Erwin’s Gartenschule
Heckenschnitt im August

Jetzt im August ist es an der Zeit, die Hecken zu schneiden, ein wichtiger Monat dafür. September ist aufgrund der zuletzt immer wieder schönen Herbstmonate auch noch Zeit, danach hat die Pflanze allerdings aufgrund der starken Jahresrückschnitte zu wenig Zeit, sich zu erholen und nochmals durchzutreiben und kann sogar Frostschäden durch frühe Fröste erleiden.
Fast in jedem Garten in Tirol finden sich Hecken, sei es als Sichtschutz, Lärm- oder Windschutz, auch als Staubschutz. Der Schnitt dieser Pflanzenkombinationen ist unerlässlich, würde man es nicht tun, würde die Hecke aus der Form geraten, oft verkahlen und überaltern.
Ausnahmen beim Schnitt sind gemischte Blütenhecken, zum Beispiel mit Flieder, Forsythien, Jasmin und ähnliche Pflanzen, die keinen „Einheitsschnitt“ benötigen, sondern lediglich einen Schnitt jedes 2.-3. Jahr und auch da nur einen so genannten Auslichtungsschnitt, der dazu geeignet ist, die Pflanzen zu verjüngen, ihnen neues, junges Holz durch den Nachtrieb zu verschaffen.
Wann soll man schneiden?
Bei Laub abwerfenden Gehölzen geht man mit dem Hauptschnitt in den Spätwinter (März bis April) und das dann auch noch etwas tiefer, nämlich in altes Holz, also sich ruhig was trauen!
Der zweite Schnitt erfolgt dann im Sommer und zwar Juni oder Juli, August ist meistens der späteste Zeitpunkt. Schneidet man im Juli, dann stoppt man durch die hohen Temperaturen etwas das Wachstum und die Pflanzen treiben nicht mehr so schnell und stark nach!
Später als September soll man laubabwerfende Hecken (Sommerliguster, Hain- und Rotbuchen, einheitliche Blütenhecken) nicht mehr schneiden.
Immergrüne Hecken (Lorbeer, Thuje, Zypresse, Fichte, Winterliguster, Eibe, Buchs) schneidet man in Monaten, in den denen kein „R“vorkommt, jene von Mai bis August, die 2. Hälfte August ist erfahrungsgemäß der beste Zeitpunkt für den Heckenschnitt.
Nur an trübenTagen schneiden, sonst gibt’s Verbrennungen der jungen Austriebe.
Wie soll man schneiden?
Am besten schneidet man immer nur den Neuaustrieb weg, wenn die Pflanzen in dergewünschten Höhe bleiben sollen. Wenn sie noch wachsen sollen, dann lässt man etwas mehr als beim letzten Schnitt stehen.
Thuje undFichte sollte man von Haus aus nicht tief schneiden, also nicht tiefer als der Neuaustrieb, andere wie Lorbeer, Eibe oder Buche können ruhig tiefer runtergeschnitten werden.
Welche Form schneidet man?
Am wichtigsten ist es, wenn alle Pflanzenteile einer Hecke gleich viel Licht bekommen, daher sollte man eine leichte Trapezform schneiden, sollte man sich dazu entscheiden, dass man eine Einheitsform nimmt. Dazu nimmt man, sollte man unsicher sein, eine Schnur und richtet sich danach mit dem Schnitt. Das ist die klassische Heckenform, die unten breiter als oben ist, hier ist und bleibt die Pflanze am stabilsten.
Man kann auch Bögen, Zinnen und Figuren in Hecken schneiden, wenn man die Hecken dementsprechend erzieht.
Welches Werkzeug ist am besten?
Klassische, elektrische oder motorisierte Heckenscheren sind die geeignetsten Geräte, die Schnittfläche müssen immer 90° zum Ast sein, darf nicht rupfen und sollte langsam und gut verheilen können. Daher nimmt man bei Lorbeerhecken, da diese recht große Blätter haben und durchgeschnitten immer schwer verheilen, meistens Reb- oder Baumscheren und zwickt die einzelnen, längeren Triebe heraus, so kriegen dann eine sehr schöne, natürliche Wuchsform.
Handheckenscheren ohne Antrieb sind nicht mehr zeitgemäß, sollten aber dennoch in Petto gehalten werden, da sie zum Nachschnitt, zum Beispiel aber auch bei Buchsformen immernoch am besten verwendbar sind.

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Im September finden wir ideale Anwuchs-Bedingungen vor. Viele Pflanzen wie Heckenpflanzen, Bäume, Obstbäume, Stauden und Sträucher können im noch warmen Boden perfekt einwurzeln, während Verdunstung und Hitzestress deutlich verringert sind. Damit starten die Pflanzen sozusagen mit einem Vorsprung in das nächste Jahr bei gleichzeitig weniger Stress für Pflanze und Mensch.
Es ist aber auch jetzt die Zeit, um sich um die eindrücklichen Spuren dieses Rekord-Hitzesommers zu kümmern. Das bedeutet aber nicht automatisch alles radikal zurückzuschneiden oder zu erneuern. Viele Pflanzen haben deutliche Hitzeschäden genommen, wenn man hier aber pauschal zurückschneidet richtet man eher weitere vorprogrammierte Schäden für den Winter an. Das heißt, es kann problemlos verdorrtes Laub oder unansehnliche Pflanzenteile entfernt werden, vom allgemeinen Rückschnitt aber bitte noch absehen.
Besonders bei Hecken machen jetzt viele den Fehlerstarke Rückschnitte auszuführen. Im September sind leichte Korrektur- oder Formschnitte aber durchaus sinnvoll.
Bei Obstbäumen sollte auch auf einen starken Erziehungsschnitt verzichtet werden. Außer bei Zwetschken und Pflaumen: Hier ist ein Auslichtungsschnitt mit oder nach der Ernte sehr sinnvoll. Wenn man hier behutsam zur Sache geht und nicht zu stark schneidet, fordert hier junges, gut belüftetes Fruchtholz. Bei zu starkem Schnitt wird eher ein vegetative salso „Blattwachstum“ angeregt.
Besonders starke Spuren hat der Sommer heuer im Rasen hinterlassen. Trockene Stellen, fahles Aussehen und Verbrennungen sind sehr häufig zu beobachten.
Hier darf man aber bei einem stark geschwächten Rasen nicht den Fehler machen jetzt grob Hand anzulegen.
VERTIKUTIEREN ist hier sicher kein Heilmittel! Man sollte dies stark nach dem Zustand beurteilen. Ist der Rasen stark verfilzt oder vermoost, kann man im September noch gut vertikutieren! Ansonsten greift man besser zum Rechen und rechnet seinen Rasen gut aus.
Ganz wichtig: Nachsaaten unbedingt jetzt noch im September angehen, denn der warme Bodenbegünstigt eine gute Keimung!
Vertikutiert man einen angeschlagenen Rasen jetzt pauschal, kann dies die Grasnarbezusätzlich schwächen und am Ende sogar größere Schäden verursachen.
Zusammengefasst:
Der September ist ein Pflanzmonat und auch für Rasen an - und einsaaten bestens geeignet.
Rückschnitte sollten mit bedacht vollzogen werden
Vertikutieren nur, falls wirklich notwendig (ist keinejährliche Pflichtaufgabe!).
Außerdem kann man nach diesem Sommer sicher auch eine kleine Diagnose anstellen: Ist mein Garten/meine Pflanzen zukunftsfit und hitzetauglich oder müssen wir hier beginnen neu zu denken?
Warum der September für Neupflanzungen und Rasen einer der wichtigsten Gartenmonate ist.
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Um diese Zeit sind ja viele Arbeiten von Nöten, auch wenn welche dabei sind, die ohnehin als selbstverständlich für viele Gartenbesitzer erachtet werden.
1. Tomaten ausgeizen
Die Seitentriebe der Tomaten, die in den Blattachseln sitzen, müssen konsequent bis Ende August ausgegeizt (herausgebrochen) werden, dabei nicht zu lange warten, am besten laufend erledigen. Dies fördert die Nachreifung und die Qualität der Frucht erheblich.
2. Tomaten mit Nährstoffen versorgen
Hühnermist, Schafwollpellets, Flüssigdünger – das sind die wichtigsten Dünger,die man geben kann. Dazu sollte man JETZT spätestens Calcium in Form von Düngekalk oder gemörserten Eierschalen geben, das fördert die Zellwände undverhindert die schwarzen Stellen auf den Tomaten (Braunfäule, Blütenendfäule).
3. Balkonblumen laufend GIESSEN und DÜNGEN
Um üppiges Blütenwachstum bis in den Herbst zu garantieren, muss laufend (1-2x wöchentlich) über das Giesswasser gedüngt werden. Petunien gehören mit Eisen zusätzlich gedüngt, hierfür einen biologischen Eisendünger verwenden. Zudem sollte man, um Blüten zu forcieren, Verblühtes ausbrechen und zwar wiederholt.
4. Gemüse aussäen
Chinakohl, Karotten, Radieschen können jetzt noch problemlos ausgesät werden. Auch diverse Salate und Kohlrabi kann man jetzt noch sehr gut pflanzen. Bis zur Ernte sind es dann zwischen 6 und 8 Wochen, je nach Sorte. Auch Porree, der dann überwintern soll, kann man jetzt noch einpflanzen.
5. Erste Gedanken machen zum Einpflanzen von Wintergemüsen
Wie Vogerlsalat und Asia-Grün, welche winterfest sind und viele Winter-Vitamine aus dem eigenen Garten liefern, da diese alle starke Fröste problemlos vertragen, wenn man sie rechtzeitig (September) pflanzt, daher langsam schon ans Aussäen denken.
6. Rasen aussäen
An den ganz heißen Tagen muss man damit vorsichtig sein, ist aber ratsam auszusäen. Muss nicht in der ärgsten Hitze sein. Wenn man das macht, muss 3-4x pro Tag bewässert werden!!
7. Rasen düngen
Der Rasen gehört JETZT noch einmal mit Stickstoff versorgt, welcher in Rasendüngernausreichend vorhanden ist. Blumenwiesen gehören hier natürlich nicht dazu, nurIntensiv-Rasenflächen.
8. Hecken schneiden
Jetzt ist die beste Zeit, um Hecken zu schneiden, dabei sollte man sich einen trüben Tag aussuchen, nämlich nicht in der Hitze schneiden. Wichtig ist es, die Schnittflächen vielleicht mal mit Wasser zu besprengen, damit sie nicht braun werden durch die derzeit trockene Luft.
9. Was die wenigsten bedenken oder wissen
Wenn man Pflanzen – vorausschauend auf den bevorstehenden Urlaub – umstellen will, sprich von der Sonne in den Schatten, sollte man darauf achten, dass man die Pflanzen dann wieder in die selbe Himmelsrichtung dreht. Sonst ist das für die Pflanze Stress.
10. Kräuter zurückschneiden und trocknen
Wenn der erste Wachstumshöhepunkt für die meisten Kräuter erreicht ist, sollte man sie das erste Mal kräftig zurückschneiden, dann ergibt sich bis Herbst noch einmal eine stattliche Pflanzengröße. Die geschnittenen Kräuter können natürlich getrocknet oder/und verarbeitet werden.
11. Pfingstrosen düngen
Eine wichtige Arbeit bei den beliebten, aber bereits verblühten Pfingstrosen, ist das Düngen im Sommer, am besten hier einen organischen Volldünger verwenden, nicht nur einseitig mit Hornspänen düngen.
Um diese Zeit sind ja viele Arbeiten von Nöten, auch wenn welche dabei sind, die ohnehin als selbstverständlich für viele Gartenbesitzer erachtet werden.
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Es ist kein Sommer wie der letzte, das wissen wir eh alle.
(Fast) jeden Tag Wasser von oben, das heißt: Wärme + Feuchtigkeit = Pilzgefahr! Aber schauen wir positiv nach vorne!
Trotz vielen Regens:
Es klingt blöd, darauf hinzuweisen, dass Gemüsesorten wie Gurken, Paprika und Zucchini/Kürbisse gerade JETZT viel Wasser brauchen, aber nicht über die Blätter, sondern direkthin zur Wurzel. Wenn jetzt Wassermangel eintritt, dann fällt die Ernte schlecht aus. Nicht zu viel Wasser, aber regelmäßig auf Bodenfeuchte achten, zumal viele dieser Kulturen bei uns geschützt stehen (unter Dach oder Vordach) und von oben weniger abbekommen als „die anderen da draußen im Freien“. Des Gartenbesitzers liebste Arbeit ist – nachgewiesen- das Ernten, die unliebste das Jäten. Dazwischen liegt das Gießen und Düngen, aber auch die Arbeiten an der Pflanze direkt.
Was ist aktuell zu ernten?
Blumen
Für die Vase sprießt es im Moment wie vierrückt: eigene, selbstgepflückte (Schnitt-) Blumen aus dem Garten wie Zinnien, Dahlien, Astern und Löwenmaul, Margeriten und Phlox, Sonnenhut und Sonnenbraut, Sonnenblume und Kornblume usw.
Gemüse
Laufend Salat, Kohlgewächse, Gurken, Zucchini, Tomaten und Paprika. Das fängt jetzt erst RICHTIG an!
Und wenn der Spaß bei Tomaten anfängt, so muss man schon wieder ans Ende denken. JETZT nicht nur Seitentriebe ausgeizenwie seit Mai, sondern auch die jetzt sich oben am Ende des Triebes sichbildenden BLÜTEN, zusätzlich auch die Pflanze schon abschneiden, weil dann alles in die Früchte geht an Inhaltsstoffen.
Die Blüten, die sich JETZT bilden, reifen nur mehr notdürftig aus und müssen dann im Zimmer nachreifen (was ja auch nicht so schlecht ist).
Kürbis
Die ersten Kürbisse stehen zur Ernte an, Zier- und Speisekürbisse.
Erster Sellerie und die Rohnen sind jetzt zu ernten, Sommer-Lauch, Mangold, sowieso laufend.
Knoblauch, Kartoffel, Zwiebel werden jetzt erstmals geerntet, gleichzeitig werden Steckzwiebel jetzt nochmals gepflanzt für Herbsternte.
Kräuter jetzt zurückschneiden und trocknen, verarbeiten, im September kommt dann noch einzweite, intensive Ernte nach.
Gießen und düngen!
Jetzt nochmal alles herausholen, die Pflanzen sind durch das Wasser richtig ausgehungert und brauchen Nahrung.
Die Herbstdüngung mit Patentkali beginnt! Tipp: Erwins Reifedünger verwenden. Jetzt ist nicht nur „Pushen“ angesagt, sondern Erhaltung von dem, was man hat.
Die Pflanzensind jetzt sehr aufnahmefreudig und man kann die Pflanzen durch genannte Mineralstoffgaben zusätzlich robuster machen.
Auch Rasenflächen sind dementsprechend zu düngen.
„Nur Hornspäne“ ist jetzt keine Option mehr. Kalium,Schwefel und Magnesium sind jetzt gefragt, daher Patentkali!
Jetzt keine anderen Dünger mehr verwenden.
Aussaat
Wenn man noch Salat ernten will, heißt es JETZT allerspätestens aussäen, auch Chinakohl und Endivien, Winter-Pflücksalate haben noch Zeit bis Anfang September.
Aber auch Blumen sind jetzt zu säen: Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Gänseblümchen, man glaubt es kaum, aber der Zeitpunkt für eine schöne Frühjahrsblüte ist jetzt. Stiefmütterchen sind Dunkelkeimer (nach der Aussaat in einen dunklenRaum stellen), da heissts aufpassen.
Ein wichtiger Rückschnitt ist jener des Lavendel. Jetzt Verblühtes zurückschneiden, ruhig ein wenig tiefer, so geht nicht die ganze Kraft in die Samenbildung, sondern bleibt in der Pflanze.
Was ist an Ende eines verregneten Julis im Garten zu tun?
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