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Erwins’s Gartenschule

Giftige Früchte im Garten

Gerade in der 2. Jahreshälfte setzen  viele Gartenpflanzen zum vorletzten Jahreshöhepunkt an, zur Fruchtbildung.  Der letzte ist dann die Laubfärbung im Herbst.

Viele Früchte werden langsam reif,  abgesehen von den wirklich nützlichen. Immer mehr versucht man sich aber an  alternativen Früchten, sie sind oft sehr attraktiv, aber aufgepasst, nicht  alle Früchte von Gartenpflanzen sind genießbar, essbar und verwendbar.

Viele Pflanzen, mit denen man sich im  Garten umgibt, bergen kleinere oder größere Gefahren in sich, man ist sich  dessen meist nicht bewusst. Pflanzen können gut riechen, attraktives Äußeres  haben und auch schönen Beerenschmuck tragen, der besonders für Kinder, aber  auch Haustiere interessant scheint. Und da kann es zu Vergiftungsunfällen  kommen.

Nach Unfällen mit  Haushaltschemikalien (Putz- und Waschmittel)und Arzneimitteln (meist  flüssiger Natur) sind Pflanzen die häufigste Ursache für Vergiftungsunfälle  im Haushalt.

Warum  sind Pflanzen überhaupt giftig? 

Das ist eine Art Abwehrmechanismus,  den die Pflanzen aufgebaut haben, sei es durch giftige Inhaltsstoffe, aber  auch durch Dornen, Stacheln und auch Behaarungen, die aggressiv auf die  menschliche Haut wirken und dadurch verbrennungsähnliche Ausmaße annehmen  kann. Pflanzen können nicht wie Menschen oder Tiere den Standort verlassen,  können sich somit auch nicht wehren und müssen auf Inhaltsstoffe als  Überlebens- und Fortpflanzungssinn zurückgreifen. Beispielsweise ist das  Fruchtfleisch der Eibenbeere nicht giftig, der Same mittig allerdings  tödlich. Und dieser Same schützt sich durch seine Giftigkeit. Tiere sind hier  instinktiver als Menschen, die mehr oder weniger keinen natürlichen Instinkt  diesbezüglich besitzen.

Es heißt auch nicht, dass Mensch und  Tier auf dieselben Pflanzen allergisch reagieren. Eine Ziege kann z.B. eine  Herbstzeitlose fressen, es passiert nichts. Wenn ein Mensch das tut, kann er  daran sterben.

Was  tun im Notfall? 

Durch warmes Wasser Erbrechen  herbeiführen. Den Arzt verständigen. Pflanzenreste aufbewahren, damit man die  Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

Der Verzehr bedeutet nicht immer den  Tod, giftig werden Pflanzen auch dann genannt, wenn man Kopfschmerzen,  Übelkeit oder Erbrechen verspürt.

Sollte  man keine Giftpflanzen mehr im Garten haben? 

Es ist ein Leichtes, zu sagen, dass  eh nie was passiert, wenn dann wirklich mal der Unglücksfall eintritt. Aber  Panikmache ist hier fehl am Platz, weil es wichtig ist, dass Kinder auf  solche Pflanzen aufmerksam gemacht werden, den Bezug herstellt und man die  Kinder richtig aufklärt!

Fast alle Pflanzen beinhalten  irgendwelche Inhaltsstoffe, die „giftig“ sind, man sollte sich nur dessen  bewusst sein, die eigenen Schlüsse daraus ziehen und dementsprechend handeln.  Wenn man der Meinung ist, dass man sich keiner Gefahr aussetzt, was meistens  auch so ist, dann kann man die Pflanzen ohne weiteres verwenden, wenn doch,  dann sollte man zwecks ruhigem Gewissen auch nicht verwenden. Die Auswahl wird dann jedoch ziemlich dünn! 

Beispiele  für Früchte im Garten, die „giftig“ sein können (ein Auszug daraus!):

Ilex  (Stechpalme),  dessen rote Früchte gerne als Adventdekoration verwendet werden, der Verzehr  führt zu Erbrechen.

Seidelbast, ein toller Winterblüher, die Früchte  ähneln etwas der Tollkirsche und sind hochgradig giftig, 10 Beeren führen zum  Tod!

Schneeball: heimisch, aber die roten Beeren sind  giftig und führen zu Erbrechen, sogar die Vögel tasten sie nicht an.

Rosskastanie: so sehr die Maroni als ähnlicher  Samenträger genießbar ist, so ungenießbar ist die Rosskastanie, der Verzehr  führt zu Durchfall.

Rizinius: der Samen ist bei Verzehr von ein  paar wenigen tödlich. War vor Jahren mal in Müslimixturen enthalten, hat  einen Skandal ausgelöst.

Pfingstrosensamenkapseln sind absolut giftig, so schön die  Blüten sind.

Euonymus-Spindelstrauch  (Pfarrerkappl),  einer der schönsten Herbststräucher, die Früchte toll, verführerisch, aber  löst Herzversagen aus.

Schneerose: tolle Blüte, tödliche Fruchtstände.

Maiglöckchen: ähnlich wie die Pfingstrose oder  Schneerose: wunderbare Blüte, Blätter und Frucht sind tödlich!

Liguster: tolles und wichtiges heimisches  Heckengehölz, der Fruchtverzehr führt zu Magenkrämpfen!

Thuje: alle Pflanzenteile sind giftig,  besonders die Früchte.

Eibe: einer der bekanntesten heimischen  Giftpflanzen, deren Same irrsinnig giftig ist, interessanterweise das rote  Fruchtfleisch außen herum aber nicht, dennoch: Finger weg!

Kirschlorbeer: die schwarzen Früchte dieser tollen,  wintergrünen heckenpflanze sind hochgradig giftig

Lonicera  (Heckenkirsche):  diese beliebte Gartenpflanze ist mit den roten Früchten sehr giftig, jene mit  schwarzen weniger, fast gar nicht.

Efeu: allseits beliebt, heimisch, häufig  verwendet, aber die Früchte lösen Atemnot aus, allerdings häufig für Deko  verwendet, interessant für viele Vögel und Insekten.

Goldregen: tolle Blüte, tödliche Pflanze, vor  allem die Früchte!!!

Ginster: ähnlich wie beim Goldregen – beliebte  Blütenpflanze, tödliche Schoten!

Autor
Erwin Seidemann
Datum
10.8.2020
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Duftende Pflanzen
Lavendel
Sommer
30.8.2020
Lavendel

Er ist seit Jahrhunderten bekannt und  in Verwendung, nützlich zum Verwenden, optisch wunderbar anzusehen und ein  Gaumenfest für die Insektenwelt, speziell für die Bienen. Der Lavendel ist  tatsächlich „Everbodys Darling“,  bei wenigen Duftpflanzen ist man so am Schwärmen wie beim Lavendel.

Lavendel ist aber nicht gleich  Lavendel! Es gibt unterschiedliche Arten, deren Winterhärte und Pflege  verschieden sein können. Aber eines ist gewiss: Gesunde Lavendelbüsche, die in  Tirol überwintern sollen, brauchen kaum Nährstoffe, ausgenommen Magnesium und  vor allem KALK! Lavendel wächst in der Provence auf fast reinem Kalkstein,  das sagt schon viel aus.

Lavendel  und Rosen

Ein klassisch-untrennbares Gespann?  Mitnichten. Rosen lieben tiefgründigen, humosen und nährstoffreichen Boden,  Lavendel dagegen Kalkboden, den wiederum Rosen gar nicht gern mögen.

Was  braucht Lavendel

Lavendel braucht grundsätzlich  kalkreichen Boden, also keine saure Erde, verträgt auch keine Abdeckung mit  Rindenmulch, auch wenn es häufig gemacht wird. Besser ist die Mulchabdeckung  mit Quarzsand oder Flußsand.

Lavendel braucht einen sehr sonnigen  Standort ohne große Schatteneinwirkung, gut drainagierten Boden, keine  Staunässe.

Dem Kalkmangel wird man gerecht, indem  man jährlich Magnesiumkalk einstreut, etwa 2 Esslöffel je Pflanze. Wenn man  allgemeinen Gartendünger gibt, wird die Pflanze lang und weich, oft  unansehnlich, lange Blütenstiele.

Rückschnitt  des Lavendel

Der beste Rückschnitt ist JÄHRLICH im  Spätsommer nach der Blüte. Der volle Duft entfaltet sich so und anders erst  gegen Ende der Blütezeit, wenn man trocknen will, erntet man vor der  Hochblüte, also wenn die meisten Blüten geöffnet sind, dann am liebsten  „umgekehrt“ aufhängen an einem lufttrockenen Ort („Örtchen“). Das gilt auch  für Lavendelsträußchen für den Kleiderschrank.

Wenn man den Lavendel jährlich und  nicht zu tief hinunterschneidet, dann bleibt er schön kompakt und rund. Man  kann im zeitigen Frühjahr März/April noch einmal nachschneiden, Hauptschnitt  ist aber September/Zweidrittel/Eindrittel-Methode.

Lavendelblüten verwendet man auch für  Süßspeisen (Lavendelzucker), wo man selbst, wenn die Blüten komplett  vertrocknet sind, diese noch verwenden darf und kann.

Verwendung  von Lavendel

Viele verwenden Lavendel dekorativ am  Hauseingang als großen, wohlriechenden Eingangsduft, andere am Balkon, auf  der Terrasse, manche sogar als „Bodendecker“ für magere Hänge, als Pflanze im  Kiesbeet, solo oder in Gemeinschaft mit anderen mediterranen Pflanzen wie Salbei  und Thymian, Bohnenkraut oder Ysop.

Lavendelpflanzen sind, in welcher  Form auch immer, fast in jedem Garten oder Haushalt vertreten.  Lavendel  sind abweisend für Schnecken, was große Vorteile bringt, werden selbst auch  nicht von den schleimigen Plagegeistern angeknabbert.

Lavendel wirkt – wenn die Pflanze in Vollblüte ist  (und nur dann!) – ausgezeichnet gegen Schädlinge wie Läuse, Milben, vielen  Insekten.

Winterharte,  weniger winterharte und frostempfindliche Lavendel-Arten

Lavandula  angustifolia („Echter Lavendel“)

Der kurznadelige, grüne oder  graugrüne mit der Hauptsorte Hidcote Blue und den beiden „zweitwichtigsten“  Munstead und Dwarf`s Blue. Es gibt nebst blau auch rosa oder weiss blühende  Sorten, die aber von untergeordneter Bedeutung sind. Es ist die  winterhärteste Art, keine Frage. Manche sagen auch „Schweizer Lavendel“ zu  den harten Typen, stimmt so nicht ganz, es gibt aber Schweizer Auslesen.  Diese Art ist auch für höhere Lagen geeignet.

Lavandula  intermedia

Provence-Lavendel. Das ist jener, der  die Riesenfelder in Südfrankreich so schön lila aussehen lässt, bei uns nicht  alle Sorten 100% winterfest. Die Intermedia-Typen sind die  inhaltsstoff-reichsten mit dem typischen, eher stechenden „Speik-Geruch“, ist  sehr ertragreich, wird bis zu 1,50m hoch, hat den 10-fachen Blüten und  Inhaltsstoff-ertrag und wird in F Lavandin genannt und ist am allermeisten  „durchzüchtet“, weil er auch wirtschaftlich von großer Bedeutung ist.

Lavandula  dentata

Zahnlavendel mit wunderschönen, meist  tief-lila Blumen und grauem, gezahnten Laub. Leider ist der Zahnlavendel nur  zum (Groß-)Teil winterfest, für höhere Lagen nicht geeignet.

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Der wollige Lavendel mit weisser  Behaarung, ist weniger nässeempfindlich und ist absolut winterfest! Ist mal  was anderes, wer weisses Laub mag, der Kontrast ist gegeben, bleibt aber eher  kompakter, ist manchmal ja vorteilhaft.

Lavandula  stoechas

Schmetterlings- oder Schopflavendel  mit der Heimat Türkei, welcher nur in Tallagen und das auch nicht immer  winterfest ist. Diese art hatte in den vergangenen Jahren den größten  Aufschwung, weil sie schnell wächst und früh blüht, meist schon im  Gewächshaus vorgetrieben im April. Der Schopflavendel hat ein einzigartiges,  eher zimtiges Aroma.

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Gartenpflege
Sommer
Gartenarbeit
24.7.2020
Wichtige Sommerarbeiten im Garten

Auch wenn wir in den Ferienmonaten  Juli und August eher an Entspannung und Nichtstun denken, gibt es im Garten  eine Fülle wichtiger Arbeiten zu erledigen. Die teils heißen Tage,  abwechselnd mit Unwettern und kühleren Tagen, zeigen uns deutlich, dass der  Sommer seinen Höhepunkt überschreitet und in ein paar wenigen Wochen kündigt  der Morgennebel in manchen Regionen bereits ein wenig den Herbst an, auch  wenn wir bei derzeit vielleicht 25-30°C noch nicht daran denken wollen.

Balkon-  und Kübelpflanzen pflegen:

Ausreichendes Wässern der  Kübelpflanzen ist extrem wichtig. „0-8-15-Billigerden“ mit wenig  Wasserhaltevermögen zollen gerade jetzt Tribut und man wird sich für nächstes  Jahr so seine Gedanken machen. Verblühtes gehört entfernt, vereinzelt  reagieren bestimmte Pflanzen wie z.B. eine Vanille, Kapmargerite, Margarite,  aber auch manche Fuchsien bei großer Hitze mit kurzen Blühpausen.  Ausreichende Düngegaben (mit organischen Flüssig- und Feststoffdüngern wie  Schafwolle oder ähnliches), dann werden diese Zeiten verkürzt. Wie überhaupt  man jetzt im Sommer die Balkonblumen und Kübelpflanzen praktisch bei jedem  2.Gießen düngen sollte, um quasi alles aus ihnen herauszuholen.

Zweijahresblumen  aussäen:

Wenn man im Frühjahr prächtige  Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Goldlack, Stockrosen und Gänseblümchen  in seinem Garten blühen sehen möchte muss sie selbst aussäen, um  Erfolgserlebnisse auskosten zu können,  muss man Anfang August mit der  Aussaat beginnen. Wichtig ist zu wissen, dass Stiefmütterchen Dunkel-Keimer  sind und man die Saatkiste nicht nur leicht mit Erde bedecken soll, sondern  ein paar Tage zur Keimphase der Samen dunkel stellen soll.

Heckenschnitt!

Falls noch nicht geschehen, so sollte  man Koniferenhecken (Thuja, Zypresse, Eiben, Fichte, Lorbeer) im August  schneiden, um bis zum Winter Neutriebe zu bilden. Eiben dürfen ins alte Holz  zurückgeschnitten werden, alle anderen nicht so stark. Laubholzhecken wie  Buchen, Liguster usw. gehören jetzt nur noch nachformiert, sie sollten  bereits früher geschnitten worden sein (Mai-Juli).

Rückschnitt  zur Blühförderung:

Verblühte Rosenblüten oder sogar  ganze Triebe herausschneiden, um die Blüte auch im heurigen Jahr noch zu  fördern, wäre JETZT wichtig. Gewisse Stauden sollte man ganz zurückschneiden  (Pfingstrosen z.B.), um den Durchtrieb im kommenden Gartenjahr zu fördern,  aber noch nicht so früh, erst ab Ende August.

Letzte  Düngung:

Gerade im Sommer können  Langzeitdünger wie Hornspäne, Schafwollpellets, andere organische Dünger,  aber auch sogenannte Reifedünger (Patentkali) nochmals bei Zierpflanzen  verabreicht werden, ev. aber mit der Aufwandmenge etwas reduziert. Es bewirkt  eine gute Ausreifung der Pflanze und einen kräftigen Jahresabschluss, die  Pflanzen gehen gut versorgt und gestärkt in die kühlere Jahreszeit. Aber  aufgepasst! Keine zu lange wirkenden Langzeitdünger verwenden, sonst schließt  die Pflanze nicht mehr ab! Und noch wichtiger: CALCIUM! Eine angepasste  Kalziumdüngung stärkt jede Pflanze, auch den Rasen, besonders nach stressigen  Hitzetagen, die wohl noch kommen werden.

Letzte  Salatpflanzung:

Wintergemüse wie Chinakohl, Endivien,  aber auch Kopfsalat, Eissalat, Romanischer und dgl. können noch bis Ende  August gepflanzt werden, ab September je nach Lage aber auch zudem die  Schutzvliese bereithalten.

Wintersalate  aussäen

Wer auch im Winter in Hoch- und  Frühbeeten, in Balkonkisten etc. Ernte haben möchte, kann jetzt noch dorthin  Pflücksalate, Asiasalate (Schnittkohl), Winterpostelein, Rucola, Spinate,  Radieschen etc. säen, die Pflanzen halten das locker aus (bis minus 10°C und  tiefer), wenn man DANN im Oktober Vliese  parat hält, damit ist auch im Winter eine gute Ernte garantiert.

Pflegearbeiten  bei Tomaten und anderen Fruchtgemüsen:

Blüte muss bei Tomaten ab August  keine mehr gefördert werden, sie würde bis Oktober so und anders nicht mehr  ausreifen. Wichtiger ist es, bestehende Früchte durch Ausgeizung von  Seitentrieben, aber auch durch Entspitzung der Staude (Haupttrieb) zu fördern  und ihnen so die Ausreifung erleichtern.

Rückschnitt  von Steinobst:

Der Sommerschnitt bei Steinobstarten  wie Kirsche, Weichsel, Marille, Pflaume, Zwetschke oder Pfirsich hat sich  insofern sehr bewährt, weil man den meist sehr starkwüchsigen Baum gut von  der Struktur her erkennt, wo es mangelt bzw., wo zu viel Holz ist. Die doch  stark rinnenden Wundstellen verheilen außerdem sehr gut, weil heuer noch  genug Zeit ist und man braucht meist auch größere Wunden nicht zu verbinden.

Erdbeeren  jetzt pflanzen:

Es wissen die wenigsten, dass eine Sommerpflanzung  gerade bei Ananaserdbeeren den Vorteil bringt, dass die Pflanzen heuer noch  die Vorbereitungen bzw. den Ansatz zum Vollertrag für 2018  leisten  können. Es ist aber sehr gut, die Pflanzflächen zu wechseln, nötigenfalls  Gründüngung durchzuführen. Nicht Erdbeere auf Erdbeere pflanzen, der Boden  ist sonst sehr ausgelaugt! Auch Monats- und immertragende Erdbeersorten  lieben den Sommer-Pflanztermin!

Auch wenn wir in den Ferienmonaten Juli und August eher an Entspannung und Nichtstun denken, gibt es im Garten eine Fülle wichtiger Arbeiten zu erledigen. Die teils heißen Tage, abwechselnd mit Unwettern und kühleren Tagen, zeigen uns deutlich, dass der Sommer seinen Höhepunkt überschreitet und in ein paar wenigen Wochen kündigt der Morgennebel in manchen Regionen bereits ein wenig den Herbst an, auch wenn wir bei derzeit vielleicht 25-30°C noch nicht daran denken wollen.

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Sommer
Blumen / Blüten
Sträucher
17.7.2020
Spätblühende Sommersträucher im Garten

Ziersträucher  im Garten, die ihren Blühhöhepunkt in der 2. Jahreshälfte haben

 In den meisten Gärten ist die erste  Jahreshälfte welche, den Blüten- und damit Artenreichtum anbelangt,  überragende Zeit, selten wird auf den Sommer, noch weniger auf den Herbst  gedacht. Die eine oder andere blühende Überraschung ist dabei, da freuen sich  der Gartenfreund und nicht seltener auch die Biene und andere Insekten.

Einige sind sehr bekannt, haben fast  in jedem Garten Platz (Hortensie), andere sind weniger in Verwendung, aber  nicht minder schön.

Die bekanntesten Sommersträucher sind  die Hortensien, die es mittlerweile in unzähligen Arten und Sorten gibt, die  Zahl ist endlos. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Ball- und  Rispenhortensien. Ballhortensien kennt man als Zimmerpflanze mit Garteneignung  und als „eigene Gartenzüchtung“.

Ballhortensien blühen am zweijährigen Holz (der  heuer gewachsene Trieb blüht nächstes Jahr). Zurückgeschnitten wird die  Pflanze nicht, lediglich verblühte Blüten werden entfernt. Der Standort ist  ein halbschattiger, der Gartenboden sollte nährstoffreich sein.

Etwas anders verhält es sich bei den Rispenhortensien mit meist oval  zulaufenden Rispen, meist in weiß, aber auch rosa und zitrusfarben. Eine sehr  elegante, anspruchslose und blühfreudige Pflanze, die auch in der Sonne  prächtig gedeiht und wächst und alljährlich stark zurück geschnitten werden  kann, ohne dass die Blüte darunter leidet.

Für Bienen sind Hortensien wenig  attraktiv, lediglich Kletterhortensien sind hier geeignet, diese wachsen  halbschattig entlang von Mauern, blühen jedoch etwas vor den vorher  genannten.

Der Sommerflieder ist wohl eine der Symbolpflanzen für einen  blühenden Sommer, wenngleich einige Arten schon als invasiv gelten, da sie  sich selbst aussäen und durchaus lästig werden können. Nicht jede Art zählt  dazu, aber viele Hybridzüchtungen können hier fremdgehen. Schmetterlinge  lieben Sommerflieder, aber eben leider nur der Schmetterling selbst (daher  auch „Schmetterlingsflieder“), die vorangegangene Raupe kann nichts damit  anfangen und lehnt den Strauch kategorisch ab, auch Bienen und andere  Insekten finden nicht in jenem Umfang Nahrung, die sie erhoffen zu finden,  daher ist die ökologische Bedeutung der Pflanze nicht überragend. Schön und  attraktiv ist er und das den ganzen Sommer über, er kann zurückgeschnitten  werden und kennt keinen Anspruch, da er sich überall zurecht findet.

Bekannt von Urlaub im Süden ist der Eibisch (Hibiscus), der eine sehr  kurze Vegetationsperiode hat, erst im Mai austreibt, in höheren Lagen erst im  Juni, dann aber von Juli bis September mit seinen kelchartigen, leuchtenden,  sehr attraktiven Blüten überreich blüht und dann ab Oktober schon wieder sein  Laub verliert. Standort ist sonnig, eh klar, heiß, nährstoffreich, trocken,  also typisch für südländische Heimat, aber er hat bei uns absolut seine  Berechtigung, für Insekten durchschnittlich attraktiv, für uns aber sehr!  Braucht nicht geschnitten werden, wächst schlank und kompakt, also nur im  Notfall im zeitigen Frühjahr zurückschneiden.

Weniger bekannt, aber für Insekten  ein Highlight, ist die Bartblume  (Caryopteris) mit ihren hellblauen spireenähnlichen Blüten (kleine,  flache Bälle), die ab Juli/August und dann bis Oktober hinein blüht,  mittlerweile absolut winterhart ist, hitzeverträglich, gut kombinierbar im  Staudenbeet, wird sortenabhängig maximal 120cm hoch, ist auch für Tröge und  Kübel auf Terrassen geeignet, gut kombinierbar mit Rispenhortensien und  vielen Blütenstauden, auch Gräsern, vermittelt Sommer in hellblauer Form.  Kann im Frühjahr zurückgeschnitten werden, einfach was bescheidenes, aber  sehr attraktives für den kleinen Garten.

Fast unbekannt, war aber ein „Star“  auf der letztjährigen Bio-Gartenschau in OÖ, nämlich die „Sieben Söhne des Himmels“   Heptacodium, eine Solitärpflanze, die verstärkt Anklang findet,  blüht von Ende Juli bis Ende Oktober, bleibt recht schlank, wird bis 3m hoch  bei uns und blüht er in weiß und duftet unglaublich. Er ähnelt einem Jasmin  in der Blüte und ist durch seinen Duft und reichlich Nektar ein  spätsommerlicher Gartenfreund für alle Insekten, insbesondere Bienen und –  wenngleich nicht heimisch – auch für uns durch seine Eleganz, den Charme und  auch das attraktive Laub. Liebt die warmen Stellen im Hausgarten, etwas  Geduld ist gefragt, aber ab dem 2.-3. Standjahr eine Pflanze, die Begeisterung  weckt und sicherlich den Weg in die heimischen Gärten finden wird.

Ziersträucher im Garten, die ihren Blühhöhepunkt in der 2. Jahreshälfte haben In den meisten Gärten ist die erste Jahreshälfte welche, den Blüten- und damit Artenreichtum anbelangt, überragende Zeit, selten wird auf den Sommer, noch weniger auf den Herbst gedacht. Die eine oder andere blühende Überraschung ist dabei, da freuen sich der Gartenfreund und nicht seltener auch die Biene und andere Insekten.

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