Email
office@blumenpark.at
Telefon
+43 (0) 512 30 28 00
Öffnungszeiten

Mo – Sa: 9.00 – 18.00 Uhr  |  Sonn- & Feiertags: 10.00 – 16.00 Uhr

Erwin’s Gartenschule

Essbare Blüten

Was früher nur in der  Spitzengastronomie, umgekehrt aber auch nur in der „alternativen Hobbyküche“  zum Einsatz gekommen ist, wird immer mehr zum „Nahrungsergänzungsmittel“, was  sehr gesund, schmackhaft und halt besonders ist.

Auch wenn für viele noch immer ein  bisschen „strange“, so finden essbare Blüten seit jeher den Weg in jeden  Haushalt, man denkt nur nicht immer dran.

Sie sorgen für gute Laune im  Blumenbeet oder am Balkon – und auf dem Teller!

Einen Balkon oder einen Garten ohne  etwas Blühendes können sich viele nicht vorstellen. Zu Recht: Blüten sind  bunte Hingucker im Garten, auf der Terrasse und dem Balkon.

Die Farbtupfer im Grün sind aber  nicht nur dazu da, um bewundernde Blick auf sich zu ziehen. Sie erfüllen auch  eine wichtige Aufgabe: Blüten locken Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und  andere Insekten an, damit sie die Pflanze befruchten und sich Früchte wie  Äpfel, Tomaten oder Himbeeren entwickeln können.

Essbare  Blüten nicht nur als Dekoration

Viele Blüten sind aber auch für uns  genießbar. Je nach Pflanze können wir die Blütenblätter oder sogar ganze  Blüten in der Küche verwenden. Und das nicht nur als Dekoration: Mit ihren  zuckersüßen bis pfeffrig-scharfen Aromen geben essbare Blüten Gerichten und  Getränken eine besondere Note.

In der natürlichen Hausapotheke  werden einige essbare Blüten ebenfalls geschätzt: Tee aus Lavendelblüten  helfen zum Beispiel bei Magen- und Darmbeschwerden sowie Einschlafstörungen.  Aufgüssen aus Malven sagt man eine hustenstillende Wirkung nach. Und die  Blüten der Kamille haben es sogar als Tee in sämtliche Verkaufsregale  geschafft.

Essbar  oder giftig?

Blumen, Gemüse, Kräuter und Gehölze:  Essbare Blüten findet man in jeder Kategorie. Ob Blüten einer bestimmten  Pflanze oder Art genießbar sind, ist ihnen leider nicht anzusehen. Um auf  Nummer sicher zu gehen, sollte man sich vorab genau informieren und sicher  sein, was man vorhat, bevor man sie erntet und weiterverarbeitet.

Als genießbar gelten in der Regel die  Blüten von Bärlauch, Borretsch,  Gänseblümchen, Holunder,  Kapuzinerkresse, Kornblume, Lavendel, Löwenzahn, Pimpernelle, Ringelblume,  Rose, Rucola, Schafgarbe, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Thymian,  Hornveilchen, Wilde Stiefmütterchen und Zucchini.

Folgende Blüten sind nicht essbar oder sogar giftig:  Akelei, Christrose, Eisenhut, Engelstrompete, Fingerhut, Goldregen,  Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Hahnenfuß, Tollkirsche sowie  Nachtschattengewächse wie Tomaten.

Das  kann man mit essbaren Blüten machen

Essbare Blüten sind in der Küche  vielseitig einsetzbar – frisch, getrocknet, roh, gegart, zu Sirup oder Gelee  verarbeitet oder in Essig und Alkohol eingelegt. Kräuter- und Gemüseblüten  verfeinern in der Regel herzhafte Gerichte, Blumenblüten eignen sich  insbesondere für süße Speisen und Getränke.

Mit den frisch gezupften Blüten von  Kapuzinerkresse, Kornblume, Borretsch, Rucola und Gänseblümchen kann man  beispielsweise grünen Salat aufpeppen. Gehackt verwandeln sie Kräutertopfen,  Dips und Kräuterbutter in farbenfrohe Hingucker, die man auch aufs Brot  schmieren oder zu „Schölfeler“, gedünstetem Gemüse und Grillfleisch servieren  kann. Holunderblüten kann man in Teig wenden, frittieren und als  Hauptmahlzeit servieren. Ebenso Zucchini: Die Blüten einfach mit Frischkäse  füllen und mit Salat genießen.

Essbare  Blüten auch in Süßspeisen

Wer es lieber süßer mag, kann mit  kandierten Rosenblättern oder Veilchen Desserts und Torten verzieren. Selbst  gemachte Pralinen und Bruchschokolade werden mit getrockneten Blüten  von  Lavendel, Rose, Ringelblume und Kornblume zu echten Hinguckern. Und  auch Kräutersalz und Keksen verleihen sie eine besondere Note.

Aber nicht nur auf dem Teller, auch  im Glas und in der Tasse machen essbare Blüten eine gute Figur. Getrocknete  Rosenblüten veredeln Tees, in Kräutermischungen sorgen Kornblume und  Ringelblume für Farbtupfer.

In sommerlichen Cocktails sind  Blüteneiswürfel echte Hingucker. Aus frischen Löwenzahnblüten kann man einen  Likör herstellen. Frische Veilchen eignen sich zum Aromatisieren von Essig  und Zucker. Für Letzteres eignen sich übrigens auch Blüten des Holunders.

Selbstanbau ja oder nein?

Natürlich kann man essbare Blüten  auch selbst anbauen. Die meisten von ihnen brauchen wenig Platz und man kann  sie nicht nur im Garten, sondern auch in einem Kübel, Blumentopf oder  Balkonkiste und Terrasse anbauen.

Die meisten aufgeführten Pflanzen  sind recht pflegeleicht und stellen keine besonderen Ansprüche – abgesehen  von einem sonnigen Plätzchen. Einige Pflanzen profitieren sogar davon, wenn  man sie mit essbaren Blüten zusammenbringt. Als gute Nachbarn gelten zum  Beispiel Lavendel und Rosen, Borretsch und Erdbeeren, Tomaten und  Ringelblumen sowie Zucchini und Kapuzinerkresse.

Bei der Ernte von essbaren Blüten ist der Zeitpunkt entscheidend:  Verblüht oder welk haben sie meist nur noch wenig Aroma. Idealerweise sammelt  man sie an einem sonnigen Vormittag, wenn sich die Kelche voll entfaltet  haben und verarbeitet sie so schnell wie möglich.

In einem Glas oder einer Schale mit  kaltem Wasser können sie aber auch noch einige Stunden lang frisch bleiben.  Da zarte Blütenblätter leicht knicken und dann schnell unschön aussehen,  empfiehlt es sich, die Blüten in einem offenen Korb zu sammeln. Vor der  Verarbeitung sollte man sie vorsichtig abwaschen oder zumindest gut  ausschütteln – auch um Insekten aus ihrem Versteck zu locken.

Nicht  jede Blüte ist auch ein Genuss

Wenn man selbst essbare Blüten  anbauen möchte, sollte man sich vor dem Kauf der Pflanzen unbedingt  informieren, ob die Blüten auch zum Verzehr geeignet sind. Die meisten  Zierpflanzen im Handel sind das in der Regel eher nicht, da sie häufig mit  synthetischen Pflanzenschutzmitteln behandelt worden sind. Auch Saatgutmischungen  sollten entsprechend deklariert sein, sie dürfen nicht gebeizt sein.

Autor
Erwin Seidemann
Datum
2.6.2020
zurück zur Übersicht
Kommentare
Pfeil nach unten

Ähnliche Beiträge

Blumen / Blüten
Stauden
Sommer
23.7.2021
Schnittblumen aus dem eigenen Garten

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten sind nämlich längst ein „Muss“ bezüglich Selbstversorgung in den Sommermonaten. Blumen erscheinen aber „nicht so wichtig“, dabei sind Blumen die Farbe unserer Seele, der Blickfang eines Gartens und frischgepflückt vermitteln sie ein Glücksgefühl, sind was  Besonderes, auch als Geschenk beim Besuch bei Freunden!

Nicht jedem ist das Blumenbinden in die Wiege gelegt, es braucht beizeiten auch professionelle Hilfe und der Strauß wird dadurch erst „perfekt“. Manchmal ist es aber nur die Vielfalt, die Fülle, das Besondere, die einem Freude schenkt! Und das geht eben manchmal eben nur aus dem eigenen Garten.

Und man benötigt nur ein paar weniger Quadratmeter, einen sonnigen Platz und einen GUTEN, nährstoffreichen Boden.

Direktsaat ins Freie auf einen offenen Boden – ist noch möglich, empfehlenswert sind aber nur schnellkeimende Sommerblumenmischungen, die von der Keimung bis zur  Blüte lediglich 6-7 Wochen benötigen, für Sonnenblumen ist es schon spät, die brauchen 12-16 Wochen.

Besser ist es, vorkultivierte Pflanzen zu kaufen, zudem auch robuster (weil schon größer) gegenüber Schnecken sind. Pflanzen kann man von Astern, Zinnien, Löwenmaul, Cosmea,  aber auch Dahlien bzw. Stauden wie Astern, Phlox, Gräser, und dergleichen kaufen. Gladiolen und Lilien pflanzt man im Frühling, um sie im Juli und August zu ernten.

NOSTALGISCHE STRÄUSSE MIT einjährigen SOMMERBLUMEN

Mit einjährigen Sommerblumen, die man im Frühjahr selbst aussäen kann, lassen sich die schönsten Nostalgie-Sträuße zaubern. Drei oder vier verschiedene Pflanzenarten  reichen dafür völlig aus – die Blütenformen dieser Arten sollten sich unterscheiden (z.B. nicht nur margeritenähnliche).

Zinnien gibt es mit einfachen und dichtgefüllten Blüten in den verschiedensten Farben.

Kombinieren wir beispielsweise die zarten Blüten des Schmuckkörbchens (Cosmea) mit den kräftigen Blütentrauben des Löwenmäulchens. Zu diesen Blüten in Weiß und Rosa wirken die blauen Rispen des Sommer-Rittersporns sehr hübsch. 

Auch die Blüten von Dahlien fügen sich in diesen Strauß sehr gut ein. Keine Angst: Die Dahlie nimmt es nicht übel, wenn wir einzelne Blütenstiele für die Vase scheiden. Ganz im Gegenteil: Die mehrjährige, aber frostempfindliche Knollenpflanze wird sogar motiviert, neue Blütenknospen zu bilden.

Wenn man kräftige Farben liebt, kann man auf den einjährigen Sonnenhut (Rudbeckia hirta) zurückgreifen. Die leuchtendgelben Blüten kombinieren wir am besten mit gelben und orangefarbenen großblumigen Zinnien und leuchtendroten oder blauen hohen Lobelien oder blauen Salbei.

Die flauschigen Blütenrispen des Federborstengrases (Pennisetum oder „Flaschenputzer“) sind eine schöne Ergänzung.

SCHÖNE BLÜTENSTAUDEN FÜR DEN SCHNITT

Wer nicht jedes Jahr neu aussäen oder pflanzen will, pflanzt winterharte Blütenstauden ins Beet, die sich besonders gut für den Schnitt eignen. Zu den schönsten Sommerblühern für die Vase zählen die hohe Glockenblume (Campanula persicifolia) in Blau und Weiß sowie die Flammenblume (Phlox paniculata) in Weiß und verschiedenen Rosatönen. Ebenfalls in Weiß, Blau und Rosa blühen die Astern.

Je nach Sorte präsentieren sich die tellerartigen Blüten der Schafgarbe (Achillea) in Rot, Lachsrosa, Weiß, Gelb oder Orange. Für weitere gelbe Farbtupfer im Beet und im Blumenstrauß sorgen Stauden-Sonnenblume (Helianthus) und Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida). 


Pflegetipp:

Glockenblume und Flammenblume fühlen sich an einem nicht zu sonnigen Platz am wohlsten. Damit die Flammenblume reicht blüht und gesund bleibt, sollte der Boden immer gleichmäßig feucht und nährstoffreich sein. Die übrigen Stauden bevorzugen eher sehr sonnige, gerne auch trockenere Standorte.

Ohne Blattschmuck ist ein Gartenstrauß nur halb so schön. Funkienblätter (Hosta) sind eine schöne Ergänzung

Eine besondere Würze bekommt jedes Arrangement, wenn man Kräuter unter die bunten Blüten mischt. Zweige von Garten-Salbei (Salvia officinalis), Minze oder Zitronenmelisse sind wunderbare Ergänzungen.

Damit der Spaß am selbst arrangierten Vasenschmuck lange anhält, sollte man die Blütenstiele früh morgens schneiden, man verwendet dafür ein scharfes, sauberes Messer oder eine entsprechende Schere.

Man stellt  die geschnittenen Stiele möglichst schnell ins Wasser. Nach zwei bis drei Tagen sollte man das Vasenwasser wechseln und die Enden der Stiele neu anschneiden. Blätter, die ins Vasenwasser ragen, sollte man unbedingt sofort entfernen, sonst birgt das Gefahr der Fäulnis.

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten sind nämlich längst ein „Muss“ bezüglich Selbstversorgung in den Sommermonaten. Blumen erscheinen aber „nicht so wichtig“, dabei sind Blumen die Farbe unserer Seele,

zum Beitrag
Bienen
Nützlinge
Blumen / Blüten
28.5.2021
Artenvielfalt im Garten und am Balkon!

Einen „Artenvielfaltsgarten“ selbst anlegen!

Die meisten heimischen Schmetterlinge und Bienen ernähren sich von Blüten. Viele Pflanzen sind auf Schmetterlinge und Bienen als Bestäuber angewiesen und bieten den Nektar als "Gegenleistung" für den Pollentransport. Dieses über Jahrmillionen gewachsene Zusammenspiel wird heute oft gestört, zum Beispiel durch neue Pflanzen, die keinen Nektar geben und durch chemische Pflanzenschutzmittel, die den wertvollen Insekten schaden. Nur mit den richtigen Blüten kann man Schmetterlinge und Bienen in den eigenen Garten locken. Als Faustregel gilt: je vielfältiger ein Garten, desto attraktiver für die „Flieger“! Gärten, die nur aus kurz gemähter Rasenflächen bzw. Thujen-Hecken bestehen, eignen sich auch nicht für die ganzen Bestäuber.

Wild ist gut - kurz gemähte Rasen sind für Schmetterlinge und Bienen wie Wüsten, „wilde Ecken im Garten“ wie Oasen, die Natur weiß selbst, was am besten für sie ist. Ein Teilbereich des Rasens in eine nicht so häufig gemähte Blumenwiese umwandeln!

Nicht alles auf einmal mähen - um nicht auf einen Schlag den ganzen Lebensraum von Faltern und Raupen zu zerstören, sollten nicht alle Flächen gleichzeitig gemäht werden.

Auf heimische Pflanzen setzen - statt ausschließlich exotische Zierpflanzen im Garten zu pflanzen, lieber mit heimischen Pflanzenarten kombinieren, das schmeckt den Bienen und Schmetterlingen besser.

Verzicht auf Chemie im Hausgarten - blühende Pflanzen sollten niemals mit Insektenbekämpfungsmittel behandeln werden und auch Pflanzenschutz-Stäbchen für die Erde sind pures Gift für Bienen und Schmetterlinge! Ameisenköder, Wespensprays, Gelsenstecker und Fenster-Aufkleber gegen Fliegen sind ebenfalls giftig für viele Nützlinge. 

Wildblumenbeet anlegen

De einfachste Einstieg in einen schmetterlings- und bienenfreundlichen Garten ist ein Wildblumenbeet. Ein Wildblumenbeet kann man auch in großen Kübeln oder Blumentöpfen einsäen, z.B. für den Balkon!

Viele Wildblumen gedeihen am besten auf nährstoffarmen und mageren Böden. Wildblumenmischungen für Magerstandorte erbringen Nektar für viele Bienen, Falter und Futter für die Raupen vieler Arten.

Wer keinen nährstoffarmen Boden zur Verfügung hat, kann auch auf fetteren Böden ein Blumenbeet für Schmetterlinge und Bienen anlegen. Eine Wildblumenwiese wird sich jedoch nur dann auf Dauer halten, wenn dem Boden zur Abmagerung Sand oder Kies beigemischt wurde.

Auf nährstoffreichem Boden ist auch die Feuchtwiese eine gute Alternative. Ständig zugeleitetes Dachrinnenwasser reicht für die Etablierung eines Stücks Nasswiese aus. Hier können sich Hahnenfuß und Kuckuckslichtnelke halten und hier wächst auch der äußerst gut besuchte Baldrian.

 

Blumenwiese anlegen

Bei einer Wildblumenwiese gilt: Wichtiger als die Größe der Fläche ist die Qualität der Wiese. Für Bodenbeschaffenheit, Lage und passenden Pflanzen gelten bei Wiesen die gleichen Aussagen wie bei den Beeten.

Wie man erfolgreich eine Blumenwiese und -beet anlegen kann:

  1. Boden ca. 1-2 Spaten tief umgraben.
  2. Rasen, Pflanzenteile und Wurzeln entfernen und den Boden mit der Harke und einem Rechen durcharbeiten bis er locker und feinkrümelig ist.
  3. Auf mageren, nährstoffarmen Böden entstehen artenreiche Wildblumenwiesen. Im Garten kann dazu der Boden mit feinem Kies oder Sand vermischt werden (bis zu 50%!!).
  4. Die Blumensamen mit der Hand auf das Saatbeet streuen (eventuell zum gleichmäßigen Ausstreuen mit Sägemehl vermischen).
  5. Die Samen mit dem Rücken des Rechens leicht in den Boden eindrücken oder einklopfen. Nicht mit Erde abdecken, da sie nur im Licht keimen! Die Erde während der Keimzeit (ca. 4-6 Wochen) gut feucht halten.

Für den Anfang braucht es Geduld, denn die ersten Samen keimen erst nach einigen Wochen. Besonders Wildblumen wachsen langsam. Kommen unerwünschte Arten zuerst, diese mit der Hand regelmäßig entfernen. Erst nachdem die Pflanzen ihre Samen ausgestreut haben, sollte gestutzt oder gemäht werden. Die Mahd nicht liegenlassen, damit der Boden weiterhin nährstoffarm bleibt. Die beste Zeit dafür ist logischerweise das Frühjahr!

Balkon schmetterlings- und bienenfreundlich gestalten:

Wer keinen Garten zur Verfügung hat, kann natürlich auch den Balkon schmetterlings- und bienenfreundlich gestalten. Dauerhaft "einziehen" werden Schmetterlinge und Bienen auf dem Balkon vermutlich nicht. Aber als Raststation für vorbeifliegende Bestäuber sind Balkone sehr wichtig. Kletterpflanzen zum Beispiel sind ein Ruheplatz für Schmetterlinge, und die Blütenpracht bietet den Faltern reichlich Nahrung, beispielsweise Efeublüte im Herbst. Im Blumentopf mögen Schmetterlinge und Bienen alles, was duftet. Am besten Küchenkräuter wie Basilikum, Pfefferminze oder Salbei blühen lassen. Pelargonien und anderen Balkonblumen besitzen oft wenig Nektar  - sie bieten kein "Futter" für die Schmetterlinge. Ein Wildblumenbeet kann man auch in großen Kübeln, Blumentöpfen oder -kästen einsäen.

Die meisten heimischen Schmetterlinge und Bienen ernähren sich von Blüten. Viele Pflanzen sind auf Schmetterlinge und Bienen als Bestäuber angewiesen und bieten den Nektar als "Gegenleistung" für den Pollentransport.

zum Beitrag
Kräuter
Gewürze
14.5.2021
Basilikum - Sinnbild der mediterranen Küche

Was beeindruckend ist an dieser Pflanze, das ist die nicht wirklich so bekannte VIELFALT. Das „Königliche“ heißt es im Griechischen, bezieht sich auf den einzigartigen Geruch, der schier unverwechselbar ist. Jetzt erst fängt die Zeit an, aber auch nur in Tallagen, noch nicht wirklich weiter oben, ihn ins Freie zu geben.

Basilikum ist in den letzten Jahren ein wenig zur "einmal Ernte und weg" -Pflanze geworden, sehr zum Leidwesen des eigentlichen Stellenwerts der Pflanze!

Das einjährige Basilikum kann leicht selbst ausgesät werden. Da die Pflanzen recht frostempfindlich sind, werden sie frühestens Mitte Mai ausgepflanzt. Es empfiehlt sich, die Pflanzen im Topf an einem geschützten Ort zu halten, da sie im Garten gern der Schnecken zum Opfer fallen.

Basilikum möchte einen warmen und hellen Platz, welcher jedoch nicht in der prallen Sonne sein muss. Oft wird er auch zu wenig gegossen. In der heißen Jahreszeit verträgt er schon eine kräftige Wassergabe am Tag. Basilikum braucht auch im fortschreitenden Alter viele Nährstoffe, eine kleine Gabe Schafwolle kann viel Positives bewirken.

Basilikum am besten am Morgen ernten, dabei nur die Triebspritzen bis zu 2/3 der Pflanze entfernen, nicht bis zum Boden ratzeputz zurückschneiden, Blätter bei der Ernte nicht verletzen, sonst strömen die Duftstoffe zu schnell aus! Sobald die Pflanze gut angewurzelt ist und treibt, können sie beerntet werden. Dadurch wird ein schönes buschiges Wachstum gefördert. Am besten immer über einem Blattpaar abschneiden oder abzwicken, eben nicht zu tief, dann treibt er wieder gut nach!

In den meisten Fällen hält es nicht so lange, weil es im Topf einfach viel zu eng ist, das heißt, besser wäre es, es zu teilen nach dem Kauf und umzutopfen, was jedoch kaum wer macht.

Der mehrjährig wachsende (aber NICHT winterharte) Basilikum ist eine ganz spezielle und vielfältige Angelegenheit. Es hat einen sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen und ist unten verholzt, verträgt mehr Stress! Es ist auch recht gut überwinterbar, nämlich an einem hellen, temperierten Platz bei 15°C. Dann kann man auch im Winter ernten. Temperaturen unter 10°C sind kritisch. Das Afrikanische Basilikum, wenn der Stängel schon gut verholzt ist, soll sich noch  leichter über den Winter bringen lassen als das Griechische- Strauchbasilikum.

Basilikum findet seine Verwendung in der Küche überall dort, wo man mediterrane Küche mag. Wenn man mit Basilikum würzt, lässt man meist andere Gewürze zur Gänze weg, da Basilikum selbst eine ganz besondere Geschmacksnote besitzt.

Man sagt, Basilikum eignet sich meist nicht besonders gut zum Trocknen. Das Aroma geht dadurch weitgehend verloren. Um auch im Winter dieses Gewürz zu genießen, legt man es in Essig oder Öl ein. Kräuteressig und Kräuteröle finden oft Verwendung. Auch als Würze beim Einlegen von Gemüse macht sich Basilikum sehr gut.

Andere wiederum sagen, es geht gut zu trocknen: die Blätter am Morgen ernten, so wenig wie möglich berühren, dünn auflegen, rasch trocknen und sofort vorsichtig abfüllen, dann bleibt Farbe bzw. Aroma erhalten.

 

Inhaltsstoffe und Wirkung:

Kohlehydraten, Protein, Vitamin A und Vitamin C

Wirkt antibakteriell, beruhigend, darmreinigend, krampflösend, schmerzstillend und hilft bei Blähungen, Magen- und Darmbeschwerden. Laut Wissenschaft ist der potentiell schädliche Stoff Estragol enthalten und daher eine dauerhafte therapeutische Anwendung von Basilikum heute nicht vertretbar. Vor allem Schwangere sollten es mit  diesem Gewürz nicht übertrieben, ist menstruationsfördernd und fördert angeblich bestimmte, wichtige Hormone!

 

Basilikum im Garten gegen Schädlinge:

Basilikum selbst ist geniales Schneckenfutter, selbst aber als Tee angesetzt ein wunderbares Mittel gegen Läuse, Spinnmilben und Weiße Fliege. 4 Esslöffelgehacktes Basilkum (egal, welches) mit 1 Liter heißem Wasser überbrühen, 20 Minuten ziehen lassen, abseihen, erkalten lassen und unverdünnt ausbringen!

 

Basilikumsorten bzw. –arten:

Ein Auszug!

Ocimumist der botanische Name. Es gibt viele rot- und grünlaubige Typen, alle sind extrem kälte- und frostempfindlich.

 

·       Zitronenbasilikum (- americanum)(einjährig)

·       Thaibasilikum

·       Cinnamon (riecht und schmeckt ein wenig nach Zimt)

·       Genoveser (- basilicum "Genovese") (einjährig) großblättrig

·       Palla (Bäumchenbasilikum) kleinblättrig, sehr kompakt, runder Aufbau, robust, ertragreich, selten erhältlich

·       Afrikanisches Strauchbasilikum (- kilimandscharicum x basilicum "Purpurescens") (mehrjährig) DAS BIENEN-BASILIKUM!

·       Griechisches Strauchbasilikum (mehrjährig) mit der Sorte Tauris, das beste seiner Zunft

·       Russisches Basilikum mit den Sorten Gorbatschow, Krim und ähnlich

·       Heiliges Basilikum: wird auch Samenvermehrt, ist zur Senkung des Cholesterinspiegels ausgezeichnet, aber auch zum Würzen, Ayourvedapflanze!

Was beeindruckend ist an dieser Pflanze, das ist die nicht wirklich so bekannte VIELFALT. Das „Königliche“ heißt es im Griechischen, bezieht sich auf den einzigartigen Geruch, der schier unverwechselbar ist.

zum Beitrag
Pfeil nach obenPfeil nach oben