Erwin’s Gartenschule
Hecken schneiden - wie und wann?

Hecken schneiden- wie und wann?
Der Sinne einer Hecke kannsein: Sichtschutz, Lärm- oder Windschutz oder auch Staubschutz! Der Schnitt dieserPflanzengruppen ist unerlässlich, würde man es nicht tun, würde die Hecke ausder Form geraten, oft verkahlen und überaltern.
Ausnahmen beim Schnitt sindgemischte Blütenhecken, zum Beispiel mit Flieder, Forsythien, Jasmin undähnliche Pflanzen, die keinen „Einheitsschnitt“ benötigen, sondern lediglicheinen Schnitt jedes 2.-3. Jahr und auch da nur einen so genanntenAuslichtungsschnitt, der dazu geeignet ist, die Pflanzen zu verjüngen, ihnenneues, junges Holz durch den Nachtrieb zu verschaffen.
Wann schneiden?
Bei Laub abwerfenden Gehölzen geht man mit dem Hauptschnitt inden Spätwinter (März bis April) und das dann auch noch etwas tiefer, nämlich inaltes Holz, also sich ruhig was trauen!
Der zweite, nicht minderwichtige Schnitt erfolgt dann im Sommer und zwar Juni bis August, das solltedann der späteste Zeitpunkt sein. Schneidet man im Juli, dann stoppt man durchdie Temperaturen etwas das Wachstum und die Pflanzen treiben nicht mehr soschnell und stark nach!
Später als September sollman laubabwerfende Hecken (Sommerliguster, Hain- und Rotbuchen, einheitlicheBlütenhecken) nicht mehr schneiden.
Immergrüne Hecken (Lorbeer, Thuje, Zypresse, Fichte, Winterliguster,Eibe, Buchs) schneidet man in Monaten, in den denen kein „R“ vorkommt, jene vonMai bis August (man könnte auch von A bis A sagen, also April bis August), die2. Hälfte August ist erfahrungsgemäß der letzte UND beste Zeitpunkt für denHeckenschnitt.
Nur an trüben Tagenschneiden, sonst gibt’s Verbrennungen der jungen Ausriebe.
Wie schneiden?
Am besten man schneidetimmer nur den Neuaustrieb weg, wenn die Pflanzen in der gewünschten Höhebleiben sollen. Wenn sie noch wachsen sollen, dann lässt man etwas mehr alsbeim letzten Schnitt stehen.
Thuje und Fichte sollte manvon Haus aus nicht tief schneiden, also nicht tiefer als der Neuaustrieb,andere wie Lorbeer, Eibe oder Buche können ruhig tiefer runter geschnittenwerden.
Welche Form schneidet man?
Am wichtigsten ist es, wennalle Pflanzenteile einer Hecke gleich viel Licht bekommen, daher sollte maneine leichte Trapezform schneiden, sollte man sich dazu entscheiden, dass maneine Einheitsform nimmt. Dazu nimmt man, sollte man unsicher sein, eine Schnurund richtet sich danach mit dem Schnitt. Das ist die klassische Heckenform, dieunten breiter als oben ist, hier ist und bleibt die Pflanze am stabilsten.
Man kann auch Bögen, Zinnenund Figuren in Hecken schneiden, wenn man die Hecken dementsprechend erzieht.
Welches Werkzeug ist am besten?
Klassische, elektrische odermotorisierte Heckenscheren sind die geeignetsten Geräte. Die Schnittflächemüssen immer 90° zum Ast sein, darf nicht rupfen und sollte langsam und gutverheilen können. Daher nimmt man bei Lorbeerhecken, da diese recht große Blätterhaben und durchgeschnitten immer schwer verheilen, meistens Reb- oderBaumscheren und zwickt die einzelnen, längeren Triebe heraus, so kriegen danneine sehr schöne, natürliche Wuchsform.
Handheckenscheren ohneAntrieb sind nicht mehr zeitgemäß, sollten aber dennoch in Petto gehaltenwerden, da sie zum Nachschnitt, zum Beispiel aber auch bei Buchsformen immernoch am besten verwendbar sind.

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Das Wichtigste vorweg:
An besonders heißen Tagen sollten die Pflanzen gleich am Morgen (bis spätestens 10 Uhr) gegossen werden.
Der Morgen ist dem Abend vorzuziehen, da Feuchtigkeit ansonsten Schädlinge wie Schnecken zu sehr anzieht und es zudem zu Pilzerkrankungen kommen kann.
Pflanzen, die in Beeten gepflanzt sind (nicht in Trögen!) lieber weniger oft (alle paarTage), dafür jedoch ausgiebig gießen, anstatt jeden Tag ein bisschen.
- Wenn Pflanzen jeden Tag Wasser bekommen, werden sie “faul” und bilden keine tiefergehenden Wurzeln aus.
- Immer in der Nähe des Wurzelballens gießen, um den Verlust durch Verdunstung so gering wie möglich zu halten!
- Nicht einfach nur über die Blätter „drüber spritzen“…
- Mulchen hilft in den bepflanzten Beeten vor Verdunstung, neuerdings verwendet man Mulchaus Schilfgras (getrocknetes Miscanthus gehäckselt), das Schnecken und Vögel fernhält und Austrocknung besser verhindert.
- Darauf achten, dass man die Blätter so wenig wie möglich mit Wasser benetzt, da der Wassertropfen ansonsten wie eine Lupe funktioniert und die Blätter verbrennt. Das betrifft das Gießen während des starken Sonnenscheins.
- Balkonblumen und Kübelpflanzen , die in der prallen Sonne stehen, müssen eventuell sogar am Morgen UND am Abend gegossen werden, damit sie nicht unter Hitzestress leiden. Einfach am Nachmittag kurz mit dem Finger in der Erde überprüfen und bei Trockenheit am Abend gießen.
- Regenwasser ist ideal zum Bewässern des Gartens. Wasser aus der Regentonne ist wärmer als Leitungswasser und daher besser geeignet. Beim Gießen mit kaltem Wasser werden Boden und Pflanze schlagartig abgekühlt – es kann zu einem Kälteschock kommen, der das Wachstum hemmt.
- Der Rasenmäher hat bei diesen Verhältnissen Pause! Abgesehen davon, dass es bei der Hitze zu anstrengend ist: kurz geschnittener Rasen vergilbt bei Hitze noch schneller. Längere Grashalme dagegen beschatten den Boden und verhindern so das zu schnelle Austrocknen. Das heißt, HÖHER stehen lassen (mindestens 6cm hoch!).
- Tomaten,die abends „schlappen“, ohne Bedenken oder schlechtem Gewissen trocken in die Nacht gehen lassen und besser morgens gießen. Das stärkt die Pflanze und macht sie robuster in Regenperioden!
- Nicht auf „Vorrat“ oder „Verdacht“ gießen, z.B., wenn man am Wochenende wegfährt.
- Nicht die Pflanze länger als ein paar Stunden ins Wasser „stellen“, manchmal sind schon ein paar Minuten zu viel des Guten.
Bewässerungssysteme für Flächen, aber auch Tropfbewässerungen für Balkonblumen, Terrassen- oder Zimmerpflanzen haben sich bewährt, sind auch nicht mehr so teuer und helfen WIRKLICH. Zum Beispiel jene Telfer Firma, die mittels Tonkegel ohne Pumpe oderStrom Wasser aus der Leitung oder aus der Regentonne liefert, ganz von selbst.
Ganz wichtig und bewährt hat sich die Flüssigdüngung mit einem (Bio)-Volldünger PLUS aufgelösten Mineralstoffen wie Magnesiumsulfat (=Bittersalz), quasi als Elektrolyt wie für uns Menschen.
Mineralstoffe härten das Zellgewebe – aber nicht übertreiben. Die Flüssigdüngung geht via Gießwasser und ist für jeden – ohne Pflanzen zu schädigen – anzuwenden und sehr einfach zu dosieren. Die Nährstoffversorgung ist sehr entscheidend für den weiteren Wachstums- und Ertragsverlauf des Sommers!
Wie gieße ich im Garten und auf dem Balkon im Sommer richtig.
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Was verwendet man besten und für welche Bedingungen?
Das Grab ist der kleinste Garten, so hat es einmal ein Elias Canetti gesagt: „Die Friedhöfe in vielen Teilen der Erde sind so eingerichtet, dass sie den Lebenden Freude gewähren. Es lebt viel auf ihnen, Pflanzen und Vögel, und der Besucher, als einziger Mensch unter so viel Toten, fühlt sich davon aufgemuntert und gestärkt."
Die Grabkultur ist gerade in Mitteleuropa sehr stark verbreitet und erhaltenswert.
Manche können damit gar nichts anfangen, andere wiederum ist der wöchentliche (tägliche?) Gang ein wichtiger Bestandteil des Lebens. An Jahrtagen, Stichtagen (Geburtstage, „Heilige Zeiten“) werden die Gräber neu bepflanzt.
Wo gerade Stiefmütterchen, Gänseblümchen usw. das Auge erfreuten, gehört jetzt an die Hauptbepflanzung gedacht, die dann bis Allerheiligen stehen bleibt.
Es gibt unterschiedliche „kleine Gärtchen“: solche in der vollen Hitze, über anderen steht ein Baum, eine Mauer, ist unter einer Arkade. Die einen haben guten Humus (welcher gut Wasser und Nährstoffe speichert), die anderen stellen eine Schale (die viel häufiger gegossen werden muss).
Wichtig ist a uch, dass sich die Angehörigen einigen, wer was macht, auch WAS bepflanzt wird.
Die letzten Jahre gab es eine Trendumkehr in Sachen Sommerblumen am Grab.
Früher verwendete man in der Sonne Wachsbegonien (= Eisbegonien), als Einfassung Pilea (eine Art Mooskrause). Im Schatten kamen Schattenlieschen, Fuchsien und Begonien zum Einsatz.
Dann kam die Zeit der Sonnenlieschen, die die Gräber dominiert haben (auch teilweise heute noch), abgelöst von der japanischen Myrte mit ihren kleinen rosa oder weißen Blütchen, die überreich blühen, praktisch keinen Anspruch hat, aber als Nachteil, dass sie so stark einwurzeln können, dass man sie im Herbst fast nicht mehr rausbekommt.
Seit einigen Jahren hat sich vieles verschoben: Pflanzen wie Zauberschnee, Sundevilla (die es auch Balkon zu bewundern gibt in „Groß“), Sanvitalia (Husarenknopf), aber auch Portulak und Delosperma (beides dickfleischige „Fettpflanzen“) prägen das Bild. Auch Pelargonien sind noch sehr gefragt, allein der Tradition wegen!
Einzig im Schatten ist die Fuchsie noch zuhause, ebenso die Fleißigen Lieschen und die Begonien, vielleicht auch noch die Vanilleblume. Da hat sich also nichts Großartiges verändert.
Was ist der Vorteil der neuen Arten?
Blütenreichtum, Anspruchslosigkeit auch bei seltenen Wassergaben. Verträglich auch in bepflanzten Schalen, kein Herumzupfen verblühter Blüten, gute Wirkung und hohe Flächenleistung (wächst schnell zu) und – nicht unwichtig – wenig durch Schneckenbefall.
Pflege ansonsten ist lediglich die regelmäßige – entsprechend der gewählten Bepflanzung – Wasserversorgung und ein- bis zweimaliges Nachdüngen mit Schafwollpellets, Hornspänen oder Ähnlichem ist zusätzlich und fördert das Durchblühen bis zum Herbst.
Friedhöfe sind so eingerichtet, dass sie den Lebenden Freude gewähren. Es lebt viel auf ihnen, Pflanzen und Vögel, und der Besucher, als einziger Mensch unter so viel Toten, fühlt sich davon aufgemuntert und gestärkt.
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Jetzt im August ist es an der Zeit, die Hecken zu schneiden, ein wichtiger Monat dafür. September ist aufgrund der zuletzt immer wieder schönen Herbstmonate auch noch Zeit, danach hat die Pflanze allerdings aufgrund der starken Jahresrückschnitte zu wenig Zeit, sich zu erholen und nochmals durchzutreiben und kann sogar Frostschäden durch frühe Fröste erleiden.
Fast in jedem Garten in Tirol finden sich Hecken, sei es als Sichtschutz, Lärm- oder Windschutz, auch als Staubschutz. Der Schnitt dieser Pflanzenkombinationen ist unerlässlich, würde man es nicht tun, würde die Hecke aus der Form geraten, oft verkahlen und überaltern.
Ausnahmen beim Schnitt sind gemischte Blütenhecken, zum Beispiel mit Flieder, Forsythien, Jasmin und ähnliche Pflanzen, die keinen „Einheitsschnitt“ benötigen, sondern lediglich einen Schnitt jedes 2.-3. Jahr und auch da nur einen so genannten Auslichtungsschnitt, der dazu geeignet ist, die Pflanzen zu verjüngen, ihnen neues, junges Holz durch den Nachtrieb zu verschaffen.
Wann soll man schneiden?
Bei Laub abwerfenden Gehölzen geht man mit dem Hauptschnitt in den Spätwinter (März bis April) und das dann auch noch etwas tiefer, nämlich in altes Holz, also sich ruhig was trauen!
Der zweite Schnitt erfolgt dann im Sommer und zwar Juni oder Juli, August ist meistens der späteste Zeitpunkt. Schneidet man im Juli, dann stoppt man durch die hohen Temperaturen etwas das Wachstum und die Pflanzen treiben nicht mehr so schnell und stark nach!
Später als September soll man laubabwerfende Hecken (Sommerliguster, Hain- und Rotbuchen, einheitliche Blütenhecken) nicht mehr schneiden.
Immergrüne Hecken (Lorbeer, Thuje, Zypresse, Fichte, Winterliguster, Eibe, Buchs) schneidet man in Monaten, in den denen kein „R“vorkommt, jene von Mai bis August, die 2. Hälfte August ist erfahrungsgemäß der beste Zeitpunkt für den Heckenschnitt.
Nur an trübenTagen schneiden, sonst gibt’s Verbrennungen der jungen Austriebe.
Wie soll man schneiden?
Am besten schneidet man immer nur den Neuaustrieb weg, wenn die Pflanzen in dergewünschten Höhe bleiben sollen. Wenn sie noch wachsen sollen, dann lässt man etwas mehr als beim letzten Schnitt stehen.
Thuje undFichte sollte man von Haus aus nicht tief schneiden, also nicht tiefer als der Neuaustrieb, andere wie Lorbeer, Eibe oder Buche können ruhig tiefer runtergeschnitten werden.
Welche Form schneidet man?
Am wichtigsten ist es, wenn alle Pflanzenteile einer Hecke gleich viel Licht bekommen, daher sollte man eine leichte Trapezform schneiden, sollte man sich dazu entscheiden, dass man eine Einheitsform nimmt. Dazu nimmt man, sollte man unsicher sein, eine Schnur und richtet sich danach mit dem Schnitt. Das ist die klassische Heckenform, die unten breiter als oben ist, hier ist und bleibt die Pflanze am stabilsten.
Man kann auch Bögen, Zinnen und Figuren in Hecken schneiden, wenn man die Hecken dementsprechend erzieht.
Welches Werkzeug ist am besten?
Klassische, elektrische oder motorisierte Heckenscheren sind die geeignetsten Geräte, die Schnittfläche müssen immer 90° zum Ast sein, darf nicht rupfen und sollte langsam und gut verheilen können. Daher nimmt man bei Lorbeerhecken, da diese recht große Blätter haben und durchgeschnitten immer schwer verheilen, meistens Reb- oder Baumscheren und zwickt die einzelnen, längeren Triebe heraus, so kriegen dann eine sehr schöne, natürliche Wuchsform.
Handheckenscheren ohne Antrieb sind nicht mehr zeitgemäß, sollten aber dennoch in Petto gehalten werden, da sie zum Nachschnitt, zum Beispiel aber auch bei Buchsformen immernoch am besten verwendbar sind.
Jetzt im August ist es an der Zeit, die Hecken zu schneiden, ein wichtiger Monat dafür. September ist aufgrund der zuletzt immer wieder schönen Herbstmonate auch noch Zeit, danach hat die Pflanze allerdings aufgrund der starken Jahresrückschnitte zu wenig Zeit, sich zu erholen.
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