Spätstarter sind keine Schlafmützen – wenn der Blumen-Garten 2x Sommer feiert!

 

Gerade aus dem Urlaub zurück? Das Wetter zu schlecht, zu viele Termine gehabt, nicht daran gedacht oder einfach nichts Richtiges gefunden, weil man eh alles schon mal „gehabt“ hat? Selbst wenn man „vergessen“ hat, seinen Garten, vor allem seine Terrasse oder den Balkon zu schmücken, Gäste sich zur Party ankündigen und man nicht wie ein „Nockabazl“ da stehen will.

Bestimmte Pflanzen haben das „Power-Gen“, um gerade in der zweiten Jahreshälfte zu glänzen, schnell zu wachsen und sofort und dauerhaft bis zum Frost zu blühen und zu allem Überfluss und Überdruss:

Es sind Pflanzen, denen es im Mai noch zu wenig „Sommer“ war und erst ab Juni GLÄNZEN!

Wenn die ersten Rosen am Verblühen sind, die Frühlingszwiebel so lange durchgehalten haben, aber jetzt nicht mehr ansehnlich sind, müssen es die „Sommerhelden“ richten:

Im „löchrigen“ Stauden- oder Rosenbeet zeigen Pflanzen, dass sie mehr als nur Lückenbüßer sind. Hier bieten sich sowohl flachwurzelnde, aber sonnenliebende Sommerblumen an, die ihr ganzes Blühkönnen darbieten. Mädchenaugen „Coreopsis“ Sorten „Limerock“ oder „Bengal Tiger“– kleine Blüten-Sternchen in gelb, gelb-rot, ocker, gold, rot – sind wahre Blühwunder, ohne Zupfarbeit zu machen.

Regelmäßige, gar nicht so hohe Wassergaben, gute Grunddüngung mit organischen Düngern wie Hornspänen oder neuerdings Schafwollpellets genügen und los geht`s!

Geeignet auch fürs Balkonkistl, den Terrassentrog, den Eingangsbereich, wo es vielleicht sogar etwas halbschattig ist.

Ausrufezeichen setzen einjährige Sonnenhüte (Rudbeckia), die erst ab Juni so richtig kraftvoll blühen und DIE Hingucker sind. Sie lachen einen ins Gesicht, wie schon der Sortenname „SmileyZ“ verrät. Bis zu 40cm Durchmesser ,60 cm hoch werdend und riesige, den Sonnenblumen ähnliche Blüten, für Mensch, Biene und Schmetterling sagen einfach „Wow“!

Große Töpfe auf der Terrasse, Eyecatcher von Nah und Fern – Neues kann so viel Spaß machen! Allerdings heißt es hier: Wasser Marsch! Rudbeckia – wie sie botanisch heißt -brauchen viel Wasser und Nährstoffe, zahlen aber alles und noch mehr zurück – durch schnelles Wachsen, laufende Nachblüte und keine Arbeit damit.

Bescheidener, aber genauso üppig wachsen und blühen blaue, rosa oder weiße Angelonien, die erst durch Hitze, Sonne, Trockenheit so richtig Gas geben. Kleine Lippen-ähnliche, „engelsgleiche“ Blütchen und reicher Zahl, dicht an dicht – im Mai noch nicht zu sehen, jetzt in voller Fahrt, unterstützen sie jede Sommerblumen-Deko auf Balkon und Terrasse und das in kräftigen Farben.

Alter Bekannter, neues Kleid: Zinnien mit dem Namen „Zahara“ sind keine Wüstenblumen, im Gegenteil, sie sind wahre Bienen-Könige, da geht’s „rund“ und es summt schon von Weitem.

Blüte an Blüte, in unzähligen, fröhlich sommerlichen Farben – bei niedrigem Anspruch, aber rekordverdächtigem Start und hoher Ausdauer. Spätstarter brauchen viele Nährstoffe, aber sind dafür keine Schlafmützen. Kombinierbar in Balkonkisten, im Topf, am Grab, im Kübel.

Und wenn man „all in one“ lieber mag, weil die Qual der Wahl doch schwieriger als geplant ist: bereits fertig zusammengepflanzte Kombis, vorab bereits durch den Gärtner perfekt abgestimmt – in Gärtner-Fachkreisen und für Insider als „Trios“ bekannt – Kombis aus bekannten Sommerblumen, bunt wie ein Blumenstrauß oder auch „Ton in Ton“ in coolen Zusammenstellungen: der Juni bringt Sonne und – schnelles Wachstum durch gesunde Düngung, rasche Blüte und wenig Arbeit!

Allen ist eines zu Eigen:

- Weniger ist mehr: nicht überladen, weil die Pflanzen von sich aus schon dick auftragen

- Üppigkeit ist die neue Bescheidenheit: die Pflanzen sollen es richten und wir Gartler können beruhigt der Wuchsgeschwindigkeit zusehen

- Die Arbeit verrichtet die Pflanze selbst: wenig ausputzen, nur den Motor müssen WIR anwerfen: mit ausreichend Dünge- und meist auch Wassergaben – vor allem zu Beginn

- Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten lieben üppige Blütenpracht