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Erwin’s Gartenschule

Wichtige Sommerarbeiten im Garten

Auch wenn wir in den Ferienmonaten  Juli und August eher an Entspannung und Nichtstun denken, gibt es im Garten  eine Fülle wichtiger Arbeiten zu erledigen. Die teils heißen Tage,  abwechselnd mit Unwettern und kühleren Tagen, zeigen uns deutlich, dass der  Sommer seinen Höhepunkt überschreitet und in ein paar wenigen Wochen kündigt  der Morgennebel in manchen Regionen bereits ein wenig den Herbst an, auch  wenn wir bei derzeit vielleicht 25-30°C noch nicht daran denken wollen.

Balkon-  und Kübelpflanzen pflegen:

Ausreichendes Wässern der  Kübelpflanzen ist extrem wichtig. „0-8-15-Billigerden“ mit wenig  Wasserhaltevermögen zollen gerade jetzt Tribut und man wird sich für nächstes  Jahr so seine Gedanken machen. Verblühtes gehört entfernt, vereinzelt  reagieren bestimmte Pflanzen wie z.B. eine Vanille, Kapmargerite, Margarite,  aber auch manche Fuchsien bei großer Hitze mit kurzen Blühpausen.  Ausreichende Düngegaben (mit organischen Flüssig- und Feststoffdüngern wie  Schafwolle oder ähnliches), dann werden diese Zeiten verkürzt. Wie überhaupt  man jetzt im Sommer die Balkonblumen und Kübelpflanzen praktisch bei jedem  2.Gießen düngen sollte, um quasi alles aus ihnen herauszuholen.

Zweijahresblumen  aussäen:

Wenn man im Frühjahr prächtige  Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Goldlack, Stockrosen und Gänseblümchen  in seinem Garten blühen sehen möchte muss sie selbst aussäen, um  Erfolgserlebnisse auskosten zu können,  muss man Anfang August mit der  Aussaat beginnen. Wichtig ist zu wissen, dass Stiefmütterchen Dunkel-Keimer  sind und man die Saatkiste nicht nur leicht mit Erde bedecken soll, sondern  ein paar Tage zur Keimphase der Samen dunkel stellen soll.

Heckenschnitt!

Falls noch nicht geschehen, so sollte  man Koniferenhecken (Thuja, Zypresse, Eiben, Fichte, Lorbeer) im August  schneiden, um bis zum Winter Neutriebe zu bilden. Eiben dürfen ins alte Holz  zurückgeschnitten werden, alle anderen nicht so stark. Laubholzhecken wie  Buchen, Liguster usw. gehören jetzt nur noch nachformiert, sie sollten  bereits früher geschnitten worden sein (Mai-Juli).

Rückschnitt  zur Blühförderung:

Verblühte Rosenblüten oder sogar  ganze Triebe herausschneiden, um die Blüte auch im heurigen Jahr noch zu  fördern, wäre JETZT wichtig. Gewisse Stauden sollte man ganz zurückschneiden  (Pfingstrosen z.B.), um den Durchtrieb im kommenden Gartenjahr zu fördern,  aber noch nicht so früh, erst ab Ende August.

Letzte  Düngung:

Gerade im Sommer können  Langzeitdünger wie Hornspäne, Schafwollpellets, andere organische Dünger,  aber auch sogenannte Reifedünger (Patentkali) nochmals bei Zierpflanzen  verabreicht werden, ev. aber mit der Aufwandmenge etwas reduziert. Es bewirkt  eine gute Ausreifung der Pflanze und einen kräftigen Jahresabschluss, die  Pflanzen gehen gut versorgt und gestärkt in die kühlere Jahreszeit. Aber  aufgepasst! Keine zu lange wirkenden Langzeitdünger verwenden, sonst schließt  die Pflanze nicht mehr ab! Und noch wichtiger: CALCIUM! Eine angepasste  Kalziumdüngung stärkt jede Pflanze, auch den Rasen, besonders nach stressigen  Hitzetagen, die wohl noch kommen werden.

Letzte  Salatpflanzung:

Wintergemüse wie Chinakohl, Endivien,  aber auch Kopfsalat, Eissalat, Romanischer und dgl. können noch bis Ende  August gepflanzt werden, ab September je nach Lage aber auch zudem die  Schutzvliese bereithalten.

Wintersalate  aussäen

Wer auch im Winter in Hoch- und  Frühbeeten, in Balkonkisten etc. Ernte haben möchte, kann jetzt noch dorthin  Pflücksalate, Asiasalate (Schnittkohl), Winterpostelein, Rucola, Spinate,  Radieschen etc. säen, die Pflanzen halten das locker aus (bis minus 10°C und  tiefer), wenn man DANN im Oktober Vliese  parat hält, damit ist auch im Winter eine gute Ernte garantiert.

Pflegearbeiten  bei Tomaten und anderen Fruchtgemüsen:

Blüte muss bei Tomaten ab August  keine mehr gefördert werden, sie würde bis Oktober so und anders nicht mehr  ausreifen. Wichtiger ist es, bestehende Früchte durch Ausgeizung von  Seitentrieben, aber auch durch Entspitzung der Staude (Haupttrieb) zu fördern  und ihnen so die Ausreifung erleichtern.

Rückschnitt  von Steinobst:

Der Sommerschnitt bei Steinobstarten  wie Kirsche, Weichsel, Marille, Pflaume, Zwetschke oder Pfirsich hat sich  insofern sehr bewährt, weil man den meist sehr starkwüchsigen Baum gut von  der Struktur her erkennt, wo es mangelt bzw., wo zu viel Holz ist. Die doch  stark rinnenden Wundstellen verheilen außerdem sehr gut, weil heuer noch  genug Zeit ist und man braucht meist auch größere Wunden nicht zu verbinden.

Erdbeeren  jetzt pflanzen:

Es wissen die wenigsten, dass eine Sommerpflanzung  gerade bei Ananaserdbeeren den Vorteil bringt, dass die Pflanzen heuer noch  die Vorbereitungen bzw. den Ansatz zum Vollertrag für 2018  leisten  können. Es ist aber sehr gut, die Pflanzflächen zu wechseln, nötigenfalls  Gründüngung durchzuführen. Nicht Erdbeere auf Erdbeere pflanzen, der Boden  ist sonst sehr ausgelaugt! Auch Monats- und immertragende Erdbeersorten  lieben den Sommer-Pflanztermin!

Autor
Erwin Seidemann
Datum
24.7.2020
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Gartenpflege
4.6.2024
Wenn die Schnecken in den Garten kommen...

Schnecken im Garten können eine Plage sein, besonders dann, wenn sie so genanntes Unkraut mit unserenschönen Gartenpflanzen oder Gemüse verwechseln.

Sie sind eigentlich Gourmets, sie essen nämlich alles, was ihnen schmeckt, wobei dies nicht alle unsere Kulturpflanzen sind. Gottlob haben Schnecken auch natürliche Feinde, wenngleich diese dann meistens nicht zur Stelle sind, wenn wir Menschen sie brauchen.

Entwicklung der Schnecken:

Schnecken sind Zwitter, d.h., die weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane sind in einem Tier vorhanden, sie können sich auch gegenseitig paaren und anschließend Eier legen, wobei das Elterntier dabei abstirbt. Die Eier werden knapp unter die Erdoberfläche gelegt, dort wo sich die Schnecke auch am liebsten aufhält, nämlich in Feuchtbereichen. Dort können sie sich und die Eier auch vor Austrocknung schützen. Erst, wenn die Witterung danach ist oder bei Dunkelheit machen sie sich auf Futtersuche. 

Die wichtigsten Schneckenarten:

Die meisten Gehäuseschnecken sind in unseren Gärten diejenigen, die am allerwenigsten schädlich sind, vielmehr sind es die Nacktschnecken mit ihren doch zahlreichen Arten, die jenach vorangegangenem Winter mehr oder weniger zahlreich auftreten können!

- Ackerschnecken: sind hellbeige, der Schleim durchsichtig, schlüpfrig. Bei einer Bedrohung stoßen sie weißen Schaum aus. Sie sind fast ganzjährig aktiv und richten mit ihrem Lochfraß vor allem an den unteren Pflanzenteilen großen Schaden an. Die Größe kann bis zu 5 cm betragen.

- Wegschnecken: sind dunkelgrau bis manchmal sogar schwarz. Der Schleim ist durchsichtigund klebrig. Lochfraß an allen Pflanzenteilen ist der Hauptschaden, den sie anrichten. Sie sind vor allem im Sommer und Herbst sehr aktiv, werden bis 4 cm lang.

- Rote Wegschnecke: kann ziegelrot oder kaffeebraun sein, die Jungtiere braun oder grünlich gefärbt mit kaffeebraunen Längsstreifen. Es wird von diesen bis 10 cm langen Tieren alles gefressen, was oberirdisch sichtbar ist, kreuz und quer! Ihr Auftreten beschränkt sich von April bis Oktober und sie verstecken sich unter abgestorbenen Pflanzenteilen, Ästen, Gestrüpp, überall, wo sie ihre Ruhe haben. Sie kommt leider sehr häufig vor in unseren Breiten vor.

 

Vorbeugende Bekämpfungs-Maßnahmen: das Umfeld schneckenfeindlich gestalten!

- Jede Art der Bodenbearbeitung schadet der Aktivität

- Wenig Hohlraum in den Böden entstehen lassen, feine Oberkrumen schaffen

- Schneckenunempfindliche Gemüse- und Blumenarten pflanzen

- Auf kräftige Jungpflanzen achten

- Nach Regengüssen Boden lockern und ebnen

- Blumen- und Gemüsebeete an nicht zu schattigen, feuchten Stellen anlegen, dabei lieber am Morgen einmal kräftig wässern als am Abend und noch dazu öfters am Tag, was auch den Pflanzen so besser täte!

- Komposte sind warm, was Schnecken nicht mögen. Auch bestimmte neuere Mulch Materialien wie z.B. ToresaProtect, eine Holzfaser, die Schnecken zur Umkehr bewegen, auch Lavasplit und Kakaoschalen – nur sporadisch im Handel erhältlich, erweisen sich alsschneckenabweisend!

- Keine abgestorbenen Pflanzenreste herumliegen lassen, Wiese kurz gemäht halten!

- Nistplätze von Igeln, Vögel, Laufenten, Glühwürmchen, Blindschleichen usw. schützen, weil dies die natürlichen Feinde sind, ebenso wie Vögel!

 

Vorbeugen ist gut, aber leider ist Vorbeugung manches Mal zu wenig!

- Gänse, Hühner, Laufenten lieben Schnecken, darum diese auf unbebautem Land „wohnen“ lassen und sporadisch hereinlassen. Diese Tiere liebe Schnecken!

- Einsammeln der Schnecken, besonders an Regentagen, aber dann vor allem spätabends und frühmorgens!

- Heutzutage sollte Schneckenkorn nur mehr in Form von Eisen-III-Phosphat(z.B. Ferramol) angeboten werden, das gute, alte Schneckenkorn hat theoretisch in unseren Gärten nichts mehr verloren, weiles auch für Haustiere und Kinder giftig ist.

Ferramol hingegen unterbricht die Vermehrung, das Tier verschwindet und vertrocknet in seinem Versteck. Kadaver bleiben keine sichtbar, hingegen verendet bei gewöhnlichem Schneckenkorn das Tier sofort bei Kontakt, stößt aber noch seine ganzen Eier aus und die Sache geht wieder von vorne los.

Ferramol sollte einmal während der Kultur eingesetztwerden, im Bedarfsfall wiederholt man das Streuen noch einmal im Sommer bzw. wenn neue Populationen sich bilden. Gleichzeitig ist Ferramol auch ein Eisendünger, der für das Blattgrün wichtigen Nährstoff liefert. Ferramol ist für Mensch und Tier gänzlich ungefährlich!

- Auch sogenannte Fadenwürmer (Nematoden) machen Schnecken krank und bringen diese zum Absterben. Eine flächendeckende Bekämpfung erscheint aber schwierig und benötigt dickere Brieftaschen.

- Schutzringe aus Schafwolle (Rohschafwolle bei trockenem Wetter um die Pflanzengelegt) Holzhäcksel, Asche und Sägemehl bieten auch, wenn nur mäßigen Schutz

- Eine Mischung aus Haferflocken oder Weizenkleie, Schalen von Zitrusfrüchten und Küchenabfällen miteinander verkneten und kleine Häufchen machen. Diese Köder wirken einige Tage, müssen danach also erneuert werden. Die Schnecken müssen dann in der Zeit mehrmals eingesammelt werden, weil die Köderdiese von weit her anlocken. Der Vorteil ist, dass man die Schnecken zentral einsammeln kann, so sehr zieht sie das an!

- Jetzt wird’s zäh: Schnecken können nach dem Einsammeln  auch gekocht werden und mit dieser Schneckenbrühe vertreibt man dann ihre Artgenossen selbst auch am besten, das Ganze ist aber mehr als eklig und nur was für Hartgesottene im wahrsten Sinne des Wortes.

- Viele Menschen locken mit Fallen (Bierfallen) Schnecken an, sammeln diese ein und zerschneiden diese dann, was aber leider viele ihrer Genossen wiederum anlockt, also sollte man dies außerhalb des eigenen Grundstücks durchführen.

- Auch Schneckenzäune aus Metall mit scharfen Kanten, die sich wie ein U nach untenbiegen, sind gut, aber aufwendig und sind sicherlich optisch manchmal mehr als bedenklich.

- Kupferbänder sind auchrecht häufig zu sehen. Durch die Ionenoberfläche des Metalls werden die Schnecken „angegriffen“ und zerstört.

- Schneckenhindernisse mit Nadelholzhäcksel, Gerstenstreu, abgeschnittenen Trieben verblühter Rosen, Brennnesseltriebe usw. sind seit Jahren bewährt, auch hier ist der optische Effekt mit zu berücksichtigen, aber besser Brennnessel als Mulch, als gar keine Pflanzen mehr durch Schneckenfraß.

-Tomatentriebe in Wasser einweichen und nach 24h über die Pflanzen gießen. 

 

Pflanzung „schneckenresistenter“ Pflanzenarten:

Prinzipiell sind bestimmte Pflanzenarten mehr oder weniger vor Nacktschnecken gefeit, aber wie heißt eine bestimmte Redewendung: „In der Not frisst selbst der Teufel Fliegen!“ Das Gleiche trifft in diesem Fall auf diese nachher genannten Pflanzen zu. Wenn eklatanter Nahrungsmangel herrscht, werden auch diese verspeist.

Akelei, Storchschnabel, Pelargonie, Fetthenne, Hauswurz, Immergrün, Farnarten, Johanniskraut, Knöterich, Nelken, Steinbrech als wichtigste Zierpflanzen. Unter Gemüsen und Kräutern finden sich Lavendel, Salbei, Thymian, Petersilie, Lauch u.v.a.m., unter den Gehölzen sehr viele Arten, unter anderem auch der sehr populäre Bambus.

Als besonders anfällig gelten:

Für diese Arten nehmen Schnecken lange Wege in Kauf!

Dahlien, Tagetes, Primeln, Astern, Chrysanthemen, Margeriten, Lilien, Glockenblumen, Funkien (Hosta), Rittersporn, Anemonen, Zinnien uvm. als Beispiele für gefährdete Zierpflanze.

Als Gemüse und Kräuter besonders beliebt bei Schnecken sind Basilikum, Kohlgemüse vieler Art (Kohlrabi, Kraut, Kohl…), Bohnen und Erbsen und vor allem Salat!

 

 

 

Schnecken im Garten können eine Plage sein, besonders dann, wenn sie so genanntes Unkraut mit unseren schönen Gartenpflanzen oder Gemüse verwechseln…

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Gartenarbeit
Rosen
24.5.2024
Richtige Pflege von Rosen und die häufigsten Fehler

Auch wenn man sich in Tirol immer wieder Rosen schenkt, so sind es doch nicht ganz einfache Wegbegleiter, die sowohl dem Züchter, als auch den Gärtner, aber auch den Gartenbesitzer vor gewisse Rätsel stellen.

Viele Fragen sind bei der berühmtesten und wichtigsten Zierpflanze nördlich des Äquators sind selbst durch intensive Forschung ungeklärt geblieben.

 

Die häufigsten Pflegefehler:

Falscher Standort

Luftige Standorte mit ziemlich viel Sonne, windumspielte, aber nicht zu zugige Flecke lieben sie. Humusreiche Böden mit einem guten Anteil Lehm und Sand für guten Wasserabzug sind ihnen wichtig! Nährstoffe in Form von organischem Material wie Kuhdung, Grünkompost usw. tun ihnen gut, aber auch da nicht unbegrenzt, am besten im 2-Jahresrhythmus!

 

Nachbaukrankheit

Rose auf Rose funktioniert nicht! Das heißt, wo einmal eine Rose gepflanzt wurde, sollte der Boden auf mind. 50x50 cmausgetauscht werden.

 

Rosen beim Pflanzen nicht in die Erde pressen

Wichtigist die lockere Umgebung! Beschädigte Wurzeln oberhalb der Verletzungsstelleabschneiden!

Und außerdem die Veredelungsstelle 5 cm unter die Erdoberfläche geben, selbst dann noch anhäufeln, also um die Stelle gut verrottete Komposter degeben.

 

Düngemangel/Düngeüberschuß

Meistens werden zu stickstoffbetonte Dünger verwendet, manchmal jedoch wird gar nie gedüngt. In welcher Form auch immer man Nährstoffe zuführt, ob mittels Kompost, Kuhmist, Kaffeesatz oder mineralischen Düngern (handelsüblicher Rosendünger), egal, Hauptsache es geschieht ausgewogen, das bedeutet nicht einseitig! Zuviel Stickstoff z.B. führt zu weichen Trieben, weniger Blüten und hoher Mehltauanfälligkeit! Umgekehrt führen Mängel zu Sternrußtau und andere bedrohliche Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall!

 

Enger Standort

Enge Abstände der Pflanzen führen automatisch zu Pilzbefall, der nur schwer wieder loszuwerden ist! In Regenjahren ist das noch problematischer und man soll einzelne Triebe entfernen.

Sortenfrage

Sich an den Fachmann wenden, welche Sorten besonders anfällig gegen Mehltaupilze sind, diese dann vorbeugend z.B. mit einem Blattstärkungsmittelund auch Bittersalz (Schwefelhältiges Magnesium) behandeln. Ansonsten gibt es viele Sorten, die schon weniger anfällig sind, manche bleiben bis zum Herbstfrei von jeglichen Schädlingen (von den meisten jedenfalls!).

 

Rosenkrankheiten

Sternrußtau, Rost, Echter Mehltau: dunkelviolett-farbene Flecken, die infeuchten Jahren häufig auftreten, rote Pusteln auf der Blattunterseite, mehliger Belag auf der Blattoberseite!

Ackerschachtelhalmteewiederholt verwendet ist sehr gut wirksam!

Oder: auf 4 Liter Wasser 2 EL Olivenöl t+ 1 EL Backpulver +1 ELSchmierseife

Es gibt auch eine Reihe von natürlichen Bekämpfungsmitteln nicht-synthetischen Ursprungs, die gut funktionieren.

 

Läuse und Zikaden

Sie schauen ähnlich aus, zweitere hüpfen nur mehr. Sind mit Schmierseifenpräparaten (Kaliseife) gut bekämpfbar, aber auch Knoblauch-und Zwiebeltees, Viele verwenden auch verdünnte Milch. Ein Bekämpfungsmittel ist auch, eiskaltes Wasser über die Rosen zu spritzen, die Läuse kriechen danach nie mehr hinauf.

Brennessel-Wermuttee in Kombi gegen Läuse, Zikaden UND Spinnmilben.

Rote Spinne: tritt beizu zugigem Standort und zu trockener Witterung gerne auf. Ist auch sehr gut mit Schmierseife oder eben Brennessel-Wermuttee beizukommen, es sollte auch auf Nützlingsschonung geachtet werden.

 

Rüsselkäfer

Gegen Rüsselkäfer helfen natürlich Nematoden am besten, man sollte dann aber keine chemischen Präparate mehr verwenden. Gegen das Tier selbst hilft Rainfarntee ausgezeichnet, am besten 3x hintereinander sprühen (an 3 Tagenbeispielsweise).

 

Rosen düngen!

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass man keine kalkhaltige Produkte verwenden soll, da Rosen kalkfliehend sind. Das heißt nicht, dass sie Calcium nicht vertragen.

Am besten verwendet man jährlich im Mai/Juni einen Rosendünger, ab August dann am besten Herbst/Reifedünger anwenden, um die Winterhärte entscheidend zu verbessern. Ab Ende Oktober nicht mehr düngen, damit die Pflanze abschließen kann, dann erst wieder im Frühjahr beginnen.

Auch abgelagerter Stallmist (Rind, Pferd) hat sich bewährt, das alleinreicht aber nicht aus.

 

Rosenschnitt

Im Frühsommer sollte nach der 1. Blüte die Rose soweit zurück geschnittenwerden, dass das unterste Blatt fünffach gefiedert ist. Zu schwacher Rückschnitt lässt nur ganz schwache Seitentriebe nachreifen, zu tiefer Schnitt hemmt die Neutriebbildung!

 

Rosen als Kübelpflanzen

Werden immer häufiger verwendet und sollten standortgerecht verwendet werden, auch wenn die Bodenfrage eine seltene ist! Regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nur der Optik wegen eine wichtige Sache,auch wegen der Blüten- Nachbildung. Ebenso ist der Winterschutz, wo der Topf gut eingewickelt werden soll, genauso wichtig, aber auch, dass Rosen im Wintereher ab sonnig platziert werden sollen. Die monatliche Nachdüngung mit einemorganischen Streudünger ist empfehlenswert!

Auch wenn man sich in Tirol immer wieder Rosen schenkt, so sind es doch nicht ganz einfache Wegbegleiter, die sowohl dem Züchter, als auch dem Gärtner, aber auch dem Gartenbesitzer vor gewisse Rätsel stellen.

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Gartenarbeit
Gartenpflege
1.3.2024
Strauchschnitt - muss der sein oder geht auch ohne?

Falls nicht schon im Herbstteilweise geschehen, ist es wirklich an der Zeit, zu differenzierenund zu schauen, welche Sträucher eine Schere benötigen.

Und dabei sollte mansich ansehen, was man möchte, hierzu geben wir ein paar nützliche Hinweise.

 

Welche Funktionen hat ein Strauchschnitt?

Unter einem Strauchschnitt versteht man das Kürzen von Ästen und Trieben mit dem geeigneten Werkzeug. Dieser Rückschnitt von Büschen und Sträuchern ist bei den meisten Gewächsen mindestens einmal im Jahr nötig und erfüllt gleich mehrere Zwecke:

Gartengestaltung: 

Setzt man seine Vorstellungen eines „idealen Gartens“ um, indem man z. B. geometrische Formen in seine Büsche schneidet oder mehrere Sträucher zu einer dichten Hecke aufbaut.

Anregung von Wachstum und Blüte: 

Mit einem regelmäßigen Rückschnitt vermeidet man kahle Stellen und sorgt dafür, dass die Sträucher Jahr für Jahr mit reicher Blüte und dichtem Blattwerk wachsen.

Gesundheit der Pflanzen: 

Gezieltes Ausdünnen und Entfernen kaputter Äste verhindert, dass Krankheitserreger oder Schädlinge den Strauch angreifen.

Werden Sträucher nicht geschnitten, wachsen sie zwar ordentlich in die Höhe. Allerdings entwickeln sie deutlich weniger Blüten,weil ältere Äste den jungen Trieben die Nährstoffe wegnehmen. Außerdem wandern Blütenstände und Blattwerk mit den wachsenden Ästen immer weiter nach außen, und um den Stamm herum erscheinen vermehrt kahle Stellen.

Je nachdem, welches Ziel man verfolgt, kann man verschiedene Schnitttechniken anwenden.

So ist es ein Unterschied, ob man nebeneinander stehende Sträucher nach und nach zu einer Hecke schneiden, oder ob man einen vergreisten Busch wieder zum Blühen bringen will. Während im ersten Fall leichte Korrekturen genügen, ist im zweiten ein radikaler Rückschnitt nötig.

 Folgende Schnitttechniken gibt es:

Der Erziehungsschnitt oder Formschnitt istder erste Schnitt nach dem Pflanzen der Sträucher. Er wird üblicherweise nach dem ersten Winter und der ersten Blütezeit durchgeführt. Dabei schneidet man alle Äste gleichmäßig zurück, um den Strauch in die gewünschte Form zu bringen. Die Haupttriebe sollten dabei unbedingt erhalten bleiben, denn ansonsten reagiert der Strauch mit sehr starkem Austrieb. Dieser ist nur schwer zu kontrollieren und erfordert ständige Pflegeschnitte.

Der Erhaltungsschnitt unterstützt die Sträucher bei einem dichten und gleichmäßigen Wachstum. Er ist Bestandteil der regelmäßigen Gartenpflege. Alte und verletzte Äste werden dabei ausgedünnt, sodass sich die Nährstoffe aus dem Boden gleichmäßig auf junge, gesunde Triebeverteilen können. Wie häufig man einen solchen Pflegeschnitt durchführensollte, hängt von der Art und dem Zustand des Strauchs sowie von seinerWachstumsgeschwindigkeit ab.

Mit einem Verjüngungsschnitt rettet man Sträucher, die bereits völlig außer Form geraten sind und große kahle Stellen zeigen. Dafür schneidet man die Hauptäste radikal zurück, sodass sich aus ihnen im nächsten Frühjahr neue Triebe bilden können. Aus diesen jungen Trieben baut man dann in einem Erziehungsschnitt die gewünschte Form wieder auf.

 

Der beste Zeitpunkt für einen Strauchschnitt

Die Frage nach dem geeigneten Zeitpunkt ist wohl eine der häufigsten zum Thema Strauchschnitt, hierfür gibt es keine allgemein gültige Aussage. Denn der optimale Zeitpunkt für einen Strauchschnitt hängt vom Gewächs ab.

Frühblühende Sträucher werden in der Regel gleich nach der Blütezeit geschnitten, da sie im Herbst neue Blütenstände für das nächste Jahr anlegen. Bei Gehölzen, die erst später blühen, erfolgt der Strauchschnitt zwischen Herbst und dem folgenden Frühjahr. Gut geeignet sind die letzten Winterwochen, in denen der strenge Frost bereits vorbei ist.

Falls man den Strauchschnitt im Winter durchführt, wählt man dafür einen frostfreien, trockenen Tag.

Im Sommer sollte es nicht zu heiß und der Himmel weitgehend bedeckt sein. 

Zu vermeiden sind zu jeder Jahreszeit Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit. Nur dann können sich die offenen Schnitte schnell schließen und bieten keine Angriffsfläche für Bakterien, Pilze oder andere Schädlinge.

Wichtig!

Koniferen, also Nadelgehölze, sollten im ersten Jahr nicht geschnitten werden, damit sie sich auf das Wurzelwachstum konzentrieren können. Danach darf man neue Triebe nach Wunsch kürzen, um den Strauch in Form zu bringen. Man schneidet aber niemals den Haupttrieb zurück, denn ein neuer Austrieb ist bei Nadelhölzern nicht möglich.

Falls nicht schon im Herbst teilweise geschehen, ist es wirklich an der Zeit, zu differenzieren und zu schauen, welche Sträucher eine Schere benötigen. Und dabei sollte man sich ansehen, was man möchte, hierzu geben wir ein paar nützliche Hinweise.

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