Erwin’s Gartenschule
Grünpflanzen als Klima- und Luft Verbesserer

Grün verbessert das Wohlbefinden des Menschen!
Studien an skandinavischen Kliniken haben ergeben, dass durch die bloße Anwesenheit von Grün auf Gängen und in Sichtbereichen von Arbeitsplätzen die Krankenstände in einem Beobachtungszeitraum von 5 Jahren um fast 10% gesunken sind.
Bis zu 90% der Zeit eines langen Winters verbringen wir in geschlossenen Räumen. Die Innenraumluft ist jedoch häufig mit Schadstoffen (Formaldehyd, Kohlendioxid, Aceton und Benzene) belastet. Ohne Pflanzen werden Kopfschmerzen, Erkältungen, Allergien, Entzündungen der Mund-und Nasenschleimhäute bis hin zu Asthma gefördert…
Wie erfolgt die „Entgiftung der Räume“?
Spezielle Enzyme in der Pflanze wandeln aufgenommene „Giftstoffe“ in ungefährliche Pflanzenstoffe um, die von der Pflanze weiterverwertet werden. Zwar können ein paar wenige Grünpflanzen die Luft stark belasteter Räume nicht komplett reinigen, aber in genügender Zahl und Größe das „Betriebsklima“ doch wesentlich verbessern.
Außerdem sind viele Pflanzen optimale Luftbefeuchter, sie sorgen dafür, dass sich Bewohner auch bei trockener Luft wohl fühlen. Pflanzen im Raum können die relative Luftfeuchtigkeit auf bis zu 40-45% erhöhen, was schon sehr nahe an die 50-55% geforderte LF ist. Im geheizten Raum ohne Pflanzen sind gerade einmal 30% rel. LF im Winter gegeben.
Außerdem sind Pflanzen auch für die Konzentrationsfähigkeit gut. Das haben Experten bei Tests in einer Londoner Schule festgestellt. In übervollen Klassenzimmern reichert sich Kohlendioxid in rauen Mengen an, welches die Konzentration einschränkt. Grünpflanzen wie Ficus, Yucca und Areca (Betelpalme) halten hier anständig dagegen.
Daher sind z.B. Efeu, Farne und Grünlilie für das Büro zu empfehlen, sie brauchen nicht viel Platz und sind sehr lang haltend bei guter Pflege. Außerdem erhöhen sie die Konzentrationsfähigkeit zunehmend.
Beispiele für eine grüne Oase:
Laut Studien revitalisieren folgende Pflanzen besonders gut die Luft, sie sindsozusagen die Stars des guten Raumklimas:
Areca-Palme (=Betelpalme), Efeu, Orchideen und Gerbera.
Raucher sollten einen Ficus, aber auch Grünlilien (Chlorophytum) im Büro oder Wohnraum stehen haben.
Grünlilien sind überhaup fähig, nicht unerhebliche Mengen an Formaldehydaus der Raumluft zu entnehmen und in unschädliche Aminosäuren und Zucker umzuwandeln.
Auch Yucca, Drachenbaum, Wunderstrauch (Croton) und Dieffenbachie sind sehr gute Luftreiniger.
Farne und Aloen sind ebenso ausgezeichnet geeignet, sie sind nebst dem Efeu nebenbei erwähnt auch ausgezeichnet für Badezimmer und dunkle Stellen in der Wohnung zu verwenden.
Tipp: Pflanzen können viel, aber nicht alles!
Erst wenn es den Pflanzen gut geht, geben sie auch dementsprechend von ihren Fähigkeiten an den Menschen weiter.
Das Besprühen der Pflanzen ist daher in regelmäßigen Abständen, aber besonders an heizungsintensiven Tagen ungemein wichtig und zwar nicht frontal, sondern immer so, dass die Pflanze von oben betaut wird (am besten mit einem Bügel Sprüher durchführen).
Man hält die Sprühflasche praktisch leicht schräg nach oben geneigt, sprüht über die Pflanze (nur bei nicht blühenden Pflanzen!), sodass der Sprühnebel sich wie ein Schleier über die Pflanze legt.

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Zweifelsohne sind die Orchideen im Allgemeinen die beliebtesten, doch es gibt auch andere, wunderschöne Pflanzen für drinnen:
1. Orchideen
Unterschiedlich im Anspruch, meistens heller Standort ohne Direktsonne; Temperatur ganzjährig 20 °C oder drüber; Luftfeuchtigkeit höher sein; kalkarmes Gießwasser; brauchen meist wenig Wasser (alle 2 Wochen im Schnitt); Orchideendünger; Ruhezeiten beachten!
2. Zimmerbegonien
Blüten in allen Farben (außer blau) ganzjährig; relative Anfälligkeit gegenüber Läusen und Mehltau; Temperatur 20-22°C; wöchentlich düngen; nach der Blüte Rückschnitt erforderlich; im Sommer ins Freie pflanzbar; im Winter sonnig, im Sommer Halbschatten.
3. Bromelien
Brauchen hohe Luftfeuchtigkeit; ganzjährig blühfähig, aber Blühreiz meist nur durch höheren Azetylen Gehalt (Apfel in den Trichter legen); kalkarm gießen; regelmäßig Dünger ganzjährig;Temperatur stets über 20°C.
4. Azaleen
Heller Standort; 15-18°C; keine Luft- und Ballentrockenheit erwünscht, am besten 1x wöchentlich tauchen, dann wieder abtrocknen lassen.
5. Hibiskus
Achtung lausempfindlich! Temperatur ganzjährig 15-20°C; verträgt keine Trockenheit, aber auch nie vernässen; während der Blüte wöchentlich düngen, dann alle 2 Wochen; kein Zug; kalkarmes Gießwasser.
6. Kalanchoe / Flammendes Kätchen
Ganzjährigganz mäßige Feuchtigkeit; heller Standort (auch volle Sonne); blüht sehr lange (über 6 Monate) am Stück, danach Rückschnitt. Alle 2 Wochen düngen; ist eher wie eine Sukkulente anzusehen.
7. Einblatt / Spathipyllum
Keine direkte Sonne; eher im Schatten sehr gut ganzjährig blühfähig; ganzjährig wöchentlich düngen und niemals austrocknen lassen; stets über 20°C. Sehr anspruchslos in Räumen mit niedriger Luftfeuchte.
8. Flamingoblume
Keine Direktsonne; Luftfeuchtigkeiterhöht; kein Kalkwasser; keine Ballentrockenheit; regelmäßig Dünger ganzjährig;kein Zug; ganzjährig über 20°C.
9. Alpenveilchen / Cyclame
Idealtemperatur 15-18°C, will keinen warmen Fuß; heller Raum; Herbst- bis Frühjahrsblüher; Verblühtes durch Herausdrehen aus der Knolle lösen; mäßig Wasser.
10. Usambaraveilchen / Saintpaulia
Nicht aufs Blatt gießen, mäßige Feuchtigkeit; ganzjährig blühfähig; stets gleiche Temperatur um 20°C; heller Fensterplatz nord- oder ostseitig; keine direkteSonne; keine Staunässe.
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Palmen bringen die Atmosphäre des Südens ins Haus! Sie wirken oft wie edle Kunstwerke. Einige wachsen bis an die Zimmerdecke und werden mit den Jahren ein Teil unseres Heims. Palmen zählen zu den Lieblingen der Innenarchitekten und mildern oft den unterkühlten Glanz moderner Eingangshallen aus Glas und Stahl. Bis auf Washingtonia, manche Phönix Palmen und ein paar bei uns bekannte Arten sind fast alle bekannten Arten Zimmerpalmen, die ganzjährig warm stehen (20°C) und den Sommer nicht im Freien verbringen (sollten).
Was sollte man allgemein zu Palmen wissen?
Zur Palmenfamilie gehören mehr als 3000 Arten und über 200 Gattungen. Palmen wachsen im Schatten tropischer Regenwälder, aber auch im intensiven Licht 3000 Meter hoher Bergmassive. Sie können in ihrer Heimat je nach Art bis zu 30 Meter und höher werden, was ihnen auch das „Fürstliche“ verleiht! Sie sind in Savannen, Steppen, Wüsten und an Meeresstränden zu finden und nahezu alle frostempfindlich. In der botanischen Systematik zählen sie zu den jüngeren Pflanzen der Entwicklungsgeschichte. Darauf weisen auch Einkeimblättrigkeit (wie Gräser und Zwiebelblumen) sowie die längs und parallel laufenden Blattnervaturen hin.
Viele Palmen sind aber auch Stammbildner. Das bedeutet, dass sie jenes Blatt, das sie durch die Stammbildung unten verlieren, in der Mitte dazubekommen. Das unterste Blatt „darf“ also durchaus braun werden, was ein Absterben bedeutet, die Pflanze geht dadurch aber nicht ein.
Markenzeichen der Palmen sind die überaus dekorativen Blätter. Nach deren Aussehen teilt man sie in Fieder- und Fächerpalmen ein.
Fiederpalmen: wie die Bergpalme bilden das, was landläufig als Palmwedel bezeichnet werden.
Fächerpalmen: wie die Washingtonia besitzen nahezu kreisrunde Blätter.
Wedel oder Fächer sitzen bei fast allen Palmen am Ende eines unverzweigten Stammes. Mit Ausnahme der Bergpalme blühen Palmen im Zimmer nicht, denn sie kommen in begrenzter Topfgröße nicht über das Jugendstadium hinaus. Nur am freien Naturstandort bilden Palmen kolbenartige Blütenstände mit oft farbenfrohen Früchten, die den Samen enthalten.
Die artgerechte Pflege
Der optimale Palmenstandort ist ein sehr heller, aber niemals sonniger Platz. Arten mit hartem, derben Laub vertragen trockene Luft besser, als solche, mit weichen, filigranfeinen Fiedern. Fächerpalmen weisen große Verdunstungsflächen auf und müssen häufiger mit Wasser versorgt werden. Trockene Heizungsluft und Ballentrockenheit sind übrigens die Hauptursachen für braune Spitzen, eine bei Palmen sehr häufig auftretende Erscheinung.
Beim Gießen muss das „Herz“ der Palme ausgespart werden. Dieser zwiebelartigverdickte Spross enthält den Vegetationskegel, aus dem sich die neuen Blätterentwickeln. Fault er, ist die Palme verloren! Genauso tödlich kann Staunässe sein oder Kälte im Wurzelbereich.
Horror für Palmenbesitzer sind die „Woll-Läuse“, welche nur schwer bekämpfbar sind, daher unbedingt laufend kontrolliert werden sollten.
Erde / Gießen / Düngen
Palmen wachsen in ihrer Heimat in mineralischen Böden, auf Sand, Kalkfelsen, in magnesium- und kieselsäurereichem Serpentingestein und im mit Tonerde und Eisen angereicherten roten Bodentyp der Tropen. Mineralische Dünger, Schachtelhalmtee (mit Kieselsäure) bekommen gut.
Als Erde ist Einheitserde oder Blumenerde, angereichert mit etwas Sand oder Lehm sehr gut. Es gibt auch Grünpflanzen- oder Palmen-Spezial-Erden, welche gut entsprechen. Da ist Sand bereits enthalten. Sand macht in diesem Falle die Erde durchlässiger.
Die wichtigsten Palmenarten:
Areca-Palme (Chrysalidocarpus areca): darf nie unter 16°C stehen, hell, keine direkte Sonne. Im Winter fast täglich leicht besprühen, im Dreijahres-Rhythmus umtopfen in Blumenerde.
Kentia-Palme (Howeia): ähnlich der Areca, aber noch dunkleres Laub. Düngen nur in der lichtintensiven Zeit. Sehr sparsam gießen, aber im Winter regelmäßig besprühen! Temperatur 20°C.
Kokos-Palme(Cocos nucifera): absolut tropisch zu halten. Lufttrockenheit ist der Tod für sie! Täglich im Winter sprühen. Meist mit der Nuss am Boden verbunden. Meist nicht sehr lange haltbar.
Dattel-Palme (Phönix): liebt hohe Luftfeuchte, darf nie unter 15° gehen. Braucht es sehr hell, Ballen nicht austrocknen lassen.
Stecken-Palme (Rhapis): modernere Palmenart, der es im Winter in unseren Wohnzimmern meist zu warm ist, weil sie es eher unter 15° braucht. Im Sommer ins Freie in den Schatten stellen.
Washingtonie: Im Sommer warm, im Winter unter 10°C, sehr hell und luftig. Sehr beliebt! Im Sommer fest gießen, im Winter sehr wenig!
Berg-Palme (Chamaedorea): Meist eher kompakt wachsend und früher sehr beliebt. Im Sommer warm, halbschattig, im Winter luftig, unter 15°C, sehr hell! Ballen niemals austrocknen lassen! Büht jährlich, man sollte die Blütenstände aber wegschneiden, um die Pflanze nicht unnötig zu schwächen.
Livingstonia: meist als kleine Palme in Möbelhäusern angeboten. Wächst sehr langsam, maximal 10 cm pro Jahr. Ballen darf niemals austrocknen! Für gute Luftfeuchtigkeit sorgen, braucht nicht direkt am Fenster zu stehen.
Königs-Palme (Chamaerops): Im Sommer an heißen Standorten, im Winter im BODEN frostfrei, oberirdisch bis minus 15°C vertragend. Gehört im Sommer ins Freie auf eine Terrasse! Tolle Pflanze für viele Bereiche, im Winter für den kühlen Wintergarten. Verträgtauch niedrigere Luftfeuchtigkeit. Sehr hartes Laub!
Palmen bringen die Atmosphäre des Südens ins Haus! Sie wirken oft wie edle Kunstwerke. Einige wachsen bis an die Zimmerdecke und werden mit den Jahren ein Teil unseres Heims.
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Nicht nur im Außenbereich wird es für Pflanzen durch die eiskalten Temperaturen des heurigen Jahres ungemütlich. Üblicherweise sind gerade die Wintermonate Dezember, Jänner und März die absoluten Killer-Monate für die grünen Lieblinge im Innenraum.
Gerade jetzt, wo man viel Zeit zu Hause verbringt und man sich auch deswegen vielleicht mehr Gedanken über seine grünen Mitbewohner macht, passieren die meisten Pflegefehler. Und FAST immer ist eines der Grund: Wasser.
Durch die höheren Heiztemperaturen und die daraus resultierende Lufttrockenheit ist man dazu geneigt, der Pflanze vielleicht den ein oder anderen Liter mehr Wasser zu geben. Doch auch wenn die Temperaturen jetzt im Winter bei uns im Zimmer höher sind, befinden sich die Zimmerpflanzen in ihrer Ruhephase. Fehlendes Licht signalisiert den Pflanzen, dass sie mit ihrem Stoffwechsel zurückfahren können. Gleichzeitig höhere Wassergaben aufgrund von Lufttrockenheit führt meistens zu Staunässe und daraus resultierenden Wurzelschäden.
Zusätzlich haben Schädlinge wie die Woll- und Schmierlaus jetzt Hochsaison und greifen die schon geschwächte Pflanze an. Das Ergebnis ist wohl den meisten bekannt.
Düngegaben sind in dieser Zeit KAUM notwendig. 1-2 mäßige Düngergaben über die Wintermonate mit einem milden Bio-Zimmerpflanzendünger unterstützen die Funktionen der Pflanze. Zu viel Dünger kann die Pflanze nicht verarbeiten, schwächt sie und macht sie wiederum attraktiv für Schädlinge. Statt zu viel Gießen ist es jetzt besonders wichtig, die Pflanzenr egelmäßig zu BESPRÜHEN und auch vom Staub durch die aufgewirbelte Heizungsluft zu befreien. Besprühen macht die Pflanze für Schädlinge unattraktiv, verhindert eine übermäßige Verdunstung über die Blätter und hat den positiven Nebeneffekt einer Luftfeuchtigkeitserhöhung im Innenraum.
Ein Blick nach Draussen
Wir haben einer der trockensten Dezember seit langem hinter uns. Niederschlag, in welcher Form auch immer hat gefehlt. In den letzten Tagen hat sich eine schützende Schneeschicht über den offenen Boden gelegt, das schützt die oberen Wurzeln vor Frostschäden. Der darunter liegende Boden (egal ob im Topf oder gewachsener Boden) ist jedoch gefroren. Dadurch können die Pflanzen keinerlei Wasser aufnehmen.
Gerade immergrüne Pflanzen wie Bambus, Kirschlorbeer und Rhododendren leiden sehr unter dieser Wintertrockenheit bei gleichzeitig starker Sonneneinstrahlung und dem Tiroler Föhn. Daher ist es sehr zu empfehlen, bei möglichst frostfreien Tagen die Pflanzen zu gießen!
Nicht nur im Außenbereich wird es für Pflanzen durch die eiskalten Temperaturen des heurigen Jahres ungemütlich. Üblicherweise sind gerade die Wintermonate die absoluten Killer-Monate für Zimmerpflanzen.
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