Email
office@blumenpark.at
Telefon
+43 (0) 512 30 28 00
Öffnungszeiten

Mo – Sa: 09.00 – 18.00 Uhr  |  Sonn- & Feiertags: 10.00 – 16.00 Uhr

Erwin’s Gartenschule

Orchideen und Valentinstag - das passt!

Orchideen aus  tropischen Wäldern der unterschiedlichen Kontinente waren früher in Europa  etwas ganz Besonderes. Sie mussten weite Wege auf sich nehmen, zum Teil  Schiffsreisen und waren dadurch auch sündhaft teuer, schwierig in der  Weiterbehandlung und hatten sehr den Ruf, extrem anspruchsvoll und  empfindlich zu sein.

Klarerweise ist  Orchidee nicht gleich Orchidee, es ist ein riesiges Spektrum, was sich uns  bietet, es ist sicherlich die sortenreichste und vielfältigste Familie im  Pflanzenreich.

Herkunft ist entscheidend fürs Verständnis

Die meisten  Orchideen wachsen epiphytisch, das heißt, baumaufsitzend (aber nicht  schmarotzend), sie ernähren sich praktisch vom Regenwasser (kalkarm,  kalkfrei), das am Baum entlang fließt und für die Pflanzen das Ihre dort  lässt. Das bedeutet auch, dass die Pflanzen sehr warm und luftfeucht  brauchen, aber auch Ruhepausen brauchen, in denen sie sich für die Blüte  Kraftreserven holen.

Orchideen wachsen nicht in normaler Blumenerde

Da sie wie gesagt  meist auf Urwaldriesenbäumen daheim sind, wachsen sie unter der Krone auf  Ästen und legen ihre Wurzeln auf und an diese, wo sie sich auch festhalten  (sie aber nicht aussaugen).

Die Wurzeln dürfen  also nicht zur Gänze unter die Erde kommen, sondern müssen darüber stehen.  Dort ernähren sie sich von der Luftfeuchtigkeit und den Nährstoffen, die man  ihnen gibt (in der Natur jene Nährstoffe, die der Baum ablagert in seinen  Rindenteilen, aber auch jenen, die sich im Regenwasser befinden).

Die im Handel  üblichen Substrate bestehen meist aus Rindenteilen, einem sauren Medium wie  z.B. Weiß-Torf (untergeordnet), aber auch Styroporteilen, die das Substrat  luftiger werden lassen. Alle 2-3 Jahre sollte man die Orchideen umtopfen,  dabei braucht man aber weniger auf einen wesentlich größeren Topf, denn auf  frisches Orchideensubstrat achten. Manches Mal ist es auch wichtig, dass der  Topf lichtdurchlässig ist, weil auch an die Wurzeln Licht gelangen sollte  (z.B. bei der beliebten Phalaenopsis).

Wie gieße ich meine Orchideen richtig

Der Tod jeder  Orchidee ist stehendes Wasser im Übertopf und somit Fäulnis!

Daher gibt man in  einen Übertopf unten auch Kieselsteine oder Leca hinein, damit ein wenig  Puffer nach unten ist und auch die Luft unten besser durchzirkulieren kann.  Das überschüssige Wasser nach dem Gießen schüttet man sofort weg.

Wenn möglich, gießt  man Orchideen je nach Jahreszeit einmal (Winter) bis zweimal (Sommer) pro  Woche und zwar anständig, nicht immer nur "schluckerlweise", dafür  gibt man überschüssiges Wasser danach sofort weg. Der Hauptfehler ist das  Übergießen!

Kalkarmes bis  kalkfreies Wasser wäre ratsam, oft geht das aber nicht. Man kann sich auch  einen Kalkfilter zulegen, es genügt jener, der auch zur Herstellung besonders  weichen Teewassers verwendet wird. Regenwasser gilt als Idealfall, neuere  Hybridzüchtungen wachsen jedoch auch schon mit schwach kalkhaltigem Wasser.

Und noch was - es  sollen keinen schweren Wassertropfen beim Gießen auf der Pflanze bleiben,  weil dieses pilzliche Fäulniserreger beherbergen kann und so der Pflanze  Schaden zufügt.

Ist es wichtig, Orchideen zu düngen?

Ja, zwischen  Frühjahr und Herbst sollte die Orchidee ein- bis maximal zweimal pro Monat  gedüngt werden. Man verwendet am besten dafür ausgewiesenen Orchideendünger,  da dieser etwas schwächer konzentriert ist und ein anderes Nährstoffverhältnis  in sich birgt.

Man sollte die  Pflanze beobachten: Ist sie im Wachstum, sollte sie gedüngt werden, zeigt sie  Stillstand, lässt man es bleiben.

Wie sieht es mit der richtigen Temperaturführung  aus

Prinzipiell ist das  sehr differenziert zu betrachten, weil es da Unterschiede von Gattung zu  Gattung gibt.

Die meisten, bei  uns handelsüblichen Gattungen wachsen bei Wintertemperaturen von 15-20°C, im  Sommer bei 20-22°C, aber wie gesagt, da gibt es große Unterschiede, man muss  sich mit der einzelnen Art auseinandersetzen, im angegebenen Spektrum liegt  man aber nicht ganz falsch zumeist.

Was sind Ruhephasen?

Die Gattung  Phalaenopsis, die beliebteste derzeit, kennt eine solche Phase nicht, sie ist  praktisch das ganze Jahr über blühwillig und -fähig.

Viele, aber nicht  alle, durchleben eine Ruhephase im Jahr. Die Ruhephase beginnt mit der  Ausbildung einer Blütenknospe und endet mit Beginn des Wachstums der  Laubblätter (mehr oder weniger exakt).

In dieser Phase  sollte die Pflanze ein paar Grad Celsius kühler stehen, sollte fast nicht  mehr gegossen werden, auf das Düngen sollte gänzlich verzichtet werden.

In der  Wachstumsphase (in der wärmeren Jahreszeit) sollte gedüngt und häufiger  gegossen werden, in der Ruhephase genau das Gegenteil. Bilden sich gelbe Blätter  in dieser Zeit, so ist das normal, man sollte diese aber erst entfernen, wenn  es die Pflanze quasi anzeigt, dann braucht man auch keine Schere.

Tipps beim Orchideenkauf

Die Pflanzen  sollten noch nicht lange im Verkaufsladen stehen, das erkennt man an der  Vitalität, daher kauft man die Pflanze am besten direkt aus dem Gewächshaus  heraus. Dort, wo man sie bezieht, sollte sie nicht zu zugig stehen. Es sollen  weder Blätter, Blütenknospen, aber schon gar keine Wurzeln beschädigt sein.

Orchideen sollten  immer mit einem Namensschild versehen sein, ansonsten gibt es Verwechslungen  mit der Pflege, wenn man sich danach erkundigt.

Die Hauptblütezeit  vieler Orchideengattungen ist die Zeit zwischen Feber und Mai. Cymbidien zum  Beispiel sollten außerhalb dieses Zeitraums nicht immer gekauft werden, weil  sie sonst getrieben wurden und das eine oder andere Jahr darauf nicht mehr  nachblühen können, weil sie ihre Ruhephase einhalten soll (den Rhythmus dazu  muss sie erst wieder finden).

Orchideen müssen immer gut verpackt werden für  den Heimtransport

Wenn man noch nie  Orchideen gehabt hat, verzeihen zum "Anlernen" Hybridzüchtungen wie  Phalaenopsis Fehler in der Pflege leichter als Reinsortige, die meist doch  ihre "Mätzchen" spielen können. Hier gibt es unzählige Sorten  davon, man kann sie das ganze Jahr im warmen Zimmer stehen lassen und sie  wird sicher immer wieder zum Blühen kommt, wenn man die Regeln halbwegs  befolgt.

Orchideen sind ausgezeichnete  "Klima-Apparate", sie verdunsten Wasser und tragen so besonders im Winter  besonders zur Verbesserung des Raumklimas bei. Die kann man sogar noch  unterstützen, indem man die Orchideen auf wasserschalen mit aufgesetztem  Gittereinsatz stellt und so die wasserführende Schale von unten her  zusätzlich noch Wasser verdunstet.

Aber trotzdem darf  die Pflanze niemals im Wasser stehen.

Autor
Erwin Seidemann
Datum
17.2.2020
zurück zur Übersicht
Kommentare
Pfeil nach unten

Ähnliche Beiträge

Giftige Pflanzen
Garten
Terrasse
Zimmerpflanzen
6.5.2022
Giftpflanzen im Haus und im Garten

Viele Pflanzen, mit denen man sich im Alltag umgibt, bergen kleine oder größere Gefahren in sich, man ist sich dessen meist nicht bewusst. Pflanzen können gut riechen, attraktives Äußeres haben und auch schönen Beerenschmuck tragen, der besonders für Kinder, aber auch Haustiere interessant scheint. Und da kann es zu Vergiftungsunfällen kommen.

Nach Unfällen mit Haushaltschemikalien (Putz- und Waschmittel) und Arzneimitteln (meist flüssiger Natur) sind Pflanzen die häufigste Ursache für Vergiftungsunfälle im Haushalt.


Warum sind Pflanzen überhaupt giftig?

Das ist eine Art Abwehrmechanismus, den die Pflanzen aufgebaut haben, sei es durch giftige Inhaltsstoffe, aber auch durch Dornen, Stacheln und auch Behaarungen, die aggressiv auf die menschliche Haut wirken und dadurch verbrennungsähnliche Ausmaße annehmen kann. Pflanzen können nicht wie Menschen oder Tiere den Standort verlassen, können sich somit auch nicht wehren und müssen auf Inhaltsstoffe als Überlebens- und Fortpflanzungssinn zurückgreifen. Beispielsweise ist das Fruchtfleisch der Eibenbeere nicht giftig, der Same mittig allerdings tödlich. Und dieser Same schützt sich durch seine Giftigkeit. Tiere sind hier instinktiver als Menschen, die mehr oder weniger keinen natürlichen Instinkt diesbezüglich besitzen.


„Giftpflanzen“ für Mensch und Tier ähnlich „giftig“?

Es sind gibt Pflanzen, die von der Giftigkeit und den Begleit- und Folgeerscheinungen konform gehen, andererseits gibt es Pflanzen, die für den Menschen Genuss bedeuten (Avocado), für den Hund giftig (tödlich) sein können. Besonders gefährdet sind Jungtiere, die meist verspielt sind, die Oleanderblätter oder Beeren schnell im Maul haben. Graskauen ist kein Problem, allerdings auch nicht jenes einer stark gedüngten Wiese. Beim Stöckchenwerfen sollten auch nicht unbedingt Holz einer Eibe oder Akazie genommen werden.

Natürlich spielen Zimmerpflanzen für Hunde, Katzen, Kleinnager und Vögel eine größere Rolle als für Rinder, Pferde oder Masttiere.


Beispiele für „giftige“ Pflanzen im Garten und auf der Terrasse:

  • Seidelbast (Daphne): beliebter, wohlriechender Winterblüher. Die Rinde, die roten Beeren und deren Samen sind bereits bei geringem Verzehr tödlich (ab 10 Beeren).
  • Schneeglöckchen: stehen eigentlich unter Naturschutz, die Blätter verursachen Durchfall und Benommenheit.
  • Schneeball (Viburnum lanatum): Rinde und Laub verursachen bei Verzehr Magenentzündungen, die Beeren Durchfall. In den baltischen Staaten macht man aus getrockneten Beeren Tees zur Förderung der Darmflora….
  • Mohn: Darüber braucht man zur Herstellung von Drogen (Morphium, Heroin) mittels Opium keine Worte verlieren….Schlafmohn auch genannt.
  • Sadebaum (Juniperus sabina, Kriechwacholder): heimisch wachsendes Giftgehölz mit aggressiven Triebspitzen, die Hautentzündungen, Hautverbrennungen und Ähnliches hervorrufen können. In hohem Maße auch giftig!
  • Robinie (Akazie): Rinde und Samen können durch ihre Süße anlocken, verursachen bei Verzehr jedoch leichte Vergiftungserscheinungen.
  • Ampfer: In größeren Mengen verzehrt kann die enthaltene Oxalsäure wie beim Rhabarber Erbrechen und Blutdrucksenkung verursachen.
  • Safran (Krokus): Das Einatmen des Blütendufts kann Kopfschmerzen und Lähmungserscheinungen nach sich ziehen, das Einatmen des Blütenstaubs Herzrasen.
  • Rosskastanie: Schale und unreife Samen sind giftig und verursachen Sehstörungen, Durchfall und regen das Durstgefühl sehr an.
  • Rizinus: Diese beliebte Gartensommerblume ist durch ihre Öle, bei dessen Produktion die Giftstoffe übrig bleiben, als Abführmittel bekannt. Der Samen kann durch Zerkauen absolut tödlich sein. Durchfall, Mundbrennen und Entzündungen sind die ersten Bilder.
  • Rittersporn: Samen und Blätter sind sehr giftig, es gibt Hautrötungen, bei Verzehr sogar Störungen des Bewegungsapparates.
  • Rhododendron: Blüten sind giftig bei Verzehr! Sie verursachen Atemnotstand, Erbrechen und Dauerübelkeit.
  • Primeln: mäßig giftig, aber doch bei Verzehr Magenkrämpfe hervorrufend
  • Spindelstrauch (Euonymus alatus): Die schönen, roten Früchte im Herbst sind ein echtes Herzgift, verursachen aber auch Leber- und Nierenschäden.
  • Oleander: Der Milchsaft kann bei offenen Wunden über die Haut eindringen und kann zu Herzmuskelverkrampfungen führen, aber auch Beeren und Blätter sind giftig.
  • Schneerose: Die Samen sind sehr giftig, 3 Samenkerne sind bereits tödlich…
  • Narzisse: Die Zwiebel und deren Schleim, auch im Vasenwasser verursacht Hautentzündungen, Erbrechen bis hin zum Kollaps.
  • Maiglöckchen: Blätter und Früchte, aber auch das Vasenwasser (Schleim) können bei Verzehr zum Herztod führen.
  • Liguster: Der Verzehr von Rinde, Blättern oder Beeren ziehen Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen mit Erbrechen nach sich!
  • Thuja: Diese beliebte, der Tiroler Natur allerdings nicht entsprechende Heckenpflanze verursacht bei Verzehr Leber- und Nierenschäden.
  • Kirschlorbeer: Samen der schwarzen Früchte bewirken Atemnot, auch das Laub.
  • Hortensien: Sogar Hortensien verursachen Kontaktallergien(Sinnesorgane!), allerdings nur geringfügig!
  • Lonicera (Heckenkirsche): In den roten und schwarzen Beerenfrüchten sind Bitterstoffe, die Fieber nach sich ziehen, besonders bei Kindern, aber auch Durchfall und Übelkeit.
  • Goldregen: Eine der giftigsten Gartenpflanzen, besonders die Samen! Verzehr mit Todesfolgen!!
  • Ginster: Samen und Blätter lassen Magen und Darm verrückt spielen, auch die Lunge bekommt zu wenig Sauerstoff.
  • Fingerhut: Eine der giftigsten Stauden, Blüten und Blätter verursachen bei Verzehr sogar Herztod!
  • Buxus: Blätter, Blüten und Triebe sind relativ giftig, verursachen bei Verzehr Krämpfe, Lähmungen und Herzrasen.
  • Glyzine (Blauregen): Der Samen verursacht ab dem Verzehr von 2 Stück starke Magenbeschwerden!
  • Akelei: Die Blätter sind leicht giftig und ziehen Herzrhythmusstörungen nach sich.
  • Cyclamen: Die Knollen verursachen starke Darmbeschwerden, Durchfall, aber auch der Rest der Pflanze.
  • Stechapfel (Datura): Seitdem Stechapfelsamen in Verkaufspackungen von Getreide enthalten waren, ist man aufmerksam gemacht worden auf die Problematik und dass der Verzehr von 15-20 Samen für Kinder und Jungtiere tödlich sein kann. Giftig wie die Tollkirsche. Halluzinationen und Erbrechen, Schluckstörungen sind die schwerwiegende Folge einer Vergiftung mit Stechapfelsamen.
  • Riesenbärenklau: Durch bloße Berührung der Pflanzen kann Herzstillstand herbeigeführt werden! Vorsicht!!
  • Ackerschachtelhalm/Zinnkraut


Beispiele für giftige Gemüsearten für Tiere:

Kohlarten (Kleinnager), Kartoffel- und Tomatenpflanzen (Hunde, Katzen), rohe Bohnen, Erbsen, Linsen, Radieschen, Lauchgewächse (Porree, Zwiebel, Knoblauch), Rhabarberblätter, Pilze (jene, die auch für den Menschen giftig sind)


Beispiele für „giftige“ Zimmerpflanzen:

  • Amaryllis: Zwiebel sollen nicht gegessen werden, sie verursachen rasch Übelkeit mit Erbrechen.
  • Clivia: Der Pflanzensaft bewirkt bei Kontakt Hautreizungen, der Verzehr Schweißbildung, Erbrechen, Übelkeit.
  • Philodendron: Wie viele Aronstabgewächse bei Verzehr krampfbildend, verursacht starken Harndrang und Reizungen der Schleimhäute.
  • Passionsblume: Die Blüten können das Zentrale Nervensystem lähmen.
  • Ficus: Entgegen anders lautenden Meinungen sind Ficus nicht sehr giftig, der Milchsaft kann mäßig reizen, der Verzehr der Blätter bewirkt starke Bauchschmerzen.
  • Flamingo (Anthurium): Wenn der Saft der Laubblätter in die Augen kommt, kann das zu Reizungen führen, man bekommt bei Verzehr auch Schluckbeschwerden.
  • Wüstenrose (Adenium): ist giftig wie der Fingerhut, besonders die Blätter. Kann zum Herztod führen!
  • Dieffenbachia
  • Kroton (Wunderstrauch)
  • Yucca-„Palme“
  • Christusdorn: Hunde, Katzen usw. erblinden bei Verzehr!
  • Aloe: für Menschen fast ungiftig, für Tiere tödlich!


Beispiele für ungiftige Zierpflanzen:

Zierkirschen (ausgenommen Mandelbäumchen), Vogelbeeren….

Astern, Begonien,  verschiedene Palmen, Stiefmütterchen, Rosen, Osterkaktus, Hibiskus, Usambaraveilchen, Pelargonien, Weihnachtsstern(!!!), Fleissiges Lieschen, Erica-Gewächse, Thymian, Melisse, Salbei, Lavendel, Margeriten, Gerbera, Kamelie, Bubikopf, Geldbaum, Chlorophytum (Grünlilie), Banane, Zypresse, Baldrian, Zitrus-Gewächse, Ringelblume, Gloxinie, Jasmin, Tagetes.


Was tun im Notfall?

Durch warmes Wasser Erbrechen herbeiführen.

Den Tierarzt aufsuchen, Pflanzenreste aufbewahren, damit man die Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen einleiten kann.


Sollte man keine Giftpflanzen mehr im Garten haben?

Es ist ein Leichtes, zu sagen, dass eh nie was passiert, wenn dann wirklich mal der Unglücksfall eintritt.

Aber Panikmache ist hier fehl am Platz, Fast alle Pflanzen beinhalten irgendwelche Inhaltsstoffe, die „giftig“ sind, man sollte sich nur dessen bewusst sein, die eigenen Schlüsse daraus ziehen und dementsprechend handeln. Es sind Gottseidank kaum bis gar keine Vergiftungsfälle bekannt! Der Instinkt lässt Tiere da selten im Stich!


Thema Bienen:

Bienen können in ihrem Nektar Pollen giftiger Pflanzen transportieren, deren giftiger Inhaltsstoff sich im Millionstel im Honig verbreiten, manchmal auch nur schwer abbauen lässt. Es verdünnt sich in unseren Breiten aber sehr, sodass man kaum Nachweise erbringen kann, ob noch Reststoffe vorhanden sind. Am gefährlichsten sind das Jakobskraut, der Hahnenfuß und die Pontische Azalee (kommt in der Türkei vor), aber wie gesagt, all das kommt NIE reinsortig vor, daher ist die Vergiftungsgefahr für Mensch und Tier unerheblich.


Beispiele für eine Unzahl Bienen - freundlicher Pflanzen mit geringer Giftigkeit:

Ahorn, Apfel, Kirsche, Aster, Bartblume, Borretsch, Edelkastanie, Kornblume, Him- und Brombeere, Himmelsleiter, Koriander, Klee, Linde, Lilie, Löwenzahn, Sonnenblume, Sonnenbraut, Wein, Wilder Wein, Erika, Ysop, Weide, Thymian…

Viele Pflanzen, mit denen man sich im Alltag umgibt, bergen kleine oder größere Gefahren in sich, man ist sich dessen meist nicht bewusst.

zum Beitrag
Zimmerpflanzen
Giftige Pflanzen
4.2.2022
Giftpflanzen im Haus

Viele Pflanzen, mit denen man sich im Alltag umgibt, bergen kleinere oder größere Gefahren in sich und man ist sich dessen meist nicht bewusst. Pflanzen können gut riechen, attraktives Äußeres haben und auch schönen Beerenschmuck tragen, der besonders für Kinder, aber auch Haustiere interessant scheint. Und da kann es zu Vergiftungsunfällen kommen.

Nach Unfällen mit Haushaltschemikalien (Putz- und Waschmittel) und Arzneimitteln (meist flüssiger Natur) sind Pflanzen die häufigste Ursache für Vergiftungsunfälle im Haushalt.

 

Warum sind Pflanzen überhaupt giftig?

Das ist eine Art Abwehrmechanismus, den die Pflanzen aufgebaut haben, sei es durch giftige Inhaltsstoffe, aber auch durch Dornen, Stacheln und auch Behaarungen, die aggressiv auf die menschliche Haut wirken und dadurch verbrennungsähnliche Ausmaße annehmen kann.

Pflanzen können nicht wie Menschen oder Tiere den Standort verlassen. Sie können sich somit auch nicht wehren und müssen auf Inhaltsstoffe als Überlebens- und Fortpflanzungssinn zurückgreifen. Tiere sind hier instinktiver als Menschen, die mehr oder weniger keinen natürlichen Instinkt diesbezüglich besitzen.

Es heißt nämlich auch nicht, dass Mensch und Tier auf dieselben Pflanzen allergisch reagieren. Eine Ziege kann z.B. eine Herbstzeitlose fressen, es passiert nichts. Wenn ein Mensch das tut, kann er daran sterben.

 

Beispiele für „giftige“ Zimmerpflanzen:

  1. Amaryllis: Die Zwiebeln sollen nicht gegessen werden, sie verursachen rasch Übelkeit mit Erbrechen.
  2. Clivia: Der Pflanzensaft bewirkt bei Kontakt Hautreizungen, der Verzehr Schweißbildung, Erbrechen, Übelkeit.
  3. Philodendron und Aronstabgewächse: Wie eben die meisten Aronstabgewächse bei Verzehr krampfbildend, verursacht starken Harndrang und Reizungen der     Schleimhäute.
  4. Passionsblume: Die Blüten können das zentrale Nervensystem lähmen.
  5. Ficus: Entgegen anders lautenden Meinungen sind Gummibäume nicht sehr giftig. Der Milchsaft kann mäßig reizen, der Verzehr der Blätter bewirkt starke     Bauchschmerzen.
  6. Flamingo (Anthurium): Wenn der Saft der Laubblätter in die Augen kommt, kann das zu Reizungen führen. Man bekommt bei Verzehr auch Schluckbeschwerden.
  7. Wüstenrose (Adenium): Sie ist giftig wie der Fingerhut, besonders die Blätter. Sie kann sogar zum Herztod führen!
  8. Weihnachtsstern: Er ist weniger giftig als allgemein angenommen. Man muss 72 Weihnachtssterne auf einen Satz essen, um zu sterben und das tut wohl     niemand!
  9. Zyklame: Als beliebte Winter-Zimmerpflanze ist die Knolle derselben giftig und verursacht starke Magenkrämpfe und Darmbeschwerden.
  10. Mistel: Die Blätter und Stängel sind bei Verzehr nicht gerade darmfördernd. Misteln kommen gerade in der Adventszeit im Zimmer zur Verwendung.
  11. Efeu: Die Beeren sind giftig, kommen aber im Raum kaum mal zum Fruchten. Der Puls steigt bei Verzehr, Atemnot tritt ein und Kopfschmerzen können entstehen. Auch Blätter sollten nicht verzehrt werden.

 

Beispiele für ungiftige Zierpflanzen:

Zierkirschen (ausgenommen Mandelbäumchen), Vogelbeeren….

Astern, Begonien, Farne, verschiedene Palmen, Stiefmütterchen, Rosen, Osterkaktus, Hibiskus, Usambaraveilchen, Pelargonien….

 

Was tun im Notfall?

Durch warmes Wasser Erbrechen herbeiführen.

Den Arzt verständigen, Pflanzenreste aufbewahren, damit man die Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

  

Sollte man keine Giftpflanzen mehr Zuhause haben?

Es ist ein Leichtes, zu sagen, dass eh nie was passiert, wenn dann wirklich mal der Unglücksfall eintritt.

Aber Panikmache ist hier fehl am Platz, weil es wichtig ist, dass Kinder auf solche Pflanzen aufmerksam gemacht werden, den Bezug herstellt und man die Kinder richtig aufklärt!

Fast alle Pflanzen beinhalten irgendwelche Inhaltsstoffe, die „giftig“ sind, man sollte sich nur dessen bewusst sein, die eigenen Schlüsse daraus ziehen und dementsprechend handeln.

Wenn man der Meinung ist, dass man sich keiner Gefahr aussetzt, was meistens auch so ist, dann kann man die Pflanzen ohne weiteres verwenden. Wenn doch, dann sollte man sie zwecks ruhigem Gewissen auch nicht verwenden. Die Auswahl wird dann jedoch ziemlich dünn!

Viele Pflanzen, mit denen man sich im Alltag umgibt, bergen kleinere oder größere Gefahren in sich und man ist sich dessen meist nicht bewusst.

zum Beitrag
Zimmerpflanzen
Eingangsbereich
7.1.2022
Oma's Pflanze im neuen Gewande

Großmutters alte Pflanzen wie beispielsweise der Philodendron (auch Monstera oder Baumfreund genannt) liegen wieder im Trend.

 

Philo´s tun unserem Wohlbefinden sehr gut. Die Pflanze kann, vorausgesetzt sie steht am richtigen Standort, sehr gut Schadstoffe wie Benzol, Formaldehyd und Kohlenmonoxid aus der Luft absorbieren. Sie erhöhen durch ihre meistens sehr großen Laubblätter die Luftfeuchtigkeit im Raum merklich, sind also eine „grüne Klimaanlage“.

Dass es aber nicht nur grüne Laubformen gibt, zeigen die Bilder. Die erste Form ist die klassische, wie sie vor 50 und mehr Jahren bereits in unseren Häusern stand und viel Platz eingenommen haben, unverwüstlich schienen, aber aufgrund der kleiner werdenden Wohnungen etwas aus den Augen geraten sind.

Die Philo`s im Allgemeinen erfreuen sich aber durch Neuzüchtungen, Neuentdeckungen mit neuen Blattformen, Blattfarben und kompakteren Wuchs zunehmender Beliebtheit und lösen andere Pflanzenmodetrends wieder ab.

Gerade die buntlaubigen Sorten – nicht zuletzt die pink blättrige „Pink Princess“ ist so etwas wie die Grünpflanze des Jahres in anderen europäischen Ländern, vielleicht auch bei uns bald? Nun, es gibt hier auch gewaltige Preisunterschiede. Die „älteren“ sind hier viel günstiger, die Pink Princess kostet im Kleinformat – bedingt durch ihr ungemein langsames Wachstum – schon an die € 100,- und man kann es wie ein Modestück ansehen….

Philodendren brauchen keine große Pflege

Im Winter sollte man sie alle 2 Wochen leicht gießen, an starken Heiztagen besprühen und monatlich mit einem Zimmerpflanzendünger düngen.

Arten mit bunten Blättern brauchen etwas mehr Licht (Westseite, Südseite), Grüne brauchen sehr wenig Tageslicht und sind ideal in Schlafzimmern, Bädern oder Vorräumen.

Sie mögen es aber auch gerne in „Ecken“, die gefüllt werden müssen.

Die Bunten wollen aber gesehen werden…

Wenn die Pflanzen zu groß werden, was bei den älteren Formen der Fall sein kann, schneidet man sie im Sommer zurück. Schnell treiben sie wieder nach.

Den „Pelzer“ (Steckling) kann man leicht bewurzeln und dann weiterschenken!

Großmutters alte Pflanzen wie beispielsweise der Philodendron (auch Monstera oder Baumfreund genannt) liegen wieder im Trend. Philo´s tun unserem Wohlbefinden sehr gut. Die Pflanze kann, vorausgesetzt sie steht am richtigen Standort, sehr gut Schadstoffe wie Benzol, Formaldehyd und Kohlenmonoxid aus der Luft absorbieren.

zum Beitrag
Pfeil nach obenPfeil nach oben