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Erwin’s Gartenschule

Duftende Zwiebelblüher machen jetzt Freude

Blumenzwiebel-Blüher  sind gerade jetzt der Inbegriff  neuen Lebens, die Natur erwacht, man freut sich über einfache Dinge wie  blühende Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge und die ersten Narzissen.

Der Boden erwacht,  wird wärmer, lässt die Sonne in sich rein, wir haben das Glück, in einem  schönen und halbwegs gesunden Land zu leben, wo uns diese Dinge täglich  begegnen. Der bewusste Umgang damit, das Schätzen dieser duftenden Gesellen, sprich  den wirklich lebendigen Zwiebelblühern, sind täglich ein Highlight, da können  nicht mal Frost und Schnee was daran ändern, wenn diese wieder plötzlich  Einzug halten würden.

Zwiebelgewächse gehören zu den interessantesten  Gartenpflanzen

Im Herbst gepflanzt,  sind sie im Frühjahr plötzlich da und sind noch dazu nützlich, nicht nur für  das Auge des Menschen, auch als Nektarspender für Hummeln und viele andere  Wildbienen, später auch für die Honig-Bienen und erste Insekten.

Zu ihnen gehören  Tulpen (Wildtulpen für Bienen), Narzissen (Wildnarzissen für Hummeln),  Kaiserkronen, Schneeglöckchen, Krokusse und viele andere seltene wie die  Schachbrettblume, der Winterling, die Ranunkel. Die Zwiebeln sind winterhart,  können - einmal gepflanzt - viele Jahre in der Erde bleiben.

Wer es im Herbst  nicht geschafft hat zu pflanzen, oder die Mäuse schneller waren als die arme  Zwiebel, dann gibt es auch die Möglichkeit, einen bunte Bepflanzung im  Frühling nachzuholen. Was gibt es Dankbareres, sie sind anspruchslos, wachsen  in Sonne und Halbschatten fast auf jedem Gartenboden, brauchen kaum Dünger  und Wasser und kommen jährlich wieder, im Sommer ziehen sie ein und ziehen  sich dann zurück, wenn ihre Attraktivität verloren geht, sprich nach der  Blüte.

Was gibt es jetzt für Zwiebelblumen?

Hier eine kleine  Auswahl, es gibt noch unzählige mehr!.

Hyazinthen

Riechen bekannt  betörend süßlich-blumig und haben violette, rosa, weiße, gelbe oder auch  cremefarbene Blüten - so präsentiert sich die Hyazinthe, die zur Familie der  Spargelgewächse gehört. Die volle Sonne wollen sie nicht immer, brauchen  feuchte, halbschattige Lagen!

Der streng unter  Naturschutz stehende Märzenbecher (Leucojum  vernum), der oft mit dem Schneeglöckchen verwechselt wird, gehört zur Familie  der Amaryllisgewächse und bildet unterirdische Zwiebeln aus.

Die Pflanze besitzt  im Unterschied zum Schneeglöckchen gleichlange Blütenblätter und ihre  Blütenglöckchen sind viel größer. Sie sind im Halbschatten an geschützten  Plätzen sehr beliebt!

Traubenhyazinthe (Muscari)

Blaue Farbtupfer  innerhalb eines sattgrünen Blumenbeetes - mit der Traubenhyazinthe können im  heimischen Garten leicht dekorative und stilvolle Akzente gesetzt werden.

Anspruchslos und  robust, finden auch Anfänger schnell Gefallen an dem Gewächs. Wenn die Traubenhyazinthe  an einem optimalen Standort ungestört gedeihen darf, funktioniert auch die  Vermehrung von selbst und sie verwildern im Garten, beliebt unter Laubbäumen!

Die erste  Nahrungsquelle der Honig- und Wildbienen!

Narzissen (Osterglocken)

Gehören mit zu den  ersten Frühlingsblühern des Jahres.

Osterglocken sind  in heimischen Gärten kultiviert als Vorboten der warmen Jahreszeit geschätzt.  Narzissen werden von Mäusen niemals angegriffen, das ist ein Vorteil  gegenüber Tulpen.

Wildnarzissen sind  meist kleinblumig, aber dafür als Nahrungsquelle für Insekten interessant.

Krokusse

Gehören neben  Schneeglöckchen und Osterglocken zu den bekanntesten Frühblühern.

Bereits ab Ende  Januar schauen die ersten Krokusspitzen aus der Erde und streben der Sonne  entgegen. Mit ihren bunten Knospen, läuten die kraftvollen kurzstieligen  Liliengewächse den Frühling ein. Sie kommen in fast allen Regionen mit  gemäßigtem Klima vor.

Tulpen

Sind vielseitig,  und solche Blumen möchten viele Gärtner in ihrem Garten haben. Tulpen lassen  sich fast überall hin pflanzen, sie erfreuen auch noch mit ziemlich  bescheidenen Pflegeansprüchen - wenn man die richtigen Sortentypen, die es ja  im Überfluss gibt, in den Garten einlädt.

Die großen  Tulpenblüten sind attraktiv für uns Menschen, locken jährlich Millionen  Menschen aus aller Welt nach Holland ein, wo die beste Zeit Ende April ist  (heuer früher). Die Wildtulpen allerdings sind jene, die Insekten besonders  attraktiv finden, besitzen sie sehr viel Nahrung (Nektar und Pollen) und  haben eine lange Blütezeit, sind wahrscheinlich aber oft weniger geschätzt  als ihre großblütigen Verwandten. Tulpen sind mit ihren Zwiebeln sehr  interessant für Mäuse, für ihnen muss man mit Gittereinfassungen im Boden  schützen.

Eine besonders  schöne Zwiebelpflanze ist die

Schachbrettblume (Fritillaria meleagris)

Sie wird nicht sehr  groß, ist aber anspruchsvoll. Sie braucht viel Licht und feuchten Boden - man  pflanzt sie auch in einen größeren Topf, der dann im Frühjahr auf der  Terrasse steht (viel Licht) und den man besser feucht halten kann (immer  Wasser im Untersetzer).

Nach der Blüte  räumt man den Topf zur Seite, gießt ihn aber weiterhin, weil die Pflanzen  sonst im kommenden Jahr nicht mehr blühen.

Winterlinge (Eranthis)

Sind die  allerersten Blüher und ähneln den Buschwindröschens, sind anspruchslos,  wollen aber nicht unter Nadelbäumen wachsen! Sie brauchen durchlässigen  Gartenboden, bestechen aber durch ihre leuchtend-gelben Blüten!

Da der Winterling  auch noch vor den Krokussen blüht, ist er wirklich eine der wenigen  "Tankstellen" für Hummeln im Frühjahr, die schon bei Temperaturen  knapp über dem Gefrierpunkt ausfliegen und dringend Nahrung benötigen

Blausternchen (Scilla)

sind die  Alternative zur Traubenhyazinthen, das strahlende Enzianblau erblüht unter  Bäumen, wollen das ganze Jahr über feuchten, guten Gartenboden und keine  Trockenperioden oder Starkfrost ohne Feuchtigkeit! Ansonsten sehr  anspruchslos!

Ranunkel

Ist ein  Knollengewächs, besticht durch ihre Blütenpracht. Als Frühjahrsblüher stimmt  sie uns auf den Sommer ein und verwandelt den Garten oder den Hauseingang  schon zeitig in romantisch blühendes Farbenmeer.

Ranunkeln sind  nicht überall 100% winterfest. Sie brauchen halbschattige Standorte und im  Gegensatz zu den meisten anderen Zwiebeln, regelmäßiges Wässern. Bei starken  Frösten zudecken.

Anemonen

Sind dagegen nahe  Verwandte, haben einfache Blüten, sind aber vielfältig. Es gibt solche, die  man am Waldesrand antrifft, andere wiederum als Schnittblume, die sehr gut  hält in der Vase. Aber die letztgenannte kann man auch als Knollenpflanze in  die Erde pflanzen und erfreut uns jährlich durch pink. Creme oder  blaublühende Schönheiten!

Autor
Erwin Seidemann
Datum
6.3.2020
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Blumen / Blüten
Zimmerpflanzen
1.1.2023
Glückspflanzen

Glückspflanzen

 

Am letzten Tag im Jahr haben Glückssymbole Hochkonjunktur. Wer zu einer Silvesterparty oder einem gemütlichen Beisammensein eingeladen ist, bringt als Gastgeschenk gern etwas symbolisches Glück mit.

Der mit „Ruß“ gefärbtemKaminkehrer, glänzenden Hufeisen, rosafarbenen Schweinchen, rot-weißgepunktetem Fliegenpilz, schwarz gepunktetem Marienkäfer oder blank poliertem Groschen(auch nach Einführung von Euro und Cent) wird jede Pflanze, jede Einzelblüte, jeder Blumenstrauß zum „Glückspräsent“!

Glückspflanzen

Es gibt aber neben den Accessoires spezielle Glückspflanzen, deren Bedeutung man eigentlich viel mehr propagieren sollte. Denn: „Glück verschenken“ ist nicht nur am 31.12. ein starkes Argument!

 

Azaleen

Bereits seit vielen Jahrhunderten geltenAzaleen in China und Japan als Glückssymbole und stehen für ein langes Leben. Nur wenige blühende Topf- und Zimmerpflanzen besitzen den Charme der Azalee. Der hölzerne Stamm verleiht ihr das Aussehen eines kleinen Glücksbaumes. Ihr Farbspektrum umfasst viele Nuancen von Rottönen über Rosa, Violett, Lachs bishin zu mehrfärbigen Blütenformen. Die Blütezeit der Zimmerazalee ist von August bis April, je nach Sorte und Farbe und macht diese Glückspflanze gerade in den kalten, düsteren Monaten so beliebt. Azaleen gibt es von Mini (in kleinenTöpfen) bis Maxi als Busch bis 50cm Durchmesser- für jeden Geschmack was dabei! Aber Achtung! Azaleen niemals ganz austrocknen lassen, sonst ist es um siegeschehen!

 

Efeu

Auch der Efeu, sehr beliebt unter den grünenZimmerpflanzen, fällt in diese Symbolkategorie. Dieser anspruchslose Klettererbringt Glück und Segen ins Haus und prophezeit Stärke und Kraft in allen Lebenslagen. 

 

Kamelie

Die Kamelie verspricht das Glück lang andauernderFreundschaft und Harmonie. Wird im asiatischen Raum gerne als solches verschenkt.

 

Klee

Der Klee darf in dieser kleinen, stark reduzierten Aufzählung natürlich nicht fehlen! Der Glaube daran, dass vierblättrige Kleeblätter Glück bringen, ist sehr alt und von Europa bis Amerika gleichermaßen verbreitet. Den Aufstieg zum Glückbringer Nummer 1 verdankt das Kleeblatt einer natürlichen Eigenschaft: Vierblättrige Kleeblättersind in der Natur selten anzutreffen.

Unter das Kopfkissen gelegt, soll Glücksklee sagenhaft schöne Träume bescheren undgetrocknete Kleeblätter in Schulbüchern sollen zu besseren Noten verhelfen.

 

DieseKlee Art (Oxalis deppei)ist ein Sauerkleegewächs.

Mittenim Winter werden alljährlich in den Blumengeschäften und Gärtnereien kleineTöpfe mit vierblättrigem Glücksklee angeboten. Es ist dies die mexikanische,bei uns frostempfindliche Art O. deppei, eine nahe Verwandte des bei unsheimischen Sauerklees.

Man kann aber nicht nur fertige Pflanzen im Geschäft erwerben, sondern meist auch die kleinen Zwiebeln, die es ebenso zu kaufen gibt. Man pflanzt sie z.B. im April an eine sonnige Stelle des Gartens als Tuff oder Einfassung oder aber manzieht sie in Töpfen. Diese werden an das helle Fenster eines kühlen Zimmers oder auf den Balkon gestellt. Im Herbst verlieren sie dann Blätter und Blüten, nur die kleinen Zwiebelchen bleiben übrig. Sie tragen fleischige, rübenartige Wurzeln, die in ihrer mexikanischen Heimat sogar verspeist werden. Sie lösensich bald von der Zwiebel ab und werden verworfen, da ja nur die kleinen Zwiebeln selbst wieder zu treiben beginnen können. Diese bewahrt man dann frostfrei, kühl, aber vor allem trocken auf!

 

Im März/April legt man eines oder mehrere dieser Zwiebel in einen  8-9cm Durchmesser großen Topf, in dem sie bis zum Herbst stehen bleiben, in lehmhaltige Erde. Schon nach 6-8 Wochen erscheinen Blätter und schöne rosarote Blüten! Düngt man die Pflanze jetzt bis zum August wöchentlich, so erscheinenden ganzen Sommer ununterbrochen die schönen Blütchen über dem Laub, die sichebenso wie die Blätter nur tagsüber und bei Sonnen geöffnet halten, ansonsten klappen sie zu! Die mit einem bräunlichen Querband gezeichneten Blätterschließen sich abends sowieso IMMER zu.

 

Glücksklee,der zu Silvester „fertig“ in den Betrieben angeboten wird, wird vorerst inKühlräumen bei +1°C gelagert und 7-8 Wochen vor dem Verkauf aufgepflanzt,angetrieben und dann zu Silvester eben verkauft. Die Blüte setzt dann ab Januarein!

 

Die Pflanze sollte bei Zimmertemperatur oder kühler gehalten werden und braucht nur wenig Wasser.

 

Am letzten Tag im Jahr haben Glückssymbole Hochkonjunktur. Wer zu einer Silvesterparty oder einem gemütlichen Beisammensein eingeladen ist, bringt als Gastgeschenk gern etwas symbolisches Glück mit.

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Blumen / Blüten
Winter
Pflanzenschutz
26.9.2022
Ungewöhnliche Frühfröste im September - was tun

Frostschäden treten bei Pflanzen ab einer Temperatur von unter 0 °C auf.

Sie können zum Erfrieren von Knospen, Sprossen, Blättern und Wurzeln führen. Im ungünstigsten Fall stirbt

die ganze Pflanze ab. Nicht nur zwischen verschiedenen Arten sind deutliche Unterschiede

in der Frosthärte festzustellen, sondern auch bei den verschiedenen Organen einer Pflanze.

So werden z. B. Blattknospen erheblich weniger geschädigt als Blütenknospen.

Unterirdische Organe wie Wurzeln, Rhizome, Knollen und Zwiebeln reagieren erheblich

empfindlicher auf Frost als oberirdische Pflanzenteile. Dies führt dazu, dass ''sicher

frostharte'' Arten in Blumenkistchen oder im Kübel im Winter trotzdem absterben können,

wenn der Wurzelballen durchfriert und die empfindlichen unterirdischen Pflanzenteile

geschädigt werden (z. B. bei den meisten Narzissenzwiebeln).

Im Garten eingepflanzt, geschieht dies wesentlich seltener, da meist nur die oberste

Bodenschicht gefriert. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei auch das Vorhandensein einer

isolierend wirkenden Schneedecke. Dass selbst gleiche Organe unterschiedlich durch Frost

geschädigt werden, kann man besonders gut an Blättern beobachten. Letztendlich kann es

bis zum kompletten Verlust der Belaubung kommen. Bei Gehölzen treten am Stamm oft

Frostrisse auf. So können auf den ersten Blick vermeintlich unbeschädigte Gewebe trotzdem

geschädigt sein. Kleinere Schädigungen an Ästen werden meist erst durch eine spätere

Narbenbildung erkennbar.

Von entscheidender Bedeutung für den Grad der Schädigungen ist der Zeitpunkt des

Auftretens von Frösten. Nicht nur heimische Arten, sondern auch viele fremdländische, bei

uns gepflanzte Arten sind an Fröste gewöhnt und bereiten sich jährlich auf die kalte

Jahreszeit vor. Sie ''härten sich ab''. Regelmäßige Winterfröste können ihnen daher

normalerweise nichts anhaben. Treten aber Fröste im Herbst früher als gewöhnlich auf

(Frühfröste) und treffen so auf die noch nicht abgehärteten Pflanzen bzw. auf noch nicht

ausgereifte Triebe, kann es zu ernsthaften Schäden kommen.

Wie schützen sich Pflanzen selbst vor Frost?

In unseren Breiten ist bei Gehölzen im Winter als Anpassung an die winterlichen

Temperaturen und stark verkürzte Tageslänge der jährliche Laubabwurf eine wichtige

Anpassung an das saisonal geprägte Klima. So sind fast alle heimischen Gehölze winterkahl

(Ausnahmen sind z. B. Buxus, Efeu sowie die Nadelgehölze bis auf die Lärche).

Eine einfache Überlebensstrategie von Pflanzen, deren Organe nicht frostresistent sind, ist

die Überdauerung als Samen oder mit unterirdischen Speicherorganen wie Rhizomen,

Zwiebeln und Knollen. Bei vielen Pflanzen (Stauden wie Rittersporn, Phlox oder

Pfingstrosen) liegen die Überdauerungsknospen unmittelbar an der Erdoberfläche und

werden entweder durch abgestorbene Pflanzenteile oder winter- bzw. immergrüne Blätter

geschützt. Außerdem profitieren sie oft von einer schützenden Schneedecke.

Die Pflanzen ''entfliehen''; mit ihren oberirdischen Teilen der winterlichen Kälte. Pflanzen,

deren Sprosse und/oder Blätter dem Frost ausgesetzt sind, haben Mechanismen entwickelt,

um den schädlichen Wirkungen von Frost entgegenzuwirken.

Da Eis gegenüber Wasser ein größeres Volumen aufweist, käme es beim Gefrieren des

Zellsaftes zum Platzen der Zellen. So wird in einem begrenzten Maße die Bildung von

gefährlichen Eiskristallen verhindert. Wenn aber eine bestimmte Temperatur unterschritten

wird, kommt es zum schlagartigen Gefrieren.

Pflanzen bilden wasserlösliche Kohlenhydrate aus, können aktiv den Gefrierpunkt des

Zellsaftes herabsetzen und so die Bildung von Eis zeitlich etwas hinauszögern. Aus diesem

Grund werden Kartoffeln oder Rettiche bei Frosteinwirkung süß und somit dient dieser

Zucker als internes ''Frostschutzmittel“. Kälte bedeutet erheblichen Stress für den

Stoffwechsel der Pflanze. Um die Stresstoleranz zu steigern, ist eine geeignete

Akklimatisierung, also das schrittweise Erhöhen der Stressfaktoren nötig, damit es zur sog.

Abhärtung kommt. So trägt ein kühler Spätherbst mit niedrigen Temperaturen dazu bei, dass

Pflanzen entsprechend abgehärteter wird.

Welche Pflanzen sind besonders von Frühfrösten betroffen?

Jegliches nicht winterfeste Fruchtgemüse wie Paprika und Tomaten, aber auch Zucchini und

Gurken, muss man den gesamten oberirdischen „Apparat“ mit Vlies schützen.

Mediterrane Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrusgewächse oder Balkonblumen wie

Pelargonien schützt man am besten mit einer Vliesabdeckung, aber auch andere Gemüse

und Obstarten gehören im Fruchtstadium zur Reife hin geschützt.

Man muss die Frosttoleranz der einzelnen Pflanzen auch ein bisschen abschätzen können.

Wenn sehr krautige, stark Wasser führende Pflanzen Frost bekommen, sind sie gefährdeter,

wie beschrieben, als solche mit hohem Holzanteil.

Wichtig ist es, die Pflanzen nicht zu früh einzuräumen, sondern sie möglichst lange draußen

zu lassen und sie schrittweise ans Winterquartier und eben die dann winterlichen

Bedingungen zu gewöhnen.

Frostschäden treten bei Pflanzen ab einer Temperatur von unter 0 °C auf. Sie können zum Erfrieren von Knospen, Sprossen, Blättern und Wurzeln führen. Im ungünstigsten Fall stirbt die ganze Pflanze ab.

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Lavendel
Duftende Pflanzen
19.8.2022
Lavendel - der Duft der Provence

Überall blüht er (noch), aber nimmer lange und der Lavendel ist ja derjenige, der einer der ersten mit dem Rückschnitt ist. Der Lavendel ist nämlich  tatsächlich „everbodys darling“, bei wenigen Duftpflanzen ist man so am Schwärmen wie beim Lavendel. Lavendel ist aber nicht gleich Lavendel, bezüglich Arten, deren Winterhärte und Pflege gibt es Unterschiede. Aber eines ist gewiss: Gesunde Lavendelbüsche, die in Tirol überwintern sollen, brauchen kaum Nährstoffe, ausgenommen Magnesium und vor allem KALK! Lavendel wächst in der Provence auf fast reinem Kalkstein, das sagt schon viel aus.

Lavendel und Rosen? Ein klassisch-untrennbares Gespann? Mitnichten. Rosen lieben tiefgründigen, humosen und nährstoffreichen Boden, Lavendel dagegen Kalkboden, den wiederum Rosen gar nicht gern mögen.

Was braucht Lavendel? Lavendel braucht grundsätzlich kalkreichen Boden, also keine saure Erde, verträgt auch keine Abdeckung mit Rindenmulch, auch wenn es häufig gemacht wird. Besser ist die Mulch Abdeckung mit Quarzsand oder Flusssand. Lavendel braucht einen sehr sonnigen Standort ohne große Schatteneinwirkung, gut drainierten Boden, keine Staunässe.  Dem Kalkmangel wird man gerecht, indem man jährlich Magnesiumkalk einstreut, etwa 2 Esslöffel je Pflanze. Wenn man allgemeinen Gartendünger gibt, wird die Pflanze lang und weich, oft unansehnlich, lange Blütenstiele. 

Rückschnitt des Lavendel: Der beste Rückschnitt ist JÄHRLICH im Spätsommer nach der Blüte. Der volle Duft entfaltet sich so und anders erst gegen Ende der Blütezeit, wenn man trocknen will, erntet man vor der Hochblüte, also wenn die meisten Blüten geöffnet sind, dann am liebsten „umgekehrt“ aufhängen an einem lufttrockenen Ort(„Örtchen“). Das gilt auch für Lavendelsträußchen für den Kleiderschrank.

Wenn man den Lavendel jährlich und nicht zu tief hinunterschneidet, dann bleibt er schön kompakt und rund. Man kann im zeitigen Frühjahr März/April noch einmal nachschneiden, Hauptschnitt ist aber September/Zweidrittel/Ein Drittel-Methode)

Lavendelblüten verwendet man auch für Süßspeisen (Lavendelzucker), wo man selbst, wenn die Blüten komplett vertrocknet sind, diese noch verwenden darf und kann.

Verwendung von Lavendel: Viele verwenden Lavendel dekorativ am Hauseingang als großen, wohlriechenden Eingangsduft, andere am Balkon, auf der Terrasse, manche sogar als „Bodendecker“ für magere Hänge, als Pflanze im Kiesbeet, solo oder in Gemeinschaft mit anderen mediterranen Pflanzen wie Salbei und Thymian, Bohnenkraut oder Ysop.

Lavendelpflanzen sind, in welcher Form auch immer, fast in jedem Garten oder Haushalt vertreten.  Lavendel sind abweisend für Schnecken, was große Vorteile bringt, werden selbst auch nicht von den schleimigen Plagegeistern angeknabbert.

Lavendel wirkt – wenn die Pflanze in Vollblüte ist (und nur dann!!!) – repellent gegen Schädlinge wie Läuse, Milben, vielen Insekten!

Winterharte, weniger winterharte und frostempfindliche Lavendel-Arten:

Lavandula angustifolia („Echter Lavendel“), der kurznadelige, grüne oder graugrüne mit der Hauptsorte Hidcote Blue und den beiden „zweitwichtigsten“ Munstead und Dwarf`s Blue. Es gibt nebst blau auch rosa oder weiß blühende Sorten, die aber von untergeordneter Bedeutung sind. Es ist die winterhärteste Art, keine Frage. Manche sagen auch „Schweizer Lavendel“ zu den harten Typen, stimmt so nicht ganz, es gibt aber Schweizer Auslesen. Diese Art ist auch für höhere Lagen geeignet!

Lavandula intermedia: Provence-Lavendel. Das ist jener, der die Riesenfelder in Südfrankreich so schön lila aussehen lässt, bei uns nicht alle Sorten 100% winterfest. Die Intermedia-Typen sind die inhaltsstoff-reichsten mit dem typischen, eher stechenden „Speik-Geruch“, ist sehr ertragreich, wird bis zu 1,50m hoch, hat den 10-fachen Blüten und Inhaltsstoff-ertrag und wird in Frankreich „Lavandin“(„lawandö“ genannt und ist am allermeisten „durchzüchtet“, weil er auch wirtschaftlich von großer Bedeutung ist!

Lavandula dentata: Zahnlavendel mit wunderschönen, meist tief-lila Blumen und grauem, gezahnten Laub. Leider ist der Zahnlavendel nur zum (Groß-)Teil winterfest, für höhere Lagen nicht geeignet.

Lavandula lanata, der wollige Lavendel mit weißer Behaarung, ist weniger nässeempfindlich und ist absolut winterfest! Ist mal was anderes, wer weißes Laub mag, der Kontrast ist gegeben, bleibt aber eher kompakter, ist manchmal ja vorteilhaft.

Lavandula stoechas: Schmetterlings- oder Schopflavendel mit der Heimat Türkei, welcher nur in Tallagen und das auch nicht immer winterfest ist. Diese Art hatte in den vergangenen Jahren den größten Aufschwung, weil sie schnell wächst und früh blüht, meist schon im Gewächshaus vorgetrieben im April. Der Schopflavendel hat ein einzigartiges, eher zimtiges Aroma.

Überall blüht er (noch), aber nimmer lange und der Lavendel ist ja derjenige, der einer der ersten mit dem Rückschnitt ist. Der Lavendel ist nämlich tatsächlich „everbodys darling“, bei wenigen Duftpflanzen ist man so am Schwärmen wie beim Lavendel.

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