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Erwin’s Gartenschule

Richtige Pflege von Rosen und die häufigsten Fehler

Auch wenn man sich in Tirol immer wieder Rosen schenkt, so sind es doch nicht ganz einfache Wegbegleiter, die sowohl dem Züchter, als auch den Gärtner, aber auch den Gartenbesitzer vor gewisse Rätsel stellen.

Viele Fragen sind bei der berühmtesten und wichtigsten Zierpflanze nördlich des Äquators sind selbst durch intensive Forschung ungeklärt geblieben.

 

Die häufigsten Pflegefehler:

Falscher Standort

Luftige Standorte mit ziemlich viel Sonne, windumspielte, aber nicht zu zugige Flecke lieben sie. Humusreiche Böden mit einem guten Anteil Lehm und Sand für guten Wasserabzug sind ihnen wichtig! Nährstoffe in Form von organischem Material wie Kuhdung, Grünkompost usw. tun ihnen gut, aber auch da nicht unbegrenzt, am besten im 2-Jahresrhythmus!

 

Nachbaukrankheit

Rose auf Rose funktioniert nicht! Das heißt, wo einmal eine Rose gepflanzt wurde, sollte der Boden auf mind. 50x50 cmausgetauscht werden.

 

Rosen beim Pflanzen nicht in die Erde pressen

Wichtigist die lockere Umgebung! Beschädigte Wurzeln oberhalb der Verletzungsstelleabschneiden!

Und außerdem die Veredelungsstelle 5 cm unter die Erdoberfläche geben, selbst dann noch anhäufeln, also um die Stelle gut verrottete Komposter degeben.

 

Düngemangel/Düngeüberschuß

Meistens werden zu stickstoffbetonte Dünger verwendet, manchmal jedoch wird gar nie gedüngt. In welcher Form auch immer man Nährstoffe zuführt, ob mittels Kompost, Kuhmist, Kaffeesatz oder mineralischen Düngern (handelsüblicher Rosendünger), egal, Hauptsache es geschieht ausgewogen, das bedeutet nicht einseitig! Zuviel Stickstoff z.B. führt zu weichen Trieben, weniger Blüten und hoher Mehltauanfälligkeit! Umgekehrt führen Mängel zu Sternrußtau und andere bedrohliche Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall!

 

Enger Standort

Enge Abstände der Pflanzen führen automatisch zu Pilzbefall, der nur schwer wieder loszuwerden ist! In Regenjahren ist das noch problematischer und man soll einzelne Triebe entfernen.

Sortenfrage

Sich an den Fachmann wenden, welche Sorten besonders anfällig gegen Mehltaupilze sind, diese dann vorbeugend z.B. mit einem Blattstärkungsmittelund auch Bittersalz (Schwefelhältiges Magnesium) behandeln. Ansonsten gibt es viele Sorten, die schon weniger anfällig sind, manche bleiben bis zum Herbstfrei von jeglichen Schädlingen (von den meisten jedenfalls!).

 

Rosenkrankheiten

Sternrußtau, Rost, Echter Mehltau: dunkelviolett-farbene Flecken, die infeuchten Jahren häufig auftreten, rote Pusteln auf der Blattunterseite, mehliger Belag auf der Blattoberseite!

Ackerschachtelhalmteewiederholt verwendet ist sehr gut wirksam!

Oder: auf 4 Liter Wasser 2 EL Olivenöl t+ 1 EL Backpulver +1 ELSchmierseife

Es gibt auch eine Reihe von natürlichen Bekämpfungsmitteln nicht-synthetischen Ursprungs, die gut funktionieren.

 

Läuse und Zikaden

Sie schauen ähnlich aus, zweitere hüpfen nur mehr. Sind mit Schmierseifenpräparaten (Kaliseife) gut bekämpfbar, aber auch Knoblauch-und Zwiebeltees, Viele verwenden auch verdünnte Milch. Ein Bekämpfungsmittel ist auch, eiskaltes Wasser über die Rosen zu spritzen, die Läuse kriechen danach nie mehr hinauf.

Brennessel-Wermuttee in Kombi gegen Läuse, Zikaden UND Spinnmilben.

Rote Spinne: tritt beizu zugigem Standort und zu trockener Witterung gerne auf. Ist auch sehr gut mit Schmierseife oder eben Brennessel-Wermuttee beizukommen, es sollte auch auf Nützlingsschonung geachtet werden.

 

Rüsselkäfer

Gegen Rüsselkäfer helfen natürlich Nematoden am besten, man sollte dann aber keine chemischen Präparate mehr verwenden. Gegen das Tier selbst hilft Rainfarntee ausgezeichnet, am besten 3x hintereinander sprühen (an 3 Tagenbeispielsweise).

 

Rosen düngen!

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass man keine kalkhaltige Produkte verwenden soll, da Rosen kalkfliehend sind. Das heißt nicht, dass sie Calcium nicht vertragen.

Am besten verwendet man jährlich im Mai/Juni einen Rosendünger, ab August dann am besten Herbst/Reifedünger anwenden, um die Winterhärte entscheidend zu verbessern. Ab Ende Oktober nicht mehr düngen, damit die Pflanze abschließen kann, dann erst wieder im Frühjahr beginnen.

Auch abgelagerter Stallmist (Rind, Pferd) hat sich bewährt, das alleinreicht aber nicht aus.

 

Rosenschnitt

Im Frühsommer sollte nach der 1. Blüte die Rose soweit zurück geschnittenwerden, dass das unterste Blatt fünffach gefiedert ist. Zu schwacher Rückschnitt lässt nur ganz schwache Seitentriebe nachreifen, zu tiefer Schnitt hemmt die Neutriebbildung!

 

Rosen als Kübelpflanzen

Werden immer häufiger verwendet und sollten standortgerecht verwendet werden, auch wenn die Bodenfrage eine seltene ist! Regelmäßiger Rückschnitt ist nicht nur der Optik wegen eine wichtige Sache,auch wegen der Blüten- Nachbildung. Ebenso ist der Winterschutz, wo der Topf gut eingewickelt werden soll, genauso wichtig, aber auch, dass Rosen im Wintereher ab sonnig platziert werden sollen. Die monatliche Nachdüngung mit einemorganischen Streudünger ist empfehlenswert!

Autor
Erwin Seidemann
Datum
24.5.2024
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13.3.2026
Rosenschnitt im Frühjahr

Alte “Gartler" haben immer ausgegeben: Rosenschnitt erst dann, wenn die Forsythieblüht! Nun, die Forsythie blüht nur vereinzelt da und dort, aber die Rosen müssen dennoch schon geschnitten werden, sind im Austrieb schon zu weit, also ran an die Scheren!

Regelmäßige Schnittmaßnahmen stellen bei Rosen die wichtigste Pflegemaßnahme dar. Denn nur durch einen fachgerechten, den einzelnen Rosengruppen angepassten Schnitt, werden Wuchsfreudigkeit, Blütenreichtum und Gesundheit der Rosen auf Dauer erhalten und gefördert.

Der beste Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist das Frühjahr, wenn die Knospen anfangen zu schwellen. Dann zeigt sich, welche Augen einen zuverlässigen Austrieb bringen. Grundvoraussetzung ist eine scharfe Rosenschere, so dass glatte Schnittflächen entstehen.

Der Schnitt erfolgt mindestens einen halben Zentimeter über einem gut entwickelten Auge, das nach außen zeigt. Die Schnittfläche ist immer vom Auge weg, leicht schräg, anzulegen, damit das Wasser nicht über das Auge abläuft. Als allgemeine Faustregel gilt, je stärker geschnitten wird, umso kräftiger ist der neue Austrieb.

 

Beetrosen (Polyantha-, Floribunda- und Edelrosen)

Bei Beetrosen ist ein alljährlicher Schnitt unbedingt erforderlich, da diese sonst verkahlen und der Blütenreichtum nachlässt. Als erste Schnittmaßnahme werden alle abgestorbenen sowie schwachen Triebe, die keinen befriedigenden Wuchs erwarten lassen, entfernt. Dann werden die Triebe ausgeschnitten, die entweder ins Innere des Strauches wachsen oder zu dicht stehen und sich gegenseitig kreuzen.

Der weitere Rückschnitt erfolgt nun individuell je nach Wüchsigkeit der Sorte. Stärker wachsende Sorten, die man an kräftigen, stark ausgebildeten Trieben erkennt, schneidet man auf etwa 6-8 Augen zurück. Schwächer wachsende Sorten werden auf 3-5 Augen zurückgenommen.

 

Einmalblühende Strauch- und Wildrosen

Das ich die Blüten dieser Rosengruppe erst am mehrjährigen Holz bilden, entfällt hier ein jährlicher Rückschnitt der Triebe. Nur so können sich einmal blühende Strauch- und Wildrosen in ihrem Blütenreichtum und Habitus voll entfalten. Der Schnitt beschränkt sich daher auf das Auslichten von Totholz und das Ausschneiden eventuell zurück gefrorener Spitzen. Zusätzlich empfiehlt sich, jährlich 1-2 überständige alte Äste ganz zu entfernen, um so eine kontinuierliche Verjüngung zu erzielen, ohne dass der Habitus der Sträucher zerstört wird.

 

Dauerblühende Strauchrosen und Englische Rosen

Die dauerblühenden Strauchrosen werden ähnlich wie die Beetrosen einem regelmäßigen Frühjahrsschnitt unterzogen. Zuerst wird altes und abgestorbenes Holz ausgeschnitten, außerdem werden überalterte Triebe ganz entfernt.

Alle kräftigeren Haupttriebe werden etwa um ein Drittel eingekürzt, während schwächere Triebe auf einige kräftige Augen zurückgeschnitten werden. Zusätzlich werden die schwachen Seitentriebe eingekürzt oder ganz entfernt. Beim Rückschnitt dieser Gruppe ist vor allem auf die Beibehaltung der natürlichen Wuchsform zu achten. Kräftig zurückgeschnittene Strauchrosen blühen anhaltender und reicher, ohne Schnitt würden sie im Laufe der Jahre verkahlen.

Bodendeckerrosen

Ein Rückschnitt ist nur dann erforderlich, wenn die Rosen zu wuchtig werden oder eine Verjüngung erforderlich ist. Bodendeckerrosen sind sehr schnittverträglich und können durch einen starken Rückschnitt mit der Heckenschere auf eine Höhe von ca. 20 cm zurückgenommen werden.

 

Hochstammrosen

Auf Hochstämmen sind meist Edel- oder Floribundarosen veredelt, so dass die notwendigen Schnittmaßnahmen denen der Beetrosen ähneln. Hochstammkronen sollten möglichst rund und nicht zu locker aufgebaut sein. Um blühfreudige Kronen zu erzielen, schneidet man die Triebe jährlich auf ca. 15-20 cm zurück. Die Schnittaugen werden so gewählt, dass eine möglichst regelmäßige und ausgeglichene Krone entsteht. Abgestorbenes Holz und sich kreuzende Äste werden entfernt.

 

Einmal blühende Kletterrosen (Rambler)

Die Schnittmaßnahmen beschränken sich bei den einmal blühenden Kletterrosen auf das Auslichten von Totholz. Da sie am zweijährigen Holz blühen, werden die langen Triebe, die sich im Vorjahr gebildet haben, geschont. Einmal blühende Kletterrosen sollte man frei wachsen lassen und nur dann schneiden, wenn sie über den ihnen zur Verfügung stehenden Platz hinauswachsen.

Falls ein Rückschnitt erforderlich wird, sollte unmittelbar nach der Blüte geschnitten werden, damit die neuen Triebe noch bis zum Winter verholzen und ausreifen können. Größere Schnittmaßnahmen zur Verjüngung sind während der Vegetationsruhe im Frühjahr vorzunehmen.

Öfter blühende Kletterrosen

Dauerblühende Kletterrosen blühen bevorzugt am zwei- und mehrjährigen Holz. Deshalb ist zu beachten, dass die mehrjährigen Triebe in der Überzahl vertreten sind. Anzustreben ist ein Verhältnis von 4 Teilen mehrjähriger Triebe und einem Teil einjähriger Triebe. Um eine ausgeglichene Neutriebbildung zu erzielen, sollten überalterte Triebe kontinuierlich entfernt werden. Die an den Haupttrieben befindlichen Seitentriebe werden auf 2 bis 5 Augen eingekürzt.

 

 

Es heißt ja: Rosenschnitt erst dann, wenn die Forsythie blüht! Nun, die Forsythie blüht nur vereinzelt, aber die Rosen müssen dennoch schon geschnitten werden, sind im Austrieb schon zu weit, also ran an die Scheren!

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Gartenarbeit
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22.8.2025
Heckenschnitt im August

Jetzt im August ist es an der Zeit, die Hecken zu schneiden, ein wichtiger Monat dafür. September ist aufgrund der zuletzt immer wieder schönen Herbstmonate auch noch Zeit, danach hat die Pflanze allerdings aufgrund der starken Jahresrückschnitte zu wenig Zeit, sich zu erholen und nochmals durchzutreiben und kann sogar Frostschäden durch frühe Fröste erleiden.

 

Fast in jedem Garten in Tirol finden sich Hecken, sei es als Sichtschutz, Lärm- oder Windschutz, auch als Staubschutz. Der Schnitt dieser Pflanzenkombinationen ist unerlässlich, würde man es nicht tun, würde die Hecke aus der Form geraten, oft verkahlen und überaltern.

Ausnahmen beim Schnitt sind gemischte Blütenhecken, zum Beispiel mit Flieder, Forsythien, Jasmin und ähnliche Pflanzen, die keinen „Einheitsschnitt“ benötigen, sondern lediglich einen Schnitt jedes 2.-3. Jahr und auch da nur einen so genannten Auslichtungsschnitt, der dazu geeignet ist, die Pflanzen zu verjüngen, ihnen neues, junges Holz durch den Nachtrieb zu verschaffen.

 

Wann soll man schneiden?

 

Bei Laub abwerfenden Gehölzen geht man mit dem Hauptschnitt in den Spätwinter (März bis April) und das dann auch noch etwas tiefer, nämlich in altes Holz, also sich ruhig was trauen!

Der zweite Schnitt erfolgt dann im Sommer und zwar Juni oder Juli, August ist meistens der späteste Zeitpunkt. Schneidet man im Juli, dann stoppt man durch die hohen Temperaturen etwas das Wachstum und die Pflanzen treiben nicht mehr so schnell und stark nach!

Später als September soll man laubabwerfende Hecken (Sommerliguster, Hain- und Rotbuchen, einheitliche Blütenhecken) nicht mehr schneiden.

 

Immergrüne Hecken (Lorbeer, Thuje, Zypresse, Fichte, Winterliguster, Eibe, Buchs) schneidet man in Monaten, in den denen kein „R“vorkommt, jene von Mai bis August, die 2. Hälfte August ist erfahrungsgemäß der beste Zeitpunkt für den Heckenschnitt.

Nur an trübenTagen schneiden, sonst gibt’s Verbrennungen der jungen Austriebe.

 

Wie soll man schneiden?

Am besten schneidet man immer nur den Neuaustrieb weg, wenn die Pflanzen in dergewünschten Höhe bleiben sollen. Wenn sie noch wachsen sollen, dann lässt man etwas mehr als beim letzten Schnitt stehen.

Thuje undFichte sollte man von Haus aus nicht tief schneiden, also nicht tiefer als der Neuaustrieb, andere wie Lorbeer, Eibe oder Buche können ruhig tiefer runtergeschnitten werden.

 

Welche Form schneidet man?

Am wichtigsten ist es, wenn alle Pflanzenteile einer Hecke gleich viel Licht bekommen, daher sollte man eine leichte Trapezform schneiden, sollte man sich dazu entscheiden, dass man eine Einheitsform nimmt. Dazu nimmt man, sollte man unsicher sein, eine Schnur und richtet sich danach mit dem Schnitt. Das ist die klassische Heckenform, die unten breiter als oben ist, hier ist und bleibt die Pflanze am stabilsten.

Man kann auch Bögen, Zinnen und Figuren in Hecken schneiden, wenn man die Hecken dementsprechend erzieht.

 

Welches Werkzeug ist am besten?

Klassische, elektrische oder motorisierte Heckenscheren sind die geeignetsten Geräte, die Schnittfläche müssen immer 90° zum Ast sein, darf nicht rupfen und sollte langsam und gut verheilen können. Daher nimmt man bei Lorbeerhecken, da diese recht große Blätter haben und durchgeschnitten immer schwer verheilen, meistens Reb- oder Baumscheren und zwickt die einzelnen, längeren Triebe heraus, so kriegen dann eine sehr schöne, natürliche Wuchsform.

Handheckenscheren ohne Antrieb sind nicht mehr zeitgemäß, sollten aber dennoch in Petto gehalten werden, da sie zum Nachschnitt, zum Beispiel aber auch bei Buchsformen immernoch am besten verwendbar sind.

Jetzt im August ist es an der Zeit, die Hecken zu schneiden, ein wichtiger Monat dafür. September ist aufgrund der zuletzt immer wieder schönen Herbstmonate auch noch Zeit, danach hat die Pflanze allerdings aufgrund der starken Jahresrückschnitte zu wenig Zeit, sich zu erholen.

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Regen
Spätsommer
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1.8.2025
Augustarbeiten

Es ist kein Sommer wie der letzte, das wissen wir eh alle.

(Fast) jeden Tag Wasser von oben, das heißt: Wärme + Feuchtigkeit = Pilzgefahr! Aber schauen wir positiv nach vorne!

Trotz vielen Regens:

Es klingt blöd, darauf hinzuweisen, dass Gemüsesorten wie Gurken, Paprika und Zucchini/Kürbisse gerade JETZT viel Wasser brauchen, aber nicht über die Blätter, sondern direkthin zur Wurzel. Wenn jetzt Wassermangel eintritt, dann fällt die Ernte schlecht aus. Nicht zu viel Wasser, aber regelmäßig auf Bodenfeuchte achten, zumal viele dieser Kulturen bei uns geschützt stehen (unter Dach oder Vordach) und von oben weniger abbekommen als „die anderen da draußen im Freien“. Des Gartenbesitzers liebste Arbeit ist – nachgewiesen- das Ernten, die unliebste das Jäten. Dazwischen liegt das Gießen und Düngen, aber auch die Arbeiten an der Pflanze direkt.

 

Was ist aktuell zu ernten?

Blumen

Für die Vase sprießt es im Moment wie vierrückt: eigene, selbstgepflückte (Schnitt-) Blumen aus dem Garten wie Zinnien, Dahlien, Astern und Löwenmaul, Margeriten und Phlox, Sonnenhut und Sonnenbraut, Sonnenblume und Kornblume usw.

 

Gemüse

Laufend Salat, Kohlgewächse, Gurken, Zucchini, Tomaten und Paprika. Das fängt jetzt erst RICHTIG an!

Und wenn der Spaß bei Tomaten anfängt, so muss man schon wieder ans Ende denken. JETZT nicht nur Seitentriebe ausgeizenwie seit Mai, sondern auch die jetzt sich oben am Ende des Triebes sichbildenden BLÜTEN, zusätzlich auch die Pflanze schon abschneiden, weil dann alles in die Früchte geht an Inhaltsstoffen.

Die Blüten, die sich JETZT bilden, reifen nur mehr notdürftig aus und müssen dann im Zimmer nachreifen (was ja auch nicht so schlecht ist).

Kürbis

Die ersten Kürbisse stehen zur Ernte an, Zier- und Speisekürbisse.

 

Erster Sellerie und die Rohnen sind jetzt zu ernten, Sommer-Lauch, Mangold,  sowieso laufend.

Knoblauch, Kartoffel, Zwiebel werden jetzt erstmals geerntet, gleichzeitig werden Steckzwiebel jetzt nochmals gepflanzt für Herbsternte.

Kräuter jetzt zurückschneiden und trocknen, verarbeiten, im September kommt dann noch einzweite, intensive Ernte nach.

 

Gießen und düngen!

Jetzt nochmal alles herausholen, die Pflanzen sind durch das Wasser richtig ausgehungert und brauchen Nahrung.

Die Herbstdüngung mit Patentkali beginnt! Tipp: Erwins Reifedünger verwenden. Jetzt ist nicht nur „Pushen“ angesagt, sondern Erhaltung von dem, was man hat.

Die Pflanzensind jetzt sehr aufnahmefreudig und man kann die Pflanzen durch genannte Mineralstoffgaben zusätzlich robuster machen.

Auch Rasenflächen sind dementsprechend zu düngen.

„Nur Hornspäne“ ist jetzt keine Option mehr. Kalium,Schwefel  und Magnesium sind jetzt gefragt, daher Patentkali!

Jetzt keine anderen Dünger mehr verwenden.

 

Aussaat

Wenn man noch Salat ernten will, heißt es JETZT allerspätestens aussäen, auch Chinakohl und Endivien, Winter-Pflücksalate haben noch Zeit bis Anfang September.

Aber auch Blumen sind jetzt zu säen: Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Gänseblümchen, man glaubt es kaum, aber der Zeitpunkt für eine schöne Frühjahrsblüte ist jetzt. Stiefmütterchen sind Dunkelkeimer (nach der Aussaat in einen dunklenRaum stellen), da heissts aufpassen.

 

Ein wichtiger Rückschnitt ist jener des Lavendel. Jetzt Verblühtes zurückschneiden, ruhig ein wenig tiefer, so geht nicht die ganze Kraft in die Samenbildung, sondern bleibt in der Pflanze.

Was ist an Ende eines verregneten Julis im Garten zu tun?

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