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Erwin’s Gartenschule

Rosen pflanzen und pflegen

Die meisten Rosensorten bzw. –arten sind Veredlungen, einige aber auch wurzelecht. Das bedeutet, dass die Sorte mit ihren eigenen Wurzeln auf unseren Böden wachsen kann, andere wiederum sind auf Wildrosen (Rosa canina z.B.) veredelt, weil sie mit ihren eigenen Wurzeln nicht lebensfähig wäre. Es nützt also nichts, wenn man den Steckling einer veredelten Rose, z.B. einer Schneewittchen in die Erde steckt, weil dieser nicht wachsen würde.

 

Rosen sind auch ökologisch wertvoll.

Viele Gartenbesitzer pflanzen Rosen ja nicht nur in schönen Rosenbeeten, sondern auch als Strauch in den Garten. Hier verwendet man klarerweise starkwüchsige Wildrosenarten, die meistens nur einma lim Jahr, dafür aber irrsinnig kräftig blühen und auch durch ihre Hagebuttenzierde große Bedeutung haben. Gezählte 103 Insektenarten, überwiegend Beuteinsekten können in solchen Wildrosenarten wohnen. Ganz zu schweigen vom Nahrungsangebot für die heimische Vogelwelt, das eine Wildrose bietet. Nutzinsekten wie die bekannte Schwebfliege oder der Marienkäfer fressen mit ihren Larven beispielsweise bis zu 400 Blattläuse in ihrer Entwicklung. Die Rose bietet nachgewiesen wunderbare Vermehrungsräume.

 

Die Grunddüngung muss nicht unbedingt mit einem ausgewiesenen Rosendünger sein und monatlich wiederholt werden, nein, es genügt auch ein allgemeiner Bio-Gartendünger, Rosendünger Juni und August ergänzen!

 

Die RICHTIGE Pflanzung:

Die beste „Anwuchsgarantie“ ist die gründliche Bodenvorbereitung. Sich vergewissern, dass noch nie eine Rose auf der gewünschten Pflanzfläche gestanden hat, auch keine andere aus der Rosenfamilie wie z.B. ein Apfel- oder Birnbaum. Wichtig ist, dass der optimale Wasserabzug gewährleistet ist. Kordes, einer der weltweitberühmtesten Rosenzüchter sagte, dass Rosen keine Seerosen sind, das bedeutet, dass unter Umständen in tieferen Regionen (50 cm) eine Drainage mit Schotter oder Kieserfolgen sollte.

Dass die Pflanzfläche 2 Spaten tief umgestochen werden sollte ist ebenso wichtig wie die Einarbeitungvon gut verrottetem Grünkompost oder/und frischen Pflanzhumus in Form von Rosenerde.

Eine gute Grundversorgung mit einem wie oben beschriebenen Dünger ist nicht unwesentlich, kann aber unter Umständen auch erst noch 3-4 Wochen erfolgen, wenn der Boden dementsprechend gut vorbereitet wurde und dadurch ausreichend versorgt ist.

 

Das Pflanzloch sollte 30-40cm im Durchmesser betragen, weiters auch dasselbe in der Tiefe! DieRose sollte mit der Veredelungsstelle (Verdickung oberhalb der Wurzeln) 3-5 cmin den Boden gelangen, angehäufelt sollte in jedem Fall werden. Das bedeutet, dass zusätzliche Erde als kleiner Wulst auf die Pflanze kommt, um viele neueTriebe aus der Mitte der Pflanze entstehen zu lassen, was auch für Frühjahrs-und Herbstpflanzungen gilt.

Das Pflanzloch gehört gut mit Wasser gefüllt, unter Umständen die Rosen (auch die getopften) kurz in ein Wasserbad stellen, wurzelnackte sogar einen halben Tag lang! Wichtigist, dass die Rose ganz locker und sacht mit ihrer Wurzel im Boden liegt, niemals die Wurzel gar hineinpressen in den Boden, da entstehen zu 100 %Schäden!

 

Rosen in Töpfen- und das ist der Vorteil - sind während der gesamten Vegetationsperiode verpflanzbar, nicht nur im Frühjahr oder im Herbst. Man kann auch die Farbe im blühenden Zustand besser einordnen als von einem Bildetikett. Auch der Wuchscharakter und das begehrte schöne Rosenlaub sind Kriterien zur Beurteilung. Rosenkauf ist auch eine Vertrauensfrage, weil das meistens eine Investition für die nächsten 10 Jahre ist.

 

Rosen – als Kübelpflanze
Rosen in Töpfen oder Trögen gepflanzt, ist in den vergangenen Jahren immer mehr zum Thema geworden, weil die meisten Gartenfreunde auch auf der Terrasse ihre Lieblinge nicht missen wollen. Hier ist die Auswahl eines tiefen Pflanzgefäßes das Um und Auf! Weiters die Verwendung des richtigen Rosensubstrates und die richtige Nachdüngung. Wird da gespart oder vergessen, ist es schnell vorbei mit der üppigen Pracht und die Pflanze kränkelt. Wichtig ist die richtige Sortenwahl, weil nicht alle Sorten gleichermaßen dafür geeignet sind. Und jetzt schon an den nötigen Winterschutz denken. Die Töpfe gehören dann im Herbst mit einem Winterschutzvlies eingepackt, damit erstens die Töpfe nicht springen und zweitens die Wurzeln nicht erfrieren und vertrocknen in weiterer Folge. Auch die Rose selbst gehört selbst im Topf um die Veredelungsstelleherum geschützt, entweder mit Vlies, mit Stroh, aber auch mit Erde und dgl.

 

Der Pflanzenschutz ist stets ein heikles Thema. Die meisten wollen klarerweise kein Gift spritzen, was von der Grundeinstellungauch richtig ist. Dennoch ist es bei uns in Tirol bei den sehr wechselhaften klimatischen Verhältnissen für ein gesundes Rosenwachstum, das bis in den Herbst hineinreichen soll, fast unumgänglich, die Pflanzewiderstandsfähig und stark zu machen! Vorbeugung ist immer noch die beste Form der Heilung, vor allem gegen Mehltau- und Rostpilze aber auch Sternrusstau besonders in Jahren mit starken Frühjahrsniederschlägen.
Die biologische Bekämpfung wäre jene mit einem Präparat des Ackerschachtelhalmes (fertig als Extrakt im Handel oder als Brühe selbst angesetzt), auch in Kombination mit dem guten, alten Bittersalz. Kupferspritzmittel zum Austrieb im Frühjahr ist ebenso sehr gutv erwendbar und wehrt die erste Mehltaugefahr Anfang Juni gleich einmal ab!

 

Blattläuse sind mit Knoblauch- und Zwiebelbrühen ebenso bekämpfbar wie mit beispielsweise 2%iger Magermilch, die auch die Blattrollwespe bekämpft. Gegen Spinnmilbenhilft der Ackerschachtelhalmtee ebenfalls, aber auch Brennessel-Wermuttee, auch sehr gut gegen Rosenzikaden, welche sich hüpfend auf der Blattoberseite fortbewegen und wie große Blattläuse aussehen.

 

Rosenschnitt

Der Schnitt der Rosen ist nicht nur im Herbst, vor allem aber im Frühjahr wichtig. Auch der Sommerrückschnitt verblühter Triebe an öfter blühenden Gartenrosen ist unverzichtbar. Hier gilt die Grundregel, dass ein starker Rückschnitt starke, kräftige Blühtriebe hervorbringt (nach 4-6 Wochen), ein ganz schwacher Rückschnitt viele, aber sehr dünne Triebe mit kleinen Blumen. Und gesundes, frisches Rosenholz ist wichtig für die Gesunderhaltung und Neubildung des Laubes, was so wichtig für die Blütenbildung ist.

 

Was bedeutet: Frisches Holz-frisches Laub- gesunde Blüten. Oder umgekehrt: Ohne Laub keine oder kaum Blüten!

Autor
Erwin Seidemann
Datum
23.5.2025
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Bohnenkraut
Garten
17.7.2026
Bohnenkraut - wunderbar und oft vergessen

Die Grillfeste stehen überall an und man möchte auf allen Dingen seine Note einbringen, entweder durch außergewöhnliche Fleischstücke oder eben durchungewöhnliche Nicht-Standard-Kräuter. Ich glaube nicht, dass jemand ans Bohnenkraut denkt, wenn er sein Lamm auf den Grill legt, wohl eher an Rosmarin und Thymian.

Dabei ist das Bohnenkraut, eines meiner am liebsten verwendeten Küchenkräuter gerade was Besonderes, manchmal ist man halt einfach schon durch den Namen stigmatisiert, dabei kann es viel mehr als Bohnengerichte verfeinern.

Das Bohnenkraut (botanisch Satureja), ist ein leider oft übersehenes, aber vielseitiges Kraut mit langer Tradition. Zur Gattung der Bohnenkräuter gehören viele Arten, wobei das einjährige, nicht frostharte Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis) und das winterfeste Bergbohnenkraut (Satureja montana) am bekanntesten und am meisten verwendete sind.

Ursprünglich in Südeuropa und dem östlichen Mittelmeer beheimatet, hat es sich im Laufe der Jahrhunderte in der Küche etabliert und wird geschätzt für sein starkes Aroma, das an eine Mischung aus Thymian und Rosmarin erinnert. Die feinen Blätter des Bohnenkrauts verbergen einen intensiven Geschmack, der vielen Gerichten eine besondere Note verleiht. Seine Verwendung ist nicht auf die Küche beschränkt, auch in der Naturheilkunde findet es Anwendung.

 

Eigenschaften/Verwendung:

Das Bohnenkraut überzeugt mit einem markanten, würzigen Geschmack mit eine  rleicht pfeffrigen Note. Wie der Name schon sagt, passt es nicht nur gut zu Bohnen, sondern unterstützt auch die Verdauung von Hülsenfrüchten (Erbsen, Edamame, Soja, Kichererbsen, Linsen usw.) insgesamt.

Darüber hinaus ist Bohnenkraut bekannt für seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften und wird in der traditionellen Heilkunde zur Linderung von Magenbeschwerden und zur Förderung der allgemeinen Gesundheit eingesetzt.

In der Küche wird Bohnenkraut meist als Begleiter von Bohnengerichten eingesetzt, was ihm auch seinen Namen verliehen hat. Doch seine Einsatzmöglichkeiten sind viel breiter: Es passt hervorragend zu Fleischgerichten wie Lamm und Geflügel und verleiht selbst Salaten und Marinaden eine besondere Note und Intensität. Auch in Suppen und Eintöpfen kann es seine volle Wirkung entfalten.

Eine besondere Verwendung von Bohnenkraut ist, Butter oder Öle zu aromatisieren, die dann als Basis für verschiedene Gerichte oder als Dip verwendet werden können. Dabei kann sowohl frisches als auch getrocknetes Bohnenkrautgenutzt werden, wobei letzteres besonders intensiv im Geschmack ist und sparsam dosiert werden sollte. Bohnenkraut lässt sich auch sehr gut mit anderen Kräutern kombinieren, die für die Zubereitung von Grillfleisch oder Gemüse verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anbau/Aufbewahrungvon Bohnenkraut:

Wer Bohnenkraut in seinem eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauenmöchte, wird mit einer pflegeleichten Pflanze belohnt. Bohnenkraut bevorzugteinen sonnigen Standort und durchlässigen Boden und ist unempfindlich gegenüberSchädlingen. Bei der Ernte sollte man die Triebe vor der Blüte schneiden, umdas gute Aroma zu erhalten.

Zur Lagerung ist es ideal, die Blätter zu trocknen, da so ihrintensiver Geschmack erhalten bleibt. Getrocknetes Bohnenkraut in einemluftdichten Behälter an einem dunklen Ort aufbewahren!

UND:  Bohnenkraut eignet sich auch hervorragend als Begleitpflanze imKräutergarten, da es Schädlinge abwehrt!

 

 

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Schnittblumen
Garten
10.7.2026
Schnittblumen aus dem Garten

Gerade in den Sommermonaten spielen Schnittblumen aus dem eigenen Garten, die in weiterer Folge zu schönen Blumensträußen gebunden werden können, eine bestimmte Bedeutung.

Früher war es gang und gebe, dass man Blumen, die für den Schnitt geeignet sind im eigenen Garten ernten konnte. Bauerngärten, die ja nicht nur „medizinisch“ eine Rolle innehatten, sondern auch dazu dienten, das Eigenheim zu verschönern, sowohl mit Frischblumen, als auch mit den daraus gewonnenen Trockenblumen, die den langen Winter etwas farbenfroher gestalteten. Auch als attraktives Mitbringsel galten sie als Visitenkarte des eigenen Gartens.

Heute werden wieder viele Blumenarten angepflanzt, die im eigenen Garten wachsen und geerntet werden können, ohne optisch an Qualität einzubüßen.

Zum einen sind es einjährige Sommerblumen, die am meisten Verwendung finden, zum anderen hohe Stauden (winterharte, blühende Pflanzen) wie Rittersporn, Eisenhut, usw., aber auch Gehölze wie Rosen, die bedeutendste Schnittblume weltweit, können durchaus aus dem eigenen Gartenreich stammen. Platz wird gar nicht allzuviel benötigt.

Einjährige Sommerschnittblumen

Das Problem bei diesen kann sein, dass man im Mai, nach den Eisheiligen, wenn man diese für gewöhnlich alle Jahre neu auspflanzt, diese einfach vergisst, da sie dann noch nicht blühen, man sie daher eher nicht beachtet und daher auch nicht unbedingt „findet“, wenn man in eine Gärtnerei geht, um seine Gartenpflanzen zu besorgen. Erst wenn man im Sommer diese Blumen sieht, erinnert man sich daran, selbst welche im Gartenhaben zu wollen.

Man kann aber aus Samen bereits im März/April eine Vorkultur im Haus, im Wintergarten, im Frühbeet oder Kleingewächshaus machen und die Pflanzen dann im Mai auspflanzen, bei Sonnenblumen kann man ab Ende April auch eine Direktsaat ins Freie vornehmen.

Die wichtigsten Sommerschnittblumen sind

Sonnenblumen

In vielen Sorten unterschiedlicher Höhen und Farben. Achtung bei der Haltbarkeit! Nicht alle Sorten sind als Schnittblumen geeignet. Unbedingt auf Tauglichkeit prüfen, ansonsten lieber stehen lassen. Und wenn dann geerntet wird, unbedingt den Stiel in heißes Wasser tauchen, zumindest aber sofort nach der Ernte wässern, dann auf jeden Fall Frischhaltemittel ins Wasser zusetzen. Dadurch können Sonnenblumen bis zu 10 Tagen halten.

 

Astern, Zinnien, Löwenmaul, Margeriten

Sie sind sehr beliebt, weil sie einfach zu kultivieren sind, kaum Schädlinge oder Krankheiten bekommen und dauerhaft bis zum ersten Frost und darüber hinaus blühen können. Und sie bringen eine Menge an Schnittblumen, sicherlich allwöchentlich einen frischen Blumenstrauß! Man kann mit einer Haltbarkeit bis zu einer Woche rechnen. Eine gute Voraussetzung dafür ist der richtige Erntezeitpunkt. Der sollte nicht mittags oder abends, sondern zeitig am Morgen sein, bevor die Temperaturen zu hochsind, weil sich die Blumen sonst nur schwer erholen.

Cosmea (einjährige Gräser), Lobelien

Sind Schnittblumen der neueren Generation, die gerne in Struktursträußen verwendet werden, wo nicht nur Üppigkeit und Buntheit, sondern auch Zeitgeist vermittelt wird. Weniger ist dabei mehr!

 

Strohblumen, Statize

Einjährige Trockenblumen. Sie sollten frisch geerntet und dann im Halbdunkel in einem trockenen Keller gelagert werden, mehrmals gewendet und dann können sie nach etwa 2 Monaten verarbeitet werden. Das gilt auch für andere Sommer-Trockenblumen.

 

Mehrjährige Schnittblumen

 

Rittersporn, Eisenhut, Astern,Pfingstrosen, Sonnenauge, Chrysanthemen, Schleierkraut, Bartfaden, Schnittgräser, u.v.a.m.

Frischhaltemittel verwenden! Beim Ernten sollten bedacht werden, dass es bei manchen nur ein Blütenflor gibt und es daher oft sehr schade ist, die Blütenstiele abzuschneiden. Wenn man aber genügend zur Verfügung hat, sollte man nicht darauf verzichten. Schließlich kann es Regentage geben, dann hat man wenigstens etwas davon im Zimmer, wenn durch den Regen schon das Betrachten oder die Blüte (durchs Verfaulen) verloren geht.

Limonium (Statize, mehrjährige Form), Schafgarben, Gräserblüten usw.

Können ebenso wie Einjährige geerntet und getrocknet werden, nach gewisser Zeit dann für den Winter verarbeitet werden.

 

Rosen

Sie sind die wertvollsten und edelsten Schnittblumen, die verhältnismäßig am längsten halten können (bis zu 14 Tage). Man bedenke, dass es Sinn macht, die Vase mit den Rosen während eines heißenTages nicht in die Sonne oder überhaupt in die Wärme zu stellen, da sie sonst schnell verwelken/vertrocknen können. Am besten während des Tages in einen dunklen, kühleren Raum stellen. Freilandrosen sind stärker verholzt als Gewächshausrosen und können daher manchmal nicht lange frisch bleiben. Immer TIEF wässern und häufig Wasser dazugeben, mit Frischhaltemittel, wenn geht! Und frisch anschneiden, mindestens 2x pro Woche.

 

Einjährige (im Haus überwinterbare) Zwiebel/Knollenblumen für Schnitt

Dahlien

Die bekanntesten sind sicherlich die Dahlien, deren Zwiebeln im April in den Boden, oder in den (großen) Kübel gelegt werden, um dann ab 2. Hälfte Juli zu erblühen. Da können sie dann auch gleich geerntet werden. Dahlien blühen bis zum Frost. Die am besten geeignetsten sind Balldahlien und Semikaktusdahlien, auch was die Haltbarkeit betrifft, welche bis zu 5 Tage betragen kann, jeder Tag länger ist da dann schon ein Geschenk.

Gladiolen

Sehr gute und wuchtige Blüher, auch in der Vase, sind die Gladiolen, die bis zu 150 cm hoch werden können. Die Zwiebeln werden meist nur einmal verwendet, können aber überwintert werden. Gladiolen erntet man am besten dann, wenn die untersten 3-4 Blüten Farbe zeigen, dann erblüht sie langsam in der Vase und kann 10 Tage lang halten. Toll auch als Kirchenschmuck gerade am Marienfeiertag am 15.August.

 

Gerade in den Sommermonaten spielen Schnittblumen aus dem eigenen Garten, die in weiterer Folge zu schönen Blumensträußen gebunden werden können, eine bestimmte Bedeutung.

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Rosen
Clematis
29.5.2026
Roses & Friends - Was es mit Rosenbegleitern auf sich hat

Zweifelsohne: Rosen sind Pflanzen von unvergleichlicher Schönheit. Kaum eine Pflanze kann ihr von der Symbolkraft und Ausstrahlung das Wasser reichen.

Besonders in England ist das Begleiten von Rosenpflanzungen mit den entsprechenden, wohlausgewählten Pflanzen, eine Tradition, von dort her stammt auch diese Kultur, die bei uns ebenfalls stark Einzug gehalten hat.

Wozu braucht man eigentlich Rosen-Begleitpflanzen?

 Als Farbergänzung: Es gibt bei Rosen ein riesiges Farbspektrum. Blautöne fehlen jedoch in diesem Spektrum. Das Blau eines Rittersporns, einer Dreimasterblume, eines hohen Enzian und auch der Clematis ist wunderschön und ergänzt das Rot, Rosa, Lila, Weiß, Gelb wunderbar.

Als Blühpausenfüller: Mehrfachblühende Rosen blühen im 5-6-Wochenrhythmus, das heißt, dass ab Mai (meist 1. und schönste Blüte) alle 6 Wochen mit einer Pause zu rechnen ist, dann kommt in dieser Zeit der erste „Pausenfüller“ zum Einsatz und überbrückt diese Zeit.

Als Schädlingsvertreiber: Das Mutterkraut (= Kamillenart = Tanacetum) hat diesen Vorteil.

Als Unkrauthemmer: Auch in Rosenbeeten kann sich lästiges Beikraut bilden, das entfernt werden muss. Ist der Boden oberflächlich durch Dichtpflanzung zwischen den Rosen belegt, bleibt Unkraut fern.

Als Mehltauanzeiger: So wie die Rose selbst in vielen Weingütern als DER Anzeiger für Echten Mehltau herangezogen werden und gerne an der Spitze einer Rebpflanzung gestellt wird, damit frühzeitig und an erster Stelle Echten Mehltau erkennbar gemacht wird und man sofort die entsprechenden Gegenmaßnahmen einleiten kann! Genauso ist der Rittersporn ein Mehltauanzeiger für die Rose und wenn man dementsprechend Gegenmaßnahmen ergreifen möchte, sprich vorbeugende oder kurative Spritzung, dann sieht man das vorher an den gewissen Begleitpflanzen.

 

Welche Ansprüche haben Rosengegenüber den Begleitern?

Rosen bevorzugen ja kalkarme, lehmige (etwas „fettere“), aber durchlässige, tiefgründige Böden. Rosen müssen mehrmals pro Jahr organisch gedüngt werden,die Begleitpflanzen sollten diese Ansprüche teilen, wenn möglich diese Bedingungen vertragen.

 

Sie sollen keine „Fresser“, aber auch keine „Magersüchtigen“ sein: DER Rosenbegleiter schlechthin, der Lavendel ist eigentlich ein Beispiel dafür, dass Rosen keine magersüchtigen lieben. Wenn Lavendel als Liebhaber magerer, eher kalkreicherer Böden in stark gedüngten Rosenbeeten sich wohl fühlen soll, dann sollte man zu den Lavendelpflanzen Sand beigeben, der den Boden etwas abmagert und „verdünnt“. Kalkgaben sollten auch eher direkt bei den Lavendelpflanzen erfolgen.

Es dürfen keine Tiefwurzler sein: Türkenmohn oder hohes Schleierkraut sind ebenso wie die Rosen Tiefwurzler. Sie sind daher als Begleitpflanzen direkt bei den Rosen ungeeignet, weil die Wurzeln in Konkurrenz treten.

Wenn man die Begleitpflanze irgendwann mal entfernen möchte oder muss, tut man sich sehr schwer, sollte es ein Tiefwurzler sein, man verletzt dann meist auch die Rose daneben.

Es dürfen keine „Wucherer“ sein: All zu starkwüchsige Pflanzen, die die Rosen zuwuchern, wie zum Beispiel Schlinger (Efeu, Knöterich, Wein) und Bodendecker, aber auch andere, starkwüchsige Zwergsträucher, sind nicht als Begleitpflanzen geeignet, sie würden der Rose nicht nur die „Show stehlen“, nein, sie würde sie im Wachstum und der Entwicklung entscheidend beeinflussen und die Rose sollte ja bekanntlich immerim Mittelpunkt stehen!

 

Welche typischen Begleitpflanzen kennt man?

Wir sprechen hier ausschließlich von mehrjährigen, winterharten Pflanzen, die Großteils nicht immergrün sind, das heißt, sie ziehen in der kalten Jahreszeit ein, sind nicht sichtbar. Die Liste kann beliebig ergänzt werden, hier ist nur eine kleine Auswahl. Es darf aber auch nicht jede Pflanze verwendet werden, zu unterschiedlich können die Ansprüche der Nachbarpflanzen sein und daher kann manchmal auch was in die Hose gehen und dann wäre es schade, meistens um die Rosen.

EINE bestimmtePflanze fehlt in der Aufzählung: der Lavendel! Allgemein als Begleiter tituliert, passt er nicht in die Hofstaat, zu unterschiedlich sind die Ansprüche der beiden. Lavendel braucht mageren, kalkreichen, trockenen Boden, genau das Gegenteil der Rose.

Mutterkraut (Tanacetumparthenium)

Kamillenart, die durchaus auch Ziercharakter besitzt durch das feine Laub und die weiße Kamillenblüte.

Rittersporn

Wundervolle Farben, vor allem das Blau dieser Pflanze verführt zum Träumen und ergänzt sich mit den Rosen ideal.

Clematis (Waldrebe)

Ideale Ergänzungspflanze bei Kletterrosen und Hochstammrosen. Blaue Sorten wie Jackmannii, The President usw. sind wunderbare Begleiter.

Alchemilla (Frauenmantel), Coreopsis (Mädchenauge), Achillea (niedrigeSorten der Schafgarbe):

Sie sind gelbe Begleiter zum Beispiel bei roten Beet- und Edelrosen.

Ziergräser

Sind tolle Ergänzungs- und Begleitpflanzen, die gerne vergessen werden. Molinia, Panicum, Calamagrostis und Festuca werden hier genannt. Ein Chinaschilf wird sicherlich zu groß, zu üppig und überwuchert die Rosen, ebenso ein Pampasgras oder Schilf und Bambusim Allgemeinen. Nicht Ausläufer treibende Bambusarten wie Fargesia istallerdings durchaus als Begleiter für starkwüchsige Rosen anzusehen, so fern es gut zusammenpassen sollte.

Heuchera (Purpurglöckchen) und Hosta

Sind nur teilweise gute Begleitpflanzen, zumal beide Staudenarten eher den lichten Schatten bevorzugen, wo sich Rosen nicht immer gerne aufhalten, ansonsten wären sie aber gut geeignet.

Katzenminze (Nepeta)

Stark- oder schwachwüchsige Sortenergänzen durch das zarte Lila inkl. den grauen Blattfarben die Umgebung wunderbar.

 

Einjährige Sommerblumen

Auch Sommerblumen, wie sie jährlich neu pflanzt nach den Eismännern im Mai, sind durchaus interessante Begleitpflanzen, was auch häufig angewandt wird. Was zu beachten ist, ist klar. Nicht die Rosenwurzeln beschädigen und auf die Hände aufpassen, wenn man zwischen die Rosen hineinpflanzt….

 

Wozu braucht man eigentlich Rosen-Begleitpflanzen?

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