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Erwins’s Gartenschule

Wichtige Sommerarbeiten im Garten

Auch wenn wir in den Ferienmonaten  Juli und August eher an Entspannung und Nichtstun denken, gibt es im Garten  eine Fülle wichtiger Arbeiten zu erledigen. Die teils heißen Tage,  abwechselnd mit Unwettern und kühleren Tagen, zeigen uns deutlich, dass der  Sommer seinen Höhepunkt überschreitet und in ein paar wenigen Wochen kündigt  der Morgennebel in manchen Regionen bereits ein wenig den Herbst an, auch  wenn wir bei derzeit vielleicht 25-30°C noch nicht daran denken wollen.

Balkon-  und Kübelpflanzen pflegen:

Ausreichendes Wässern der  Kübelpflanzen ist extrem wichtig. „0-8-15-Billigerden“ mit wenig  Wasserhaltevermögen zollen gerade jetzt Tribut und man wird sich für nächstes  Jahr so seine Gedanken machen. Verblühtes gehört entfernt, vereinzelt  reagieren bestimmte Pflanzen wie z.B. eine Vanille, Kapmargerite, Margarite,  aber auch manche Fuchsien bei großer Hitze mit kurzen Blühpausen.  Ausreichende Düngegaben (mit organischen Flüssig- und Feststoffdüngern wie  Schafwolle oder ähnliches), dann werden diese Zeiten verkürzt. Wie überhaupt  man jetzt im Sommer die Balkonblumen und Kübelpflanzen praktisch bei jedem  2.Gießen düngen sollte, um quasi alles aus ihnen herauszuholen.

Zweijahresblumen  aussäen:

Wenn man im Frühjahr prächtige  Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Goldlack, Stockrosen und Gänseblümchen  in seinem Garten blühen sehen möchte muss sie selbst aussäen, um  Erfolgserlebnisse auskosten zu können,  muss man Anfang August mit der  Aussaat beginnen. Wichtig ist zu wissen, dass Stiefmütterchen Dunkel-Keimer  sind und man die Saatkiste nicht nur leicht mit Erde bedecken soll, sondern  ein paar Tage zur Keimphase der Samen dunkel stellen soll.

Heckenschnitt!

Falls noch nicht geschehen, so sollte  man Koniferenhecken (Thuja, Zypresse, Eiben, Fichte, Lorbeer) im August  schneiden, um bis zum Winter Neutriebe zu bilden. Eiben dürfen ins alte Holz  zurückgeschnitten werden, alle anderen nicht so stark. Laubholzhecken wie  Buchen, Liguster usw. gehören jetzt nur noch nachformiert, sie sollten  bereits früher geschnitten worden sein (Mai-Juli).

Rückschnitt  zur Blühförderung:

Verblühte Rosenblüten oder sogar  ganze Triebe herausschneiden, um die Blüte auch im heurigen Jahr noch zu  fördern, wäre JETZT wichtig. Gewisse Stauden sollte man ganz zurückschneiden  (Pfingstrosen z.B.), um den Durchtrieb im kommenden Gartenjahr zu fördern,  aber noch nicht so früh, erst ab Ende August.

Letzte  Düngung:

Gerade im Sommer können  Langzeitdünger wie Hornspäne, Schafwollpellets, andere organische Dünger,  aber auch sogenannte Reifedünger (Patentkali) nochmals bei Zierpflanzen  verabreicht werden, ev. aber mit der Aufwandmenge etwas reduziert. Es bewirkt  eine gute Ausreifung der Pflanze und einen kräftigen Jahresabschluss, die  Pflanzen gehen gut versorgt und gestärkt in die kühlere Jahreszeit. Aber  aufgepasst! Keine zu lange wirkenden Langzeitdünger verwenden, sonst schließt  die Pflanze nicht mehr ab! Und noch wichtiger: CALCIUM! Eine angepasste  Kalziumdüngung stärkt jede Pflanze, auch den Rasen, besonders nach stressigen  Hitzetagen, die wohl noch kommen werden.

Letzte  Salatpflanzung:

Wintergemüse wie Chinakohl, Endivien,  aber auch Kopfsalat, Eissalat, Romanischer und dgl. können noch bis Ende  August gepflanzt werden, ab September je nach Lage aber auch zudem die  Schutzvliese bereithalten.

Wintersalate  aussäen

Wer auch im Winter in Hoch- und  Frühbeeten, in Balkonkisten etc. Ernte haben möchte, kann jetzt noch dorthin  Pflücksalate, Asiasalate (Schnittkohl), Winterpostelein, Rucola, Spinate,  Radieschen etc. säen, die Pflanzen halten das locker aus (bis minus 10°C und  tiefer), wenn man DANN im Oktober Vliese  parat hält, damit ist auch im Winter eine gute Ernte garantiert.

Pflegearbeiten  bei Tomaten und anderen Fruchtgemüsen:

Blüte muss bei Tomaten ab August  keine mehr gefördert werden, sie würde bis Oktober so und anders nicht mehr  ausreifen. Wichtiger ist es, bestehende Früchte durch Ausgeizung von  Seitentrieben, aber auch durch Entspitzung der Staude (Haupttrieb) zu fördern  und ihnen so die Ausreifung erleichtern.

Rückschnitt  von Steinobst:

Der Sommerschnitt bei Steinobstarten  wie Kirsche, Weichsel, Marille, Pflaume, Zwetschke oder Pfirsich hat sich  insofern sehr bewährt, weil man den meist sehr starkwüchsigen Baum gut von  der Struktur her erkennt, wo es mangelt bzw., wo zu viel Holz ist. Die doch  stark rinnenden Wundstellen verheilen außerdem sehr gut, weil heuer noch  genug Zeit ist und man braucht meist auch größere Wunden nicht zu verbinden.

Erdbeeren  jetzt pflanzen:

Es wissen die wenigsten, dass eine Sommerpflanzung  gerade bei Ananaserdbeeren den Vorteil bringt, dass die Pflanzen heuer noch  die Vorbereitungen bzw. den Ansatz zum Vollertrag für 2018  leisten  können. Es ist aber sehr gut, die Pflanzflächen zu wechseln, nötigenfalls  Gründüngung durchzuführen. Nicht Erdbeere auf Erdbeere pflanzen, der Boden  ist sonst sehr ausgelaugt! Auch Monats- und immertragende Erdbeersorten  lieben den Sommer-Pflanztermin!

Autor
Erwin Seidemann
Datum
24.7.2020
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Blumen / Blüten
12.3.2021
Heimisch pflanzen - Weidekätzchen

Heimische Pflanzen sind das bunte Leben und der zentrale Baustein eines jeden Naturgartens. 

Lange Zeit wurden sie in der Gartengestaltung vernachlässigt. Mit dem allgemein steigenden Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein beginnt sich dieses Image langsam zu wandeln.

Ansprechende Gärten – tierisch viel Nutzen

Es gibt unglaublich viele, attraktive und bemerkenswert schöne heimische Pflanzen -  für jede Gartensituation – auch solche, die mit extremen Standorten und den immer häufiger werdenden Klimakapriolen sehr gut zurechtkommen. Der ‚Tupfen auf demi‘:  unsere Tierwelt liebt sie, weil ihre Blüten, Blätter, Samen und Früchte aller feinste Nahrung bieten! Dadurch füllt sich der Garten mit noch mehr Leben. 

Natürliches – ganz ohne Chemie!

Auch das Leben unserer ‚Nützlinge‘ hängt im Wesentlichen vom Vorhandensein heimischer Pflanzen ab! Sie haben sich im Laufe der letzten Jahrtausende gemeinsam entwickelt und aufeinander abgestimmt. Dieses Wissen fördert das Verständnis für das Netzwerk der Natur, denn je größer die Vielfalt an heimischen Pflanzen, desto größer wird die Vielfalt an heimischen Tierarten und desto engmaschiger wird das Netzwerk von ‚Fressen‘ und ‚Gefressen‘ werden. Und je engmaschiger dieses Netzwerk ist, desto schneller kann sich ein natürliches Gleichgewicht einpendeln - ein Regelwerk der Natur - ganz ohne Gift und Chemie!

Das Beste daran: unter den heimischen Gehölzen und Stauden gibt es eine Vielzahl an Heil- und Nutzpflanzen, die sich sowohl in der Küche als auch für die Hausapotheke verwenden lassen! Ein paar Beispiele: Himmelschlüssel als schleimlösendes Heilkraut, Malve zur Linderung von Hustenreiz, Mädesüß gegen Entzündungen und Fieber, Königskerzenblüten als hustenberuhigendes Mittel bei allen Erkältungskrankheiten, Johanniskraut gegen Angst und Depression, Herzgespann gegen hohen Blutdruck und nervösen Herzbeschwerden, Beinwell zur Förderung der Kallus-Bildung bei Brüchen sowie zur Förderung der Wundheilung, uvm.

Heimische Wildpflanzen – Bitte AUCH verwenden!

Heimische Blütenstauden bereichern mit einem besonderen Charme unsere Gärten und machen sie lebendig. Als Faustregel gilt: von einer einzigen heimischen Blütenpflanzen leben mindestens 10 Insektenarten! Während die Exoten oft nur in einer Disziplin gut sind – sind heimische wahre Alleskönner – von der Blüte bis zum Blatt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht nicht darum, nur mehr heimische Pflanzen im Garten zu haben (deshalb auch der Vermerk ‚meistens‘!). Es gibt für den Garten tolle Zuchtformen und Zierpflanzen, auf die man nicht verzichten muss! Wichtig ist eigentlich nur, dass sie im Garten auch vorkommen.

Weidenkätzchen:

Die um diese Zeit wichtigste, bekannteste, heimische Wildpflanze ist das Weidenkätzchen, von dem es unterschiedliche (heimische) Arten gibt. Weiden sind Pionierpflanzen, das bedeutet, sie kommen von Tallagen entlang von Flüssen und Bächen genauso vor wie in höheren Lagen, sie setzen sich überall durch.

Leider ist es eine Unsitte, sich den Osterstrauß in der freien Wildbahn zu besorgen und genau jene Kätzchenweiden zu beernten. Der Pollen jener Weiden, der aus Fetten und Eiweißen besteht, ist so ungemein wichtig für die heimische Insektenwelt, insbesondere für Bienen, die ab 8°C auszufliegen beginnen. Pro Bienenvolk EINE Weide, das wäre ein Ansatz. Die Salweide als bekannteste Weide ist der bevorzugte Pollenspender, welcher gesunde und vitale Bienenvölker garantiert.

Daher sollte man Weiden grundsätzlich erst nach deren Blütezeit im April schneiden.

Bevorzugt sollten Palmkätzchen aus Weidenkulturen von zugelassenen Anbauern bezogen werden und nicht in der freien Natur abgeschnitten.

Weidenstecklinge pflanzen bedeutet auf die Natur zu vertrauen: Entweder man kauft Weiden in heimischen Gärtnereien oder man macht sich seine Stecklinge ohne Probleme und bequem selbst. Die Stecklinge sollten schon etwas braun und verholzt, nicht jung und frisch abgeschnitten und einfach in die feuchte Erde gesteckt werden. Man kann sie aber in einem Wasserglas bewurzeln und dann auspflanzen. All das macht man NACH der Blüte im April/Mai.

Wenn man im eigenen Garten für eine richtig große Kätzchenweide Platz hat, toll, ansonsten kann man kleinwüchsige, veredelte Kätzchenweiden auch im Vorgarten oder in einem Trog pflanzen, auch diese sind den Bienen und Insekten sehr zuträglich.

Weitere Infos findet man auf der Homepage der Tiroler Zeitschrift „Grünes Tirol“/Heimisch pflanzen, hier findet man weitere heimische Pflanzen, ich werde aber fortlaufend wieder mal darüber berichten.

Heimische Pflanzen sind das bunte Leben und der zentrale Baustein eines jeden Naturgartens.

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Gartenarbeit
Rasen
Frühling
5.3.2021
Erste Rasenpflege

Nach den ersten warmen Tagen fangen Rasenflächen nämlich schon an zu grünen und – für diese Jahreszeit schon sehr früh – an zu wachsen! Fast schon zum Zuschauen, zumindest in den Tallagen und in sehr sonnigen Lagen! Wenn er dann im Sommer so richtig strapazierfähig sein soll, ihm aber nicht gleich die ganze Kraft ausgehen soll, braucht er mehrere kleine Schritte, um ihn vitaler, kräftiger und auch wuchsfreudiger zu machen. Manche werden sagen, er soll gar nicht stärker wachsen, sonst muss man nur noch öfter mähen. Nein, das Gegenteil ist der Fall, er wächst schwächer und die Kraft der Wiese wird immer geringer.

Und andere sagen wieder, ich will gar keinen „englischen Rasen“, verwechseln das Ganze aber mit „übertrieben gepflegt“. Dabei legen die Engländer Wert darauf, dass man „ihren Rasen“ total strapazieren darf und auch soll! Das nur nebenbei gesagt….


Eine schöne, grüne Spielfläche braucht gerade im Frühjahr etwas mehr Aufmerksamkeit, später sind dann oft nur ergänzende Maßnahmen zu setzen.

Das größte Problem heuer ist der so genannte Schneeschimmel, der große, weiße Schimmelflecken im Rasen verursacht, gepaart mit einer Rosafärbung der Spitzen. Hier kann man sanft mit einem Eisenrechen ausrechen, mit MINERALSTOFF wie Patentkalium düngen, auch Kalk ist hier ratsam und wichtig als Stabilisator. Der Schimmel entsteht durch hohe Bodenfeuchtigkeit und auch durch lange Schneeabdeckung, dadurch Sauerstoffmangel im Boden.


Die wichtigsten Fragen: Vertikutieren, Unkraut und Moos, Düngung, Mahd, Wasser.

  1. Ab wann kann man vertikutieren? Diese simple Frage kann man mit einer Gegenfrage beantworten. Ist der Rasen schon so hoch, dass man ihn mähen kann? Ja? Dann kann man auch vertikutieren! Weil dann ist die Fläche auch meistens schon etwas abgetrocknet, weil die Wiese bereits saugt und Wasser zieht, dann kann man auch vertikutieren, sprich die Fläche belüften. Vertikutierer(motorisierte) kann man sich vielerorts günstig ausleihen. Der März ist, auch wenn es derzeit noch so einlädt, meist zu früh!
  2. Ab wann kann man düngen und nachsäen? Wenn man vertikutiert, sollte man am gleichen Tag auch Rasendünger(mineralisch oder organisch) aufbringen. Aufwandmengen beachten, eventuell Streuwagen verwenden! Gleichzeitig kann man undichte Stellen mit Nachsaatmischungen nachsäen und dann eingießen.
  3. Das Wichtigste zu wissen: Die Hauptwachstumszeit des Rasens ist der Mai! Also sollte man danach trachten, in dieser Zeit, den Rasen alle 5-7 Tage auf eine Schnitthöhe von ca. 5,5 cm zu mähen und das mit einer frisch geschliffenen Klinge eines guten Rasenmähers!
  4. Und zu guter Letzt: Thema Wasser! Auch wenn die Fläche erst gerade am Abtrocknen ist, so gibt es immer wieder Stellen, wo es schnell trocken wird und man dann draufkommt, dass es durch den Wind wieder sehr trocken geworden ist. Wässern ist sehr wichtig, auch im Hinblick auf die gefürchteten Engerlinge, die dann Ende Mai bis Ende Juni Schäden an den Graswurzeln anrichten! Diese Schädlinge mögen das Wasser nicht so gern und wandern dann sogar vereinzelt ab.

...nach einem besonderen (weil stark zusetzendem) Winter! Ist es nicht zu früh, jetzt schon den Rasen zu bearbeiten? Es ist erst Anfang März!!

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Blumen / Blüten
Frühling
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19.2.2021
Gartentipps im Spätwinter, oder schau mal raus, was sich tut

Hübsche Frühblüher: Zwergiris und Winterlinge

Bereits im Februar wagt die Winteriris ihren Blütenauftritt. Die kleinen Zwiebelblumen mit dem zarten Veilchenduft sind erstaunlich robust und pflegeleicht, solange der Boden durchlässig ist. Sie schätzen ein sonniges, aber leicht geschütztes Plätzchen, zum Beispiel einen Sonnenhang im Steingarten. Leicht erhöht lassen sich die feinen Blütenzeichnungen auch besser betrachten.

Nach der Blüte produzieren diese Pflanzen jede Menge Brutzwiebelchen im Boden. Die Pflanzen selbst treiben dann häufig nur noch schwach oder gar nicht mehr aus. Etwas organischer Dünger (Kompost) nach der Blüte hilft dabei. Winterlinge sind gelbblühende Vorblüher, die gleichzeitig die erste Bienen-Nahrungsquellen sind, sie gedeihen und blühen in der Sonne bis zum halbschattigen Unterholz am besten.

Ganze Nester können sie besetzen, werden aber nie lästig oder nehmen überhand.

 

Winterschnitt für den Blauregen

Der Blauregen wächst so stark, dass er zweimal im Jahr geschnitten werden muss: einmal etwa einen Monat nach der Blüte und ein weiteres Mal im Februar. Man schneidet jetzt alle Seitentriebe aus dem Vorjahr so stark zurück, dass jeweils nur die Triebbasis mit den Blütenknospen stehen bleibt. Die Blütenknospen sind beim Blauregen leicht zu erkennen, weil sie wesentlich größer sind als die Blattknospen. Die sollten ja stehen bleiben!

 

Sommerblumen-Aussaat

Langsam startet die Aussaat-Saison für Sommerblumen.

TIPP: Preiswerte Anzuchtgefäße sind z.B. auch Eierkartons oder -paletten aus Pappe: Man setzt pro Ausbuchtung ein Samenkorn in die Erde. Sind die Pflänzchen kräftig genug, trennt man die einzelnen Papptöpfchen ab und setzt sie ins Beet. Die lockere, durchweichte Pappe zerfällt schnell und kann dann von den Pflanzen leicht durchwurzelt werden.

 

Zwiebelblumen: Nachzügler pflanzen

Bei nicht gefrorenen Stellen im Beet Boden kann man jetzt noch Blumenzwiebeln nachpflanzen, die man im Herbst vergessen hat. Sie blühen alsbald im Frühling auf. Wenn die Zwiebeln schon austreiben, werden sie nicht tief in die Erde gepflanzt, sondern nur so tief wie der Wurzelballen eben ist. Wenn es nochmals stark friert, deckt man sie mit Vlies für diese eine Nacht ab.

 

Stauden: Spätsommer-Blüher teilen

Wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, können ungeduldige Hobbygärtner bereits mit dem Teilen der Stauden beginnen. Geteilt werden jetzt allerdings nur die Spätsommer- und Herbstblüher wie Fetthenne, Sonnenhut oder Astern. Bei Frühlings- und Frühsommerblühern sollte man mit dem Teilen bis nach der Blüte warten, weil sonst die Blütenfülle spärlicher ausfällt.

 

Hochgefrorene Stauden und Sträucher andrücken

Im Herbst gepflanzte Stauden und Sträucher können im Winter durch den Frost leicht hochfrieren, das heißt der Wurzelballen schiebt sich nach oben. Bei frostfreiem Wetter sollten Sie die Pflanzen dann festdrücken oder gegebenenfalls neu einpflanzen, sonst vertrocknen sie.

 

Giersch frühzeitig bekämpfen

 An schattigen, humus- und nährstoffreichen Stellen im Ziergarten macht sich oft der Giersch breit. Man bekämpft das lästige Wurzelunkraut, sobald sich die ersten zarten Sprosse zeigen. Um ihn vollständig auszurotten, sollte man das Wurzelgeflecht flächendeckend mit einer Grabegabel roden und anschließend in der Sonne austrocknen lassen, bevor es auf den Kompost geht.

Einfacher, aber langwieriger: Man legt lückenlos eine feste Pappe auf der vom Giersch überwucherten Fläche aus und deckt diese mit Rindenmulch ab. Nach einem Jahr Wartezeit sind die Wurzeln komplett abgestorben. Für viele Menschen ist der Giersch aber einwichtiges Heilkraut und man verwendet die jungen Triebe auch für gemischte Salate; der Garten und dessen Pflanzen haben weniger Freude damit.

 

Stauden und Ziergräser abschneiden

Ende Februar kann man die im Herbst stehengebliebenen alten Triebe und Blütenstände der Stauden und Ziergräser abschneiden, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. Man entsorgt das Schnittgut nicht sofort auf dem Kompost, sondern lässt es zunächst bis Ende März ungestört auf einem Haufen liegen, damit die in den Halmen überwinternden Nützlinge ihre Winterruhe möglichst ungestört zu Ende bringen können.

 

Sommerblühende Sträucher schneiden

Man schneidet sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurück, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger man mit dem Rückschnitt wartet, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer.

 

Frostschäden beseitigen

Immergrüne Sträucher wie Kirschlorbeer und Stechpalme leiden in kalten Wintern oft unter Frostschäden. Einzelne Blätter oder ganze Triebe sterben dann ab und verfärben sich braun. Man schneidet jetzt alle abgestorbenen Pflanzenteile bis ins gesunde Holz zurück, damit die Pflanzen die entstehenden Lücken wieder rechtzeitig schließen können.

 

Bauern-Hortensien: Alte Blütenstände entfernen

Viele Hortensien tragen jetzt noch ihre alten, vertrockneten Blütenstände. Man schneidet diese oberhalb eines gesunden grünen Knospenpaars ab und beseitigen Sie bei der Gelegenheit auch gleich alle erfrorenen Triebe. Vitalitätstest: Man kratzt die Rinde leicht mit dem Daumennagel an. Wenn das Gewebe darunter gelblich und trocken wirkt, ist der Zweig abgestorben.

 

Organischer Dünger für gemischte Staudenbeete

Pflanzen mit starkem Nährstoffbedarf sollten bereits vor dem Austrieb mit organischem Dünger versorgt werden. Phlox, Ziersalbei, Hortensien und andere zählen zu diesen sogenannten Starkzehrern. Sie bekommen jetzt eine Düngergabe von drei Litern gut verrotteter Kompost und 50 Gramm Schafwollpellets oder andere organische Dünger pro Quadratmeter.

Bereits im Februar wagt die Winteriris ihren Blütenauftritt. Die kleinen Zwiebelblumen mit dem zarten Veilchenduft sind erstaunlich robust und pflegeleicht, solange der Boden durchlässig ist. Sie schätzen ein sonniges, aber leicht geschütztes Plätzchen, zum Beispiel einen Sonnenhang im Steingarten. Leicht erhöht lassen sich die feinen Blütenzeichnungen auch besser betrachten.

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