpft bereits ein dünner Vorhang die Sonnenstrahlen stark genug, dass eine zarte Pflanze nicht mehr versengt wird.

Zitrusgewäche, südländische Pflanzen sind der richtige Adressat dafür.

 

Heller Standort (20 - 50%)

Solche Standorte liegen meist in der Nähe direkt besonnter Stellen. Es ist der hellste Standort in einem besonnten Raum außerhalb des direkten Strahlenbereichs. Die Lichtintensität ist wesentlich schwächer als bei direkter Sonnenbestrahlung.

Viele Orchideen, Palmen oder Gummibaumarten (Ficus) sind ideal dafür.

 

Mittlere Lichtverhältnisse (10 - 20 %)

Diese Standorte bieten eine Lichtintensität, wie man sie in der Nähe eines Nordfensters oder an einem Ost- oder Westfenster antrifft, vor dem die Sonnenstrahlen durch einen Baum, ein Gebäude usw. abgehalten werden. Der Lichtpegel verringert sich jeweils um 1-2% pro Meter, wenn man die Pflanze weiter ins Rauminnere stellt.

Mittlere Lichtverhältnisse herrschen auch an schattigen Stellen eines sonnigen Zimmers, z. B. an den Seitenwänden oder an einem Standort mittig im Zimmer. Ab einem Abstand von etwa 2,5m zum Fenster beginnt bereits der Bereich mit schwachen Lichtverhältnissen.

 

Moderne Pflanzen wie Bogenhanf oder Zamiaculcas sind typische Vertreter, ebenso Cypergras. Usambaraveilchen, Becherprimeln oder Bromelien.

 

Schwache Lichtverhältnisse (3 - 8%)

Solche Lichtverhältnisse herrschen in Ecken, die nicht einem Fenster gegenüber liegen, sowie in Entfernungen von mehr als 2,5 m von der Lichtquelle. Schwache Lichtverhältnisse können aber auch direkt hinter einem Fenster herrschen, wenn das Licht durch dicht gegenüberstehende Gebäude abgehalten wird.

Nur sehr wenige Zimmerpflanzen sind in der Lage bei schwachen Lichtverhältnissen gesund zu gedeihen. Farne sind hier ein gutes Beispiel, ebenso auch die Efeutute „Scindapsus“, oder ein Efeu.

 

Zimmerpflanzen für dunkle Räume mit wenig Licht

Gerade dunkle Ecken können mit einer Zimmerpflanze besonders aufgewertet werden. Dennoch, praktisch ohne Licht, kommt keine Pflanze aus.

Um solche Standorte für die Pflege von Pflanzen umzugestalten, kann man nötigenfalls Pflanzlampen für dunkle Standorte anbringen. Ein solches Licht, zusammen mit einer schönen Einzelpflanze bringt ein tolles Ambiente in jede Wohnung. Farnarten bzw. Schusterpalme sind gute Beispiele, Blühendes wird nicht erblühen.

 

Pflanzenlicht

Die „alte Natriumdampflampe“ wird immer mehr von der LED-Lampe verdrängt und das in erster Linie des Energiehaushalts wegen, aber auch wegen der höheren Lichtausbeute.

Pflanzen brauchen an schlechten Standorten Zusatzlicht zum Wachsen, das sich im kurzwelligen Blaubereich befindet(„kühles Licht“, daher auch LED).

Zum Blühen und Fruchten braucht die Pflanze warmes, langwelliges, rotes Licht, dass die Natriumdampflampe hergibt. Eine Mischung aus beiden Wellenlängen ist die beste Lösung, wie gesagt, für jene Orte im Zimmer, wo nichts mehr mit natürlichem Licht geht.