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Erwin’s Gartenschule

Erdbeerernte bedeutet: Bald ist wieder Pflanzzeit!

Nun, derzeit herrscht auf den  Erdbeerfeldern in ganz Tirol Hochbetrieb, die rotfrüchtigen Köstlichkeiten  sind heiß begehrt. Und parallel dazu wurden noch nie so viel Erdbeeren in den  Tiroler Gärten und auf den Balkonen gepflanzt wie heuer. Es ist nicht schwer,  schöne Früchte im eigenen Garten hervor zu bringen, man muss aber, wie  überall anders auch, bestimmte Dinge beachten, von alleine geht’s auch hier  nicht.

Viele unterschiedliche Sorten machen  es möglich, diese köstlichen Früchte sowohl im Garten als auch auf der  Terrasse anzubauen. Wahrscheinlich sind es weit mehr als 1.000 Sorten, die  Pflanzenzüchter aus der Wildform der Erdbeere inzwischen entwickelt haben,  ein eindrucksvoller Beweis für die Beliebtheit dieser schmackhaften Früchte,  die eigentlich keine Beeren, sondern, botanisch betrachtet, „Sammelnüsschen“  sind.

Man  unterscheidet zwischen drei Erdbeertypen:

Die großen Gartenerdbeeren (Fragaria anannassa) bringen jährlich nur einmal  Früchte hervor, die mehrmals tragenden  Erdbeeren, wie der Name bereits sagt, sind Kulturformen der Walderdbeere.

Diese Monatserdbeeren gelten aufgrund ihres guten Geschmacks, der den  Walderdbeeren ähnlich ist, als Leckerbissen. Die Erdbeerernte kann sich von  Mai bis in den Oktober hinziehen. Für den Anbau genügen ein kleines Beet, ein  Trog, eine Ampel, ja selbst eine Balkonkiste.

Standort: Erdbeeren gedeihen außer in sehr  kalkhaltigem Erdreich in fast jedem Boden. Die besten Erfolge erzielt man in  nährstoffreicher, durchlässiger und leicht saurer Erde.

Pflanzzeit: Erdbeerpflanzen, die man zwischen  Ende Juni und August gepflanzt hat, tragen zu Beginn des folgenden Sommers  viele Früchte, nicht selten ergibt es Vollertrag.

Gartenerdbeeren sollte man schon  zwischen Juni und September pflanzen, wenn man bereits im Folgejahr ernten  möchte. Pikiert man die Erdbeeren dagegen erst im Spätherbst, werden sie  voraussichtlich im folgenden Jahr noch nicht oder wenig tragen. Die  Gartenerdbeeren liefern normalerweise über drei Jahre hinweg eine gute Ernte,  danach bauen sie schnell ab.

Mehrmals tragende Erdbeeren werden  Sommer oder Herbst gepflanzt. Schon im Folgejahr können erste Früchte  geerntet werden. Am besten, man entfernt alle Blüten die sich vor dem  Sommeranfang bilden, damit sich aus den nachfolgenden umso mehr Beeren  entwickeln könne. Mehrmals tragende Erdbeeren kann man auch zu Beginn des  Frühlings setzen und noch im selben Jahr ernten. Damit die Pflanze gestärkt  in den Winter gehen, entfernt man ab Oktober alle Früchte, die sowieso nicht  mehr ausreifen.

Kultivierung  und Pflege:

Gekaufte Pflanzen setzt man aus dem  Topf in das vorbereitete Beet und bedeckt sie knapp mit Erde. Man lässt  zwischen den Setzlingen 25cm und zwischen den Reihen etwa 60cm Abstand. Für  einen kleinen Garten bietet sich das Pflanzen in kleinen Gruppen an.  Erdbeerpflanzen die bereits Blüten angesetzt haben, sollte man im zeitigen  Frühjahr bei Frostgefahr gut abdecken. Dabei sollte immer auf ein feuchtes  Erdreich geachtet werden.

Vermehrung:

Jungpflanzen von Gartenerdbeeren und  mehrmals tragenden Erdbeeren zieht man aus Ausläufern oder erwirbt sie im  Fachhandel eingetopft. Ausläufer von Monatserdbeeren bilden sich in den  Sommermonaten. Aus ihnen lassen sich problemlos neue Pflänzchen ziehen.  Ausläufer sollten nur von kräftigen Exemplaren genommen werden. Von jeder  Mutterpflanze sollte man nicht mehr als zwei, maximal drei Triebe verwenden,  alle anderen werden abgeschnitten. Müssen die Erdbeerpflanzen getrennt  werden, gräbt man im September ausgewachsene Exemplare aus und trennt sie  dann.

Düngung  und Schutz:

Für eine ausgeglichene  Nährstoffversorgung düngt man mit gut verrottetem Gartenkompost oder Mist  oder auch Schafwollpellets jeweils nach der Ernte und noch einmal etwa einen  Monat später. Eine Unterlage aus Stroh hält die Beeren sauber, trocken und  gesund. Sobald alle Pflanzen abgeerntet sind, säubert man das Beet gründlich.  Alte Blätter und überzählige Ausläufer schneidet man ab. Man entfernt sie  zusammen mit der Strohunterlage und entfernt alles, um Schädlinge und  Krankheitskeime zu reduzieren. Anschließend lockert man den Boden zwischen  den Reihen gut auf.

Ernte:  

Am besten pflückt man die Erdbeeren  am Morgen, wenn sie noch kühl von der Nacht sind. Möglichst nimmt man die  Beeren mit dem Stiel ab. Schadhafte Früchte sortiert man aus. Monatserdbeeren  tragen relativ lange. Ihre kleinen, dunkelroten, süßen Früchte erscheinen  laufend den ganzen Sommer lang.

Schädlinge  und Krankheiten:

Alle drei Jahre sollte man die  Erdbeerpflanzen verpflanzen, damit sich keine Krankheitskeime und Schädlinge  anhäufen und die Erde sich wieder erholen kann. Bei Erdbeeren tritt häufig  Grauschimmel auf. Man sollte die Pflanzen nicht zu dicht pflanzen und auf  eine Strohschicht betten. Bei starkem Befall kann man mit Knoblauchextrakt  spritzen. Gegen Rhizomfäule und den Echten Mehltau, beides Pilzkrankheiten,  hilft eine Mischkultur mit Knoblauch oder Zwiebel zwischen den Reihen, eine  Spritzung mit Ackerschachtelhalmbrühe verringert das Pilzrisiko. Mit diesen  beiden Maßnahmen kann man auch die Rotfleckenkrankheit wirksam bekämpfen. In  Jahren mit vielen Schnecken mulcht man mit trockenem Material und versucht, Nützlinge  wie Laufkäfer und Igel gezielt zu fördern. Die winzigen, weißen Erdbeermilben  lasse die Pflanzen verkümmern. Hier sollte man wiederum durch Mischkulturen  mit Knoblauch und Zwiebeln vorbeugen.

Sortenauswahl:

Gartenerdbeere

Elsanta: trägt ab Juni Früchte mit gutem  süßsäuerlichem Aroma

Mieze  Schindler: altbewährte Sorte,  selbstunfruchtbar, mit typischen Aroma (Mischung aus Brom- und Erdbeeren)

Mehrmals  tragende Sorte

Ostara: reift von Jun bis zum ersten Frost,  gute Erträge mit mittelgroßen, aromatischen, süßsäuerlichen Früchten.

Cupido: Super Sorte seit etwa 10 Jahren.  Süß, resistent, robust, für Beete und Tröge, reichtragend, süßsäuerlich!

Rügen: eine recht alte Sorte mit  ausgezeichneter Fruchtsüße

Alexandria: die BESTE und ertragreichste  Walderdbeere

Sonderform: Toscana Hot Pink: pinkfarbene Blüten  und tiefrote Früchte. Reichtragend, kurzlaubig, für Balkonkisten, auch als  Balkonfrucht zu verwenden

Autor
Erwin Seidemann
Datum
17.6.2020
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1.10.2021
Die wichtigsten Arbeiten im Herbst

Ziersträucher und Gehölze:

Es ist sehr häufig zu sehen, dass im Herbst die Sträucher wie Pilzköpfe zusammen geschnitten werden, was weder der Form noch der Blüte zuträglich ist.

Am besten, man entfernt alle 2-3 Jahre altes, dürres, abgetragenes Holz von der Mitte des Strauches heraus und zwar schneidet man bis zum Boden retour, also keine Stumpen stehen lassen! Dadurch fördert man die Jungholzbildung und gleichzeitig forciert man durch diese Verjüngung auch die Blütenbildung und die natürliche Form der Pflanze! Aber Achtung! An frühblühenden Gehölzen wie Forsythie oder Flieder können durch den Schnitt Blütenknospen entnommen werden, die sich dann erst wieder für das übernächste Jahr neu nachbilden können!

 

Rosenschnitt:

Da sollten die Rosen (vorwiegend Beet- und Edelrosen, nicht Kletterer und Bodendecker) um etwa die Hälfte zurückgeschnitten werden, der Hauptschnitt fällt so und anders erst im Frühjahr an!

 

Rasen:

Auf jeden Fall sollte bis in den November hinein gemäht werden und zwar eher auf kurze Schnitthöhe. Ebenso sollte das Laub, das fortlaufend von den Bäumen fällt, zusammen gerecht und kompostiert werden, auf keinen Fall auf den Rasenflächen liegen bleiben, weil die Pilz-Gefahr darunter recht hoch ist.

 

Laubsammlung und Kompostierung:

Von den Bäumen und Sträuchern abfallendes Laub ist ein ausgezeichneter Humusbildner, nimmt man einmal die jene von Rosskastanien fallenden Blätter aus! Dort überwintert die gefürchtete Miniermotte, das Laub davon sollte eher verbrannt oder anderweitig entsorgt werden.

Im Laub sind sehr viele wertvolle Nährstoffe enthalten, rund ein Drittel des Jahresbedarfs einer Gartenpflanze ist im Laubkompost enthalten, also eine wirkliche Menge! Daher ist Laub auch gut als Humusbildner zwischen Stauden im Beet oder zwischen winterharten Gewürzen wie Ysop, Thymian, Lavendel und ähnlichen Gewächsen, wo dieses einfach dazwischen eingestreut wird. Auch unter Bäumen auf den Baumscheiben ist es sehr gut, Laub als Humusbildner einzustreuen, am besten man vermengt es auch mit Stroh, besonders bei Jung-Obstbäumen.

 

Obstbäume/Beerensträucher:

An Obstbäumen ist es im Oktober/November ratsam, Leimringe um den gesäuberten Stamm zu kleben, um vorbeugend den Befall durch Frostspannern abzuwenden. Allerdings gehören diese Leimringe im Februar auch wieder entfernt, da auch Nützlinge (natürliche Feinde des Frostspanners), die ab dann wieder auftreten, in die Leim-Falle geraten.

Man sollte die Rinde der Obstbäume mit einer nicht zu festen und harten Drahtbürste von abgestorbenen Borkenteilen, Flechten, Algen und Moosen befreien, damit in den Ritzen nicht allzu viele Schädlinge überwintern können. Kalkanstriche gegen zu starkes Ausfrieren und als weiterer Schutz gegen Schädlinge wären durchaus empfehlenswert und war früher Gang und Gebe!

Beerensträucher wie Stachelbeeren und Johannisbeeren wäre es gut getan, von innen heraus zu verjüngen. Altes Holz gehört bis zum Grund zurück geschnitten und dadurch die Fruchttriebbildung gefördert. Dies kann man entweder unmittelbar nach der Ernte machen oder auch noch nach dem Laubfall im November.

 

Gräser und Stauden:

Stauden wie Pfingstrosen kann man von Früh-bis Spätherbst teilen und auch noch pflanzen. Die Blühwilligkeit wird dadurch erheblich gefördert.

Viele Stauden kann man nach den ersten starken Frösten zurückschneiden, wenngleich man vielen nützlichen Insekten den Unterschlupf nimmt, daher ist es wichtig, dies bei all dem Sauberkeits-„Wahn“ im Garten darauf zu achten! In geschlossenen Staudenbeeten kann Laub- oder Grünkompost, aber auch nur Laub alleine mit Kompost als Beschwernis aufgebracht werden.

Gräser wie Pampasgras oder Schilf können als Schutz vor Vernässung zusammen gebunden werden und dadurch erheblich vor dem Faulen geschützt werden. Außerdem ist es sehr zierlich, wenn Gräser im verblühten Zustand, aber mit Fruchtständen in „Straußform“ im Garten den ganzen Winter über stehen bleiben kommen.

 

Zwiebelblüher pflanzen:

In Beeten, aber auch in Trögen gehören nun auch die Zwiebeln für die Blüte im kommenden Frühling gepflanzt.

Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse, Traubenhyazinthen u.v.a.m., um nur einige zu nennen, sind die „Blütenstars“ dann, wenn sonst noch fast gar nichts blüht, die Vorfreude drauf ist meistens sehr groß!

Die optimale Pflanztiefe beträgt 2-3x so tief wie der Durchmesser der jeweiligen Zwiebel ist. Wichtig ist es, beispielsweise Hornspäne oder ähnlich geartete, organische Dünger in den Boden einzuarbeiten, die Zwiebel bezieht ihre Nährstoffe bereits im Herbst beim Einwurzeln daraus.

Auch in Trögen kann man Zwiebeln einpflanzen, es gehört nur ein gewisser Schutz, beispielsweise mit Stroh oder Reisig („Taxen“) drauf, um vor Starkfrösten und Austrocknung zu schützen.

Die Herbstarbeiten stehen an - wir geben Tipps zu Ziersträuchern, Gehölzen, Rosenschnitten, Rasen, uvm...

zum Beitrag
Beeren
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30.7.2021
Erdbeeren

JETZT im Juli und August ist die beste Pflanzzeit. Entweder vermehrt man die Ausläufer oder man pflanzt eben neue Pflanzen! Aber eben im Sommer, weil dann ist gewährleistet, dass es 2022 schon Vollertrag gibt, aber der Reihe nach:

Erdbeeren sind ja derzeit einer der Megatrends, es gibt international kaum noch Saatgut oder Pflanzware am Markt, so gefragt sind sie im Erwerbs- UND Hausgarten-Anbau zur Eigenversorgung. Viele unterschiedliche Sorten machen es möglich, diese beliebten und köstlichen Früchte, sowohl im Garten, als auch auf der Terrasse anzubauen. Wahrscheinlich sind es weit mehr als 1.000 Sorten, die Pflanzenzüchter aus der Wildform der Erdbeere inzwischen entwickelt haben, ein eindrucksvoller Beweis für die Beliebtheit dieser schmackhaften Früchte, die eigentlich keine Beeren, sondern „Sammelnüsschen“ sind, botanisch betrachtet.

Man unterscheidet zwischen drei Erdbeertypen:

1. Die großen Gartenerdbeeren(Fragaria anannassa) bringen jährlich nur einmal Früchte hervor

2. die mehrmals tragenden Erdbeeren, auch genannt Monatserdbeeren. Diese gelten aufgrund ihres guten Geschmacks, der den Walderdbeeren ähnlich ist, als Leckerbissen.

3. Und die echten Walderdbeeren, die einmal tragend sind, aber dafür über einen längeren Zeitraum und genauso schmecken, wie Erdbeeren schmecken sollten!

Die Erdbeerernte kann sich von Mai bis in den Oktober hinziehen. Für den Anbau genügen ein kleines Beet, ein Trog, eine Ampel, ja selbst eine Balkonkiste.

Standort:

Erdbeeren gedeihen außer in sehr kalkhaltigem Erdreich in fast jedem Boden. Die besten Erfolge erzielt man in nährstoffreicher, durchlässiger und leicht saurer Erde.

Pflanzzeit:

Erdbeerpflanzen, die man zwischen Ende Juni und August gepflanzt hat, tragen zu Beginn des folgenden Sommers Früchte und das in ausgezeichnetem Ertrag. Gartenerdbeeren (1x tragend) sollte man im September pflanzen, wenn man bereits im Folgejahr ernten möchte. Pikiert man die Erdbeeren dagegen erst im Spätherbst, werden sie voraussichtlich im folgenden Jahr nur wenig tragen. Die Gartenerdbeeren liefern normalerweise über drei Jahre hinweg eine gute Ernte, danach bauen sie rapide ab. Mehrmals tragende Erdbeeren; werden Sommer oder Herbst gepflanzt. Schon im Folgejahr können erste Früchte geerntet werden. Am besten, man entfernt alle Blüten die sich vor dem Sommeranfang bilden(wer macht das schon??), damit sich aus den nachfolgenden umso mehr Beeren entwickeln könne. Mehrmals tragende Erdbeeren kann man auch zu Beginn des Frühlings setzen und noch im selben Jahr ernten. Damit die Pflanze gestärkt in den Winter gehen, entfernt man ab Oktober alle Früchte, die sowieso nicht mehr ausreifen.

Kultivierung und Pflege:

Gekaufte Pflanzen setzt man aus dem Topf in das vorbereitete Beet und bedeckt sie knapp mit Erde. Man lässt zwischen den Setzlingen 25cm und zwischen den Reihen etwa 60cm Abstand. Für einen kleinen Garten bietet sich das Pflanzen in kleinen Gruppen an. Erdbeerpflanzen die bereits Blüten angesetzt haben, sollte man im zeitigen Frühjahr bei Frostgefahr gut abdecken. Dabei sollte immer auf ein feuchtes Erdreich geachtet werden.

Vermehrung:

Jungpflanzen von Gartenerdbeeren und mehrmals tragenden Erdbeeren zieht man aus Ausläufern oder erwirbt sie im Fachhandel eingetopft. Ausläufer von Monatserdbeeren bilden sich in den Sommermonaten. Aus ihnen lassen sich problemlos neue Pflänzchen ziehen. Ausläufer sollten nur von kräftigen Exemplaren genommen werden. Von jeder Mutterpflanze sollte man nicht mehr als zwei, maximal drei Triebe verwenden, alle anderen werden abgeschnitten. Müssen die Erdbeerpflanzen getrennt werden, gräbt man im September ausgewachsene Exemplare aus und trennt sie dann.

Düngung und Schutz:

Für eine ausgeglichene Nährstoffversorgung düngt man mit gut verrottetem Gartenkompost oder Mist oder auch Schafwollpellets jeweils nach der Ernte und noch einmal etwa einen Monat später. Eine Unterlage aus Stroh oder Schilf hält die Beeren sauber, trocken und gesund. Sobald alle Pflanzen abgeerntet sind, säubert man das Beet gründlich. Alte Blätter und überzählige Ausläufer schneidet man ab. Man entfernt sie zusammen mit der Strohunterlage und entfernt alles, um Schädlinge und Krankheitskeime zu reduzieren. Anschließend lockert man den Boden zwischen den Reihen gut auf.

Ernte:

Am besten pflückt man die Erdbeeren am Morgen, wenn sie noch kühl von der Nacht sind. Möglichst nimmt man die Beeren mit dem Stiel ab. Schadhafte Früchte sortiert man aus. Monatserdbeeren tragen relativ lange. Ihre kleinen, dunkelroten, süßen Früchte erscheinen laufend den ganzen Sommer lang.

Schädlinge und Krankheiten:

Alle drei Jahre sollte man die Erdbeerpflanzen verpflanzen, damit sich keine Krankheitskeime und Schädlinge anhäufen und die Erde sich wieder erholen kann. Bei Erdbeeren tritt häufig Grauschimmel auf. Man sollte die Pflanzen nicht zu dicht pflanzen und auf eine Strohschicht betten. Bei starkem Befall kann man mit Knoblauchtee spritzen. Gegen Rhizomfäule und den Echten Mehltau, beides Pilzkrankheiten, hilft eine Mischkultur mit Knoblauch oder Zwiebel zwischen den Reihen, eine Spritzung mit Ackerschachtelhalm verringert das Pilzrisiko. Mit diesen beiden Maßnahmen kann man auch die Rotfleckenkrankheit wirksam bekämpfen.

In Jahren mit vielen Schnecken mulcht man mit trockenem Material und versucht, Nützlinge wie Laufkäfer und Igel gezielt zu fördern. Die winzigen, weißen Erdbeermilben lasse die Pflanzen verkümmern. Hier sollte man wiederum durch Mischkulturen mit Knoblauch und Zwiebeln vorbeugen

JETZT im Juli und August ist die beste Pflanzzeit. Entweder vermehrt man die Ausläufer oder man pflanzt eben neue Pflanzen! Aber eben im Sommer, weil dann ist gewährleistet, dass es 2022 schon Vollertrag gibt, aber der Reihe nach:

zum Beitrag
Blumen / Blüten
Stauden
Sommer
23.7.2021
Schnittblumen aus dem eigenen Garten

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten sind nämlich längst ein „Muss“ bezüglich Selbstversorgung in den Sommermonaten. Blumen erscheinen aber „nicht so wichtig“, dabei sind Blumen die Farbe unserer Seele, der Blickfang eines Gartens und frischgepflückt vermitteln sie ein Glücksgefühl, sind was  Besonderes, auch als Geschenk beim Besuch bei Freunden!

Nicht jedem ist das Blumenbinden in die Wiege gelegt, es braucht beizeiten auch professionelle Hilfe und der Strauß wird dadurch erst „perfekt“. Manchmal ist es aber nur die Vielfalt, die Fülle, das Besondere, die einem Freude schenkt! Und das geht eben manchmal eben nur aus dem eigenen Garten.

Und man benötigt nur ein paar weniger Quadratmeter, einen sonnigen Platz und einen GUTEN, nährstoffreichen Boden.

Direktsaat ins Freie auf einen offenen Boden – ist noch möglich, empfehlenswert sind aber nur schnellkeimende Sommerblumenmischungen, die von der Keimung bis zur  Blüte lediglich 6-7 Wochen benötigen, für Sonnenblumen ist es schon spät, die brauchen 12-16 Wochen.

Besser ist es, vorkultivierte Pflanzen zu kaufen, zudem auch robuster (weil schon größer) gegenüber Schnecken sind. Pflanzen kann man von Astern, Zinnien, Löwenmaul, Cosmea,  aber auch Dahlien bzw. Stauden wie Astern, Phlox, Gräser, und dergleichen kaufen. Gladiolen und Lilien pflanzt man im Frühling, um sie im Juli und August zu ernten.

NOSTALGISCHE STRÄUSSE MIT einjährigen SOMMERBLUMEN

Mit einjährigen Sommerblumen, die man im Frühjahr selbst aussäen kann, lassen sich die schönsten Nostalgie-Sträuße zaubern. Drei oder vier verschiedene Pflanzenarten  reichen dafür völlig aus – die Blütenformen dieser Arten sollten sich unterscheiden (z.B. nicht nur margeritenähnliche).

Zinnien gibt es mit einfachen und dichtgefüllten Blüten in den verschiedensten Farben.

Kombinieren wir beispielsweise die zarten Blüten des Schmuckkörbchens (Cosmea) mit den kräftigen Blütentrauben des Löwenmäulchens. Zu diesen Blüten in Weiß und Rosa wirken die blauen Rispen des Sommer-Rittersporns sehr hübsch. 

Auch die Blüten von Dahlien fügen sich in diesen Strauß sehr gut ein. Keine Angst: Die Dahlie nimmt es nicht übel, wenn wir einzelne Blütenstiele für die Vase scheiden. Ganz im Gegenteil: Die mehrjährige, aber frostempfindliche Knollenpflanze wird sogar motiviert, neue Blütenknospen zu bilden.

Wenn man kräftige Farben liebt, kann man auf den einjährigen Sonnenhut (Rudbeckia hirta) zurückgreifen. Die leuchtendgelben Blüten kombinieren wir am besten mit gelben und orangefarbenen großblumigen Zinnien und leuchtendroten oder blauen hohen Lobelien oder blauen Salbei.

Die flauschigen Blütenrispen des Federborstengrases (Pennisetum oder „Flaschenputzer“) sind eine schöne Ergänzung.

SCHÖNE BLÜTENSTAUDEN FÜR DEN SCHNITT

Wer nicht jedes Jahr neu aussäen oder pflanzen will, pflanzt winterharte Blütenstauden ins Beet, die sich besonders gut für den Schnitt eignen. Zu den schönsten Sommerblühern für die Vase zählen die hohe Glockenblume (Campanula persicifolia) in Blau und Weiß sowie die Flammenblume (Phlox paniculata) in Weiß und verschiedenen Rosatönen. Ebenfalls in Weiß, Blau und Rosa blühen die Astern.

Je nach Sorte präsentieren sich die tellerartigen Blüten der Schafgarbe (Achillea) in Rot, Lachsrosa, Weiß, Gelb oder Orange. Für weitere gelbe Farbtupfer im Beet und im Blumenstrauß sorgen Stauden-Sonnenblume (Helianthus) und Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida). 


Pflegetipp:

Glockenblume und Flammenblume fühlen sich an einem nicht zu sonnigen Platz am wohlsten. Damit die Flammenblume reicht blüht und gesund bleibt, sollte der Boden immer gleichmäßig feucht und nährstoffreich sein. Die übrigen Stauden bevorzugen eher sehr sonnige, gerne auch trockenere Standorte.

Ohne Blattschmuck ist ein Gartenstrauß nur halb so schön. Funkienblätter (Hosta) sind eine schöne Ergänzung

Eine besondere Würze bekommt jedes Arrangement, wenn man Kräuter unter die bunten Blüten mischt. Zweige von Garten-Salbei (Salvia officinalis), Minze oder Zitronenmelisse sind wunderbare Ergänzungen.

Damit der Spaß am selbst arrangierten Vasenschmuck lange anhält, sollte man die Blütenstiele früh morgens schneiden, man verwendet dafür ein scharfes, sauberes Messer oder eine entsprechende Schere.

Man stellt  die geschnittenen Stiele möglichst schnell ins Wasser. Nach zwei bis drei Tagen sollte man das Vasenwasser wechseln und die Enden der Stiele neu anschneiden. Blätter, die ins Vasenwasser ragen, sollte man unbedingt sofort entfernen, sonst birgt das Gefahr der Fäulnis.

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten sind nämlich längst ein „Muss“ bezüglich Selbstversorgung in den Sommermonaten. Blumen erscheinen aber „nicht so wichtig“, dabei sind Blumen die Farbe unserer Seele,

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