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Erwin’s Gartenschule

Frostschäden bei Frühblühern weitgehend vermeiden

Frostschäden bei Frühblühern weitgehend vermeiden

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Was kann der Frost anstellen, was noch länger als momentan sichtbar, nachwirkt? 

Der Frost ist zellenzerstörend, lässt Knospen „explodieren“ und Zellsäfte (Zucker, Peptide, Aminosäuren) austreten, die dann Pilze und Schädlinge anlocken.

Was tun?

Pflanzenstärkende Tees anwenden:

Kamillenblütentee, Salbeitee. Das fördert und unterstützt den Zellverschluss und die Wundheilung sehr. Selbst im Sommer kann es beispielsweise an Früchten noch Folgen dieses Frostes geben, vor allem bei jungen Marillen, Pfirsichen etc.

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Wann schneidet man Frostschäden einfach weg?

Prinzipiell gar nicht, aber natürlich sind solche optischen Schäden auch dann und wann zu entfernen, manchmal MUSS man auch zurückschneiden, sollte sich aber eher auf Blumen und Zierpflanzen beschränken, nicht wirklich gut bei Obstbäumen.

 

Wann kann man das Vlies von den empfindlichen Pflanzen wieder runtergeben,wann macht es Sinn?

Bei Graden um den Gefrierpunkt 0 bis plus 1 °C  nachts kann man es weggeben, im Endeffekt aber erst bei beständigen, nächtlichen Plusgraden.

Hausgärten und Erwerbslandwirte (Gemüse/Obst) sind die in erster Linie Betroffenen!

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Zusammen gefasst  - und jetzt: was tun?

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Was passiert bei Frost (UNTER 0°C, das heißt ab minus 1-2 Grad)?

Frost dringt in Jungtriebe, Blüten, Jungfrüchte ein. Frost richtet hohen MECHANISCHEN Schaden an, die Folge ist dann das Platzen der Zellen, wo dann Zuckerverbindungen mit dem Saftaustreten. Folgen sind auch ein sehr hoher Schädlingsdruck im Anschluss, weil durch den Austritt des Saftes solche angelockt werden, auch Pilze.

Das ist nur ein Folgeschaden, der erst in einigen Wochen zum Tragen kommt, im Moment ist es dann der bevorstehende Ertragsausfall.

 

Der Frost zerstört in diesem Stadium die Pflanzen.

Betroffen sind Gemüse und Kräuter, die nicht winterfest sind und keine Frosttemperaturen aushalten.

Aber auch Blumen, Obstgehölze, nicht nur Äpfel, auch Himbeeren, Heidelbeeren, die früh blühen, Ziergehölze wie schöne, japanische Ahorne, Magnolien, etc.

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Was kann man aktiv tun?‍

Frostberegnung

Auf die Minusgrade abwartenund dann sofort auf Dauerbetrieb schalten, Sprich ständig über die Pflanzensprühen! Faustregel: 1mm Wasser ist EIN GRAD Frostschutz. Das bedeutet,dass minus 5Grad C 5mm sind, was aber schon irrsinnig schwer auf den Pflanzenlastet, da können sie fast schon brechen.

 

Abdecken mit Vlies

Eine Schicht Gemüsevlies hält minus 5-6°C ab, die Pflanzen müssen ganz bedeckt sein, nicht nur „einbissl drauflegen“, 2 Schichten, die aber dann schwer sind, halten minus 8 ab. Bei 2 Schichten können die Pflanzen drunter brechen (Rosen, Hortensien, Marillen), sollte es dann draufregnen.

 

Baldrianblütenextrakt

Ein „Geheimtipp“, der eigentlich keiner mehr ist. Baldrianblütenextrakt ist ein Wärmegeber, der – am NACHMITTAG aufgesprüht, für EINE Nacht bei minus 5 Grad Celsius die Pflanze von innen auf 0°C „erwärmen“ kann. Kein Scherz, ist Fakt!

Ein paar wenige Tropfen auf einen Liter Wasser geben, spätnachmittags gespritzt, hält für 12 Stunden Frostbis minus 5° ab.

Problem: schwer erhältlich!

Wird in vielen Betriebenschon großflächig angewandt, z.B. im Weinbau in NÖ.

 

Erwärmen
Wird da und dort im Obstbau mit Bioethanol etc. gemacht, ist aber nicht ganz unumstritten und die Wirkung auch nicht 100%.

 

Ein weiterer Aspekt ist der Schneedruck in höheren Lagen, wenn es wieder mal runterschneien sollte:

Unbedingt abschütteln, wenn er zu schwer wird, ansonsten aber bei nicht gefährdeten Pflanzen oben lassen,weil er Schutz bieten, es bleibt drunter „warm“.

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Autor
Erwin Seidemann
Datum
8.3.2024
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Blumenzwiebeln
2.10.2026
Blumenzwiebeln im Herbst richtig pflanzen

Egal, ob man „neue“ Zwiebeln kauft oder „Übersommerte“ aus dem dunklen Keller holt, die Zeit sollte nicht übersehenwerden, damit die Zwiebel noch ausreichend Möglichkeit hat, Wurzeln zu bilden.

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Zwiebelblüher sind anpassungsfähig und anspruchslos

Betrachtet man die unscheinbaren Zwiebeln, ist kaum zu glauben, welche Blütenpracht aus ihnen hervorgeht. Sie sind meist braun und manchmal sogar schrumpelig und doch bilden sie oft noch im Spätherbst kleine, spitze Triebe aus, dann wächst auch schon die Spannung, was da wohl hervorsprießen mag.

Blumenzwiebeln haben sich perfekt an die Naturbedingungen angepasst. Sie trotzen Eis und Schnee, nutzen z.B. die Zeit bis zum Laubaustrieb der Gehölze (solange ist es nämlich noch sonnig unter dem Baum) und machen nach der Blüte den dann nachtreibenden Pflanzen Platz.

 

Den Boden gutvorbereiten

Alle Zwiebelpflanzen benötigen durchlässigen Boden ohne Staunässe.

-       Schwere Lehmböden sollten mit Sand, feinem Split, lockerem Laubhumus und/oder etwas gut verrottetem, reifem Kompost verbessert werden, aber nur mäßig, in reinen Kompost gar nie pflanzen, da verbrennen die kleinen Würzelchen der Zwiebeln.

-       Zierlaucharten brauchen sehr sandigen Boden, den Humusanteil daher gering halten.

-       Tulpen, Narzissen und Kaiserkronen brauchen einen sehr hohen Humusanteil, hier kann Kompost und Laub-Erde eingearbeitet werden. Sorgen Tonschichten unterhalb der Humusschicht für einen Wasser undurchlässigen Boden, so hilft es nur, diese Schichten aufzugraben und großzügig mit grobem, gewaschenen (kalkfreien) Sand oder Splitt zu vermischen und den Oberboden zusätzlich mit viel Humus zu vermengen.

 

Das richtige Einpflanzen:

Das Wichtigste beim Pflanzen ist die richtige Tiefe. Sie hängt von der Größe der Zwiebeln ab, aber auch von der Bodenbeschaffenheit. Als Faustregel gilt, dass die Pflanztiefe etwa dem Zwei- bis Dreifachen des Zwiebeldurchmessers entsprechen muss.

Bei leichteren Böden sollte von Haus aus tiefer gepflanzt werden, um der Pflanze mehr Halt zu geben. Den meisten Zwiebelpflanzen macht es auch nichts aus, wenn man tiefer pflanzt, das schützt sogar oft vor Verletzungen – dieBlütezeit verzögert sich halt dann oft um 1-2 Wochen!

-       Um die Pflanzlöcher auszuheben, genügt meist eine kleine Handschaufel oder gar ein Zwiebelstecher. Hier können bequem bis zu 30 cm tiefe, zylindrische Löcher gegraben werden, in denen man die Zwiebel locker hineinlegt. Bei Bedarf kann die Zwiebel dann mit dem Sand oder auch organischer Langzeitdünger wie Hornspäne unterlegt werden. Man füllt dann das Loch oder die ausgehobene Fläche wieder mit dem lockeren, grobanteilsarmen Aushubmaterial an.

-       Wenn größere Mengen gepflanzt werden, leistet der Zwiebelpflanzer (Zwiebelstecher) gute Dienste.

-       Beim Pflanzen in eine vorhandene Rasenfläche bietet es sich an, größere Rasenstücke „aufzuklappen“ und die Zwiebeln in Gruppen darunter zu verteilen, dann den Rasen wieder drauflegen. Man bedenke aber, dass sich die Rasenmahd im kommenden Frühjahr nach der Blütezeit bzw. dem Einziehen der sich gebildeten Laubblätter der Zwiebel richtet. Es kann passieren, dass man diese Flecken bis Juni stehenlassen kann, um auch im darauffolgenden Frühjahr sichere Blüte zu bekommen. Da kann die Fläche oft unansehnlich werden und man bereut dann diesen Schritt häufig, weil man sich auch einen schönen Rasen wünscht. Also nicht wahllos verteilen, sondern nur auf gezielten Punkten und wenn möglich nur frühblühende Arten und Sorten. Krokusse, Wildtulpen und klein-kronige Narzissen bieten sich sehr gut an dafür.

-       Auch der Schutz gegen Mäusefraß ist wichtig, wenn der Garten unter diesem Problem leidet. Eigene Pflanzkörbe, die mit in den Boden eingegraben werden, oder engmaschige Hasengitter werden unter den Zwiebel gelegt, somit gelangt die Maus nicht ran.

Die Zwiebeln unbedingt mit der Spitze nach oben pflanzen, der Austrieb tut sich dadurch leichter.

 

Wichtig beim Neukauf ist auch die Zwiebelqualität bzw. die Zwiebelgröße.

Man sollte daher meistens die größtmögliche Zwiebelgröße kaufen, diese garantiert auch die beste und reichhaltigste Blüte, weil in ihnen auch die meisten Nährstoffe gespeichert sind, was man mit einer zusätzlichen Düngung nicht mehr wettmachen kann.

Als Anhaltspunkt ein paar Zwiebelgrößenbeispiele: es werden immer die Umfänge auf den Verpackungen beschrieben:

Gartentulpen mind. 11-12 cm Umfang

Wildtulpen 6-7 cm Umfang

Hyazinthen 15-16 cm Umfang

Narzissen sollten als 2 Zwiebeln zusammengesetzt sein, sie heißen dann auch Doppelnasen

Traubenhyazinthen 4-5cm Umfang usw.

Beim Kauf auch darauf achten, dass die Zwiebeln keine mechanischen Beschädigungen aufweist, oder gar Risse, wo man ins Innere sieht. Auch Flecken und schrumpelige (ledrige) Stellen sollten nicht sein.

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Es ist auch möglich, Zwiebeln inTöpfe auf die Terrasse zu pflanzen.

Dort gelten dieselben Gesetzmäßigkeiten wie in den Boden gepflanzt. Die Töpfe sollten die ausreichende Tiefe besitzen, eventuell sollte man sie auch zusammenstellen, dann über den Winter eine Schicht Laub oder Stroh herumgeben, um vor ganz starken Trockenfrösten zu schützen. Wenn man Blumenerde hierfür verwendet, dann eine nicht zu stark aufgedüngte. Daher unbedingt beim Kauf informieren!

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Mankann auch Blumenzwiebeln miteinander vermischen

‍D.h. unterhalb z.B. Narzissen pflanzenund die oberen Schichten Traubenhyazinthen. Die Narzissen blühen früher, danach dringen die blauen Zwerge durch das Laub der Osterglocken. Im Normalfall ist es aber ratsamer, hohe Arten hinten und nach vorne im Beet gestaffelt nach Blütezeit niedrige Arten zu pflanzen. So kann man sich ein Bild von Winterling über Schneeglöckchen bis Krokus, Hyazinthe, Narzisse bis hin zu Tulpe und Kaiserkrone machen und so von Februar bis Mai eine bunte oder auch bei richtiger Wahl Blütenpracht Ton in Ton erhalten und sich dran bei Erfolg erfreuen.

 

Und noch was !

Das kräftige Gießen im Herbst ist sehr wichtig für eine ausreichende Wurzelbildung.

Dann die Zwiebel allerdings nicht mehr verwöhnen, höchstens erst wieder nach dem Austrieb im Frühjahr.

 

 

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Egal, ob man „neue“ Zwiebeln kauft oder „Übersommerte“ aus dem dunklen Keller holt, die Zeit sollte nicht übersehen werden, damit die Zwiebel noch ausreichend Möglichkeit hat, Wurzeln zu bilden...

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Hochbeet
Frühling
3.4.2026
Hochbeet auffrischen / füllen / wiederbeleben / wiederbepflanzen

Nach dem schier endlos langen Winter scharren die Gemüse- und Kräuter-Fans, die ein Hochbeet besitzen, mit den Hufen. Die meisten haben – in welcher Form auch immer – auf der Terrasse, am Balkon und vorwiegend im Garten ihr eigenes, kleines oder größeres Hochbeet. Über den Winter hat sich dort viel nach unten hin abgesetzt, die tieferen Schichten sind verrottet und das Volumen obenauf fehlt. Manchmal sind es nur ein paar Zentimeter, oft aber mehr.

 

Prinzipiell: Was ist ein Hochbeet?

Ein Hochbeet ist ein Biotop (ja, ist es wirklich - Teiche sind z.B. Feuchtbiotope), das künstlich angelegt wird, meist aus Lärchen-oder Fichten-Kanthölzern (geht aber auch Stein, Ziegel, Kunststoff, Fertigbauteile, sogar Blech) errichtet, praktischerweise viereckig, meistens in den Maßen 3m lang, 0,8-1m hoch und 1-1,20m breit, so, dass man noch bequem in die Mitte langen kann. Man kann es sich von jedem Hobbybastler oder Zimmerer/Spengler, je nach Material aufstellen lassen, oder für die ganz bequemen in Fertigbauweise kaufen. Das Hochbeet wird im Im Garten 5-10cm tief eingegraben, ansonsten kann man es aber auch einfach auf die Terrasse stellen (Statik beachten!), besser auf den Steinboden wegen des Wasserabzugs. Mit dieser Größe kommt man – ohne Tomaten/Zucchini/Gurken und ohne Gewürze/Kräuter gerechnet – als 4-köpfige Familie gut über die Runden. Das ist doch was….

 

Was ist drin im Hochbeet?

Richtigerweise wird es unten mit einem Hasenstallgitter gegen Mäuse ausgekleidet. Dann wird an den 4 Innenwänden eine Noppenfolie eingezogen, danach erfolgt der schichtweise Aufbau der Erde, wobei von unten nach oben die Schichtdicke abnimmt, aber da ist man recht flexibel:

Unterste Schicht 20-25cm mit grobem Strauchschnitt (aus Gartenrückschnitten), dann drauf feiner Strauchschnitt und Laub (15-20cm), dann Gartenerde (10-15cm), dann abgelagerter Kompost (10-15cm) und dann drauf z.B. Gemüseerde (10cm maximal).

Der Aufbau geht dahingehend, dass die unteren Schichten die Rotteschichten sind, da Wärme frei wird und somit ein Mikroklima erzeugt, das 5-8°C höherliegt als normal, die Pflanzen früher dran und robuster sind. Das ist der„Hochbeet-Effekt“!

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Vor- und Nachteile?

Der Vorteil ist die Verfrühung, das „Nichtbückenmüssens“ (gut fürs Kreuz), das bodenneutrale Arbeiten, das Gesundbleiben durch das naturnahe Anbauen.

Der Nachteil ist, dass alle 5-7 Jahre das Hochbeet ausgeräumt werden sollte, weil sonst der Effekt durch das Fertigverrotten der untersten Schichten nicht mehr gegeben ist. Oder man nimmt es als normales Gemüsehochbeet her, ist dann aber kein typisches und sinngemäßes mehr, man braucht sich aber wenigstens nicht mehr zu bücken. Dann ist es eben nur mehr ein „hohes Beet“.

 

Tipp:

Die oberste Schicht gehört jährlich mit einer dünnen Kompost (1cm)-Schicht und einer Gemüseerde-Schicht ergänzt. Man sollte die Auffüllgabe aber nicht umstechen, sondern nur aufhacken oben auf, die unteren Schichten sind lockergenug, da braucht man nicht umzustechen. Super wäre ein Gabe mit Huminstoffen,oder Regenwurmhumus, gerne auch Steinmehl, auch eine Kalk Gabe ist sehr positiv. All das kann man gemeinsam auf die zu bepflanzenden Stellen geben, ist Boden belebend und vor allem fördert es sie Pflanzengesundheit, nimmt Stress und unterstützt die Nährstoffaufnahme, auch dann, wenn der Boden noch so kaltist wie aktuell.

 

Welche Gemüse und Kräuter kann man jetzt bereits pflanzen?

Unabhängig von allem sollte man ein Wachstumsvlies parat halten, bzw. fixdrauflegen, weil es darunter einfach die kalten Nächte (es muss gar nicht zufrieren) ab puffert und sich das Mikroklima sehr positiv auf ein gesundes Wachstum auswirkt.

Pflanzen kann man schon sämtliche Salatarten, aber auch Kohlgemüse, Rucola, Mangold, Zwiebel, Porree.

Aufpassen soll man mit Sellerie, Fenchel, aber auch Basilikum. Dafür ist es noch zu früh.

 

 

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Im Frühling ist es an der Zeit, die Hochbeete für die neue Bepflanzung herzurichten.

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Frost
Frühling
Schneedruck
27.3.2026
Pflanzenschäden durch Spätfröste und Schneedruck

Gerade heuer in diesem doch außergewöhnlichen Winter können Pflanzen schon Schäden aufweisen. Nachwehen von der Jänner Kälte sind jetzt erst richtig sichtbar geworden. Zuerst ein relativ langer Herbst mit milden Temperaturen, dann aber ein extrem kalter Jänner mit Trockenheit, dazwischen Schnee, dann wieder der recht milde Februar, aber eben sehr trocken  und schließlich dann jetzt die Kälte samt Schneefall, vor allem nach dem Austrieb der meisten Pflanzen.  Temperaturschwankungen innerhalb von wenigen Stunden haben den Pflanzen wenig bis keine Vorbereitungszeit gelassen und können zu massiven, zumindest optischen Schäden gekommen. Die eigentlichen Schäden sieht man ohnehin erst im weiteren Verlauf der Wachstumsperiode.

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Was kann alles passieren und wie kann man schützend reagieren?

Prinzipiell können sehr viele Pflanzen mit frühem Durchtrieb von Spätfrösten beschädigt werden, vor allem Pflanzen mit früher Blüte wie Marille, Pfirsich, Kirsche, weniger aber Blütenpflanzen wie Zwiebelblüher (Narzissen, Tulpen) und Stiefmütterchen, Gänseblümchen und auch Ziergehölze.

Unter den Baumarten können sogar Walnuss, Buche, Tanne, Fichte, Esche, Lärche Schäden erleiden. Klingt ungewöhnlich, aber nach erfolgtem Durchtrieb sind Temperaturen um die minus 8°C die Grenze für Folgeschäden. Nicht, dass die Pflanzen„eingehen“, aber sie können doch optische Folgeschäden bekommen.

 

Folgeschäden können bis in den Sommer hineinreichen, aber auch noch in die nächsten Wachstumsjahre

Ein Laubbaum, den die Leittriebspitze (Hauptast) abfriert, muss erst einen neuen solchen ausbilden, in dieser Zeit kann die Pflanze  deformieren, verruten, weil sie selbst erst wieder die Orientierung nach einer neuen Mitte (Krone) finden muss.

Eine Marille, die trotz Vliesschutz Blütenfrost erleidet, kann z.B. erst bei der Fruchtausbildung sichtbare Spätfrostschäden sichtbar machen, weil der Fruchtknoten einen Frostschaden erlitten hat, es der Pflanze aber trotzdem nicht 100% geschadet hat.

Blattschäden an Triebspitzen bei Ahorn, Esche, Platane und dgl., die früh austreiben und Spitzenbräune, sogar Schwärze erleiden, sind optisch nicht schön, aber doch kosmetisch zu korrigieren, indem man die Pflanze ausschneidet und so eine Verrutung (Besenwuchs) vermeidet.

 

Schutz gibt es keinen 100%-gien und richtigen:

Frostberegnungen sind bei Obstbäumen, vor allem in Südtirol, aber auch im Oberland, eine gute Methode. Das heißt, man lässt mittels eines Kreisregners Wasser über die Pflanzen verteilen und das ab einer Temperatur von minus 2-3°C. Das Wasser bildet dann einen Schutzpanzer um die Blüten, was ein Vorteil ist. Der Nachteil ist, dass die Anschaffungskosten hoch sind, man Unmengen an sauberen und frischen Leitungswasser braucht, sehr hohe Wassermengen auf den Boden verteilt. Aber auch die Bruchgefahr ist gegeben, wenn das Eis die jungen Triebe nach unten zieht!

Schutz durch Vlies an Hausmauern bei Marillen und anderen Obstspalieren ist absolut zu empfehlen, untertags sollte das „weiße, dünne Gewand“ aber wieder entfernt werden, um es nötigenfalls am Abend wieder darauf zu verspannen. Hat es außen minus 5°C, so hat es unter dem Vlies 0°C. Man kann aber davon ausgehen, dass es an Hausmauern nicht so stark friert, weil das Haus selbst ja auch noch Wärme abstrahlt.

TIPP! Viele haben auch schon den Versuch unternommen mit einer Spritzung mit verdünntem Baldrianblütenextrakt. Das funktioniert tatsächlich, ist seit Jahren bekannt.

 

Was soll man tun, wenn man Frühjahrsblüher vor einer Woche ausgepflanzthat, beispielsweise am Friedhof?

Der Schnee ist zwar einerseits ein gutes Dämmmaterial, andererseits aber dann doch auch Druckvon oben. Blüten können abbrechen, die erste Blüte, zum Beispiel eines Stiefmütterchens, kann Schaden durch Frost erleiden, weil die Pflanzen ja aus den Gewächshäusern der Gärtner kommen.

Auch Primeln, die im Gewächshaus vorgetrieben wurden, können einen leichten Schaden davontragen, die Pflanzen sind jedoch ebenso wie die vorher genannte winterhart und daher treiben sie schnell wieder durch und blühen dann wieder schön weiter.

Eine Abdeckung mit Vlies ist nur dann gut und ratsam, wenn man sich sicher ist, dass es nicht draufschneit, weil sonst durch den Druck darunter alles „zerdrückt“ wird.

 

Was tun, wenn man Terrassenpflanzen bereits ausgepackt hat bei schönem Wetter?

Töpfe braucht man dann natürlich nicht mehr einwickeln, allerdings sehr wohl die oberirdischen, manchmal bereits ausgetriebenen Pflanzenteile.

 

Was tun, wenn man die NICHT winterharten Kübelpflanzen (Oleander undCo.) bereits ins Freie geräumt hat?

Am besten stellt man sie ganz nahe ans Haus an einen halbschattigen Platz und deckt sie fest mit Vlies zu. Das müsste die ärgste Kälte abhalten und der Schnee setzt ihnen am allerwenigsten zu.

Balkonblumen im Allgemeinen haben in Tirol im März und April nur in den seltensten Ausnahmefällen im Freien was verloren, sie sollten unbedingt bis Mai geschützt im Haus stehenbleiben und gepflegt werden!

 

Was tun mit Aussaaten und Auspflanzungen von Gemüse im Hausgarten?

Im Normal fallschützt das Vlies, wie bereits erwähnt, bis zu Temperaturen von minus 5°C, aber im Gegensatz zu anderen Pflanzen, sollte man das Vlies Tag und Nacht auf den Gemüsepflanzen drauf lassen, weil das Vlies zugleich auch wachstumsfördernd ist und das Gemüse oft noch intensiver schmeckt.

 

Was tun, wenn der späte, schwere Schnee auf die Sträucher und Bäume drückt?

Pflanzen, die es stark verbiegen kann, wie zum Beispiel immergrüne Pflanzen (Bambus, Lorbeerkirsche und dgl.) gehören genauso vom schweren, feuchten März/April-Schnee befreit durch Abschütteln, wie zum Beispiel Blütensträucher, die jetzt bereits blühen, wie die Forsythie oder das Pfaffenhütchen.

 

Wobei die Bauern früher immer gesagt haben: Der März-Schnee ist der beste Dung`weil er sehr feucht ist und langsam in den fast schon tiefgründig geöffneten Boden eindringt und langsam und dauerhaft Wasser zuführt, von dem Pflanzen lange zehren könnten.

 

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Es schneit auf die ersten Blüten – was ist zu tun?

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