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Erwins’s Gartenschule

Tomaten und anderes Fruchtgemüse

Tomaten sind -wie jeder Hobby-Gemüsegärtner weiß- meist etwas anspruchsvoller.

Vorurteile sind: “Die Blätter dürfen nicht nass werden, die Pflanzen müssen gestützt werden und überzählige Triebe (Geiztriebe), die keine Blüten tragen und senkrecht nach oben schießen, müssen ausgegeizt werden.“ Tomaten werden wie viele mediterranen Kulturpflanzen in vielen verschiedenen Sorten angeboten.

Fleischtomaten sind der Inbegriff der italienischen Kultur. Ligurisches Ochsenherz, San Marzano oder “Marmande” sind Begriffe, die man schon kennt. Das sind Fleischtomatentypen, der Sortenzahl aber ins unermessliche geht. Eine Sorte, die heuer an vielen Schulen getestet wird, ist „Supersteak“, da wird geschaut, welcher Schüler die größten Früchte erntet! Eine Riesenfleischtomate, deren Früchte 500g und mehr wiegen werden.

Bei uns haben allerdings Rispen- und Salattomaten eher das Wort und am meisten die kleinfruchtigen, die sehr unkompliziert sind, die Früchte sind 15 - 40g schwer. Alle wachsen auf Stab oder Schnur, im Freien (geschützt) oder im Gewächshaus, sogar Tomatenhäuser sind gebräuchlich. Cherrytomaten gibt es auch total unkomplizierte, wo man NICHTS tun muss außer pflanzen, nämlich Buschtomaten oder auch neuerdings Bodendeckertomaten, die wie Erdbeeren wachsen.

Ausgeizen bedeutet, dass man alle senkrecht wachsenden Triebe, die aus den Blattachseln kommen – abseits des Haupttriebes – entfernt, das sollte man von Beginn an beherzigen und wöchentlich drauf schauen. Bei sogenannten Veredelungen – die Sorte wird auf eine Wildtomatenart aufgepfropft und ist dadurch wüchsiger, robuster, stabiler – kann man auch zweitriebig hochziehen und hat dadurch wesentlich mehr Ertrag bei selbem Aufwand.

Tomatenpflanzen brauchen extrem viel Dünger, man sollte regelmäßig mit organischen Düngern wie Schafwolle, Hühnermist, Kompost, was alles direkt in die Erde eingemischt wird.

Gegen die berüchtigte Krautfäule, die ab der Morgentauphase beginnt,  wird vorbeugend alle 2-3 Wochen Schachtelhalmtee gespritzt (=Zinnkraut), aber auch Kalkgaben und Steinmehl werden verabreicht,  regelrecht einstäuben und auf die Erde geben, Letzteres im Monatsrhythmus.

Die Artischocke ist ein Distelgewächs, das sich in Italien, dann in Spanien und Frankreich zum Feinschmeckergemüse entwickelte.

Die Artischocke ist eine Staude, die mit einem bis zwei Metern recht hoch werden kann. Von jeder Pflanze können etwa drei bis vier Jahre lang Erträge erwirtschaftet werden. Die Pflanze hat große, gefiederte Blätter, darüber entwickelt sich die prächtige und schmackhafte Blüte. Braucht sehr sonnigen, warmen Standort, blüht aber auch im Halbschatten!

Obwohl Auberginen (Melanzani) exotisch wirken, sind sie leicht zu ziehen und pflegeleicht zu kultivieren. Sowohl Wasser- als auch Düngebedarf ist ähnlich wie bei Tomaten. „Black is beautiful“ hat es früher mal geheißen, mittlerweile gibt es viele andersfarbige tolle Kreuzungen wie eine weiße, eine hell-lila Sorte, sogar zigarrenförmige, die man ein paar Minuten auf den Grill legt und wie einen Snack verspeist.

Die Aufzucht von Auberginen erfolgt genauso wie die Aufzucht von Tomaten. Auberginen müssen noch sonniger stehen als Tomaten und ebenfalls gestützt werden. Aufgrund der Wärmeliebe eignet sich zumindest für die frühen Monate auch ein Kleingewächshaus. Ab Ende Mai können Auberginen auch im Freien gehalten werden. Vorsicht: unreife Früchte sind leicht giftig und sollten nicht verzehrt werden, reifen nur schwer nach, bei Tomaten reifen grüne nach.

Paprika gibt es in unzähligen Varianten, einmal mild und einmal scharf… und alle Nuancen dazwischen.

Paprika brauchen weniger Dünger als ihnen nachgesagt wird, wichtig ist eine gute Pflanzerde, meist sind normale Gartenböden zu kalkreich, Paprika sind eher kalkempfindlich, daher eine gute Gemüseerde verwenden, die vom Säuregrad her leicht sauer ist.

Für die Topfzucht eignen sich insbesondere Paprikasorten wie “Snacksorten“, die kleinfruchtig, aber reich an Ertrag sind und auch hier Sorten, die wir von früheren Urlaubsreisen nach Italien, Kroatien und Griechenland kennen, aber auch Türkei. Da sind Riesenpaprika wie Dulce Italiana oder auch der typische Grillpaprika Poxigo ein großer Begriff. Türkische Spitzpaprika sind mild bis leicht scharf, grad das richtige für die Jause.

 

Das Gemüse des heurigen Jahres 2021 in Tirol ist die „Süße Kathi“, eine Süßkartoffel. Diese wachsen auch in unseren Breitengraden ausgezeichnet und liefern kohlehydratreiche, gesunde „Riesenkartoffel“, die nicht angehäufelt werden müssen, sogar in großen Töpfen wachsen und kaum Krankheiten kennen. Einfach einpflanzen, Schafwolle dazu und wachsen lassen – der Standort muss aber WARM sein. Ernte ist im Herbst. Verwendung ist wohlbekannt, sowohl als Suppe, als Beilage, als „andere Pommes“ usw. bekannt.

Autor
Erwin Seidemann
Datum
30.4.2021
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Gemüsepflanzen
Kräuter
16.4.2021
Ungebrochener (Selbstversorger-) Boom: Hochbeet

Hochbeete gibt es aus unterschiedlichsten Materialien, der Klassiker ist aus heimischen Nadelhölzern wie Lärche, Zirbe, Tanne oder Fichte, letzteres eher selten. Es ist rechteckig, allerdings neuerdings auch rund angefertigt. Weitere Materialien sind Stein, (Gott sei Dank immer seltener aus) Kunststoff, aus Blech, Ziegel, aber auch aus Weidengeflechte, wer es sehr eng mit der Natur hält. Der Inhalt ist das Wichtigste und der daraus resultierende „Hochbeeteffekt“, der ja einige Jahre anhält.

Ein Hochbeet ist ja ein Biotop (ja, ist es wirklich - Teiche sind z.B. Feuchtbiotope), das künstlich angelegt wird, meist in den Maßen 3m lang, 0,8m hoch und 1 - 1,20m breit, so, dass man noch bequem in die Mitte langen kann. Man kann es sich von jedem Hobbybastler oder Zimmerer/Spengler, je nach Material aufstellen lassen, aber auch Fertigteile nehmen. Im Garten 5 - 10cm tief eingraben, ansonsten aber auch auf die Terrasse einfach aufstellen (Statik beachten!), besser auf den Fliesenboden wegen des Wasserabzugs.

Mit dieser Größe kommt man – ohne Tomaten/Zucchini/Gurken und mit wenigen Gewürzen/Kräutern gerechnet – als 4-köpfige Familie so halbwegs gut über die Runden!

Was ist drin im Hochbeet?

Richtigerweise wird es unten mit einem Hasenstallgitter (Mäuse) ausgekleidet, dann an den 4 Innenwänden eine Noppenfolie (wegen des Holzes), danach erfolgt der schichtweise Aufbau, wobei von unten nach oben die Schichtdicke abnimmt, aber da ist man recht flexibel:

Unterste Schicht 20 - 25cm mit grobem Strauchschnitt (aus Gartenrückschnitten), dann drauf feiner Strauchschnitt und Laub (15-20cm), dann Gartenerde (10-15cm), dann abgelagerter Kompost (10-15cm) und dann drauf z.B. Gemüseerde (10cm).

Der Aufbau geht dahingehend, dass die unteren Schichten die Rotteschichten sind, da Wärme frei wird und somit ein Mikroklima erzeugt, das 5 - 8°C höher liegt als normal, die Pflanzen früher dran und robuster sind. Das ist der besagte „Hochbeeteffekt“.

Vor- und Nachteile?

Der Vorteil ist die Verfrühung, das „Nichtbückenmüssen“ (Kreuz), das bodenneutrale Arbeiten, das Gesundbleiben durch das naturnahe Anbauen.

Der Nachteil ist, dass alle 5 - 6 Jahre das Hochbeet ausgeräumt gehört, weil sonst der Effekt durch das Fertigverrotten der untersten Schichten nicht mehr gegeben ist. Oder man nimmt es dann als normales Gemüsehochbeet her, ist dann aber kein typisches und sinngemäßes mehr, man braucht sich aber wenigstens nicht mehr zu bücken.

Tipp:

Die oberste Schicht gehört jährlich mit einer dünnen Kompost-Schicht (1-2cm) und einer Gemüseerde-Schicht (meistens wieder 10cm) ergänzt. Die Schichten durch ein eventuelles Umstechen nicht vermengen! Daher nur aufhacken oben, die unteren Schichten sind locker genug, da braucht man nicht umzustechen!

Welche Gemüse und Kräuter kann man pflanzen?

Im Grunde genommen alle Salate, Kohlgemüse, Erdbeeren, Porree, Radieschen, Karotten, Vogerl, Mangold, Spinat, diverse Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Oregano, Majoran etc., aber auch schwachwüchsige Strauchtomaten und ebensolche Zucchini und Gurken, die es züchterisch mittlerweile auch gibt.

Mini-Zucchini tun es auch für die meisten.

Hochbeete gibt es aus unterschiedlichsten Materialien, der Klassiker ist aus heimischen Nadelhölzern wie Lärche, Zirbe, Tanne oder Fichte, letzteres eher selten.

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Winter
Herbst
Gemüsepflanzen
Vitamine
2.10.2020
Wintergemüse: Herbst ist Pflanzzeit - Winter ist Erntezeit!

Der Selbstversorgungstrend in der  Küche – Bestes und Bekanntes aus dem eigenen Garten/Hochbeet/Frühbeet  verwenden – setzt sich auch im Herbst fort. Was man im Oktober und teilweise  auch noch November pflanzt, wächst auch noch gut an und kann fortan bis in den  März/April hinein mehrmals Ernte bringen.

Viele schliessen gedanklich im  Oktober mit Gemüse ab, vergessen aber ganz auf die immer beliebter werdende  Winterernte, verschenken wertvollen, gesunden Platz, der im Frühjahr dennoch  wieder frisch bepflanzt werden kann. Das alles funktioniert erwiesenermaßen  auch in höheren Lagen bis 1000m Seehöhe!

Wie  ist die „Pflege“?

Im Abstand von etwa 15 cm werden die  Gemüsearten gepflanzt, einmal mit Herbst- oder Reifedünger, eventuell auch  Steinmehl gedüngt, fest eingegossen und bis der Boden durchfriert, laufend  etwas gegossen, dann mit Vlies im Winter durchgehend abgedeckt, nur zur Ernte  geöffnet. Schnee ist egal.

Welche Gemüsearten sind hier gemeint?

Es sind vorwiegend BLATTGEMÜSE von mehreren Gattungen  stammend, hier auszugsweise einige Beispiele:

Blattkohl  und Blattsenf-Arten

Unter dem Namen „Asia-leafs“  verbergen sich asiatische Kohlgemüsearten wie Pak Choi, Tatsoi, Mizuna,  Frizzey Lizzy und Frizzey Joe, das sind ganz leicht scharf schmeckende  Blattgemüse, die man ROH, aber auch frittiert, karamellisiert oder gekocht  verzehren kann, aber einfach gemischt in Wintersalaten mit einem leicht  süssen Dressing (meine Empfehlung ,-) ). Diese Arten sind winterfest, können  unter Vliesschutz in Hoch- und Frühbeeten den ganzen Winter draussen sein und  wachsen nach etwa 6 Wochen nach und sind dann mitten im Winter erntereif. Das  geht dann noch ein drittes Mal. Wichtig ist es, an frostfreien Tagen, am  besten mittags zu ernten. Es gibt rot-, grün- und gelblaubige Arten.

Pflücksalate  wie Lattiche, Batavia-Grün und Feldsalat(Vogerl)

Das sind ganz leicht bitter bis  neutral schmeckende, meistens winterfeste Salatarten (heissen oft „Babyleaf“  oder „Multileaf“), die ebenfalls an frostfreien tagen um die Mittagszeit  erntbar sind, meist 3-4 x bis zum April, aber nur unter Vliesschutz. Am  besten lässt man das Vlies die ganze Zeit über drauf. Je früher gepflanzt  wird, desto früher und länger die Erntezeit. Man bekommt diese Salate  vorgezogen und wenn man sie JETZT gleich (bis 10.10.in etwa) noch selbst  aussät, dann wird es noch was. Man verwendet diese am besten gemischt oder  solo – oder gemischt in oft zugekauften Salaten oder mit anderen, typischen  Wintersalaten wie Zuckerhut, Endivie oder Chinakohl, es bringt einfach  irrsinnig viel Abwechslung.

Hirschhornwegerich,  Winterportulak, Barbara-Kresse

Das sind echte Wintergemüsearten, die  auch ohne Winterschutz winterfest sind, unter Schutz halt mehr Ertrag  bringen. Es sind meist neutral , aber auch kresse-ähnlich schmeckende  Blattgemüse, die am besten in Wintersalaten eingemischt, oft auch zur  Speisenverzierung dienen, aber IMMER GUT schmecken und irrsinnig  balaststoffreich sind.

Grünkohl

Immer beliebter wird Grünkohl, die  Nationalspeise von Niedersachsen/Norddeutschland. Er ist winterhart und  schmeckt nach den ersten Nachtfrösten am besten. Gekocht wie Kohlgemüse mit  seinen speziellen Zutaten wie Mettwurst, Rauchwurst (Pinkel) oder Speck und  Kochschinken eine Delikatesse. Wird sortenbedingt bis 120cm hoch, kann jetzt  noch – als Großpflanze – gepflanzt werden und die Blätter dann von unten nach  oben geerntet. Bekommt man geschnitten meist nur im guten Fachhandel und ist  sehr gesund und nahrhaft.

Blatt-  und Stielmangold

Wird als große Pflanze im Herbst  gepflanzt und erstmals geerntet, ist dann im Freien winterfest, treibt  frühzeitig schon im Feber aus und wird dann im März oder April ein zweites  Mal geerntet, danach würde er bitter werden, wenn man nochmals ernten will.

Der Selbstversorgungstrend in der Küche – Bestes und Bekanntes aus dem eigenen Garten/Hochbeet/Frühbeet verwenden – setzt sich auch im Herbst fort. Was man im Oktober und teilweise auch noch November pflanzt, wächst auch noch gut an und kann fortan bis in den März/April hinein mehrmals Ernte bringen.

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Herbst
Gemüsepflanzen
Aussaat
20.9.2020
Samen im Garten und am Balkon selbst ernten und weitervermehren

Im Sinne der Nachhaltigkeit, des  Kreislaufdenkens und des Eigenanbaus kommt es immer mehr in „Mode“, selbst  Samen zu nehmen und wieder auszusäen. Was es zu beachten gibt und wo Vorsicht  zu walten hat, beschreiben wir.

Wer, wie gesagt, nachhaltig und im  Kreislauf denkt, sein persönliches Erfolgserlebnis haben und gleichzeitig  etwas Geld sparen will bei der Anzucht seiner eigenen Blumen, Kräuter und  Gemüse, kann jetzt im Herbst Samen ernten. Allerdings gibt es einige Dinge zu  beachten und einige bei welchen Pflanzen man aufpassen sollte.

Es ist daher jetzt Zeit,  sprichwörtlich über den Tellerrand zu schauen. Bei der Ernte denkt man  nämlich nicht nur an einen gefüllten Magen, sondern auch an die Aussaat für  das nächste Jahr: es ist DER ideale Zeitpunkt, Samen zu ernten und zu  sammeln.

Unterschiedliche Pflanzen bilden  unterschiedliche Sorten an Samen aus. Entsprechend unterschiedlich müssen sie  auch geerntet werden.

Die Samen von einem Balkongarten und  den meisten Gärten unterteilt man an dieser Stelle stark vereinfacht und grob  in zwei Kategorien: trockene und  feuchte Samen.

Wichtig:

·          Samen  beider Sorten sollten erst dann geerntet werden, wenn sie reif sind.  Ansonsten keimen sie kaum oder gar nicht.

·          Außerdem  müssen sie vor der Lagerung trocken sein: Sie fangen sonst an zu schimmeln!

·          Am  besten legt man sie breitflächig aus, in Schälchen, auf Zeitungspapier oder  in leere Streichholzschachteln. Die Papphülle soll besonders gut die  Feuchtigkeit entziehen.

·          Kühl,  trocken und dunkel gelagert, bleiben die meisten Samen je nach Sorte etwa  drei Jahre lang keimfähig.

Viele Sorten wie Ringelblume, Wicke  oder Kapuzinerkresse sammelt man von Hand und direkt an der Pflanze.

Hülsenfrüchte wie Bohne, Erbse etc.  erntet man „unaufgeplatzt“, wenn die Früchte sich „verdrehen“, dann  nachtrocknen. Ebenso bei Doldenblütlern wie Karotten, Dille, Kümmel, Fenchel  etc.

Wichtig  ist trockenes Wetter, ideal ist Sonne, damit die Samen gut trocknen und es  auch bleiben.

Fast täglich sollte man die Samenstände  kontrollieren und beobachten, damit man sie nicht von selbst abfallen.

TIPP: Wenn man beispielsweise ein Gaze  oder einen Damenstrumpf darüberstülpt, kann man die Samen drin „reinfallen  lassen“, sie gehen dadurch nicht verloren und bleiben sauber und trocken,  auch Vögel und Insekten können sie nicht „ernten“.,

Ob die Samen reif sind, kann man ganz einfach feststellen:

Sie lassen sich leicht absammeln oder  ihre Samenhüllen lassen sich leicht öffnen. Oft sind sie auch schon braun,  trocken und hart.

Feuchte  Pflanzensamen ernten:

Bei  Tomaten muss man daher  die Samen aus den ÜBERREIFEN Früchten herauslösen. Man schabt sie vorsichtig  mit einem Löffel heraus, spült unter fließendem Wasser ab, bis sie sauber  sind und trocknet sie anschließend einige Tage auf Küchen- oder  Zeitungspapier, da sind einige Male darauf zu wenden, damit sie nicht  ankleben oder schimmeln. Das Papier muss die Feuchtigkeit aufsaugen.

Bei vielen Samen wie z.B. von Gurken,  Zucchini und Melanzani, vielen Paprika muss man vorsichtig sein, weil es hier  oft Hybridzüchtungen sind und durch das Rückkreuzen durch die unkontrollierte  Bestäubung oft Giftstoffe in Folgefrüchten gebildet werden, allen voran  Zucchini und Kürbisse.

Wenn man sich also bei seiner Sorte  nicht sicher ist, ob es eine samenfeste Sorte oder ein Hybrid handelt, bitte  Hände weg und nächstes Jahr im Fachhandel neues Saatgut kaufen.

Ich habe einen Kommentar einer  Versuchsanstalt gefunden:

„Durch unkontrollierte Rückkreuzungen  von Zucchini und Speisekürbissen (z.B. mit Zierkürbissen) können sich  Cucurbitacine bilden, die im menschlichen Körper toxisch wirken. Einige  Hobbygärtner hat das auch schon das Leben gekostet. Wenn die eigenen Kürbisse  und Zucchini sehr bitter schmecken, sollte man sie auf jeden Fall wegwerfen.“

Das Saatgut in kleinen  Briefumschlägen, Briefmarkensäckchen etc. trocken lagern und dann richtig  beschriften und einordnen, sodass man dann im Laufe des kommenden Winters  wieder aussäen kann.

Pfefferoni  und Chilis müssen heuer bereits ausgesät werden (Dezember).

Im Sinne der Nachhaltigkeit, des Kreislaufdenkens und des Eigenanbaus kommt es immer mehr in „Mode“, selbst Samen zu nehmen und wieder auszusäen. Was es zu beachten gibt und wo Vorsicht zu walten hat, beschreiben wir.

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