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Erwin’s Gartenschule

Kübelpflanzen nicht voreilig einwintern

Oliven, Oleander, Zitruspflanzen und Co. müssen nicht automatisch ins Winterquartier, nur weil Ende September ist. Solange die Temperaturen passen, profitieren viele Kübelpflanzen davon, noch draußen zu bleiben. Dort bekommen sie wesentlich mehr Licht als in den meisten Winterquartieren und können sich langsam auf die kühlere Jahreszeit einstellen.

WICHTIG ist bei uns in Tirol allerdings der Standort. Während wir in den Tallagen momentan nochweit von Frost entfernt sein können, kann es in höheren Lagen oder ungünstigen Kaltluftlagen nachts bereits ganz anders aussehen.

Deshalb gilt: Nicht der KALENDER entscheidet über das Einwintern, sondern die PFLANZE, der STANDORT und vor allem die NACHTTEMPERATUR.

Und hier muss man auch zwischen den Pflanzen unterscheiden. Eine Olive oder ein Oleander verträgt kurzfristig kühlere Temperaturen wesentlich besser als beispielsweise eine Bougainvillea oder ein Hibiskus. Bei empfindlichen Pflanzen sollte man also früher reagieren.

Kommt nur eine einzelne kalte Nacht, muss man robuste Kübelpflanzen aber nicht gleich endgültig ins Winterquartier stellen. Oft reicht ein geschützter Standort nahe der Hauswand oder ein kurzfristiger Schutz. Wichtig ist nur: Wetterbericht und besonders die Nachttemperaturen im Auge behalten!

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TROTZ HERBST – DAS GIESSEN NICHT VERGESSEN!

Viele reduzieren im September automatisch das Gießen – schließlich ist ja Herbst. Bei 20 oder 25 Grad interessiert das unsere Pflanzen allerdings relativ wenig.

Solange es warm ist und die Pflanzen aktiv sind, benötigen sie weiterhin Wasser. Besonders wichtig ist das bei Kübelpflanzen, frisch gesetzten Stauden und Gehölzen sowie jungen Bäumen.

Gerade Neupflanzungen werden oft unterschätzt. Sie besitzen noch kein großes Wurzelsystem und können sich das Wasser nicht aus tieferen Bodenschichten holen. Deshalb lieber kontrollieren und bei Bedarf ordentlich und durchdringend gießen, anstatt jeden Tag nur ein bisschen Wasser auf die Oberfläche zu geben.

Auch Immergrüne Pflanzen sollte man jetzt nicht vergessen. Sie verdunsten über ihre Blätter bzw. Nadeln auch im Herbst und später teilweise im Winter Wasser.

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NEMATODEN – JETZT NOCH GEGEN DICKMAULRÜSSLER VORGEHEN

Und wenn wir schon beim Thema feuchter Boden sind, kommen wir gleich zu einem weiteren Punkt, für den jetzt noch ein interessantes Zeitfenster besteht: Nematoden gegen die Larven des Dickmaulrüsslers.

Viele kennen wahrscheinlich die typischen halbkreis- bzw. buchtenförmigen Fraßstellen an den Blatträndern von Rhododendron, Kirschlorbeer, Heuchera und vielen anderen Pflanzen. Das war meistens der erwachsene Dickmaulrüssler.

Das größere Problem befindet sich aber häufig unter der Erde: seine Larven. Sie fressen an den Wurzeln und können Pflanzen dadurch deutlich stärker schädigen als der Käfer durch seinen Blattfraß. Genau hierkommen Nematoden ins Spiel. Das sind winzig kleine Fadenwürmer, die mit dem Gießwasser in den Boden gebracht werden und dort gezielt die Larven befallen.

Der Herbst kann dafür noch ein sehr guter Zeitpunkt sein – entscheidend ist allerdings die Bodentemperatur. Je nach verwendeter Nematodenart gibt es unterschiedliche Temperaturbereiche. Bei den häufig eingesetzten Heterorhabditis-Nematoden sollteder Boden noch ungefähr 12 °C oder wärmer sein.

Und damitschließt sich der Kreis zum Gießen: Nematoden brauchen Feuchtigkeit.

Der Boden sollte vor der Anwendung feucht sein und auch danach über einen gewissenZeitraum gleichmäßig feucht gehalten werden. Am besten bringt man sie abends oder bei bedecktem Himmel aus und nicht in der prallen Sonne.

Gerade durch die momentan noch warmen Böden kann das in vielen Tiroler Tallagen also noch ein guter Zeitpunkt sein. In höheren Lagen würde ich vorher einfach die Bodentemperatur kontrollieren.

 Alle Informationen und Nematoden bekommen Sie im Blumenpark.

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Autor
David Seidemann
Datum
25.9.2026
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11.9.2026
Der zweite Frühling im Garten

Im September finden wir ideale Anwuchs-Bedingungen vor. Viele Pflanzen wie Heckenpflanzen, Bäume, Obstbäume, Stauden und Sträucher können im noch warmen Boden perfekt einwurzeln, während Verdunstung und Hitzestress deutlich verringert sind. Damit starten die Pflanzen sozusagen mit einem Vorsprung in das nächste Jahr bei gleichzeitig weniger Stress für Pflanze und Mensch.

Es ist aber auch jetzt die Zeit, um sich um die eindrücklichen Spuren dieses Rekord-Hitzesommers zu kümmern. Das bedeutet aber nicht automatisch alles radikal zurückzuschneiden oder zu erneuern. Viele Pflanzen haben deutliche Hitzeschäden genommen, wenn man hier aber pauschal zurückschneidet richtet man eher weitere vorprogrammierte Schäden für den Winter an. Das heißt, es kann problemlos verdorrtes Laub oder unansehnliche Pflanzenteile entfernt werden, vom allgemeinen Rückschnitt aber bitte noch absehen.

Besonders bei Hecken machen jetzt viele den Fehlerstarke Rückschnitte auszuführen. Im September sind leichte Korrektur- oder Formschnitte aber durchaus sinnvoll.

Bei Obstbäumen sollte auch auf einen starken Erziehungsschnitt verzichtet werden. Außer bei Zwetschken und Pflaumen: Hier ist ein Auslichtungsschnitt mit oder nach der Ernte sehr sinnvoll. Wenn man hier behutsam zur Sache geht und nicht zu stark schneidet, fordert hier junges, gut belüftetes Fruchtholz. Bei zu starkem Schnitt wird eher ein vegetative salso „Blattwachstum“ angeregt.

Besonders starke Spuren hat der Sommer heuer im Rasen hinterlassen. Trockene Stellen, fahles Aussehen und Verbrennungen sind sehr häufig zu beobachten.

Hier darf man aber bei einem stark geschwächten Rasen nicht den Fehler machen jetzt grob Hand anzulegen.

VERTIKUTIEREN ist hier sicher kein Heilmittel! Man sollte dies stark nach dem Zustand beurteilen. Ist der Rasen stark verfilzt oder vermoost, kann man im September noch gut vertikutieren! Ansonsten greift man besser zum Rechen und rechnet seinen Rasen gut aus.

Ganz wichtig: Nachsaaten unbedingt jetzt noch im September angehen, denn der warme Bodenbegünstigt eine gute Keimung!

Vertikutiert man einen angeschlagenen Rasen jetzt pauschal, kann dies die Grasnarbezusätzlich schwächen und am Ende sogar größere Schäden verursachen.

Zusammengefasst:

Der September ist ein Pflanzmonat und auch für Rasen an - und einsaaten bestens geeignet.

Rückschnitte sollten mit bedacht vollzogen werden

Vertikutieren nur, falls wirklich notwendig (ist keinejährliche Pflichtaufgabe!).

Außerdem kann man nach diesem Sommer sicher auch eine kleine Diagnose anstellen: Ist mein Garten/meine Pflanzen zukunftsfit und hitzetauglich oder müssen wir hier beginnen neu zu denken?

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Warum der September für Neupflanzungen und Rasen einer der wichtigsten Gartenmonate ist.

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Beeren
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Beerensträucher sind ja für alle Gärten eine Bereicherung, denn diese liefern uns frische Beeren bei geringem Platzbedarfund für wenig Arbeit - eigentlich für null. Häufig zieht man Beerensträucher schon in Kübeln auf der Terrasse, werden wie eine Terrassenpflanze gesehen.

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Sehr oft bekommen Triebe einen grünen Befall von Moosen, auch diese sollte man entfernen.

 

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Herbstdüngung
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Herbstdüngung

Der lang ersehnte Regen istgekommen und bringt nun endlich ergiebige Niederschläge. Das tut nach so einer Hitzephase auch mal uns Menschen gut, aber vor allem der Pflanzenwelt. Auch in unseren Gärten. Und auch wenn ich es noch nicht so recht gerne aussprechen will: Jetzt ist die perfekte Zeit um HERBST-Dünger auszubringen um die Pflanzen in ihrer Widerstandsfähigkeit im WINTER zu unterstützen.

 

Die Zeit der Ausreife beginnt

 

Nach einer intensiven Wachstumsphase mit erhöhtem Stress durch Hitze und Trockenheit beginnen Pflanzen nun ihre Reserven für den Winter aufzubauen. Zellwände werden fester, Triebe verholzen und Zucker (und andere Reservestoffe) werden eingelagert. Wo vorher noch der STICKSTOFF als Wachstumsgeber- und erhalter als Hauptnährstoff am Speiseplan tritt nun das Kalium in den Mittelpunkt.

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Und Kalium hilft der Pflanze genau in ihren natürlichen Vorgängen in dieser Zeit, man kann die Pflanzen also sozusagen winterfitter oder übertrieben winterhärter machen, als Pflanzen mit Kaliumunterversorgung.  Meist wird der Nährstoff als Kalimagnesia (Patentkali) angeboten und ist in granulierter Form verfügbar. Bei Stauden, Sträuchern, Rosen und vor allem Kübelpflanzen wie z.B. Oliven (vor allem wenn man sie draußen überwintern will) eigentlich ein Muss. Eine einmalige von Gabe von ca. 30g/m2 ist hier vollkommen ausreichend.

 

WICHTIG: Kalium kann nur in Wasser gelöst aufgenommen werden. Das heißt, der Boden muss feucht sein und es muss auch nach der Düngung stets feucht sein. Also haben wir hier gerade die perfekte Phase, diesen Dünger auszubringen. Außerdem ist der Zeitraum bis ca. Ende September sinnvoll, da die Pflanze hier auch noch aufnehmen kann. Je später man düngt, desto weniger düngt man die Pflanze sondern den Boden. Und hier kann zu viel Kalium auch Probleme verursachen in dem es die Aufnahme von Calcium und Magnesium verhindert.

 

Außerdem muss man sagen, wer im Garten viel mit Kompost als Boden Verbesserer arbeitet, versorgt seine in der Regel Pflanzen schon mit Kalium. Hier ist dann eine weitere Kalimagnesia-Gabewenig sinnvoll. Außerdem wirkt der Kompost ja auch als Bodenverbesser und Bodenfutter-> wer so arbeitet, ist auf jeden Fall schon einen Schritt voraus!

 

Kübelpflanzen und Rasen

 

Ganz essentiell ist jetzt die Gabe von Kalimagnesia bei allen Pflanzen, welche in Töpfen wachsen und im Winter draußen stehen bleiben oder kalt überwintert werden. Besonders bei mediterranen Pflanzen (wie Oliven, Zitronen, Oleander, aber auch Lavendel, Palmen) empfiehlt sich die Düngung bis Mitte September durchzuführen um hier seine Pflanze wirklich zu stärken gegenüber der kalten Jahreszeit.

 

Bei Rasen verhält es sich ein wenig anders: Gartenbesitzer wissen Bescheid, wenn der Herbst warm ist wird auch im September und Oktober, teils November noch gemäht. Daher empfiehlt es sich hier ab jetzt einen ausgewogen Dünger mit erhöhtem Kaliumanteil zu geben. Da Rasen eine Intensiv-Kultur ist wird auch im Herbst noch Stickstoff gebraucht, wenn auch in reduzierter Form.

 

Ist der Rasen saftig und dunkelgrün, kann man eventuell rein mit Patentkali düngen. Ist es aber fähligoder hellgrün bitte noch mit leichtem Stickstoff-Anteil weiter düngen. Das Kalium hilft auch hier dem Rasen sich gegenüber Pilzen wie Schneeschimmel einfach widerstandsfähiger zu machen.

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So düngen wir den Garten im Herbst

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