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Erwin’s Gartenschule

Basilikum - Sinnbild der mediterranen Küche

Was beeindruckend ist an dieser Pflanze, das ist die nicht wirklich so bekannte VIELFALT. Das „Königliche“ heißt es im Griechischen, bezieht sich auf den einzigartigen Geruch, der schier unverwechselbar ist. Jetzt erst fängt die Zeit an, aber auch nur in Tallagen, noch nicht wirklich weiter oben, ihn ins Freie zu geben.

Basilikum ist in den letzten Jahren ein wenig zur "einmal Ernte und weg" -Pflanze geworden, sehr zum Leidwesen des eigentlichen Stellenwerts der Pflanze!

Das einjährige Basilikum kann leicht selbst ausgesät werden. Da die Pflanzen recht frostempfindlich sind, werden sie frühestens Mitte Mai ausgepflanzt. Es empfiehlt sich, die Pflanzen im Topf an einem geschützten Ort zu halten, da sie im Garten gern der Schnecken zum Opfer fallen.

Basilikum möchte einen warmen und hellen Platz, welcher jedoch nicht in der prallen Sonne sein muss. Oft wird er auch zu wenig gegossen. In der heißen Jahreszeit verträgt er schon eine kräftige Wassergabe am Tag. Basilikum braucht auch im fortschreitenden Alter viele Nährstoffe, eine kleine Gabe Schafwolle kann viel Positives bewirken.

Basilikum am besten am Morgen ernten, dabei nur die Triebspritzen bis zu 2/3 der Pflanze entfernen, nicht bis zum Boden ratzeputz zurückschneiden, Blätter bei der Ernte nicht verletzen, sonst strömen die Duftstoffe zu schnell aus! Sobald die Pflanze gut angewurzelt ist und treibt, können sie beerntet werden. Dadurch wird ein schönes buschiges Wachstum gefördert. Am besten immer über einem Blattpaar abschneiden oder abzwicken, eben nicht zu tief, dann treibt er wieder gut nach!

In den meisten Fällen hält es nicht so lange, weil es im Topf einfach viel zu eng ist, das heißt, besser wäre es, es zu teilen nach dem Kauf und umzutopfen, was jedoch kaum wer macht.

Der mehrjährig wachsende (aber NICHT winterharte) Basilikum ist eine ganz spezielle und vielfältige Angelegenheit. Es hat einen sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen und ist unten verholzt, verträgt mehr Stress! Es ist auch recht gut überwinterbar, nämlich an einem hellen, temperierten Platz bei 15°C. Dann kann man auch im Winter ernten. Temperaturen unter 10°C sind kritisch. Das Afrikanische Basilikum, wenn der Stängel schon gut verholzt ist, soll sich noch  leichter über den Winter bringen lassen als das Griechische- Strauchbasilikum.

Basilikum findet seine Verwendung in der Küche überall dort, wo man mediterrane Küche mag. Wenn man mit Basilikum würzt, lässt man meist andere Gewürze zur Gänze weg, da Basilikum selbst eine ganz besondere Geschmacksnote besitzt.

Man sagt, Basilikum eignet sich meist nicht besonders gut zum Trocknen. Das Aroma geht dadurch weitgehend verloren. Um auch im Winter dieses Gewürz zu genießen, legt man es in Essig oder Öl ein. Kräuteressig und Kräuteröle finden oft Verwendung. Auch als Würze beim Einlegen von Gemüse macht sich Basilikum sehr gut.

Andere wiederum sagen, es geht gut zu trocknen: die Blätter am Morgen ernten, so wenig wie möglich berühren, dünn auflegen, rasch trocknen und sofort vorsichtig abfüllen, dann bleibt Farbe bzw. Aroma erhalten.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Kohlehydraten, Protein, Vitamin A und Vitamin C

Wirkt antibakteriell, beruhigend, darmreinigend, krampflösend, schmerzstillend und hilft bei Blähungen, Magen- und Darmbeschwerden. Laut Wissenschaft ist der potentiell schädliche Stoff Estragol enthalten und daher eine dauerhafte therapeutische Anwendung von Basilikum heute nicht vertretbar. Vor allem Schwangere sollten es mit  diesem Gewürz nicht übertrieben, ist menstruationsfördernd und fördert angeblich bestimmte, wichtige Hormone!

 

Basilikum im Garten gegen Schädlinge:

Basilikum selbst ist geniales Schneckenfutter, selbst aber als Tee angesetzt ein wunderbares Mittel gegen Läuse, Spinnmilben und Weiße Fliege. 4 Esslöffelgehacktes Basilkum (egal, welches) mit 1 Liter heißem Wasser überbrühen, 20 Minuten ziehen lassen, abseihen, erkalten lassen und unverdünnt ausbringen!

 

Basilikumsorten bzw. –arten:

Ein Auszug!

Ocimumist der botanische Name. Es gibt viele rot- und grünlaubige Typen, alle sind extrem kälte- und frostempfindlich.

 

·       Zitronenbasilikum (- americanum)(einjährig)

·       Thaibasilikum

·       Cinnamon (riecht und schmeckt ein wenig nach Zimt)

·       Genoveser (- basilicum "Genovese") (einjährig) großblättrig

·       Palla (Bäumchenbasilikum) kleinblättrig, sehr kompakt, runder Aufbau, robust, ertragreich, selten erhältlich

·       Afrikanisches Strauchbasilikum (- kilimandscharicum x basilicum "Purpurescens") (mehrjährig) DAS BIENEN-BASILIKUM!

·       Griechisches Strauchbasilikum (mehrjährig) mit der Sorte Tauris, das beste seiner Zunft

·       Russisches Basilikum mit den Sorten Gorbatschow, Krim und ähnlich

·       Heiliges Basilikum: wird auch Samenvermehrt, ist zur Senkung des Cholesterinspiegels ausgezeichnet, aber auch zum Würzen, Ayourvedapflanze!

Autor
Erwin Seidemann
Datum
14.5.2021
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Gewürze
Aussaat
8.4.2022
Oregano und Majoran – zwei Unverzichtbare

Majoran

Der Majoran (oder nach ihrem häufigsten Verwendungszweck: Wurstkraut, Bratlkraut, Kuttelkraut benannt) gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt aus Kleinasien, aber auch aus dem Mittelmeergebiet und ist frostempfindlich. Er wächst an sonnigen und warmen Standorten, in geschützter Lage. Der echte Majoran ist ein zartes, buschiges, ausdauerndes, mehrjähriges (im HAUS zu überwintern), bei uns aber nicht frosthartes Kraut. Die Blätter des 25 bis 50 Zentimeter hohen Gewächses sind klein, oval und fein behaart. Die Ernte sollte vor der Blütezeit (Juni bis September) folgen. Zum Trocknen werden die ganzen Stängel, samt Blüte und Knospen, geerntet. Frisch werden lediglich die Blätter verwendet.

Ausgesät wird Majoran ab April im warmen, hellen Raum oder ab Mai direkt ins Freie. Er liebt kalkhaltigen, nährstoffreichen Boden und volle Sonne!

Verwendung: Im Geschmack hat Majoran eine gewisse Ähnlichkeit mit Oregano, das ebenfalls aus der gleichen Familie stammt, ist aber wesentlich lieblicher. Die Blätter werden frisch oder getrocknet zum Würzen von Kartoffelgerichten, Suppen (Kartoffelsuppe), Soßen, Würsten, Eintöpfen, Hackfleisch, Hülsenfrüchten, Schweinsbraten und Lamm verwendet.

Majoran als Heilkraut

Majoran-Tee wirkt beruhigend auf das Nervensystem, hilft bei Asthma, regt den Appetit an und fördert die Bildung von Magensäften. Zudem fördert er die Milchbildung bei Stillenden. Die aus Majoran gewonnene Salbe, wird gegen Blähungen und Schnupfen bei Säuglingen verwendet. Auch bei Gelenkschmerzen, Nervenschmerzen, Verrenkungen und Wunden, wirkt die Salbe heilend.

Majoran als Tee gegen Ameisen: wer wirklich zu viel Majoran im Garten hat, kann diesen abschneiden. 100 Gramm frisches Kraut mit 1 Liter heißem Wasser überbrühen, 1:3 verdünnt gegen Ameisen, da ist aber Thymian und Salbei genauso wirksam, daher den Majoran eher besser trocknen…..

Oregano

Der (das) Oregano leitet sich vom Griechischen ab („Oros“ = Berg und „Ganos“ = Schmuck, Glanz) und bedeute so viel wie Schmuck der Berge. Der am häufigsten verwendete deutsche Name ist DOST oder Wilder Majoran . Er stammt aus dem Mittelmeerraum, wird heute aber weltweit in warmen und gemäßigten Breiten angebaut und genutzt. Es bevorzugt trockene und sonnige Standorte und ist winterhart. In freier Natur wächst Oregano, auch als „Wilder Majoran“ bekannt, auf trockenen Wiesen, an Waldesrändern und Böschungen mit kalkhaltigem Grund. Beim Wilden Majoran handelt es sich um eine mehrjährige krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 70 Zentimeter erreichen kann und wunderschön blüht, häufig sogar als Schnittblume und Beiwerk in Blumengeschäften angeboten, hält ausgezeichnet, gibt dem Strauß einen ursprünglichen und romantischen Charakter.

Angebaut wird das winterharte Kraut im Spätsommer (Ernte der Samen), aber auch mit Vorliebe wird der Stock im Herbst geteilt, das Aroma verstärkt sich in den Folgejahren wieder mehr, was sonst verebben würde. Auch Stecklinge können entnommen werden. Kalkreiche, warme, fruchtbare Böden sind dem Oregano eigen!

Verwendung: Zum Trocknen werden die Stängel abgeschnitten und in einem dunklen Zimmer aufgehängt. Nach dem Trocknen werden die Blätter einfach vom Stängel abgestreift und trocken gelagert. Das Aroma bleibt auch im getrockneten Zustand lange erhalten. Oregano ist ein traditionelles und wichtiges Gewürz in der italienischen und spanischen Küche und auch in der griechischen und türkischen Küche ist es sehr beliebt.

Es ist das klassische Pizzagewürz und bestimmt, zusammen mit Basilikum, den Charakter vieler italienischer Gerichte wie Pasta asciutta, Tomatensauce, Gebratenes Gemüse, Gegrilltes Fleisch, Nudelgerichte, Fleisch- und Gemüseeintöpfe oder Salate.

Oregano als Heilkraut:

Die Pflanze diente zur Heilung von Hämorrhoiden und zur Geburtsbeschleunigung. Das Gewürz ist appetitanregend und hat verdauungsfördernde Wirkung. Weiteres wirkt es gegen Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen. Als Tee ist Oregano heilsam gegen Husten und Atemwegserkrankungen. Weiteres findet das Oregano Öl (es enthält einen hohen Anteil an Phenolen) in der Aromatherapie eine verbreitete Anwendung. Es gilt als einer der stärksten natürlichen Antibiotika überhaupt und tötet Bakterien ab. Weiteres wurde dessen positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden, sowie Erkrankungen der Atemwege festgestellt.

Oregano produziert üppige Büsche und kann auch gut als Tee gegen Schädlinge verwendet werden! 100 Gramm frisches Kraut mit 1 Liter heißem Wasser überbrüht, 1:3 verdünnt sehr gut gegen Schildläuse!!! Sollte man im Hinterkopf haben, bevor mal alles kompostiert, was man nicht mehr trocknen und verwenden will.

Oregano-Vielfalt:

Der heimische Oregano (Dost) mit der schönsten Blüten, wird 50-60cm hoch, ist mild pfeffrig im Geschmack, winterhart und kann überall in der Küche angewendet werden.

Der arabische (syrische) Oregano ist der intensivste im Geschmack, ist DAS Pizzagewürz der Türken und Italiener, wird häufig als „Zatar“ oder „Hot and Spicy“ angeboten! Er hat weißlich, filzig behaarte Blätter und ist auch winterhart.

Der Kreta-Dost wächst bei uns langsamer, ist milder und DER Oregano für Tees!

Der Griechen-Oregano ist durch seine roten Stiele bekannt und ist etwas milder als der syrische, aber immer noch intensiv herb bis pfeffrig und super für Pizza und Pasta!

Der mexikanische Oregano schmeckt und riecht wie Oregano, wird wie solcher verwendet, schaut aber ganz anders aus und ist eigentlich auch ein Eisenkraut….Falls einem das mal unterkommt

Der Majoran (oder nach ihrem häufigsten Verwendungszweck: Wurstkraut, Bratlkraut, Kuttelkraut benannt) gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt aus Kleinasien

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Gemüsepflanzen
Kräuter
Gewürze
25.2.2022
Rucola – Gemüse? Gesundes Kräutlein? Gewürz?

Egal ob auf Pizza, im Pesto oder als Salat – Rucola erfreut sich großer Beliebtheit. Der dunkelgrüne Blattsalat mit dem würzigen Geschmack ist aber nicht nur markanter Bestandteil vieler Rezepte, sondern auch gesund.

Was ist Rucola?

Unter dem italienischen Namen Rucola oder dem deutschen Namen Rauke (Rukola – neue Schreibweise!) werden unterschiedliche Arten von Kreuzblütengewächsen zusammengefasst:

Schmalblättriger Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia):

wird auch als Wilde Rauke bezeichnet. Diese wird am häufigsten angeboten! Die Blätter sind klein, schmal, gezahnt und schmecken intensiv. Sie ist zweijährig, das heißt sie überwintert einmal GUT, dann verliert sie an Geschmack und Würzigkeit und ist nimmer schön. Blütezeit Mai bis September.

Garten-Senfrauke (Eruca sativa):

Sie hat größere Blätter, die vor allem zum Blattende hin auseinander gehen. Aus den Samen wird auch Öl gewonnen. Sie ist voll winterhart und wird, wenn man nicht erntet 50cm hoch und „pletschig“

Mauer-Doppelsame (Heimische Wildform einer Diplotaxis):

Die Blätter sind schmaler und kleiner. Sie wird auch Acker-Doppelrauke genannt, kommt am Wegesrand vor, schmeckt scharf, hat aber wenig Ertrag und ist nicht gartentauglich. Wilder Rucola wächst vor allem in Italien, Frankreich und Griechenland. Man findet Rucola dort aber genauso als Kulturpflanze.

Wie gesund ist Rucola?

Wie die meisten anderen Kreuzblütengewächse (wie beispielsweise Kohl) enthält Rucola sehr viele Nährstoffe, insbesondere im Vergleich zu anderen Salaten. Zudem kommt Rucola auf nur etwa 28 Kalorien pro 100 Gramm. Rucola enthält vor allem Antioxidantien (schützen vor sogenannten "freien Radikalen"), Magnesium, Vitamin E, Kalzium, Kalium und Senfölglucoside (entzündungshemmend).

Nachteil: Rucola kann vor allem im Winter Nitrat aus dem Boden anreichern, weshalb der Salat nicht uneingeschränkt als gesund gilt.

Wann ist Rucola „ungesund“?

Grundsätzlich ist Rucola nicht giftig, sondern gesund. Häufig enthält er jedoch recht hohe Mengen an Nitrat. Dieses entsteht, wenn Mikroorganismen beispielsweise Dünger im Boden zersetzen. Der Rucola nimmt Nitrat über seine Wurzeln auf und speichert es. Ein Mensch mit 80kg Körpergewicht sollte nicht mehr als 50g Rucola/Tag essen.

Dies kann aber auch in unterschiedlichen Konzentrationen bei anderen Blattsalaten der Fall sein. Salate sind besonders betroffen, da Nitrat vor allem in den Blättern und Stielen einer Pflanze gespeichert wird. Bio-Rucola ist aufgrund anderer Stickstoffaufnahme weniger Nitrat-trächtig!

Prinzipiell ist Nitrat nicht ungesund. Jedoch kann es beispielsweise durch den Kontakt mit Bakterien in Mund oder Magen zum Teil zu Nitrit umgewandelt werden. Nitrit nimmt Einfluss auf den Blutfarbstoff Hämoglobin.

Je nach Art des Anbaus (konventionell oder ökologisch) kann Rucola zudem, wie andere Lebensmittel auch, unterschiedlich stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet sein.

Worauf sollte man beim Kauf von Rucola achten?

Wichtig ist zum einen die Farbe der Blätter. Sie sollten keine braunen Ränder oder gelbe Flecken aufweisen, sondern noch völlig grün sein. Auch wenn die Blätter welk wirken, ist der Salat nicht mehr saftig und frisch. Die Größe der Blätter gibt Aufschluss über den Geschmack: Je größer die Blätter, desto intensiver ist er. Große Blätter schmecken beim Rucola deshalb oft etwas bitter.

Wie bewahrt man Rucola auf?

Am besten sollten Sie Rucola nach dem Kauf direkt verwenden und nicht lange aufbewahren. Wollen Sie Rucola lagern, dann idealerweise im Kühlschrank, denn so hält er sich am längsten. Eingewickelt in feuchtes Küchenpapier bleibt er circa drei Tage frisch. Die gekühlte Lagerung vermindert zudem die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit in der Pflanze.

Rucola kann man leider nicht einfrieren. Wie andere Blattsalate auch erhält er nach dem Auftauen eine matschige Konsistenz.

Auch die Samen von Rucola sind essbar. Sie lassen sich wie Senfkörner verwenden, beispielsweise gemahlen zum Würzen von Saucen.

Rucola selbst anbauen

Rauke lässt sich sehr leicht auch im eigenen Garten oder einem geeigneten Topf anbauen. Die Aussaat der Rucola-Samen kann von Feber bis September erfolgen. Die Pflanze keimt bereits bei 15 bis 20 Grad– vorkultiviert im Gewächshaus oder dann später direkt ausgesät. Sandig-lehmiger Boden und ein Standort in Sonne oder Halbschatten sind ideal.

Nach nur drei Wochen im Sommer beziehungsweise etwa sieben Wochen im Frühling und Herbst kann man Rucola ernten. Wenn man die Blätter nicht zu tief abschneidet, wächst Rucola nach und kann bis zu dreimal/Jahr und im Folgejahr weiter geerntet werden.

Fazit: Rucola in Maßen genießen

Rucola enthält im Vergleich zu den meisten anderen Blattsalaten hohe Mengen an wertvollen Inhaltsstoffen, wie Kalium, Magnesium oder Vitamin E, und ist mit seinem würzigen Geschmack eine Bereicherung für viele Gerichte.

Allerdings kann der Salat in Blättern und Stielen auch hohe Konzentrationen von Nitrat anreichern, das in umgewandelter Form und in größeren Mengen für den Menschen schädlich sein kann.

In Maßen genossen ist der würzige Rucola also eine gute und gesunde Ergänzung für viele Mahlzeiten. Durch seinen intensiven Geschmack reichen oft auch kleinere Mengen aus, um ein Gericht zu bereichern.

Egal ob auf Pizza, im Pesto oder als Salat –Rucola erfreut sich großer Beliebtheit. Der dunkelgrüne Blattsalat mit dem würzigen Geschmack ist aber nicht nur markanter Bestandteil vieler Rezepte, sondern auch gesund.

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Aussaat
Kräuter
28.1.2022
Küchen-Kräuter zuhause selbst vorkultivieren

Warum nicht jene Kräuter, die man so gerne zum Würzen und Verfeinern, zum Teemachen oder für diverse Wehwehchen verwendet, selbst vorkultivieren?

Es braucht gar nicht viel dafür! Und wenn man was selbst gemacht hat, macht’s doppelt Freude, schmeckt noch einmal besser, kostet die Hälfte und man weiß, was man Gesundes hat!

Wie oft ärgert man sich über Kräuter im Winter, sie sind fast schon zum Wegwerfprodukt verkommen. Manche glauben, Gärtner machen das „absichtlich“, damit dann bei ihnen und den Supermärkten immer wieder gleich „frische“ nachgekauft werden. Ich kann beruhigen, das ist beileibe nicht so.

Wer ärgert sich nicht über schnell „eingehenden“ Basilikum, welkende Petersilie und anderen, nach Gebrauch Wegwerf-Pflanzen wie Schnittlauch, Rosmarin usw., gerade um DIESE Jahreszeit?

 

Im Sommer ist es für jeden Gartenbesitzer ein Leichtes, täglich frische Kräuter aus dem eigenen Garten zu haben – im Winter hingegen gestaltet sich dies ein wenig schwieriger, denn zum einen sind die meisten der Gartenkräuter zu diesem Zeitpunkt bereits ordnungsgemäß zurückgeschnitten, zum anderen schlichtweg erfroren. Was also tun, um auf die Würze frischer Kräuter nicht verzichten zu müssen? Eine einfache Lösung wäre, diese in der Wohnung anzubauen.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Kräuter im Haus auszusäen?

Pauschal gibt es diesen nicht, denn eigentlich können Kräuter für die Wohnung ganzjährig gesät werden. Wer dies aber tut, um direkten Anschluss an seine Gartenkräuter zu bekommen, sollte zeitlich dementsprechend kalkulieren: wie lange brauchen die gewünschten Kräuter, um von einem Samenkorn zu einem erntefähigen Kraut zu reifen?

 

Kräuter im Haus richtig säen

Zunächst ist es wichtig, sich rechtzeitig um entsprechendes Saatgut zu bemühen. In der Regel ist es nämlich so, dass die meisten Fachhandel Samen nicht unbedingt in den Wintermonaten anbieten – zumindest für Kräuter wenig.

Hat man die gewünschten Samen, hoffentlich in BIO-Qualität, können sie ganz einfach in mit Bio-Aussaaterde gefüllte Töpfe (welche sauber gewaschen sein sollen) oder Joghurtbecher (mit Löchern) ausgesät werden, und zwar genau so, wie auf den Samentüten beschrieben (Saattiefe, Menge der Samen etc.). Darüber hinaus ist es wichtig, dass das Saatgut nicht zu eng in die Erde gebracht wird. Denn im Gegensatz zu einem Beet in freier Natur hat es in einem Pflanzgefäß keine Möglichkeit, sich auszubreiten. Die allermeisten Samen brauchen nicht abgedeckt zu werden, benötigen viel Sonne und Wärme, am besten Südwestseiten im Haus.

Danach sollte die Erde feucht gehalten werden, aber keinesfalls nass, denn Kräuter lieben absolut keine Staunässe – auch nicht, wenn sie sich noch im Keimstadium befinden! Austrocknen sollten sie hingegen auch nicht, passiert meistens bei Basilikum, bzw. man Kräuter auf die Heizung stellt.

 

Der richtige Standort für Kräuter 

Kräuter, die Sonne lieben, sollten auch im Winter an einem Platz stehen, an dem sie täglich mindestens sechs Stunden Licht (im günstigsten Fall sogar Sonne) bekommen – vorzugsweise also Südfenster.

Lichtmangel führt nämlich nicht nur zu kleineren Blättern, was durchaus zu verschmerzen wäre, sondern auch zu weniger Aroma – und das ist ja nicht wirklich Sinn und Zweck einer Würzung mit Kräutern.

Insbesondere Lavendel, Oregano, Salbei und Thymian müssen nicht nur sonnig, sondern auch anfangs bei 18°C, später bei 10-12 Grad stehen. Alle anderen Kräuter wie Petersilie, Majoran, Basilikum benötigen zwar auch Helligkeit für ihr Wachstum, aber in weiterer Folge weiterhin 15-18°C. bis zum Auspflanzen im Mai.

Einer besonderen Behandlung bedarf das Basilikum: es bevorzugt zur Keimung und ersten Aufzucht Temperaturen zwischen 20° und 24°C – also fast schon tropisches Klima…

Generell sind Temperaturen zwischen 15° und 21° C optimal. Niemals ganz austrocknen lassen, dann und wann besprühen, alle 2 Wochen mit Kräuterdünger düngen, aber erst, wenn die Pflanzen 1cm hoch sind.

TIPP: Trauermücken sind gerade in der lichtarmen Zeit gefährliche Begleiter, die gerne Wurzeln anknabbern, die Pflanzen dann leider absterben und die Arbeit umsonst machen. Am besten mit Neemöl, welches Nützlings schonend ist (ungiftig und dennoch wirksam) aber auch Tee ausgetrocknetem Wermut oder einfach geschälte Knoblauchzehen in die Erde stecken.

 

Welche Kräuter eignen sich für den Anbau im Haus?

Den meisten der heimischen Kräuter macht es nichts aus, in der Wohnung gehalten zu werden. Allerdings sollten prinzipiell nur diese Kräuter gezogen werden, die auch wirklich Verwendung finden bzw., die man selten oder nie zu kaufen kriegt, höchstens als Saatgut, nicht als fertige Pflanze.

Des Weiteren ist zu beachten, dass es einige Kräuter gibt, die zwar durchaus gerne ein Dach über dem Kopf hätten, aber einen solch intensiven Geruch verbreiten, dass der Hausbesitzer sie lieber nicht in seinen eigenen vier Wänden hat. Paradebeispiel für Kräuter mit einem intensiven, für viele negativen Duft sind Wermut und Koriander.

  

Sehr gut zum Eigenanbau geeignet, sind:

- Basilikum

- Bohnenkraut

- Estragon

- Lavendel

- Minze

- Oregano

- Rosmarin

- Salbei

- Thymian

- Zitronenmelisse

- Schnittlauch

 

Noch ein Tipp: Die Töpfe häufig drehen, damit die Kräuter einen gleichmäßigen Wuchs bekommen und nicht einseitig auswachsen!

Warum nicht jene Kräuter, die man so gerne zum Würzen und Verfeinern, zum Teemachen oder für diverse Wehwehchen verwendet, selbst vorkultivieren?

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