Die Rose von Jericho

Die Rose von Jericho (Anastacia hierochuntica), auch Auferstehungspflanze, Wüstenrose oder Jerichorose genannt, hat die merkwürdige Eigenschaft, sich bei Trockenheit zu einem kugeligen Knäuel zusammenzurollen  und sich in Wasser oder in der Natur bei Regen wieder zu entfalten.

Diese Prozedur lässt sich in gewissen Abständen („alle Heiligen Zeiten“) wiederholen, obwohl die Pflanze bereits „tot“ ist.

Es handelt sich bei diesem Phänomen um eine mechanisch- physikalische Bewegung wie zum Beispiel auch bei einem zusammengeknüllten Schwamm, der sich mit Wasser vollsaugt und dadurch wieder ausrollt, also keine echte Auferstehung.

Nach einiger Zeit erscheinen grüne Blätter, das sind die Keimblätter der Sämlinge. Diese „echte“ Rose von Jericho erhält man normalerweise nur auf Märkten in ihrem Lebensraum im östlichen Mittelmeerraum, z. B. in Ägypten.

Bei den hierzulande in der Adventszeit auf Weihnachtsmärkten oder ganzjährig in Esoterikshops angebotenen Pflanzen handelt es sich zwar ebenso um eine „Rose von Jericho“, aber nicht die Originale.

Die im Handel erhältliche stammt ursprünglich aus dem südwestlichen Nordamerika, dafür jedoch um eine echte „Auferstehungspflanze“ (wechselfeuchte Pflanze), den Moosfarn (Selaginella lepidophylla).

Wie behandeln?

Alle Arten der Rose von Jericho nur so kurz wie möglich im Wasser lassen. Das heißt, man übergießt den scheinbar trockenen Knäuel mit warmem oder gar heißem Wasser,  bis sie sich nach 1 Tag grün entfaltet haben. Dann belässt man das Ganze in der Schale unter regelmäßigem Gießen, dass immer leichte Feuchtigkeit an der Pflanze herrscht.

Nach Dreikönig lässt man die Pflanze wieder eintrocknen. Anschließend für mindestens 2 Wochen trocken lassen.

Am besten dann zu Ostern wieder entfalten lassen, inzwischen in den Schrank legen 😉

 

Der Weihnachtsstern

Weniger spektakulär und mystisch, aber umso effektvoller ist der Weihnachtsstern, die letzten Jahre zum Massenprodukt verkommen, dennoch selten eine Pflanze, die so symbolisiert, aber auch polarisiert.

Das wichtigste wird sein, die Pflege anzusprechen, damit er zumindest Dreikönig überlebt! Danach will man eh den bekannten Farbwechsel in der Wohnung haben.

Kurzfassung für die Pflege

  • Das wichtigste ist der Transport von der Gärtnerei nach Hause. Kältebrücken sollten unbedingt vermieden werden. Also unbedingt gut mit Papier (nicht Folie) einpacken! Im kalten Auto nur kurz stehen lassen!
  • Den Ballen niemals austrocknen lassen, d.h. aber nicht im Wasser stehen lassen, da dies die Wurzeln faulen lässt.
  • Zimmertemperatur von 18-20°C ist empfehlenswert, neue Sorten auch kühler (15-18°C)
  • Heller Standort, auch neben dem Südfenster
  • Keine Zugluft, kein Ventilator oder direkte Lufteinstrahlung, welche die Blätter austrocknen lässt. Unbedingt an heizintensiven Tagen Blätter (nicht Blüten) besprühen.
  • Ab Jänner einmal wöchentlich mit einem Grünpflanzendünger über das Gießwasser düngen.

Häufigste Fehler

Zu trockene Luft, zu feuchte Haltung, Heimtransport zu kalt