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Erwin’s Gartenschule

Knoblauchpflanzung AKTUELL JETZT!!

Knoblauch pflanzen, aber wie, was und wann?

Knoblauch stammt ja aus China, Fernost und ist von dort aus zu uns gekommen, findet auch bei uns in der Landwirtschaft Verbreitung, so auch im Marchfeld, besonders auch Steiermark, in Resteuropa in Frankreich und in den ehemaligen Ostblockländern.

Knoblauch benötigt einen sonnigen, warmen, nicht zu stark gedüngten, aber eher leicht feuchten (keine STAUNÄSSE) und gut humosen, vorbereiteten Boden!

Man drückt Knollen in die lockere Erde, aber nicht unbedingt aus dem Supermarkt (weil getrocknet, haut selten hin), sondern solche, die zur Pflanzung vorgesehen sind, also „frische“ Zehen! Tiefe 5 cm, Abstand 10-15cm, von Reihe zu Reihe 20-30cm, oder man pflanzt zwischen Rosenstöcken, Erdbeeren oder auch in tiefe Töpfe. Bitte nicht neben Kartoffel oder Erbsen, Bohnen pflanzen, vertragen sich nicht.

Die allerbeste Pflanzzeit ist September und Oktober, bedeckt die Knollen im Winter mit einer Mulchschicht aus Heu oder Stroh, um vor Starkfrost und Austrocknung zu schützen!

Man kann auch im März pflanzen, die Zeit bis zur Ernte Ende Juli/Anfang August ist dann aber wesentlich knapper und die Knolle wächst an frostfreien Wintertagen doch auch etwas weiter.


Wann kann man ernten?

Erntereif ist der Knoblauch dann, wenn die Blätter zu vergilben beginnen, dann ziehen und an einen kühlen, dunklen und trockenen Ort (Keller, Dachboden?) bringen. Kommt der Knoblauch zum Blühen, so schneidet man die Blüten einfach ab!

Man kann auch ein paar Zehen aufbewahren und diese an einen anderen Platz pflanzen, dann hat man nächstes Jahr wieder frischen Knoblauch ab August!

Die Pflanzen bilden auch Scheindolden, wo kleine Brotknöllchen beinhaltet sind, diese kann man auch sofort säen, es dauert allerdings bis zu 2 Jahre für eine vernünftige Ernte!


Verwendung von Knoblauch im Garten als Pflanzenschutzmittel?

Durch die Wirkstoffe Allicin (botanischer Name von Knoblauch ist Allium sativum) und Mercaptan sind geschälte Knoblauchknollen das UM und AUF im Biologischen Pflanzenschutz. Egal, ob im Garten oder bei Zimmerpflanzen, Knoblauch findet gegen Spinnmilben, Läuse, Raupen, Mehltau, Rost, sogar gegen Schnecken und Wühlmäuse Anwendung! Bei Rosen ist sogar deren Duft intensiver, wenn man Zehen in die Erde steckt, die Pflanzen werden robuster.

Die übliche Vorgangsweise ist jedoch, 50g Zehen schälen, grob zerhacken und auf 5 Liter kaltes Wasser geben, 24 Stunden stehen lassen und unverdünnt sprühen. Das nennt man Mazeration oder Kaltwasserauszug!

Knoblauchsud (Brühe), das heißt der kurz aufgekochte Knoblauch ist gut gegen Raupen, aber auch als Dünger, weil er etliches an Nährstoffen enthält. Durch das Aufkochen geht aber ein wenig was verloren.

Sollte man aber keinen eigenen Knoblauch zur Verfügung haben, dann bitte Knoblauch aus Europa verwenden. Meiner Erfahrung der letzten Jahre nach nützt der chinesische in  dem Falle fast nichts, scheint bei den Transporten doch zu viel abhandenkommen…


Knoblauch und das Küssen…

Man sagt, man kann den Geschmack und den Geruch einer Speise mit Knoblauch durch Zugabe von Ingwer und/oder Zitronensaft mildern oder komplett eindämmen.

Vor dem Kuss nach dem Essen soll man 2-3 Kaffeebohnen zerkauen und schon ist es wieder okay. Ansonsten sollten einfach BEIDE Knoblauch essen…


Knoblauch findet auch in der Gesundheiterhaltung, im Anti-Aging und bei vielen Vitalprogrammen Anwendung, das ist jedoch in einer anderen Sendung zu hören….

Ich hoffe, das ganze Studio riecht nicht nach Knoblauch nach dieser Sendung. Vieles spielt sich ja im Kopf ab, wie wir wissen….

Autor
Erwin Seidemann
Datum
17.9.2021
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Gartenarbeit
Herbst
1.10.2021
Die wichtigsten Arbeiten im Herbst

Ziersträucher und Gehölze:

Es ist sehr häufig zu sehen, dass im Herbst die Sträucher wie Pilzköpfe zusammen geschnitten werden, was weder der Form noch der Blüte zuträglich ist.

Am besten, man entfernt alle 2-3 Jahre altes, dürres, abgetragenes Holz von der Mitte des Strauches heraus und zwar schneidet man bis zum Boden retour, also keine Stumpen stehen lassen! Dadurch fördert man die Jungholzbildung und gleichzeitig forciert man durch diese Verjüngung auch die Blütenbildung und die natürliche Form der Pflanze! Aber Achtung! An frühblühenden Gehölzen wie Forsythie oder Flieder können durch den Schnitt Blütenknospen entnommen werden, die sich dann erst wieder für das übernächste Jahr neu nachbilden können!

 

Rosenschnitt:

Da sollten die Rosen (vorwiegend Beet- und Edelrosen, nicht Kletterer und Bodendecker) um etwa die Hälfte zurückgeschnitten werden, der Hauptschnitt fällt so und anders erst im Frühjahr an!

 

Rasen:

Auf jeden Fall sollte bis in den November hinein gemäht werden und zwar eher auf kurze Schnitthöhe. Ebenso sollte das Laub, das fortlaufend von den Bäumen fällt, zusammen gerecht und kompostiert werden, auf keinen Fall auf den Rasenflächen liegen bleiben, weil die Pilz-Gefahr darunter recht hoch ist.

 

Laubsammlung und Kompostierung:

Von den Bäumen und Sträuchern abfallendes Laub ist ein ausgezeichneter Humusbildner, nimmt man einmal die jene von Rosskastanien fallenden Blätter aus! Dort überwintert die gefürchtete Miniermotte, das Laub davon sollte eher verbrannt oder anderweitig entsorgt werden.

Im Laub sind sehr viele wertvolle Nährstoffe enthalten, rund ein Drittel des Jahresbedarfs einer Gartenpflanze ist im Laubkompost enthalten, also eine wirkliche Menge! Daher ist Laub auch gut als Humusbildner zwischen Stauden im Beet oder zwischen winterharten Gewürzen wie Ysop, Thymian, Lavendel und ähnlichen Gewächsen, wo dieses einfach dazwischen eingestreut wird. Auch unter Bäumen auf den Baumscheiben ist es sehr gut, Laub als Humusbildner einzustreuen, am besten man vermengt es auch mit Stroh, besonders bei Jung-Obstbäumen.

 

Obstbäume/Beerensträucher:

An Obstbäumen ist es im Oktober/November ratsam, Leimringe um den gesäuberten Stamm zu kleben, um vorbeugend den Befall durch Frostspannern abzuwenden. Allerdings gehören diese Leimringe im Februar auch wieder entfernt, da auch Nützlinge (natürliche Feinde des Frostspanners), die ab dann wieder auftreten, in die Leim-Falle geraten.

Man sollte die Rinde der Obstbäume mit einer nicht zu festen und harten Drahtbürste von abgestorbenen Borkenteilen, Flechten, Algen und Moosen befreien, damit in den Ritzen nicht allzu viele Schädlinge überwintern können. Kalkanstriche gegen zu starkes Ausfrieren und als weiterer Schutz gegen Schädlinge wären durchaus empfehlenswert und war früher Gang und Gebe!

Beerensträucher wie Stachelbeeren und Johannisbeeren wäre es gut getan, von innen heraus zu verjüngen. Altes Holz gehört bis zum Grund zurück geschnitten und dadurch die Fruchttriebbildung gefördert. Dies kann man entweder unmittelbar nach der Ernte machen oder auch noch nach dem Laubfall im November.

 

Gräser und Stauden:

Stauden wie Pfingstrosen kann man von Früh-bis Spätherbst teilen und auch noch pflanzen. Die Blühwilligkeit wird dadurch erheblich gefördert.

Viele Stauden kann man nach den ersten starken Frösten zurückschneiden, wenngleich man vielen nützlichen Insekten den Unterschlupf nimmt, daher ist es wichtig, dies bei all dem Sauberkeits-„Wahn“ im Garten darauf zu achten! In geschlossenen Staudenbeeten kann Laub- oder Grünkompost, aber auch nur Laub alleine mit Kompost als Beschwernis aufgebracht werden.

Gräser wie Pampasgras oder Schilf können als Schutz vor Vernässung zusammen gebunden werden und dadurch erheblich vor dem Faulen geschützt werden. Außerdem ist es sehr zierlich, wenn Gräser im verblühten Zustand, aber mit Fruchtständen in „Straußform“ im Garten den ganzen Winter über stehen bleiben kommen.

 

Zwiebelblüher pflanzen:

In Beeten, aber auch in Trögen gehören nun auch die Zwiebeln für die Blüte im kommenden Frühling gepflanzt.

Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse, Traubenhyazinthen u.v.a.m., um nur einige zu nennen, sind die „Blütenstars“ dann, wenn sonst noch fast gar nichts blüht, die Vorfreude drauf ist meistens sehr groß!

Die optimale Pflanztiefe beträgt 2-3x so tief wie der Durchmesser der jeweiligen Zwiebel ist. Wichtig ist es, beispielsweise Hornspäne oder ähnlich geartete, organische Dünger in den Boden einzuarbeiten, die Zwiebel bezieht ihre Nährstoffe bereits im Herbst beim Einwurzeln daraus.

Auch in Trögen kann man Zwiebeln einpflanzen, es gehört nur ein gewisser Schutz, beispielsweise mit Stroh oder Reisig („Taxen“) drauf, um vor Starkfrösten und Austrocknung zu schützen.

Die Herbstarbeiten stehen an - wir geben Tipps zu Ziersträuchern, Gehölzen, Rosenschnitten, Rasen, uvm...

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Herbst
Gemüsepflanzen
10.9.2021
Speisekürbisse - allseits beliebt und begehrt!

Der Anbau von Kürbissen (Cucurbita) wird immer beliebter. Vor allem im Herbst ist dieses (exotische) Gemüse in allen Farben und Formen zu überall zu sehen! Der Kürbis stammt ursprünglich aus Amerika und ist eine der sortenreichsten Gemüse überhaupt. Neben ihren großen Früchten werden die ausladenden Kürbispflanzen auch für die auffallenden, gelben Blüten sowie die Kürbiskerne geschätzt. Auch in unseren Breiten gelingt das Anpflanzen von Kürbissen mit den richtigen Maßnahmen recht leicht.

 

Kürbis anpflanzen

Trotz seiner exotischen Herkunft gelingt der Kürbisanbau bei uns in der Regel gut und es können hohe Erträge erwartet werden. Damit alles optimal läuft, sollten einige Hinweise beachtet werden:

Der ideale Standort

Beim Kürbis handelt es sich um eine Pflanze mit hohem Flächenanspruch. Je nach Art und Sorte breitet sich die Kürbispflanze 1,5 bis 2 Quadratmeter über das Beet aus. Viele Sorten ranken auch am Gartenzaun oder Klettergerüst wie zum Beispiel der überall sehr beliebte Hokkaido Kürbis (Cucurbita maxima), noch größere Kürbisse sollten aufgrund ihres Gewichts eher am Boden entlang wachsen.

 

Pflanztipps zusammengefasst:

1. Viel Platz (1,5-2 m2), am besten Möglichkeit zum Ranken

2. Sonnige, sehr warme und windgeschützte Lage

3. Leichte bis mittelschwere Böden (z.B. sandiger Lehm/ lehmiger Sand)

4. Hoher Humusanteil und Wasserhaltfähigkeit

5. Kein saurer Boden (pH-Wert > 6)

6. Als Vorfrüchte keine Kürbisgewächse (Cucurbita ceae), stattdessen Kartoffeln, Erbsen, Bohnen oder Kohl

Die beliebtesten (bekanntesten) Sorten:

1. Uchiki Kuri: Sorte vom Typ Hokkaido mit kleinen zwiebelförmigen Früchten; glatte, leuchtend orange gefärbte Schale; das orangerote Fruchtfleisch schmeckt köstlich nach Maronen.

2. Tiana: Sorte des Butternutkürbisses mit birnenförmiger Gestalt und hellgelbem Farbton; festes und schmackhaftes Fruchtfleisch; widerstandsfähig gegen Echten Mehltau; definitiv anbauwürdig!

3. Muscat de Provence: besonders aromatischer Speisekürbis; besitzt flachrunde, tief gerippte Früchte mit helloranger/bräunlicher Schale; das feste Fruchtfleisch ist kräftig orangegefärbt und sehr schmackhaft; Sorte zeichnet sich auch durch lange Lagerfähigkeit aus.

4. Vegetable Spaghetti: länglich-ovale Früchte mit blassorangener Farbe und hellem Fruchtfleisch; italienische Sorte.

5. Atlantic Giant: Riesen-Speisekürbis; kann Rekordgewichte (bis zu 650kg ist Europarekord) erbringen; gelbes Fruchtfleisch der hellorangenen Früchte ist sehr wohlschmeckend; gut zum Einmachen geeignet.

6. Kürbispflanzen: Kürbispflanzen sind relativ unkomplizierte Gesellen – bei niedrigen Temperaturen sind sie durch ihre warme Herkunft trotzdem empfindlich. Beim Kürbisanbau gibt es zwei Methoden zum Pflanzen:

- Direktsaat: Die Kürbiskerne bzw. Samen werden bei der Direktsaat erst ab Mitte Mai gesät. Unter 5 °C wird es sonst gefährlich für die kleinen Pflanzen. Für die Keimung sind Temperaturen ab 14 °C nötig. Die Saattiefe ist 2 bis 4 cm.

- Vorkultur: Eine sinnvolle Alternative ist die Vorkultur im Topf. Dort kann bereits im Aprilgesät werden, um die Jungpflanzen dann ebenfalls ab Mitte Mai ins Beet zu pflanzen. Bei der Anzucht im Topf sollte ein Samen pro Topf 2 bis 4 cm tiefgesetzt werden. Die ideale Keimungstemperatur liegt bei 20 bis 24 °C. Sobald sich die ersten ein bis zwei Laubblätter (nicht die Keimblätter) gebildet haben und die Eisheiligen vorüber sind, werden die Pflänzchen gepflanzt (1 Stück pro 2m²).

Ob man die Direktsaat oder eine Vorkultur vorzieht, sollte man vom Standort abhängig machen. In eher kühleren Gegenden lohnt sich die Anzucht im Haus auf jeden Fall! Außerdem kann bei dieser Methode mit einer früheren Ernte gerechnet werden. Es lohnt sich zudem, die jungen Kürbispflanzen am Anfang mit Vlies abzudecken, um sie vor späten Nachfrösten zu schützen. Dieser Schutz sollte nur rechtzeitig vor Ausbildung der Blüten abgedeckt werden, damit es zur Bestäubung kommen kann.

Kürbis richtig gießen:

Es ist wichtig, dass die Kürbispflanzen regelmäßig gegossen werden. Das ist insbesondere bei der Fruchtbildung zu beachten, sonst fällt die Ernte geringer aus. Beim Gießen gilt: Immer direkt auf den Boden gießen und nicht über die Blätter – es droht sonst Fäulnis. Diese kann zudem auch bei den Früchten entstehen, die direkt auf dem Boden liegen. Hier empfiehlt es sich, eine Unterlage wie z.B. ein Brett darunter zu schieben.

Kürbis richtig düngen:

Da es sich beim Kürbis um Starkzehrer handelt, ist eine regelmäßige Düngung sinnvoll. Vor der Saat bzw. dem Auspflanzen der Jungpflanzen sollte der Boden mit einem vornehmlich organischen Biodünger vorbereitet werden. Ein weiteres Mal wird der Dünger dann während der Wachstumsperiode ausgebracht.

Die Kürbispflanze wächst schnell und ihre Blätter sind sehr groß, daher haben es Unkräuter nicht gerade leicht. Bevor die ausladenden Pflanzen aber den Boden fast komplett bedecken,  haben die Jungpflanzen noch mit Unkräutern zu konkurrieren. Deshalb sollte besonders am Anfang regelmäßig Unkraut entfernt werden, damit die Pflanze genügend Licht, Nährstoffe und Wasser zum Wachstum hat.

Pflegetipps zusammengefasst:

1.         Regelmäßig gießen

2.         Beim Gießen nicht die Pflanze benetzen, um Fäule zu vermeiden

3.         Vor dem Auspflanzen Kompost in den Boden einarbeiten

4.         Düngung in der Wachstumsphase einmalwöchentlich mit stickstoffreichem Volldünger (direkt ins Gießwasser)

5.         Regelmäßig Unkraut entfernen (besonders bei Jungpflanzen)

 

Krankheiten und Schädlinge beim Kürbis:

Meist hat die Witterung den größten Einfluss auf den Ertrag beim Kürbis. Starke Schäden entstehen beispielsweise durch Hagel. Trotzdem können auch Krankheiten und Schädlinge den Kürbisanbau im eigenen Garten erschweren. Ein besonders unbeliebter Gast im Beet ist die Nacktschnecke, die sich neben anderen Gemüsesorten auch gerne über Kürbispflanzen hermacht. Speziell in nassen Frühjahren können sie ein Problem darstellen.

Eine weitere Gefahr für Kürbispflanzen geht von Pilzinfektionen aus. Ein Problem kann zum einen der Echte Mehltau werden, der an einem mehlig-weißen Belag auf der Blattoberfläche zu erkennen ist. Verletzungen der Pflanze unbedingt vermeiden. Vorbeugend kann getan werden:

1. Beim Gießen nicht die Blätter benetzen

2. Stickstoff-Dünger nicht überdosieren

3. Den Bestand nicht zu dicht halten

 

Kürbis richtig ernten:

Je nach Sorte beginnt die Reife der Kürbisse frühestens ab Mitte August. Die meisten Sorten werden aber zwischen September und Oktober geerntet. Empfehlenswert ist die Ernte vor den ersten Nachtfrösten. Ob der Kürbis schon reif zur Ernte ist, erkennt man an diesen Merkmalen:

1. Intensive Fruchtfärbung (gut zuerkennen v.a. bei orange-roten Sorten wie dem Hokkaido)

2. Verholzter und trockener Stiel

3. Absterben der Blätter

4. Kein Einritzen der Schale mit dem Fingernagel möglich

5. Hohler Klang beim Klopfen der Frucht (gilt nicht für alle Sorten!)

Geerntet wird am besten bei trockener Witterung. Die Kürbisse können in diesem Fall 2 bis 3 Tage draußen nachtrocknen. Zum Ernten vom Kürbis wird die Frucht mit einem scharfen Messer am Stiel abgetrennt. Aber Achtung: Der Stiel muss unbedingt am Kürbis bleiben! Schaderreger haben es somit schwerer in die Frucht einzudringen und der Kürbis ist somit länger haltbar. Generell gilt es, sehr vorsichtig beider Kürbisernte vorzugehen, denn Beschädigungen an der Frucht können zu Fäule führen.

Kürbis lagern:

Generell lassen sich die selbst angebauten Kürbisse bei richtiger Lagerung relativ lange aufbewahren. Zunächst sollten Kürbisse nach der Ernte für rund 3 Wochen bei 20°C an einem hellen und trockenen Ort nachreifen. Wichtig dabei ist, dass der Kürbis auf einer trockenen Unterlage wie Holz oder Pappe aufliegt und regelmäßig gewendet wird. Das Nachreifen verbessert den Kürbisgeschmack und erhöht die Keimfähigkeit der Kürbiskerne, die im nächsten Jahr wiederverwendet werden können.

Anschließend können Kürbisse je nach Art und Aufbewahrung bis zu 6 Monate gelagert werden. Dazu bietet sich ein trockener und dunkler Ort an. Die Temperatur sollte idealerweise zwischen 12 und 15 °C liegen. Temperaturen unter diesen Werten können zu Fäule bei der Lagerung führen, Temperaturen darüber können den Geschmack negativ beeinflussen. Wenn diese Hinweise beachtet werden, lässt dich der Kürbis über die kalten Wintermonate hinweg genießen.

Der Anbau von Kürbissen (Cucurbita) wird immer beliebter. Vor allem im Herbst ist dieses (exotische) Gemüse in allen Farben und Formen zu überall zu sehen! Der Kürbis stammt ursprünglich aus Amerika und ist eine der sortenreichsten Gemüse überhaupt. Neben ihren großen Früchten werden die ausladenden Kürbispflanzen auch für die auffallenden, gelben Blüten sowie die Kürbiskerne geschätzt. Auch in unseren Breiten gelingt das Anpflanzen von Kürbissen mit den richtigen Maßnahmen recht leicht.

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Gewürze
Terrasse
Duftende Pflanzen
20.8.2021
Thymian, der Fast-Alleskönner

Nachdem ich eines meiner Lieblingskräutlein, die ich für alles, wirklich für alles in der Küche, im Garten, als Zierpflanze und als Teekraut in Mischungen verwende, ich zuletzt schon vor 6 Jahren drüber geredet hatte, möchte ich es jetzt wieder tun! Es geht schon Richtung Herbst, wo man ja seine Kräuter bekanntlich erntet und trocknet, so auch den Thymian, um den es geht!

Er ist verwendbar als Zierpflanze, als Tee- und Gewürz- und Heilkraut, zum Räuchern, also sehr vielseitig.

Sicherlich betrachten wir in unserem Pflanzenratgeber in erster Linie die Sicht des Gärtners und Gartenbesitzers und zweiter Linie dann die Verwendung als Tee, was beispielsweise den Schutz vor diversen Schädlingen auf Pflanzen oder im Boden betrifft und schließlich auch die Verwendung in der Küche, das Trocknen, die Verwendung als Heilkraut.

Rezepte werden wir in der Kürze der Zeit nur eines hinsichtlich Ameisenbekämpfung durchbringen, den Rest verschlingt der Artenreichtum, das Vorkommen und die Verwendung/Pflege im Garten.

 

Die Pflege der allermeisten Thymianarten ist auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen! Kalkreiche, mineralische (steinige), nährstoffarme Böden, keine stark gedüngten Wiesen etc... Im Frühjahr eine einmalige Gabe mit „fertigem“ Kompost und ein bissl Schafwolle, mehr braucht es nicht. Je besser der Boden gedüngt wird, desto mehr fehlt dann die Winterhärte und die Widerstandskraft. Weniger ist in dem Fall viel mehr! Auch um die Wasserversorgung macht man sich am besten keine zu großen Gedanken,  trockene Standorte sind dem Thymian am liebsten, auch im Garten oder auf der Fensterbank.

Rückschnitt bringt allein schon die Ernte mit sich, bodendeckende Thymian-Arten braucht man ohnehin kaum einmal zurückzuschneiden!

 

Die unterschiedlichen Arten gehören aber schon ein wenig näher betrachtet und man wird drauf kommen, dass Thymian nicht gleich Thymian ist.

Der bei uns heimisch vorkommende und seit einigen Jahrhunderten schon heimische Thymian ist der Feldthymian (Thymus pulegioides), der auf ungedüngten Wiesen und am Wegesrand wild vorkommt und auffällig ist durch seine rosa-lila Blüten und seinen feinen Duft. Verwendung in der Küche eher untergeordnet, als Teekraut aber schon. Auch als sehr haltbare Schnittblume, weil die Pflanze ja bis 30cm lang und länger wird, ist sie auch noch gut für Sommersträußchen.

Der heimische Feldthymian wird ebenso wie der nur 10cm hoch werdende, bodendeckende Sandthymian (Thymus serpyllum) als Quendel bezeichnet. Der Sandthymian kann durchaus als Gewürz verwendet werden, aber auch als Teekraut für Hustentees gegen Erkrankungen der oberen Atemwege, ähnlich dem Salbei! Die häufigste Verwendung ist aber jene als Zierpflanze in Steingärten, weil auch die kleinen Lila Blüten sehr hübsch sind und den Garten beleben!

Der Zwerg-Sandthymian (Thymus praecox) ist zugleich auch der Frühblühendste, blüht bereits ab Mai und duftet in dieser Zeit besonders gut. Er wird aber nur 5cm hoch und ist der kleinste und schwachwüchsigste unter den bekannten Arten.

Der Kaskadenthymian (Thymus longicaulis) wird bis 1m lang und bleibt aber niedrig, schaut toll über Steinmauern aus und ist vielseitig verwendbar, in sehr strengen Winter kann er aber ausfrieren, muss dann zurückgeschnitten werden!

 

Die häufigsten Arten sind jedoch eindeutig der „gewöhnliche Thymian“ oder Römischer Quendel (Thymus vulgaris), dessen Küchenleistung und jene als Heilkraut gar nicht hoch genug einzuschätzen ist!

Er darf in keiner Gewürzmischung fehlen, jedes Kräuterkistl, jeder Kräutertopf oder Kräutergarten ist sein „Revier“. Es ist wie der Lavendel ein Kleinstrauch, verholzt in Bodennähe und darf nicht zu tief zurückgeschnitten werden. Zu verwenden sind die Blättchen, am besten friert man aber den gesamten abgeschnittenen Teil im Herbst ein und taut auf, entlaubt dann und trocknet, oder man trocknet die Teile und entlaubt sie dann, verwendet sollten eben nur die Blättchen werden!

Als Tee spielt er auch in der Pflanzenwelt und deren Schutz eine große Rolle. 100 Gramm frischer Thymian (im Ganzen) oder 20 Gramm getrockneter Thymian mit einem Liter heißem Wasser überbrühen, ziehen lassen und 1:3 verdünnt über Ameisennester sprühen/gießen, das auf 3 aufeinanderfolgenden Tagen und die Ameisen werden verschwunden sein. Sehr gut auch in Bezug auf Raupen und Kohlweißlinge!

In der Küche kann man Thymian aufs Helle, nicht zu warme Fensterbankl (vor allem, was den Winter betrifft) stellen, um auch im Winter was davon zu haben, oder sogar im Freien beernten (an frostfreien Tagen). Man verwendet Thymian als Verfeinerer von Saucen, für Fisch-, Fleisch und Gemüsegerichte aller Art, in Salaten und überhaupt als Teil der provenzalischen Küche, nicht nur der mediterranen! Am besten einen Vorrat anlegen, damit man im Winter genug getrockneten zur Verfügung hat, getrockneten, dann aber vielleicht nicht so gut für Salate, eher „nur zum- Kochen" verwenden!

 

Auch ein tolles Salatkräutlein ist der Zitronenthymian (Thymus vulgaris citriodorus), der weiß-grün gelb-grün panaschiert sein kann und nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch toll verwendbar ist und durch seine zusätzliche Zitrusnote auch toll für asiatische Gerichte verwendet werden kann.

Beide nützlichen Thymiane kann man auch im Garten verwenden, auf Trockenmauern, auch hier sind die kleinen weiß-lila Blümchen eine Bereicherung!

 

Auch zum Räuchern eignen sich manche Thymianarten, am ergiebigsten sind jedoch Zitronen – und gewöhnlicher Thymian!

 

Thymian kann man allgemein gut durch Samen oder durch Stecklinge im Herbst vermehren und problemlos im Freien überwintern!

Nachdem ich eines meiner Lieblingskräutlein, die ich für alles, wirklich für alles in der Küche, im Garten, als Zierpflanze und als Teekraut in Mischungen verwende, ich zuletzt schon vor 6 Jahren drüber geredet hatte, möchte ich es jetzt wieder tun!

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