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Erwins’s Gartenschule

Die Farbe BLAU im Garten

Die blaue Blume – in den ersten  Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts stand sie wahlweise für Liebe, Sehnsucht und  den Versuch, sich im Unendlichen aufzulösen. Bis heute ist Blau – und nicht  Rot – die Königsfarbe der Gartengestaltung.

So wie rot und orange im Garten  aufwühlt, Blutdruck steigernd ist, gelb erfrischt, den Frühling symbolisiert,  so wirkt BLAU kühlend, frisch, gerade im Hochsommer abwechslungsreich und in  Kombination mit helleren Blautönen romantisch verklärend und richtig  beruhigend, man kann sich z.B. an blauen Ritterspornen nie satt sehen.

Ein  rein blauer Garten verliert aber an Anmut, wirkt langweilig und steif, in  Kombination mit kooperierenden Farben wie rosa und weiss, aber auch hell-  oder dottergelb ein Augenschmaus, wie überhaupt „Ton in Ton selten so gut  passt wie bei Blautönen!

Wie oft verwendet man Ausdrücke wie „Enzian“,  „Veilchen“- oder „Kornblumen“-Blau in Redewendungen und  Beschreibungen.

Bekannte Beispiele für blaublühende Blumen sind:

Rittersporn

Die Sorte Atlantis oder  die Förster-Sorte „Völkerfrieden“ sind Kultsorten, die Blau zur Königsfarbe  machen, auch sonst viele Vorteile haben, wie beispielsweise ihre Winterhärte,  ihr 2xiges Blühen im Jahr(Mai und August).

Enzian

Nicht jeder Enzian ist gartentauglich, Wildformen sollen an  ihren Standorten belassen bleiben, nicht roden. Es gibt viele gartentaugliche  Enzianarten, heimische wie japanische, die allesamt winterfest sind und  verlässlich blühen.

Kornblume

Es  gibt winterharte und einjährige, die einjährige ist besonders schön blau und  hält auch als Schnittblume ausgezeichnet, lässt sich in Wiesen verwildern,  sät sich für nächstes Jahr selbst aus.

Salbei

Gerade  hier ist Vielfalt angesagt, es gibt hier unzählige Blautöne, von Hellblau bis  Tiefviolett, winterhart und einjährig, sogar der „gesunde“ Salbei blüht  zartlila und ist von besonderer Bedeutung.

Bartblume Caryopteris

Ein Spätblüher und Bienenfreund erster Güte,  ein Zwergstrauch, der bis 1m hoch wird und von Augst bis November wunderschön  blüht und zart duftet. Was Besonderes zum Kombinieren und zum „Frischmachens“  des Gartens im Herbst!

Bleiwurz

Ein  immergrüner Bodendecker, der enzianblaue Blüten trägt, die ein halbes Jahr  blühen und wirklich unscheinbar, aber effizient blühen, es ist immer was los  im Halbschatten, wo diese Pflanze sein sollte.

Immergrün Vinca

Ebenso ein blauer Bodendecker, der winterhart ist  und tiefblau von April bis Juni blüht, auch im Schatten…anspruchslos und  wirkungsvoll.

Vergissmeinnicht

Ein  Blau, das niemanden kalt lässt, selbst wenn Blau Kühle verspricht. Ein  Frühjahrsblüher, der auch im Sommer gedeiht und blüht, dann allerdings ein anderes Vergissmeinnicht, nämlich das verwandte  Gedenkemein (Omphalodes).

Steinsame Lithodora, ein Frühjahrs- und Frühsommerblüher par excellance, fast unbekannt, weil auf saurem Bodengedeihend, aber zum Niederknien, was das Blau anbelangt.

Auch die Zwiebelkwelt trägt blau, zum Beispiel  die Traubenhyaziethe oder auch die verwandten Bluebells aus England, das sind  Pflanzen, die zu den ersten des Jahres gehören und blau salonfähig machen.  Jetzt im September pflanzen.

Meine Liste erhebt keinen Anspruch auf  Vollständigkeit, ich möchte nur Anregungen geben, Farben im Garten zu kombinieren und bestimmte hochleben zu lassen. Blau zieht nebst gelb und weiß besonders viele Insekten an und sollte berücksichtigt werden.

Autor
Erwin Seidemann
Datum
29.8.2020
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Blumen / Blüten
Frühling
Gartenpflege
19.2.2021
Gartentipps im Spätwinter, oder schau mal raus, was sich tut

Hübsche Frühblüher: Zwergiris und Winterlinge

Bereits im Februar wagt die Winteriris ihren Blütenauftritt. Die kleinen Zwiebelblumen mit dem zarten Veilchenduft sind erstaunlich robust und pflegeleicht, solange der Boden durchlässig ist. Sie schätzen ein sonniges, aber leicht geschütztes Plätzchen, zum Beispiel einen Sonnenhang im Steingarten. Leicht erhöht lassen sich die feinen Blütenzeichnungen auch besser betrachten.

Nach der Blüte produzieren diese Pflanzen jede Menge Brutzwiebelchen im Boden. Die Pflanzen selbst treiben dann häufig nur noch schwach oder gar nicht mehr aus. Etwas organischer Dünger (Kompost) nach der Blüte hilft dabei. Winterlinge sind gelbblühende Vorblüher, die gleichzeitig die erste Bienen-Nahrungsquellen sind, sie gedeihen und blühen in der Sonne bis zum halbschattigen Unterholz am besten.

Ganze Nester können sie besetzen, werden aber nie lästig oder nehmen überhand.

 

Winterschnitt für den Blauregen

Der Blauregen wächst so stark, dass er zweimal im Jahr geschnitten werden muss: einmal etwa einen Monat nach der Blüte und ein weiteres Mal im Februar. Man schneidet jetzt alle Seitentriebe aus dem Vorjahr so stark zurück, dass jeweils nur die Triebbasis mit den Blütenknospen stehen bleibt. Die Blütenknospen sind beim Blauregen leicht zu erkennen, weil sie wesentlich größer sind als die Blattknospen. Die sollten ja stehen bleiben!

 

Sommerblumen-Aussaat

Langsam startet die Aussaat-Saison für Sommerblumen.

TIPP: Preiswerte Anzuchtgefäße sind z.B. auch Eierkartons oder -paletten aus Pappe: Man setzt pro Ausbuchtung ein Samenkorn in die Erde. Sind die Pflänzchen kräftig genug, trennt man die einzelnen Papptöpfchen ab und setzt sie ins Beet. Die lockere, durchweichte Pappe zerfällt schnell und kann dann von den Pflanzen leicht durchwurzelt werden.

 

Zwiebelblumen: Nachzügler pflanzen

Bei nicht gefrorenen Stellen im Beet Boden kann man jetzt noch Blumenzwiebeln nachpflanzen, die man im Herbst vergessen hat. Sie blühen alsbald im Frühling auf. Wenn die Zwiebeln schon austreiben, werden sie nicht tief in die Erde gepflanzt, sondern nur so tief wie der Wurzelballen eben ist. Wenn es nochmals stark friert, deckt man sie mit Vlies für diese eine Nacht ab.

 

Stauden: Spätsommer-Blüher teilen

Wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, können ungeduldige Hobbygärtner bereits mit dem Teilen der Stauden beginnen. Geteilt werden jetzt allerdings nur die Spätsommer- und Herbstblüher wie Fetthenne, Sonnenhut oder Astern. Bei Frühlings- und Frühsommerblühern sollte man mit dem Teilen bis nach der Blüte warten, weil sonst die Blütenfülle spärlicher ausfällt.

 

Hochgefrorene Stauden und Sträucher andrücken

Im Herbst gepflanzte Stauden und Sträucher können im Winter durch den Frost leicht hochfrieren, das heißt der Wurzelballen schiebt sich nach oben. Bei frostfreiem Wetter sollten Sie die Pflanzen dann festdrücken oder gegebenenfalls neu einpflanzen, sonst vertrocknen sie.

 

Giersch frühzeitig bekämpfen

 An schattigen, humus- und nährstoffreichen Stellen im Ziergarten macht sich oft der Giersch breit. Man bekämpft das lästige Wurzelunkraut, sobald sich die ersten zarten Sprosse zeigen. Um ihn vollständig auszurotten, sollte man das Wurzelgeflecht flächendeckend mit einer Grabegabel roden und anschließend in der Sonne austrocknen lassen, bevor es auf den Kompost geht.

Einfacher, aber langwieriger: Man legt lückenlos eine feste Pappe auf der vom Giersch überwucherten Fläche aus und deckt diese mit Rindenmulch ab. Nach einem Jahr Wartezeit sind die Wurzeln komplett abgestorben. Für viele Menschen ist der Giersch aber einwichtiges Heilkraut und man verwendet die jungen Triebe auch für gemischte Salate; der Garten und dessen Pflanzen haben weniger Freude damit.

 

Stauden und Ziergräser abschneiden

Ende Februar kann man die im Herbst stehengebliebenen alten Triebe und Blütenstände der Stauden und Ziergräser abschneiden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Man entsorgt das Schnittgut nicht sofort auf dem Kompost, sondern lässt es zunächst bis Ende März ungestört auf einem Haufen liegen, damit die in den Halmen überwinternden Nützlinge ihre Winterruhe möglichst ungestört zu Ende bringen können.

 

Sommerblühende Sträucher schneiden

Man schneidet sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurück, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger man mit dem Rückschnitt wartet, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer.

 

Frostschäden beseitigen

Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Man schneidet jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

 

Bauern-Hortensien: Alte Blütenstände entfernen

Viele Hortensien tragen jetzt noch ihre alten, vertrockneten Blütenstände. Man schneidet diese oberhalb eines gesunden grünen Knospenpaars ab und beseitigen Sie bei der Gelegenheit auch gleich alle erfrorenen Triebe. Vitalitätstest: Man kratzt die Rinde leicht mit dem Daumennagel an. Wenn das Gewebe darunter gelblich und trocken wirkt, ist der Zweig abgestorben.

 

Organischer Dünger für gemischte Staudenbeete

Pflanzen mit starkem Nährstoffbedarf sollten bereits vor dem Austrieb mit organischem Dünger versorgt werden. Phlox, Ziersalbei, Hortensien und andere zählen zu diesen sogenannten Starkzehrern. Sie bekommen jetzt eine Düngergabe von drei Litern gut verrotteter Kompost und 50 Gramm Schafwollpellets oder andere organische Dünger pro Quadratmeter.

Bereits im Februar wagt die Winteriris ihren Blütenauftritt. Die kleinen Zwiebelblumen mit dem zarten Veilchenduft sind erstaunlich robust und pflegeleicht, solange der Boden durchlässig ist. Sie schätzen ein sonniges, aber leicht geschütztes Plätzchen, zum Beispiel einen Sonnenhang im Steingarten. Leicht erhöht lassen sich die feinen Blütenzeichnungen auch besser betrachten.

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Zimmerpflanzen
Blumen / Blüten
Schatten
Eingangsbereich
29.1.2021
Blühende Zimmerpflanzen

Ich möchte – gerade jetzt da das Wetter direkt prädestiniert ist dafür, das Thema Pflege von blühenden Zimmerpflanzen bringen.

Sie bedeuten nämlich oft das „Besondere“  – besonders an solch trostlosen Wintertagen - und die optische und jahreszeitliche Abwechslung in jedem Wohnraum. Blühende Zimmerpflanzen beleben Blumenfenster, Wintergarten, Wohnzimmer. Sei es eher schlicht wie ein Einblatt, oder eher auffällig wie eine Orchidee, jede Pflanze hat für sich das besondere Etwas. Blühende Zimmerpflanzen sind je nach Standort(hell-absonnig; kühl-warm) nicht winterharte, ans Raumklima gewöhnte Pflanzen, die über eine bestimmte Blühperiode hinweg für die Optik und somit für das Wohlbefinden des Menschen von emotionaler Bedeutung sind.


Pflege von blühenden Zimmerpflanzen allgemein:

Wichtig ist es, die Pflanze regelmäßig zu versorgen, sowohl, was die Nährstoff-, als auch die Gießwasserversorgung anbelangt. Klingt simpel und einleuchtend, bedeutet aber nur, dass eine langfristige Düngeversorgung mit Langzeitdünger meist nicht den gewünschten Erfolg bringt. Meistens hält die Wirkung solcher Dünger über die Ruheperioden der einzelnen Pflanzen hinaus, was negativ ist und zweitens sind manche Pflanzen doch zu kurzlebig, als dass man die Wirkung voll ausnutzen kann. Besser ist es daher sich einen Zimmerpflanzendünger in flüssiger Form(auch als Biodünger erhältlich)zu besorgen und  alle 2 Wochen übers Giesswasser zu verabreichen.

Auch was den Pflanzenschutz anbelangt, sind Pflanzen immer unterschiedlich in ihrer Anfälligkeit bzw. in ihrer Behandlung. Früher hat es noch die Lausstabelen gegeben, die sind nicht mehr so gefragt, besser sind sogenannte Stärkungsmittel, die man gerade im Winter wöchentlich drüber sprüht und die Schädlinge dadurch fern hält, so dass sie sie erst gar nicht kriegen.


Wie muss eine blühende Zimmerpflanze beschaffen sein, wenn ich sie mir kaufe oder geschenkt bekomme?

  • Pflanzen müssen vor Vitalität strotzen! Gespannte Blatt- und Blütenstellung
  • Nebst einigen geöffneten Blüten sollen noch Knospen sichtbar sein
  • Pflanzen dürfen nicht vernässt oder vertrocknet stehen am Präsentationsplatz
  • Pflanzen müssen so wirken, als stünden sie erst ein paar Minuten dort (keine aufgehellten Laubblätter durch lange Standzeiten in lichtarmen Räumen)
  • Eventuell Herkunft hinterfragen
  • Wurzelkontrolle: aber erst dann, wenn man sich nicht mehr ganz sicher ist, ob die Pflanze okay ist.


Die wichtigsten Blütenpflanzen stichwortartig im Überblick

  • Cyclame: Idealtemperatur 15-18°C, will keinen warmen Fuß; heller Raum; Herbst- bis Frühjahrsblüher; Verblühtes durch Herausdrehen aus der Knolle lösen; mäßig Wasser.
  • Hibiskus: Achtung lausempfindlich! Temperatur ganzjährig 15-20°C; verträgt keine Trockenheit, aber auch nie vernässen; während der Blüte wöchentlich düngen, dann alle 2 Wochen; kein Zug; kalkarmes Gießwasser
  • Azalee: heller Standort; 15-18°C; keine Luft- und Ballentrockenheit erwünscht, am besten 1x wöchentlich tauchen, dann wieder abtrocknen lassen.
  • Orchideen: unterschiedlich im Anspruch, meistens heller Standort ohne Direktsonne; Temperatur ganzjährig 20 °C oder drüber; Luftfeuchtigkeit höher; kalkarmes Gießwasser; brauchen meist wenig Wasser (alle 2 Wochen im Schnitt); Orchideendünger; Ruhezeiten beachten!
  • Flamingo Blume: Keine Direktsonne; Luftfeuchtigkeit erhöht; kein Kalkwasser; keine Ballentrockenheit; regelmäßig Dünger ganzjährig; kein Zug; ganzjährig über 20°C.
  • Passionsblume: vorrangig sommerblühend, aber auch im Frühjahr und Herbst blühfähig; im Sommer warm, im Winter kühl (10-15°C); keine Ballentrockenheit; Umtopfen jährlich im Frühjahr in etwas größeren Topf.
  • Bromelien: brauchen hohe Luftfeuchtigkeit; ganzjährig blühfähig, aber Blühreiz meist nur durch höheren Azetylengehalt (Apfel in den Trichter legen); kalkarm gießen; regelmäßig Dünger ganzjährig; Temperatur stets über 20°C.
  • Einblatt (Spathipyllum): keine direkte Sonne; eher im Schatten sehr gut ganzjährig blühfähig; ganzjährig wöchentlich düngen und niemals austrocknen lassen; stets über 20°C.Sehr anspruchslos in Räumen mit niedriger Luftfeuchte.
  • Saintpaulia (Usambaraveilchen): Nicht aufs Blatt gießen, mäßige Feuchtigkeit; ganzjährig blühfähig; stets gleiche Temperatur um 20°C; heller Fensterplatz nord- oder ostseitig; keine direkte Sonne; keine Staunässe.
  • Begonia elatior (Zimmerbegonie): Blüte in allen Farben (außer blau) ganzjährig; relative Anfälligkeit gegenüber Läusen und Mehltau; Temperatur 20-22°C; wöchentlich düngen; nach der Blüte Rückschnitt erforderlich; im Sommer ins Freie pflanzbar; im Winter sonnig, im Sommer Halbschatten.
  • Kalanchoe (Flammendes Kätchen): ganzjährig ganz mäßige Feuchtigkeit; heller Standort(auch volle Sonne); blüht sehr lange (über 6 Monate) am Stück, danach Rückschnitt. Alle 2 Wochen düngen; ist eher wie eine Sukkulente anzusehen.
  • Medinilla: anspruchsvolle, wuchtig blühende Zimmerpflanze in rosa; kalkarm und mäßig gießen, alle 2 Wochen düngen; kein Zug; Luftfeuchtigkeit immer über 60%; keine direkte Sonne (Sonnenflecken!).
  • Jasminum: duftende weiße Blüten, braucht wenig Wasser und während der Blüte am besten kühl stellen, sonst rasches Abblühen. Kaum Ansprüche!


Sie bedeuten nämlich oft das „Besondere“ – besonders an solch trostlosen Wintertagen - und die optische und jahreszeitliche Abwechslung in jedem Wohnraum. Blühende Zimmerpflanzen beleben Blumenfenster, Wintergarten, Wohnzimmer

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Blumen / Blüten
Bienen
Frühling
7.9.2020
Krokusse und andere Frühblüher als Bienenweide

Warum  sind Frühblüher wichtig?

Der Herbst ist die Zeit,  um  Blumenzwiebeln zu pflanzen. Vor allem Frühblüher dienen im zeitigen Frühjahr  den Bienen und anderen Insekten als erste  wichtige Nahrungsquelle. Gerade völkerbildende Arten wie Honigbienen und  Hummeln sind auf Frühblüher wie Krokusse angewiesen. Nektar und Pollen sorgen  für den Aufbau und die Stabilisierung der Völker in einer schweren Zeit.

Frühlings-Krokusse erreichen einen hohen Nektarwert und einen mittleren Pollenwert. Obwohl bei uns nicht überall heimisch  vorkommend, haben sie den Status „einheimisch“ erhalten. Die Attraktivität  auch für viele Wildbienenarten ist hoch.

Welche  Krokusse und andere, damit zu kombinierende Frühblüher sind  insektenfreundlich?

Um ein vielfältiges Nahrungsangebot  für Insekten schon im zeitigen Frühjahr zu schaffen, eignen sich besonders  Blumenzwiebeln und Knollen. Unter den Krokussen und Frühblühern gibt es  besonders bienenfreundliche Sorten, die auch für das Beet, den Rasen oder die  Blumenkiste geeignet sind. Krokusse pflanzen ist einfach und besondere Pflege  benötigen sie auch nicht.

Der Krokus ist mal blau, violett,  gelb, weiß oder gestreift und zählt zur Familie der Schwertliliengewächse. Es  werden rund 100 Arten unterschieden,  hinzukommen noch zahlreiche durch Kreuzung entstandene Hybriden.

Heimat der Wildarten ist der  Krokus-Gürtel, ein Gebiet von der Iberischen Halbinsel über Süd- &amp,  Mitteleuropa und Nordafrika sowie den Balkan bis hin zum Kaukasus und  Westchina. Grundsätzlich teilt man die Gattung Crocus nach ihrer  Blütezeit auf.

Von Februar bis April blühen die  Frühlings- oder Frühblüher und  von September bis Oktober blühen die Herbstkrokusse oder Herbstblüher.

In unseren Gärten haben Kleiner  Krokus, Elfen-Krokus und Frühlings-Krokus Einzug gehalten.

Als besonders bienenfreundlich hat  sich jedoch ein bunter  Mix von  frühblühenden Wildkrokussen bewährt.

Eine  Bienenweide aus Wildkrokussen gestalten:

Wildkrokusse des Frühlings, im Handel  oft unter der Bezeichnung Botanische  Krokusse bekannt, lassen sich in einem auch im Winter sonnig  platzierten Beet mit durchlässigem Boden gut mit anderen Frühblühern  kombinieren. Hierfür eignen sich andere besonders bienenfreundliche  Frühblüher wie

·          Kegelblume  (Puschkinia),

·          Blausternchen  (Scilla),

·          Sternhyazinthe  (Chionodoxa),

·          Traubenhyazinthe  (Muscari).

·          Wildtulpe  (kleinblumig),

·          Dichternarzissen(Wildformen)

·          Winterling  (Eranthis)

Als schöne Augenweide wirkt ein  bunter Krokus-Teppich unter Laubbäume (nicht Nadelbäumen) oder Sträuchern.  Die Zwiebelchen können aber auch einfach in den Rasen gepflanzt werden.  Hierfür eignen sich bienenfreundliche Wildkrokusse am besten. Grundsätzlich  die Zwiebel immer in Gruppen  pflanzen, damit sie in so genannten Tuffs genügend Farbwirkung erzielen.  Wildkrokusse haben den großen Vorteil, dass sie vermehrungsfreudig sind.

So entsteht mit den Jahren ein  phantastischer Krokusteppich im Frühjahr. Auch nach der Blüte vorsichtig mit dem Rasenmäher umgehen.  Solange das Laub der Frühblüher noch grün ist, ist die Vermehrung noch nicht  abgeschlossen. Schließlich will man im nächsten Frühjahr wieder einen  Krokuswiese haben. Für Bienen weniger oder nicht empfehlenswert sind hingegen  Züchtungen bzw. Hybriden und gefüllt blühende Arte.

Ist  jeder Standort und Boden für Krokusse geeignet?

Ein sandig durchlässiger, nicht zu  nasser Boden ist empfehlenswert, die Sonne ist wichtig. Schattenpflanzungen  sind unter Nadelbäumen nur bedingt bis gar nicht geeignet.

Wie  tief pflanzt man Krokusse und wie weit auseinander?

Prinzipiell pflanzt man Zwiebel  doppelt so tief wie ihr Durchmesser, manchmal auch noch tiefer, der Abstand  sollte ca. 10cm betragen.

Warum sind Frühblüher wichtig?Der Herbst ist die Zeit, um Blumenzwiebeln zu pflanzen. Vor allem Frühblüher dienen im zeitigen Frühjahr den Bienen und anderen Insekten als erste wichtige Nahrungsquelle. Gerade völkerbildende Arten wie Honigbienen und Hummeln sind auf Frühblüher wie Krokusse angewiesen. Nektar und Pollen sorgen für den Aufbau und die Stabilisierung der Völker in einer schweren Zeit.

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