Erwin’s Gartenschule
Giftpflanzen im Haus und im Garten

Viele Pflanzen, mit denen man sich im Alltag umgibt, bergen kleine oder größere Gefahren in sich, man ist sich dessen meist nicht bewusst. Pflanzen können gut riechen, attraktives Äußeres haben und auch schönen Beerenschmuck tragen, der besonders für Kinder, aber auch Haustiere interessant scheint. Und da kann es zu Vergiftungsunfällen kommen.
Nach Unfällen mit Haushaltschemikalien (Putz- und Waschmittel) und Arzneimitteln (meist flüssiger Natur) sind Pflanzen die häufigste Ursache für Vergiftungsunfälle im Haushalt.
Warum sind Pflanzen überhaupt giftig?
Das ist eine Art Abwehrmechanismus, den die Pflanzen aufgebaut haben, sei es durch giftige Inhaltsstoffe, aber auch durch Dornen, Stacheln und auch Behaarungen, die aggressiv auf die menschliche Haut wirken und dadurch verbrennungsähnliche Ausmaße annehmen kann. Pflanzen können nicht wie Menschen oder Tiere den Standort verlassen, können sich somit auch nicht wehren und müssen auf Inhaltsstoffe als Überlebens- und Fortpflanzungssinn zurückgreifen. Beispielsweise ist das Fruchtfleisch der Eibenbeere nicht giftig, der Same mittig allerdings tödlich. Und dieser Same schützt sich durch seine Giftigkeit. Tiere sind hier instinktiver als Menschen, die mehr oder weniger keinen natürlichen Instinkt diesbezüglich besitzen.
„Giftpflanzen“ für Mensch und Tier ähnlich „giftig“?
Es sind gibt Pflanzen, die von der Giftigkeit und den Begleit- und Folgeerscheinungen konform gehen, andererseits gibt es Pflanzen, die für den Menschen Genuss bedeuten (Avocado), für den Hund giftig (tödlich) sein können. Besonders gefährdet sind Jungtiere, die meist verspielt sind, die Oleanderblätter oder Beeren schnell im Maul haben. Graskauen ist kein Problem, allerdings auch nicht jenes einer stark gedüngten Wiese. Beim Stöckchenwerfen sollten auch nicht unbedingt Holz einer Eibe oder Akazie genommen werden.
Natürlich spielen Zimmerpflanzen für Hunde, Katzen, Kleinnager und Vögel eine größere Rolle als für Rinder, Pferde oder Masttiere.
Beispiele für „giftige“ Pflanzen im Garten und auf der Terrasse:
- Seidelbast (Daphne): beliebter, wohlriechender Winterblüher. Die Rinde, die roten Beeren und deren Samen sind bereits bei geringem Verzehr tödlich (ab 10 Beeren).
- Schneeglöckchen: stehen eigentlich unter Naturschutz, die Blätter verursachen Durchfall und Benommenheit.
- Schneeball (Viburnum lanatum): Rinde und Laub verursachen bei Verzehr Magenentzündungen, die Beeren Durchfall. In den baltischen Staaten macht man aus getrockneten Beeren Tees zur Förderung der Darmflora….
- Mohn: Darüber braucht man zur Herstellung von Drogen (Morphium, Heroin) mittels Opium keine Worte verlieren….Schlafmohn auch genannt.
- Sadebaum (Juniperus sabina, Kriechwacholder): heimisch wachsendes Giftgehölz mit aggressiven Triebspitzen, die Hautentzündungen, Hautverbrennungen und Ähnliches hervorrufen können. In hohem Maße auch giftig!
- Robinie (Akazie): Rinde und Samen können durch ihre Süße anlocken, verursachen bei Verzehr jedoch leichte Vergiftungserscheinungen.
- Ampfer: In größeren Mengen verzehrt kann die enthaltene Oxalsäure wie beim Rhabarber Erbrechen und Blutdrucksenkung verursachen.
- Safran (Krokus): Das Einatmen des Blütendufts kann Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen nach sich ziehen, das Einatmen des Blütenstaubs Herzrasen.
- Rosskastanie: Schale und unreife Samen sind giftig und verursachen Sehstörungen, Durchfall und regen das Durstgefühl sehr an.
- Rizinus: Diese beliebte Gartensommerblume ist durch ihre Öle, bei dessen Produktion die Giftstoffe übrig bleiben, als Abführmittel bekannt. Der Samen kann durch Zerkauen absolut tödlich sein. Durchfall, Mundbrennen und Entzündungen sind die ersten Bilder.
- Rittersporn: Samen und Blätter sind sehr giftig, es gibt Hautrötungen, bei Verzehr sogar Störungen des Bewegungsapparates.
- Rhododendron: Blüten sind giftig bei Verzehr! Sie verursachen Atemnotstand, Erbrechen und Dauerübelkeit.
- Primeln: mäßig giftig, aber doch bei Verzehr Magenkrämpfe hervorrufend
- Spindelstrauch (Euonymus alatus): Die schönen, roten Früchte im Herbst sind ein echtes Herzgift, verursachen aber auch Leber- und Nierenschäden.
- Oleander: Der Milchsaft kann bei offenen Wunden über die Haut eindringen und kann zu Herzmuskelverkrampfungen führen, aber auch Beeren und Blätter sind giftig.
- Schneerose: Die Samen sind sehr giftig, 3 Samenkerne sind bereits tödlich…
- Narzisse: Die Zwiebel und deren Schleim, auch im Vasenwasser verursacht Hautentzündungen, Erbrechen bis hin zum Kollaps.
- Maiglöckchen: Blätter und Früchte, aber auch das Vasenwasser (Schleim) können bei Verzehr zum Herztod führen.
- Liguster: Der Verzehr von Rinde, Blättern oder Beeren ziehen Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen mit Erbrechen nach sich!
- Thuja: Diese beliebte, der Tiroler Natur allerdings nicht entsprechende Heckenpflanze verursacht bei Verzehr Leber- und Nierenschäden.
- Kirschlorbeer: Samen der schwarzen Früchte bewirken Atemnot, auch das Laub.
- Hortensien: Sogar Hortensien verursachen Kontaktallergien(Sinnesorgane!), allerdings nur geringfügig!
- Lonicera (Heckenkirsche): In den roten und schwarzen Beerenfrüchten sind Bitterstoffe, die Fieber nach sich ziehen, besonders bei Kindern, aber auch Durchfall und Übelkeit.
- Goldregen: Eine der giftigsten Gartenpflanzen, besonders die Samen! Verzehr mit Todesfolgen!!
- Ginster: Samen und Blätter lassen Magen und Darm verrückt spielen, auch die Lunge bekommt zu wenig Sauerstoff.
- Fingerhut: Eine der giftigsten Stauden, Blüten und Blätter verursachen bei Verzehr sogar Herztod!
- Buxus: Blätter, Blüten und Triebe sind relativ giftig, verursachen bei Verzehr Krämpfe, Lähmungen und Herzrasen.
- Glyzine (Blauregen): Der Samen verursacht ab dem Verzehr von 2 Stück starke Magenbeschwerden!
- Akelei: Die Blätter sind leicht giftig und ziehen Herzrhythmusstörungen nach sich.
- Cyclamen: Die Knollen verursachen starke Darmbeschwerden, Durchfall, aber auch der Rest der Pflanze.
- Stechapfel (Datura): Seitdem Stechapfelsamen in Verkaufspackungen von Getreide enthalten waren, ist man aufmerksam gemacht worden auf die Problematik und dass der Verzehr von 15-20 Samen für Kinder und Jungtiere tödlich sein kann. Giftig wie die Tollkirsche. Halluzinationen und Erbrechen, Schluckstörungen sind die schwerwiegende Folge einer Vergiftung mit Stechapfelsamen.
- Riesenbärenklau: Durch bloße Berührung der Pflanzen kann Herzstillstand herbeigeführt werden! Vorsicht!!
- Ackerschachtelhalm/Zinnkraut
Beispiele für giftige Gemüsearten für Tiere:
Kohlarten (Kleinnager), Kartoffel- und Tomatenpflanzen (Hunde, Katzen), rohe Bohnen, Erbsen, Linsen, Radieschen, Lauchgewächse (Porree, Zwiebel, Knoblauch), Rhabarberblätter, Pilze (jene, die auch für den Menschen giftig sind)
Beispiele für „giftige“ Zimmerpflanzen:
- Amaryllis: Zwiebel sollen nicht gegessen werden, sie verursachen rasch Übelkeit mit Erbrechen.
- Clivia: Der Pflanzensaft bewirkt bei Kontakt Hautreizungen, der Verzehr Schweißbildung, Erbrechen, Übelkeit.
- Philodendron: Wie viele Aronstabgewächse bei Verzehr krampfbildend, verursacht starken Harndrang und Reizungen der Schleimhäute.
- Passionsblume: Die Blüten können das Zentrale Nervensystem lähmen.
- Ficus: Entgegen anders lautenden Meinungen sind Ficus nicht sehr giftig, der Milchsaft kann mäßig reizen, der Verzehr der Blätter bewirkt starke Bauchschmerzen.
- Flamingo (Anthurium): Wenn der Saft der Laubblätter in die Augen kommt, kann das zu Reizungen führen, man bekommt bei Verzehr auch Schluckbeschwerden.
- Wüstenrose (Adenium): ist giftig wie der Fingerhut, besonders die Blätter. Kann zum Herztod führen!
- Dieffenbachia
- Kroton (Wunderstrauch)
- Yucca-„Palme“
- Christusdorn: Hunde, Katzen usw. erblinden bei Verzehr!
- Aloe: für Menschen fast ungiftig, für Tiere tödlich!
Beispiele für ungiftige Zierpflanzen:
Zierkirschen (ausgenommen Mandelbäumchen), Vogelbeeren….
Astern, Begonien, verschiedene Palmen, Stiefmütterchen, Rosen, Osterkaktus, Hibiskus, Usambaraveilchen, Pelargonien, Weihnachtsstern(!!!), Fleissiges Lieschen, Erica-Gewächse, Thymian, Melisse, Salbei, Lavendel, Margeriten, Gerbera, Kamelie, Bubikopf, Geldbaum, Chlorophytum (Grünlilie), Banane, Zypresse, Baldrian, Zitrus-Gewächse, Ringelblume, Gloxinie, Jasmin, Tagetes.
Was tun im Notfall?
Durch warmes Wasser Erbrechen herbeiführen.
Den Tierarzt aufsuchen, Pflanzenreste aufbewahren, damit man die Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen einleiten kann.
Sollte man keine Giftpflanzen mehr im Garten haben?
Es ist ein Leichtes, zu sagen, dass eh nie was passiert, wenn dann wirklich mal der Unglücksfall eintritt.
Aber Panikmache ist hier fehl am Platz, Fast alle Pflanzen beinhalten irgendwelche Inhaltsstoffe, die „giftig“ sind, man sollte sich nur dessen bewusst sein, die eigenen Schlüsse daraus ziehen und dementsprechend handeln. Es sind Gottseidank kaum bis gar keine Vergiftungsfälle bekannt! Der Instinkt lässt Tiere da selten im Stich!
Thema Bienen:
Bienen können in ihrem Nektar Pollen giftiger Pflanzen transportieren, deren giftiger Inhaltsstoff sich im Millionstel im Honig verbreiten, manchmal auch nur schwer abbauen lässt. Es verdünnt sich in unseren Breiten aber sehr, sodass man kaum Nachweise erbringen kann, ob noch Reststoffe vorhanden sind. Am gefährlichsten sind das Jakobskraut, der Hahnenfuß und die Pontische Azalee (kommt in der Türkei vor), aber wie gesagt, all das kommt NIE reinsortig vor, daher ist die Vergiftungsgefahr für Mensch und Tier unerheblich.
Beispiele für eine Unzahl Bienen - freundlicher Pflanzen mit geringer Giftigkeit:
Ahorn, Apfel, Kirsche, Aster, Bartblume, Borretsch, Edelkastanie, Kornblume, Him- und Brombeere, Himmelsleiter, Koriander, Klee, Linde, Lilie, Löwenzahn, Sonnenblume, Sonnenbraut, Wein, Wilder Wein, Erika, Ysop, Weide, Thymian…

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Die Grillfeste stehen überall an und man möchte auf allen Dingen seine Note einbringen, entweder durch außergewöhnliche Fleischstücke oder eben durchungewöhnliche Nicht-Standard-Kräuter. Ich glaube nicht, dass jemand ans Bohnenkraut denkt, wenn er sein Lamm auf den Grill legt, wohl eher an Rosmarin und Thymian.
Dabei ist das Bohnenkraut, eines meiner am liebsten verwendeten Küchenkräuter gerade was Besonderes, manchmal ist man halt einfach schon durch den Namen stigmatisiert, dabei kann es viel mehr als Bohnengerichte verfeinern.
Das Bohnenkraut (botanisch Satureja), ist ein leider oft übersehenes, aber vielseitiges Kraut mit langer Tradition. Zur Gattung der Bohnenkräuter gehören viele Arten, wobei das einjährige, nicht frostharte Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis) und das winterfeste Bergbohnenkraut (Satureja montana) am bekanntesten und am meisten verwendete sind.
Ursprünglich in Südeuropa und dem östlichen Mittelmeer beheimatet, hat es sich im Laufe der Jahrhunderte in der Küche etabliert und wird geschätzt für sein starkes Aroma, das an eine Mischung aus Thymian und Rosmarin erinnert. Die feinen Blätter des Bohnenkrauts verbergen einen intensiven Geschmack, der vielen Gerichten eine besondere Note verleiht. Seine Verwendung ist nicht auf die Küche beschränkt, auch in der Naturheilkunde findet es Anwendung.
Eigenschaften/Verwendung:
Das Bohnenkraut überzeugt mit einem markanten, würzigen Geschmack mit eine rleicht pfeffrigen Note. Wie der Name schon sagt, passt es nicht nur gut zu Bohnen, sondern unterstützt auch die Verdauung von Hülsenfrüchten (Erbsen, Edamame, Soja, Kichererbsen, Linsen usw.) insgesamt.
Darüber hinaus ist Bohnenkraut bekannt für seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften und wird in der traditionellen Heilkunde zur Linderung von Magenbeschwerden und zur Förderung der allgemeinen Gesundheit eingesetzt.
In der Küche wird Bohnenkraut meist als Begleiter von Bohnengerichten eingesetzt, was ihm auch seinen Namen verliehen hat. Doch seine Einsatzmöglichkeiten sind viel breiter: Es passt hervorragend zu Fleischgerichten wie Lamm und Geflügel und verleiht selbst Salaten und Marinaden eine besondere Note und Intensität. Auch in Suppen und Eintöpfen kann es seine volle Wirkung entfalten.
Eine besondere Verwendung von Bohnenkraut ist, Butter oder Öle zu aromatisieren, die dann als Basis für verschiedene Gerichte oder als Dip verwendet werden können. Dabei kann sowohl frisches als auch getrocknetes Bohnenkrautgenutzt werden, wobei letzteres besonders intensiv im Geschmack ist und sparsam dosiert werden sollte. Bohnenkraut lässt sich auch sehr gut mit anderen Kräutern kombinieren, die für die Zubereitung von Grillfleisch oder Gemüse verwendet werden.
Anbau/Aufbewahrungvon Bohnenkraut:
Wer Bohnenkraut in seinem eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauenmöchte, wird mit einer pflegeleichten Pflanze belohnt. Bohnenkraut bevorzugteinen sonnigen Standort und durchlässigen Boden und ist unempfindlich gegenüberSchädlingen. Bei der Ernte sollte man die Triebe vor der Blüte schneiden, umdas gute Aroma zu erhalten.
Zur Lagerung ist es ideal, die Blätter zu trocknen, da so ihrintensiver Geschmack erhalten bleibt. Getrocknetes Bohnenkraut in einemluftdichten Behälter an einem dunklen Ort aufbewahren!
UND: Bohnenkraut eignet sich auch hervorragend als Begleitpflanze imKräutergarten, da es Schädlinge abwehrt!
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Gerade in den Sommermonaten spielen Schnittblumen aus dem eigenen Garten, die in weiterer Folge zu schönen Blumensträußen gebunden werden können, eine bestimmte Bedeutung.
Früher war es gang und gebe, dass man Blumen, die für den Schnitt geeignet sind im eigenen Garten ernten konnte. Bauerngärten, die ja nicht nur „medizinisch“ eine Rolle innehatten, sondern auch dazu dienten, das Eigenheim zu verschönern, sowohl mit Frischblumen, als auch mit den daraus gewonnenen Trockenblumen, die den langen Winter etwas farbenfroher gestalteten. Auch als attraktives Mitbringsel galten sie als Visitenkarte des eigenen Gartens.
Heute werden wieder viele Blumenarten angepflanzt, die im eigenen Garten wachsen und geerntet werden können, ohne optisch an Qualität einzubüßen.
Zum einen sind es einjährige Sommerblumen, die am meisten Verwendung finden, zum anderen hohe Stauden (winterharte, blühende Pflanzen) wie Rittersporn, Eisenhut, usw., aber auch Gehölze wie Rosen, die bedeutendste Schnittblume weltweit, können durchaus aus dem eigenen Gartenreich stammen. Platz wird gar nicht allzuviel benötigt.
Einjährige Sommerschnittblumen
Das Problem bei diesen kann sein, dass man im Mai, nach den Eisheiligen, wenn man diese für gewöhnlich alle Jahre neu auspflanzt, diese einfach vergisst, da sie dann noch nicht blühen, man sie daher eher nicht beachtet und daher auch nicht unbedingt „findet“, wenn man in eine Gärtnerei geht, um seine Gartenpflanzen zu besorgen. Erst wenn man im Sommer diese Blumen sieht, erinnert man sich daran, selbst welche im Gartenhaben zu wollen.
Man kann aber aus Samen bereits im März/April eine Vorkultur im Haus, im Wintergarten, im Frühbeet oder Kleingewächshaus machen und die Pflanzen dann im Mai auspflanzen, bei Sonnenblumen kann man ab Ende April auch eine Direktsaat ins Freie vornehmen.
Die wichtigsten Sommerschnittblumen sind
Sonnenblumen
In vielen Sorten unterschiedlicher Höhen und Farben. Achtung bei der Haltbarkeit! Nicht alle Sorten sind als Schnittblumen geeignet. Unbedingt auf Tauglichkeit prüfen, ansonsten lieber stehen lassen. Und wenn dann geerntet wird, unbedingt den Stiel in heißes Wasser tauchen, zumindest aber sofort nach der Ernte wässern, dann auf jeden Fall Frischhaltemittel ins Wasser zusetzen. Dadurch können Sonnenblumen bis zu 10 Tagen halten.
Astern, Zinnien, Löwenmaul, Margeriten
Sie sind sehr beliebt, weil sie einfach zu kultivieren sind, kaum Schädlinge oder Krankheiten bekommen und dauerhaft bis zum ersten Frost und darüber hinaus blühen können. Und sie bringen eine Menge an Schnittblumen, sicherlich allwöchentlich einen frischen Blumenstrauß! Man kann mit einer Haltbarkeit bis zu einer Woche rechnen. Eine gute Voraussetzung dafür ist der richtige Erntezeitpunkt. Der sollte nicht mittags oder abends, sondern zeitig am Morgen sein, bevor die Temperaturen zu hochsind, weil sich die Blumen sonst nur schwer erholen.
Cosmea (einjährige Gräser), Lobelien
Sind Schnittblumen der neueren Generation, die gerne in Struktursträußen verwendet werden, wo nicht nur Üppigkeit und Buntheit, sondern auch Zeitgeist vermittelt wird. Weniger ist dabei mehr!
Strohblumen, Statize
Einjährige Trockenblumen. Sie sollten frisch geerntet und dann im Halbdunkel in einem trockenen Keller gelagert werden, mehrmals gewendet und dann können sie nach etwa 2 Monaten verarbeitet werden. Das gilt auch für andere Sommer-Trockenblumen.
Mehrjährige Schnittblumen
Rittersporn, Eisenhut, Astern,Pfingstrosen, Sonnenauge, Chrysanthemen, Schleierkraut, Bartfaden, Schnittgräser, u.v.a.m.
Frischhaltemittel verwenden! Beim Ernten sollten bedacht werden, dass es bei manchen nur ein Blütenflor gibt und es daher oft sehr schade ist, die Blütenstiele abzuschneiden. Wenn man aber genügend zur Verfügung hat, sollte man nicht darauf verzichten. Schließlich kann es Regentage geben, dann hat man wenigstens etwas davon im Zimmer, wenn durch den Regen schon das Betrachten oder die Blüte (durchs Verfaulen) verloren geht.
Limonium (Statize, mehrjährige Form), Schafgarben, Gräserblüten usw.
Können ebenso wie Einjährige geerntet und getrocknet werden, nach gewisser Zeit dann für den Winter verarbeitet werden.
Rosen
Sie sind die wertvollsten und edelsten Schnittblumen, die verhältnismäßig am längsten halten können (bis zu 14 Tage). Man bedenke, dass es Sinn macht, die Vase mit den Rosen während eines heißenTages nicht in die Sonne oder überhaupt in die Wärme zu stellen, da sie sonst schnell verwelken/vertrocknen können. Am besten während des Tages in einen dunklen, kühleren Raum stellen. Freilandrosen sind stärker verholzt als Gewächshausrosen und können daher manchmal nicht lange frisch bleiben. Immer TIEF wässern und häufig Wasser dazugeben, mit Frischhaltemittel, wenn geht! Und frisch anschneiden, mindestens 2x pro Woche.
Einjährige (im Haus überwinterbare) Zwiebel/Knollenblumen für Schnitt
Dahlien
Die bekanntesten sind sicherlich die Dahlien, deren Zwiebeln im April in den Boden, oder in den (großen) Kübel gelegt werden, um dann ab 2. Hälfte Juli zu erblühen. Da können sie dann auch gleich geerntet werden. Dahlien blühen bis zum Frost. Die am besten geeignetsten sind Balldahlien und Semikaktusdahlien, auch was die Haltbarkeit betrifft, welche bis zu 5 Tage betragen kann, jeder Tag länger ist da dann schon ein Geschenk.
Gladiolen
Sehr gute und wuchtige Blüher, auch in der Vase, sind die Gladiolen, die bis zu 150 cm hoch werden können. Die Zwiebeln werden meist nur einmal verwendet, können aber überwintert werden. Gladiolen erntet man am besten dann, wenn die untersten 3-4 Blüten Farbe zeigen, dann erblüht sie langsam in der Vase und kann 10 Tage lang halten. Toll auch als Kirchenschmuck gerade am Marienfeiertag am 15.August.
Gerade in den Sommermonaten spielen Schnittblumen aus dem eigenen Garten, die in weiterer Folge zu schönen Blumensträußen gebunden werden können, eine bestimmte Bedeutung.
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Fangen wir beiden Basics an: Das Pflanzgefäß
Denn gerade wenn es um Obstbäume im Topf geht, braucht es große Gefäße mit einem Inhalt von mindestens 50 Litern (größer ist hier definitiv besser). Für eine ausreichende Drainage sollte gesorgt sein. Dafür verwendet man in der Regel Blähton. Alternativ kann es auch grober Kies sein oder alte Tonscherben. 5-10 cm sollte die Stärke hier definitiv sein. Als Trennschicht unbedingt ein durchlässiges Vlies verwenden!
Bei Beerenobst wie Himbeeren, Brombeeren oder Heidelbeeren können die Kübel auch kleiner sein. Hier sollte man Richtung 30L Erdvolumen denken, das gibt der Pflanze einfach einen größeren Puffer hinsichtlich Nährstoffe und Wasserhaltevermögen.
Bevorzugt sollte auch schweren Töpfe wie Z.B.: Terracotta oder Gefäßen aus Betongemisch verwendet werden, denn gerade bei einem Föhnsturm wie es in Tirol oft vorkommen kann sollen die Pfanzen ja möglichst stehen bleiben.
Erde
Bei der Pflanzerde sollte darauf geachtet werden, dass eine hochwertige, strukturstabile und trotzdem durchlässige Erde verwendet wird mit einem erhöhten Kompostgehalt. Das Substrat darf nährstoffreich sein, wir wollen ja die Pflanze, sowie die Frucht bestens versorgen. Beim Erdenkauf sollte allgemein auf eine torfreduzierte Variante geschaut werden.
Welche Pflanzen sind geeignet?
Sobald die Basis mit Topf und Befüllung steht, darf man sich Gedanken über die Pflanzenwahl machen. Man kann aber pauschal sagen, dass alle Kern- und Steinobstsorten auch für den Topf geeignet sind. Es geht hier einzig und allein um die Unterlage (speziell beim Kernobst) UND die Sorte.
Apfel, Birne
Gängige Apfelsorten wie Topaz oder Elstar sind gut geeignet. Die Edelsorte sollte unbedingt auf M27 veredelt sein, denn diese ist extrem schwach wachsend und daher perfekt für Töpfe geeignet. Allerdings benötigt diese auch eine gute Nährstoffversorgung. Dafür kann man schon ab dem zweiten Jahr einen Ertrag erwarten. Die Pflanze wird maximal 1,5-1,8m hoch.
Birnen werden oft auf der Unterlage Quitte C veredelt. Im Gegensatz zum Apfel ist die Birne deutlich wüchsiger, hier kann man schon mit einer Höhe von 2-2,5 Metern rechnen! Die Unterlage braucht außerdem eine gute Wasserversorgung, weil sie sehr flach wurzelt.
Daher IMMER nach der Unterlage fragen!
Kirsche, Pflaume, Zwetschge, Marille, Pfirsich
Bei Steinobst ist weniger stark die Unterlage entscheidend (natürlich auch sehr wichtig), hier kommen aber meist sehr kompakte Spezial-Sorten ins Spiel, welche von ihrer Genetik einen ganz kurzen Internodien-Abstand verursachen. Daher bleiben diese Obstbäume von Haus aus kleiner.
Steinobst ist gerade jetzt im Frühjahr natürlich eine Augenweide mit den duftenden Blüten, ist aber wie im Garten gepflanzt auch die etwas anspruchsvollere Abteilung. Denn hier kommen verschiedene Schädlinge und Krankheiten gehäufter vor, gerade wenn die Nährstoffversorgung im Topf vielleicht nicht immer optimal ist.
Beerenobst und Erdbeeren
Ideales Einsteigerobst sind definitiv Beerensträucher. Hier sollte man bei Himbeere und Brombeere auf Zwergformen achten. Diese sind dann meist auch stachellos, und daher auch sehr familienfreundlich. Die Ernte erfolgt im ersten Jahr, die Motivation bleibt also hoch und die Pflege ist bei auf einen radikalen Rückschnitt und regelmäßige Düngung sehr überschaubar.
Bei Heidelbeeren gilt selbiges, diese funktionieren von Grund auf am Besten im Topf. Unbedingt sollte eine saure Erde mit einem pH-Wert zwischen 4 und 5 verwendet werden. Außerdem empfiehlt sich bei Heidelbeeren eine zweite Befruchtersorte oder man pflanzt einfach zwei Pflanzen in einen großen Kübel. Heidelbeeren reagieren wie Himbeeren sehr empfindlich auf Staunässe, daher ist hier die Drainage besonders wichtig.
Die allseitsbeliebte Erdbeere braucht von allen bisher genannten Obstsorte mit Abstand am wenigsten Platz. Daher macht sich diese auch sehr gut in Balkonkästen und kleinen Töpfen. Man unterscheidet bei den Erdbeeren zwischen Monatserdbeeren (laufende Ernte) und einmaltragenden (welche meist geschmacklicher oder von derFruchtqualität her noch besser sind). Unbedingt darauf geachtet werden sollte, dass die Früchte nicht auf der Pflanzerde liegen um Fäulnis zu vermeiden. Hier kann Erdbeermulch Abhilfe schaffen. Nach 2 bis 3 Jahren sind die Pflanzenallerdings erschöpft und sollten daher entweder erneuert werden oder über die eigenen Ableger wieder vermehrt werden.
Einfach Obst in Kübeln auf dem Balkon und der Tarrasse pflanzen.
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