Zum letzten Tag im Jahr hin haben Glückssymbole generell Hochkonjunktur. Wer zu einer Silvesterparty oder einem gemütlichen Beisammensein eingeladen ist, bringt als Gastgeschenk gern etwas symbolisches Glück mit.

Mit „ruß“ gefärbtem Kaminkehrer, glänzenden Hufeisen, rosafarbenen Schweinchen, rot-weiß gepunktetem Fliegenpilz, schwarz gepunktetem Marienkäfer oder blank poliertem Groschen(auch nach Einführung von Euro und Cent) wird jede Pflanze, jede Einzelblüte, jeder Blumenstrauß zum „Glückspräsent“!

Jedoch gibt’s dann doch auch „eigene“ Glückspflanzen. „Glück zu verschenken“ ist aber nicht nur zu Neujahr ein starkes Argument.

Azaleen

 Bereits seit vielen Jahrhunderten gelten Azaleen in China und Japan als Glückssymbole und stehen für ein langes Leben. Nur wenige blühende Topf- und Zimmerpflanzen besitzen den Charme der Azalee.

Der hölzerne Stamm verleiht ihr das Aussehen eines kleinen Glücksbaumes. Ihr Farbspektrum umfasst viele Nuancen von Rottönen über Rosa, Violett, Lachs bis hin zu mehrfärbigen Blütenformen.

Die Blütezeit der Zimmerazalee ist von August bis April, je nach Sorte und Farbe und macht diese Glückspflanze gerade in den kalten, düsteren Monaten so beliebt. Azaleen gibt es von Mini (in kleinen Töpfen) bis Maxi und als Busch bis 50cm Durchmesser, für jeden Geschmack was dabei.

Aber Achtung! Azaleen niemals ganz austrocknen lassen, sonst ist es um sie geschehen.

 

Efeu

Auch der Efeu, sehr beliebt unter den grünen Zimmerpflanzen, fällt in diese Symbolkategorie. Dieser anspruchslose Kletterer bringt Glück und Segen ins Haus und prophezeit Stärke und Kraft in allen Lebenslagen.

 

Klee

Der Klee darf in dieser kleinen, stark reduzierten Aufzählung natürlich nicht fehlen. Der Glaube daran, dass vierblättrige Kleeblätter Glück bringen, ist sehr alt und von Europa bis Amerika gleichermaßen verbreitet. Den Aufstieg zum Glückbringer Nummer 1 verdankt das Kleeblatt einer natürlichen Eigenschaft: Vierblättrige Kleeblätter sind in der Natur selten anzutreffen.

Unter das Kopfkissen gelegt, soll Glücksklee sagenhaft schöne Träume bescheren und getrocknete Kleeblätter in Schulbüchern sollen zu besseren Noten verhelfen.

Glücksklee „Oxalis deppei“

Dieser Klee ist ein Sauerkleegewächs. Mitten im Winter werden alljährlich in den Blumengeschäften und Gärtnereien kleine Töpfe mit vierblättrigem Glücksklee angeboten. Es ist dies die mexikanische, bei uns frostempfindliche Art Oxalis deppei, eine Verwandte des bei uns heimischen Sauerklees.

Man kann aber nicht nur fertige Pflanzen im Geschäft erwerben, sondern meist auch die kleinen Zwiebeln, die es ebenso zu kaufen gibt.

Man pflanzt sie z.B. im April an eine sonnige Stelle des Gartens als Tuff oder Einfassung oder aber man zieht sie in Töpfen. Diese werden an das helle Fenster eines kühlen Zimmers oder auf den Balkon gestellt. Im Herbst verlieren sie dann Blätter und Blüten, nur die kleinen Zwiebelchen bleiben übrig.

Sie tragen fleischige, rübenartige Wurzeln, die in ihrer mexikanischen Heimat sogar verspeist werden. Sie lösen sich bald von der Zwiebel ab und werden verworfen, da ja nur die kleinen Zwiebeln selbst wieder zu treiben beginnen können. Diese bewahrt man dann frostfrei, kühl, aber vor allem trocken auf.

Im März/April legt man eines oder mehrere dieser Zwiebel in einen 8-9cm Durchmesser großen Topf, in dem sie bis zum Herbst stehen bleiben, in lehmhaltige Erde. Schon nach 6-8 Wochen erscheinen Blätter und schöne rosarote Blüte.

Düngt man die Pflanze jetzt bis zum August wöchentlich, so erscheinen den ganzen Sommer ununterbrochen die schönen Blütchen über dem Laub, die sich ebenso wie die Blätter nur tagsüber und bei Sonnen geöffnet halten, ansonsten klappen sie zu.

Die mit einem bräunlichen Querband gezeichneten Blätter schließen sich abends sowieso IMMER zu.

Glücksklee, der zu Silvester „fertig“ in den Betrieben angeboten wird, wird vorerst in Kühlräumen bei +1°C gelagert und 7-8 Wochen vor dem Verkauf aufgepflanzt, angetrieben und dann zu Silvester eben verkauft. Die Blüte setzt dann ab Januar ein.

Die Pflanze sollte bei Zimmertemperatur oder kühler gehalten werden und braucht nur wenig Wasser.