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Erwin’s Gartenschule

Weihnachtskaktus und Weihnachtsstern

Weihnachtskaktus (heißt botanisch Schlumbergera) und Weihnachtsstern (botanisch Euphorbia pulcherrima)

Ersteres ist eine Pflanze, welche die Weihnachtszeit typisch symbolisiert. Eine sehr nahe Verwandte ist die Art Rhipsalis, der Osterkaktus, welche sehr ähnlich aussieht und genau im April um die Osterzeit blüht und diese auch symbolisiert wie der Weihnachtskaktus die Weihnachtszeit!

Der Weihnachtskaktus gehört zu den Blatt- und Gliederkakteen, einzelne Glieder sitzen aneinander, mit diesen können sie auch Photosynthese betreiben, sie dienen aber auch der Vermehrung.


Heimat: ist der tropische Regenwald Brasiliens, also ganz ungewöhnlich für einen Kaktus. Er wächst dort ähnlich wie manche Orchidee am Baum aufsitzend, also epiphytisch, daraus erklärt sich auch die Kalkempfindlichkeit und das geringe Wasser- und Nährstoffbedürfnis. 

Als Baumaufsitzer belasten sie den Baum darunter allerdings überhaupt nicht, entnehmen keine Nährstoffe.


Blüte: Die Pflanze blüht reichhaltig in den Farben lila, rosa, violett, orange oder weiß. Auch Rottöne sind zu finden. Bei guter Pflege blüht sie von November bis April, kann aber auch 2- bis 3-mal jährlich zum Blühen gebracht werden.


Pflege: Im Winter während der Hauptblütezeit braucht die Pflanze regelmäßig eine gewisse erhöhte Luftfeuchtigkeit, dafür aber geringe Wassergaben. Diese reduzieren sich auf die Zeit ab 1 Monat nach dem kompletten Verblühen bis zum Knospenansatz. Nach dem Abblühen sollte nicht mehr gegossen werden. 

Düngegaben sind ebenso gemeinsam mit den Wassergaben zu verabreichen, dabei verwendet man dann normalen Zimmerpflanzenflüssigdünger, also keine eigenen Kakteendünger. Man kann die Pflanze während der Blüte ruhig kühler, also bei 10-15°C aufstellen, höhere Temperaturen sind wenig blütenförderlich! 

Ab 22°C setzt die Blütenbildung überhaupt völlig aus! 

Umgetopft gehört die Pflanze im März, ebenso die Vermehrung. Wenn man die Blattglieder herunter bricht, dann sollte man diese vor dem Abstecken in ein torfhaltiges Substrat ruhig noch ein paar Tage abtrocknen lassen, dann verödet quasi die Bruchstelle besser.

Im Sommer kann man die Pflanze gut auf Sommerfrische an einen halbschattigen Platz ins Freie stellen, sie ist aber absolut frostempfindlich, muss also rechtzeitig wieder ins helle, warme  Zimmer eingeräumt werden!

Wie erkennt man die Ruhezeit der Pflanze? 

Sie wird fahl grün und von selbst matt, ab diesem Zeitpunkt sollte man die Pflanze so trocken als möglich halten.

TIPP: Vorsicht! Sobald die Pflanze Blütenknospen zeigt, darf sie aufgrund der Empfindlichkeit dem gegenüber nicht mehr umgestellt werden!

Etwas anders der  Weihnachtsstern, wenngleich gar nicht so weit entfernt, was dessen Heimat betrifft: Mexiko! 


Kurze Pflege-Tipps:

Das wichtigste ist der Transport von der Gärtnerei/Blumengeschäft nach Hause. Kältebrücken sollten unbedingt vermieden werden. Also gut mit Papier (nicht Folie) einpacken! Im kalten Auto nur kurz stehen lassen!

Den Ballen niemals austrocknen lassen, d.h. aber nicht im Wasser stehen lassen, da dies die Wurzeln faulen lässt. 

Zimmertemperatur von 18-22°C ist empfehlenswert, viele Sorten (ROTE!) auch kühler (15-18°C)

Heller Standort, auch neben dem Südfenster

Keine Zugluft, kein Ventilator oder Luftanstrahlung, kein Kachelofen von unten, welche allesamt die Blätter austrocknen lässt. Unbedingt an heizintensiven Tagen Blätter (nicht Blüten) besprühen.

Ab Jänner einmal wöchentlich mit einem Grünpflanzendünger über das Gießwasser düngen.


Häufigste Fehler: 

Zu trockene Luft, zu feuchte Haltung, Heimtransport zu wenig beachtet!



Autor
Erwin Seidemann
Datum
11.12.2020
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Sicher, Stückzahlen sagen, dass vorher genannte immer noch die wichtigsten sind, aber im Ranking überholt die Christrose.

 

Genug der Statistiken, hin zu den „Fakten“ und Pflegehinweisen:

Eine Legende besagt, dass der Mönch Laurentius während einer Winterwanderung eine Blume sah, die aus dem Schnee herauswuchs. Dadurch inspiriert, dichtete er das Lied „Es ist ein Ros' entsprungen“, dies ist eine von mehreren Legenden, wie diese „Zauberpflanze“ entstanden sein könnte, dementsprechend auch die Namenswahl „Christrose“ (die ersten Sorten blühen um Weihnachten herum!).

botanisch: Helleborus - Familie der Hahnenfußgewächse (kein Rosengewächs!)

 

Schnee- oder Christrosen im Allgemeinen sind hervorragende Halbschatten- bis Schattenstauden für kalkreiche, nährstoffreiche, lehmige Böden. Die meisten der über 20 Arten stammen aus Europa und stehen in ihren Heimatländern zumeist unter strengem Naturschutz, so auch die heimische Art Helleborus niger, die Christrose. Viele, auch andere Schneerosenarten stammen aus Mitteleuropa, wo sie auf kalkreichen, steinigen Böden mit Lehmuntergrund natürlich vorkommen. Bevorzugt sind Gegenden in Niederösterreich, Burgenland, Ungarn, aber auch in den nördlichen und südlichen Kalkalpen… und auch im Karwendel.

In unseren Gärten haben sie bereits in den 50er-Jahren Einzug gehalten. Es sind anspruchslose, vom Blatt her sogar immergrüne Stauden, die dann mit ihren schalenförmigen Blüten in weiß, rosa, purpur bis fast roten Farbschattierungen - auffällig um die Weihnachtszeit beginnend blühen.

Die heimischen (oder - besser formuliert - fast schon heimischen) Schneerosen sind echte Winterblüher, die in halbschattigen bis schattigen Gartenbereichen als Strauchrandbepflanzung oder sogar teilweise Unterbepflanzung wertvolle Dienste leisten, weil sie, bis auf sehr trockene, extrem kalte Winter jedes Jahr verlässlich blühen!

 

Vorsicht!

Die Schneerose gilt als Giftpflanze, vor allem ihre Samenstände sind sehr giftig! Vergiftungsfälle sind gottlob aber nicht sehr häufig und eigentlich auch selten bekannt geworden. Der griechische Gattungsname weist schon auf die Giftigkeit hin („helein“=töten; „bora“=Speise). In der Antike verwendete man sie als Abführ- und Brechmittel. Die gemahlenen Samenstände der Nieswurz war lange Zeit Bestandteil von Schnupftabak und Niespulver!

 

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Man muss, wenn man sie in den eigenen Garten pflanzt, den Boden dementsprechend gut vorbereiten. Kompost- und Kalkgaben sind meist recht hilfreich. Geduld ist dann gefragt. Die ersten beiden Jahre wächst die Pflanze sehr langsam. Vor allem im ersten Standjahr braucht sie reichlich Wasser.

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