Emailoffice@blumenpark.atTelefon+43 (0) 512 30 28 00Öffnungszeiten

Mo – Sa: 09.00 – 18.00 Uhr  |  Sonn- & Feiertags: 10.00 – 16.00 Uhr

Erwin’s Gartenschule

Die Gartensaison beginnt - und mit ihr die ersten kleinen und gröberen Fehler

Jetzt beginnt die Pflanzzeit und Arbeit im Garten.

Winterharte Pflanzen (Bäume und Sträucher, Obstbäume, viele Blumen und Kräuter) sind schon Freiland tauglich, bei manchen können Fehler passieren!

 

Für viele beginnt im März die Gartensaison – und mit ihr die ersten Fehler.

Zu früher Schnitt, falsche Düngung, ungeduldiges Pflanzen: Wer jetzt klug handelt, erspart sich später Ärger und freut sich auf einenblühenden Frühling.

‍

Welche Fehler sollte ich vermeiden?

Frostempfindliche Pflanzen zu früh ins Freie stellen

Fehler: Pflanzen wie Tomaten, Paprika oder Zucchini, aber auch Sommerblumen, Kübelpflanzen (Oleander, Margeriten) zu früh ins Freiesetzen, wodurch sie Frostschäden erleiden können.

Lösung: Warten, bis die Nachttemperaturen konstant über 5°C liegen, nötigenfalls wärmegebendes Vlies verwenden.

 

Rasenpflege zur falschen Zeit oder mit falschen Methoden

Fehler: Vertikutieren oder Düngen, wenn der Boden noch zu kalt und zu nass ist.

Lösung: Warten, bis die Bodentemperatur über 10°Cliegt und sichtbares Graswachstum einsetzt.

 

Obstbäume und Sträucher zu spät oder falsch schneiden

Fehler: Zu spät im März schneiden oder falsche Schnitttechniken anwenden.

Lösung: Den Schnitt bis Mitte März abschließen, danach mehr nur auslichten. Ballhortensien lediglich die Spitzen abschneiden (sonst blühen sie nicht), frühblühende Sträucher nicht schneiden!

 

Überdüngung oder falsche Dünger verwenden

Fehler: Zu viel stickstoffhaltigen Dünger zu früh aufbringen.

Lösung: Kompost oder organische Langzeitdünger verwenden und Stickstoff nur bei Stark-Zehrern (Kohlgemüse, späterRasenflächen) anwenden.

 

Falsche Saatvorbereitung oder Aussaat

Fehler: Samen zu tief säen oder ohne Vorquellen, was zu langsamer oder ungleichmäßiger Keimung führt.

Lösung: Harte Samen über Nacht einweichen und feine Samen mit Sand mischen.

 

Bodenbeschaffenheit und pH-Werte ignorieren

Fehler: Pflanzen ohne Bodentest einpflanzen, was zu schlechtem Wachstum führen kann.

Lösung: Bodenprobe machen, was man nicht jährlich macht, aber doch bei größeren Vorhaben und nach schwierigen Jahren.

 

Frostschutz ist im März/April besonders wichtig, da dieTemperaturen nachts noch unter den Gefrierpunkt sinken können.

Hier sind einigeTipps, um Pflanzen vor Frost zu schützen:

 

Pflanzzeitpunkt beachten:

Besonders in höheren Lagen frostempfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) ins Freie pflanzen.

‍

Schutzabdeckungen verwenden:

Vliesabdeckungen oder Folientunnel nützen, um Pflanzen vor nächtlichem Frost zu schützen. Diese Materialien halten die Wärme am Boden undschützen die Pflanzen.

 

Kälteschutz durch Mulch:

Eine Mulch Schicht um die Pflanzen herum hilft, die Bodentemperatur zu stabilisieren und bietet zusätzlichen Schutz vor Kälte.

 

Frostschutz gegen Kälte sprühen:

Besonders Blüten sind bei etlichen Obstbäumensensibel (Marille, Pfirsich, Kirsche), dagegen hilft eine nachmittägliche Spritzung mit Baldrianblütenextrakt, was die Pflanze von innen wärmt und dadurch für eine Nacht Frost abgehalten werden kann.

 

Pflanzen an geschützten Standorten platzieren:

Pflanzen in die Nähe von Wänden oder Gebäuden stellen, die Wärme speichern und abgeben können.

 

Bewässerung vor Frostnächten:

Den Boden vor einer Frostnacht gut eingießen, da feuchter Boden die Wärme besser speichert als trockener Boden.

Nötigenfalls Frostberegnung machen, was im Hausgarten schwierig ist und man auch Wasser sparen sollte, gerade in trockeneren Wintern.

 

 

‍

Autor
Erwin Seidemann
Datum
7.3.2025
zurück zur Übersicht

Ähnliche Beiträge

Frühling
Blumenzwiebeln
2.10.2026
Blumenzwiebeln im Herbst richtig pflanzen

Egal, ob man „neue“ Zwiebeln kauft oder „Übersommerte“ aus dem dunklen Keller holt, die Zeit sollte nicht übersehenwerden, damit die Zwiebel noch ausreichend Möglichkeit hat, Wurzeln zu bilden.

‍

Zwiebelblüher sind anpassungsfähig und anspruchslos

Betrachtet man die unscheinbaren Zwiebeln, ist kaum zu glauben, welche Blütenpracht aus ihnen hervorgeht. Sie sind meist braun und manchmal sogar schrumpelig und doch bilden sie oft noch im Spätherbst kleine, spitze Triebe aus, dann wächst auch schon die Spannung, was da wohl hervorsprießen mag.

Blumenzwiebeln haben sich perfekt an die Naturbedingungen angepasst. Sie trotzen Eis und Schnee, nutzen z.B. die Zeit bis zum Laubaustrieb der Gehölze (solange ist es nämlich noch sonnig unter dem Baum) und machen nach der Blüte den dann nachtreibenden Pflanzen Platz.

 

Den Boden gutvorbereiten

Alle Zwiebelpflanzen benötigen durchlässigen Boden ohne Staunässe.

-       Schwere Lehmböden sollten mit Sand, feinem Split, lockerem Laubhumus und/oder etwas gut verrottetem, reifem Kompost verbessert werden, aber nur mäßig, in reinen Kompost gar nie pflanzen, da verbrennen die kleinen Würzelchen der Zwiebeln.

-       Zierlaucharten brauchen sehr sandigen Boden, den Humusanteil daher gering halten.

-       Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen brauchen einen sehr hohen Humusanteil, hier kann Kompost und Laub-Erde eingearbeitet werden. Sorgen Tonschichten unterhalb der Humusschicht für einen Wasser undurchlässigen Boden, so hilft es nur, diese Schichten aufzugraben und großzügig mit grobem, gewaschenen (kalkfreien) Sand oder Splitt zu vermischen und den Oberboden zusätzlich mit viel Humus zu vermengen.

 

Das richtige Einpflanzen:

Das Wichtigste beim Pflanzen ist die richtige Tiefe. Sie hängt von der Größe der Zwiebeln ab, aber auch von der Bodenbeschaffenheit. Als Faustregel gilt, dass die Pflanztiefe etwa dem Zwei- bis Dreifachen des Zwiebeldurchmessers entsprechen muss.

Bei leichteren Böden sollte von Haus aus tiefer gepflanzt werden, um der Pflanze mehr Halt zu geben. Den meisten Zwiebelpflanzen macht es auch nichts aus, wenn man tiefer pflanzt, das schützt sogar oft vor Verletzungen – dieBlütezeit verzögert sich halt dann oft um 1-2 Wochen!

-       Um die Pflanzlöcher auszuheben, genügt meist eine kleine Handschaufel oder gar ein Zwiebelstecher. Hier können bequem bis zu 30 cm tiefe, zylindrische Löcher gegraben werden, in denen man die Zwiebel locker hineinlegt. Bei Bedarf kann die Zwiebel dann mit dem Sand oder auch organischer Langzeitdünger wie Hornspäne unterlegt werden. Man füllt dann das Loch oder die ausgehobene Fläche wieder mit dem lockeren, grobanteilsarmen Aushubmaterial an.

-       Wenn größere Mengen gepflanzt werden, leistet der Zwiebelpflanzer (Zwiebelstecher) gute Dienste.

-       Beim Pflanzen in eine vorhandene Rasenfläche bietet es sich an, größere Rasenstücke „aufzuklappen“ und die Zwiebeln in Gruppen darunter zu verteilen, dann den Rasen wieder drauflegen. Man bedenke aber, dass sich die Rasenmahd im kommenden Frühjahr nach der Blütezeit bzw. dem Einziehen der sich gebildeten Laubblätter der Zwiebel richtet. Es kann passieren, dass man diese Flecken bis Juni stehenlassen kann, um auch im darauffolgenden Frühjahr sichere Blüte zu bekommen. Da kann die Fläche oft unansehnlich werden und man bereut dann diesen Schritt häufig, weil man sich auch einen schönen Rasen wünscht. Also nicht wahllos verteilen, sondern nur auf gezielten Punkten und wenn möglich nur frühblühende Arten und Sorten. Krokusse, Wildtulpen und klein-kronige Narzissen bieten sich sehr gut an dafür.

-       Auch der Schutz gegen Mäusefraß ist wichtig, wenn der Garten unter diesem Problem leidet. Eigene Pflanzkörbe, die mit in den Boden eingegraben werden, oder engmaschige Hasengitter werden unter den Zwiebel gelegt, somit gelangt die Maus nicht ran.

Die Zwiebeln unbedingt mit der Spitze nach oben pflanzen, der Austrieb tut sich dadurch leichter.

 

Wichtig beim Neukauf ist auch die Zwiebelqualität bzw. die Zwiebelgröße.

Man sollte daher meistens die größtmögliche Zwiebelgröße kaufen, diese garantiert auch die beste und reichhaltigste Blüte, weil in ihnen auch die meisten Nährstoffe gespeichert sind, was man mit einer zusätzlichen Düngung nicht mehr wettmachen kann.

Als Anhaltspunkt ein paar Zwiebelgrößenbeispiele: es werden immer die Umfänge auf den Verpackungen beschrieben:

Gartentulpen mind. 11-12 cm Umfang

Wildtulpen 6-7 cm Umfang

Hyazinthen 15-16 cm Umfang

Narzissen sollten als 2 Zwiebeln zusammengesetzt sein, sie heißen dann auch Doppelnasen

Traubenhyazinthen 4-5cm Umfang usw.

Beim Kauf auch darauf achten, dass die Zwiebeln keine mechanischen Beschädigungen aufweist, oder gar Risse, wo man ins Innere sieht. Auch Flecken und schrumpelige (ledrige) Stellen sollten nicht sein.

‍

Es ist auch möglich, Zwiebeln inTöpfe auf die Terrasse zu pflanzen.

Dort gelten dieselben Gesetzmäßigkeiten wie in den Boden gepflanzt. Die Töpfe sollten die ausreichende Tiefe besitzen, eventuell sollte man sie auch zusammenstellen, dann über den Winter eine Schicht Laub oder Stroh herumgeben, um vor ganz starken Trockenfrösten zu schützen. Wenn man Blumenerde hierfür verwendet, dann eine nicht zu stark aufgedüngte. Daher unbedingt beim Kauf informieren!

‍

Mankann auch Blumenzwiebeln miteinander vermischen

‍D.h. unterhalb z.B. Narzissen pflanzenund die oberen Schichten Traubenhyazinthen. Die Narzissen blühen früher, danach dringen die blauen Zwerge durch das Laub der Osterglocken. Im Normalfall ist es aber ratsamer, hohe Arten hinten und nach vorne im Beet gestaffelt nach Blütezeit niedrige Arten zu pflanzen. So kann man sich ein Bild von Winterling über Schneeglöckchen bis Krokus, Hyazinthe, Narzisse bis hin zu Tulpe und Kaiserkrone machen und so von Februar bis Mai eine bunte oder auch bei richtiger Wahl Blütenpracht Ton in Ton erhalten und sich dran bei Erfolg erfreuen.

 

Und noch was !

Das kräftige Gießen im Herbst ist sehr wichtig für eine ausreichende Wurzelbildung.

Dann die Zwiebel allerdings nicht mehr verwöhnen, höchstens erst wieder nach dem Austrieb im Frühjahr.

 

 

‍

Egal, ob man „neue“ Zwiebeln kauft oder „Übersommerte“ aus dem dunklen Keller holt, die Zeit sollte nicht übersehen werden, damit die Zwiebel noch ausreichend Möglichkeit hat, Wurzeln zu bilden...

zum Beitrag
Kräuter
Bohnenkraut
Garten
17.7.2026
Bohnenkraut - wunderbar und oft vergessen

Die Grillfeste stehen überall an und man möchte auf allen Dingen seine Note einbringen, entweder durch außergewöhnliche Fleischstücke oder eben durchungewöhnliche Nicht-Standard-Kräuter. Ich glaube nicht, dass jemand ans Bohnenkraut denkt, wenn er sein Lamm auf den Grill legt, wohl eher an Rosmarin und Thymian.

Dabei ist das Bohnenkraut, eines meiner am liebsten verwendeten Küchenkräuter gerade was Besonderes, manchmal ist man halt einfach schon durch den Namen stigmatisiert, dabei kann es viel mehr als Bohnengerichte verfeinern.

Das Bohnenkraut (botanisch Satureja), ist ein leider oft übersehenes, aber vielseitiges Kraut mit langer Tradition. Zur Gattung der Bohnenkräuter gehören viele Arten, wobei das einjährige, nicht frostharte Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis) und das winterfeste Bergbohnenkraut (Satureja montana) am bekanntesten und am meisten verwendete sind.

Ursprünglich in Südeuropa und dem östlichen Mittelmeer beheimatet, hat es sich im Laufe der Jahrhunderte in der Küche etabliert und wird geschätzt für sein starkes Aroma, das an eine Mischung aus Thymian und Rosmarin erinnert. Die feinen Blätter des Bohnenkrauts verbergen einen intensiven Geschmack, der vielen Gerichten eine besondere Note verleiht. Seine Verwendung ist nicht auf die Küche beschränkt, auch in der Naturheilkunde findet es Anwendung.

 

Eigenschaften/Verwendung:

Das Bohnenkraut überzeugt mit einem markanten, würzigen Geschmack mit eine  rleicht pfeffrigen Note. Wie der Name schon sagt, passt es nicht nur gut zu Bohnen, sondern unterstützt auch die Verdauung von Hülsenfrüchten (Erbsen, Edamame, Soja, Kichererbsen, Linsen usw.) insgesamt.

Darüber hinaus ist Bohnenkraut bekannt für seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften und wird in der traditionellen Heilkunde zur Linderung von Magenbeschwerden und zur Förderung der allgemeinen Gesundheit eingesetzt.

In der Küche wird Bohnenkraut meist als Begleiter von Bohnengerichten eingesetzt, was ihm auch seinen Namen verliehen hat. Doch seine Einsatzmöglichkeiten sind viel breiter: Es passt hervorragend zu Fleischgerichten wie Lamm und Geflügel und verleiht selbst Salaten und Marinaden eine besondere Note und Intensität. Auch in Suppen und Eintöpfen kann es seine volle Wirkung entfalten.

Eine besondere Verwendung von Bohnenkraut ist, Butter oder Öle zu aromatisieren, die dann als Basis für verschiedene Gerichte oder als Dip verwendet werden können. Dabei kann sowohl frisches als auch getrocknetes Bohnenkrautgenutzt werden, wobei letzteres besonders intensiv im Geschmack ist und sparsam dosiert werden sollte. Bohnenkraut lässt sich auch sehr gut mit anderen Kräutern kombinieren, die für die Zubereitung von Grillfleisch oder Gemüse verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anbau/Aufbewahrungvon Bohnenkraut:

Wer Bohnenkraut in seinem eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauenmöchte, wird mit einer pflegeleichten Pflanze belohnt. Bohnenkraut bevorzugteinen sonnigen Standort und durchlässigen Boden und ist unempfindlich gegenüberSchädlingen. Bei der Ernte sollte man die Triebe vor der Blüte schneiden, umdas gute Aroma zu erhalten.

Zur Lagerung ist es ideal, die Blätter zu trocknen, da so ihrintensiver Geschmack erhalten bleibt. Getrocknetes Bohnenkraut in einemluftdichten Behälter an einem dunklen Ort aufbewahren!

UND:  Bohnenkraut eignet sich auch hervorragend als Begleitpflanze imKräutergarten, da es Schädlinge abwehrt!

 

 

‍

Die Grillfeste stehen überall an und man möchte auf allen Dingen seine Note einbringen, entweder durch außergewöhnliche Fleischstücke oder eben durch ungewöhnliche Nicht-Standard-Kräuter. Ich glaube nicht, dass jemand ans Bohnenkraut denkt, wenn er sein Lamm auf den Grill legt.

zum Beitrag
Schnittblumen
Garten
10.7.2026
Schnittblumen aus dem Garten

Gerade in den Sommermonaten spielen Schnittblumen aus dem eigenen Garten, die in weiterer Folge zu schönen Blumensträußen gebunden werden können, eine bestimmte Bedeutung.

Früher war es gang und gebe, dass man Blumen, die für den Schnitt geeignet sind im eigenen Garten ernten konnte. Bauerngärten, die ja nicht nur „medizinisch“ eine Rolle innehatten, sondern auch dazu dienten, das Eigenheim zu verschönern, sowohl mit Frischblumen, als auch mit den daraus gewonnenen Trockenblumen, die den langen Winter etwas farbenfroher gestalteten. Auch als attraktives Mitbringsel galten sie als Visitenkarte des eigenen Gartens.

Heute werden wieder viele Blumenarten angepflanzt, die im eigenen Garten wachsen und geerntet werden können, ohne optisch an Qualität einzubüßen.

Zum einen sind es einjährige Sommerblumen, die am meisten Verwendung finden, zum anderen hohe Stauden (winterharte, blühende Pflanzen) wie Rittersporn, Eisenhut, usw., aber auch Gehölze wie Rosen, die bedeutendste Schnittblume weltweit, können durchaus aus dem eigenen Gartenreich stammen. Platz wird gar nicht allzuviel benötigt.

‍

Einjährige Sommerschnittblumen

Das Problem bei diesen kann sein, dass man im Mai, nach den Eisheiligen, wenn man diese für gewöhnlich alle Jahre neu auspflanzt, diese einfach vergisst, da sie dann noch nicht blühen, man sie daher eher nicht beachtet und daher auch nicht unbedingt „findet“, wenn man in eine Gärtnerei geht, um seine Gartenpflanzen zu besorgen. Erst wenn man im Sommer diese Blumen sieht, erinnert man sich daran, selbst welche im Gartenhaben zu wollen.

Man kann aber aus Samen bereits im März/April eine Vorkultur im Haus, im Wintergarten, im Frühbeet oder Kleingewächshaus machen und die Pflanzen dann im Mai auspflanzen, bei Sonnenblumen kann man ab Ende April auch eine Direktsaat ins Freie vornehmen.

‍

Die wichtigsten Sommerschnittblumen sind

‍

Sonnenblumen

In vielen Sorten unterschiedlicher Höhen und Farben. Achtung bei der Haltbarkeit! Nicht alle Sorten sind als Schnittblumen geeignet. Unbedingt auf Tauglichkeit prüfen, ansonsten lieber stehen lassen. Und wenn dann geerntet wird, unbedingt den Stiel in heißes Wasser tauchen, zumindest aber sofort nach der Ernte wässern, dann auf jeden Fall Frischhaltemittel ins Wasser zusetzen. Dadurch können Sonnenblumen bis zu 10 Tagen halten.

 

Astern, Zinnien, Löwenmaul, Margeriten

Sie sind sehr beliebt, weil sie einfach zu kultivieren sind, kaum Schädlinge oder Krankheiten bekommen und dauerhaft bis zum ersten Frost und darüber hinaus blühen können. Und sie bringen eine Menge an Schnittblumen, sicherlich allwöchentlich einen frischen Blumenstrauß! Man kann mit einer Haltbarkeit bis zu einer Woche rechnen. Eine gute Voraussetzung dafür ist der richtige Erntezeitpunkt. Der sollte nicht mittags oder abends, sondern zeitig am Morgen sein, bevor die Temperaturen zu hochsind, weil sich die Blumen sonst nur schwer erholen.

‍

Cosmea (einjährige Gräser), Lobelien

Sind Schnittblumen der neueren Generation, die gerne in Struktursträußen verwendet werden, wo nicht nur Üppigkeit und Buntheit, sondern auch Zeitgeist vermittelt wird. Weniger ist dabei mehr!

 

Strohblumen, Statize

Einjährige Trockenblumen. Sie sollten frisch geerntet und dann im Halbdunkel in einem trockenen Keller gelagert werden, mehrmals gewendet und dann können sie nach etwa 2 Monaten verarbeitet werden. Das gilt auch für andere Sommer-Trockenblumen.

 

Mehrjährige Schnittblumen

 

Rittersporn, Eisenhut, Astern,Pfingstrosen, Sonnenauge, Chrysanthemen, Schleierkraut, Bartfaden, Schnittgräser, u.v.a.m.

Frischhaltemittel verwenden! Beim Ernten sollten bedacht werden, dass es bei manchen nur ein Blütenflor gibt und es daher oft sehr schade ist, die Blütenstiele abzuschneiden. Wenn man aber genügend zur Verfügung hat, sollte man nicht darauf verzichten. Schließlich kann es Regentage geben, dann hat man wenigstens etwas davon im Zimmer, wenn durch den Regen schon das Betrachten oder die Blüte (durchs Verfaulen) verloren geht.

‍

Limonium (Statize, mehrjährige Form), Schafgarben, Gräserblüten usw.

Können ebenso wie Einjährige geerntet und getrocknet werden, nach gewisser Zeit dann für den Winter verarbeitet werden.

 

Rosen

Sie sind die wertvollsten und edelsten Schnittblumen, die verhältnismäßig am längsten halten können (bis zu 14 Tage). Man bedenke, dass es Sinn macht, die Vase mit den Rosen während eines heißenTages nicht in die Sonne oder überhaupt in die Wärme zu stellen, da sie sonst schnell verwelken/vertrocknen können. Am besten während des Tages in einen dunklen, kühleren Raum stellen. Freilandrosen sind stärker verholzt als Gewächshausrosen und können daher manchmal nicht lange frisch bleiben. Immer TIEF wässern und häufig Wasser dazugeben, mit Frischhaltemittel, wenn geht! Und frisch anschneiden, mindestens 2x pro Woche.

 

Einjährige (im Haus überwinterbare) Zwiebel/Knollenblumen für Schnitt

‍

Dahlien

Die bekanntesten sind sicherlich die Dahlien, deren Zwiebeln im April in den Boden, oder in den (großen) Kübel gelegt werden, um dann ab 2. Hälfte Juli zu erblühen. Da können sie dann auch gleich geerntet werden. Dahlien blühen bis zum Frost. Die am besten geeignetsten sind Balldahlien und Semikaktusdahlien, auch was die Haltbarkeit betrifft, welche bis zu 5 Tage betragen kann, jeder Tag länger ist da dann schon ein Geschenk.

‍

Gladiolen

Sehr gute und wuchtige Blüher, auch in der Vase, sind die Gladiolen, die bis zu 150 cm hoch werden können. Die Zwiebeln werden meist nur einmal verwendet, können aber überwintert werden. Gladiolen erntet man am besten dann, wenn die untersten 3-4 Blüten Farbe zeigen, dann erblüht sie langsam in der Vase und kann 10 Tage lang halten. Toll auch als Kirchenschmuck gerade am Marienfeiertag am 15.August.

‍

 

‍

Gerade in den Sommermonaten spielen Schnittblumen aus dem eigenen Garten, die in weiterer Folge zu schönen Blumensträußen gebunden werden können, eine bestimmte Bedeutung.

zum Beitrag
Pfeil nach obenPfeil nach oben