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Erwin’s Gartenschule

Essbare Blüten

Was früher nur in der  Spitzengastronomie, umgekehrt aber auch nur in der „alternativen Hobbyküche“  zum Einsatz gekommen ist, wird immer mehr zum „Nahrungsergänzungsmittel“, was  sehr gesund, schmackhaft und halt besonders ist.

Auch wenn für viele noch immer ein  bisschen „strange“, so finden essbare Blüten seit jeher den Weg in jeden  Haushalt, man denkt nur nicht immer dran.

Sie sorgen für gute Laune im  Blumenbeet oder am Balkon – und auf dem Teller!

Einen Balkon oder einen Garten ohne  etwas Blühendes können sich viele nicht vorstellen. Zu Recht: Blüten sind  bunte Hingucker im Garten, auf der Terrasse und dem Balkon.

Die Farbtupfer im Grün sind aber  nicht nur dazu da, um bewundernde Blick auf sich zu ziehen. Sie erfüllen auch  eine wichtige Aufgabe: Blüten locken Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und  andere Insekten an, damit sie die Pflanze befruchten und sich Früchte wie  Äpfel, Tomaten oder Himbeeren entwickeln können.

Essbare  Blüten nicht nur als Dekoration

Viele Blüten sind aber auch für uns  genießbar. Je nach Pflanze können wir die Blütenblätter oder sogar ganze  Blüten in der Küche verwenden. Und das nicht nur als Dekoration: Mit ihren  zuckersüßen bis pfeffrig-scharfen Aromen geben essbare Blüten Gerichten und  Getränken eine besondere Note.

In der natürlichen Hausapotheke  werden einige essbare Blüten ebenfalls geschätzt: Tee aus Lavendelblüten  helfen zum Beispiel bei Magen- und Darmbeschwerden sowie Einschlafstörungen.  Aufgüssen aus Malven sagt man eine hustenstillende Wirkung nach. Und die  Blüten der Kamille haben es sogar als Tee in sämtliche Verkaufsregale  geschafft.

Essbar  oder giftig?

Blumen, Gemüse, Kräuter und Gehölze:  Essbare Blüten findet man in jeder Kategorie. Ob Blüten einer bestimmten  Pflanze oder Art genießbar sind, ist ihnen leider nicht anzusehen. Um auf  Nummer sicher zu gehen, sollte man sich vorab genau informieren und sicher  sein, was man vorhat, bevor man sie erntet und weiterverarbeitet.

Als genießbar gelten in der Regel die  Blüten von Bärlauch, Borretsch,  Gänseblümchen, Holunder,  Kapuzinerkresse, Kornblume, Lavendel, Löwenzahn, Pimpernelle, Ringelblume,  Rose, Rucola, Schafgarbe, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Thymian,  Hornveilchen, Wilde Stiefmütterchen und Zucchini.

Folgende Blüten sind nicht essbar oder sogar giftig:  Akelei, Christrose, Eisenhut, Engelstrompete, Fingerhut, Goldregen,  Herbstzeitlose, Maiglöckchen, Hahnenfuß, Tollkirsche sowie  Nachtschattengewächse wie Tomaten.

Das  kann man mit essbaren Blüten machen

Essbare Blüten sind in der Küche  vielseitig einsetzbar – frisch, getrocknet, roh, gegart, zu Sirup oder Gelee  verarbeitet oder in Essig und Alkohol eingelegt. Kräuter- und Gemüseblüten  verfeinern in der Regel herzhafte Gerichte, Blumenblüten eignen sich  insbesondere für süße Speisen und Getränke.

Mit den frisch gezupften Blüten von  Kapuzinerkresse, Kornblume, Borretsch, Rucola und Gänseblümchen kann man  beispielsweise grünen Salat aufpeppen. Gehackt verwandeln sie Kräutertopfen,  Dips und Kräuterbutter in farbenfrohe Hingucker, die man auch aufs Brot  schmieren oder zu „Schölfeler“, gedünstetem Gemüse und Grillfleisch servieren  kann. Holunderblüten kann man in Teig wenden, frittieren und als  Hauptmahlzeit servieren. Ebenso Zucchini: Die Blüten einfach mit Frischkäse  füllen und mit Salat genießen.

Essbare  Blüten auch in Süßspeisen

Wer es lieber süßer mag, kann mit  kandierten Rosenblättern oder Veilchen Desserts und Torten verzieren. Selbst  gemachte Pralinen und Bruchschokolade werden mit getrockneten Blüten  von  Lavendel, Rose, Ringelblume und Kornblume zu echten Hinguckern. Und  auch Kräutersalz und Keksen verleihen sie eine besondere Note.

Aber nicht nur auf dem Teller, auch  im Glas und in der Tasse machen essbare Blüten eine gute Figur. Getrocknete  Rosenblüten veredeln Tees, in Kräutermischungen sorgen Kornblume und  Ringelblume für Farbtupfer.

In sommerlichen Cocktails sind  Blüteneiswürfel echte Hingucker. Aus frischen Löwenzahnblüten kann man einen  Likör herstellen. Frische Veilchen eignen sich zum Aromatisieren von Essig  und Zucker. Für Letzteres eignen sich übrigens auch Blüten des Holunders.

Selbstanbau ja oder nein?

Natürlich kann man essbare Blüten  auch selbst anbauen. Die meisten von ihnen brauchen wenig Platz und man kann  sie nicht nur im Garten, sondern auch in einem Kübel, Blumentopf oder  Balkonkiste und Terrasse anbauen.

Die meisten aufgeführten Pflanzen  sind recht pflegeleicht und stellen keine besonderen Ansprüche – abgesehen  von einem sonnigen Plätzchen. Einige Pflanzen profitieren sogar davon, wenn  man sie mit essbaren Blüten zusammenbringt. Als gute Nachbarn gelten zum  Beispiel Lavendel und Rosen, Borretsch und Erdbeeren, Tomaten und  Ringelblumen sowie Zucchini und Kapuzinerkresse.

Bei der Ernte von essbaren Blüten ist der Zeitpunkt entscheidend:  Verblüht oder welk haben sie meist nur noch wenig Aroma. Idealerweise sammelt  man sie an einem sonnigen Vormittag, wenn sich die Kelche voll entfaltet  haben und verarbeitet sie so schnell wie möglich.

In einem Glas oder einer Schale mit  kaltem Wasser können sie aber auch noch einige Stunden lang frisch bleiben.  Da zarte Blütenblätter leicht knicken und dann schnell unschön aussehen,  empfiehlt es sich, die Blüten in einem offenen Korb zu sammeln. Vor der  Verarbeitung sollte man sie vorsichtig abwaschen oder zumindest gut  ausschütteln – auch um Insekten aus ihrem Versteck zu locken.

Nicht  jede Blüte ist auch ein Genuss

Wenn man selbst essbare Blüten  anbauen möchte, sollte man sich vor dem Kauf der Pflanzen unbedingt  informieren, ob die Blüten auch zum Verzehr geeignet sind. Die meisten  Zierpflanzen im Handel sind das in der Regel eher nicht, da sie häufig mit  synthetischen Pflanzenschutzmitteln behandelt worden sind. Auch Saatgutmischungen  sollten entsprechend deklariert sein, sie dürfen nicht gebeizt sein.

Autor
Erwin Seidemann
Datum
2.6.2020
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Blumen / Blüten
Winter
Pflanzenschutz
26.9.2022
Ungewöhnliche Frühfröste im September - was tun

Frostschäden treten bei Pflanzen ab einer Temperatur von unter 0 °C auf.

Sie können zum Erfrieren von Knospen, Sprossen, Blättern und Wurzeln führen. Im ungünstigsten Fall stirbt

die ganze Pflanze ab. Nicht nur zwischen verschiedenen Arten sind deutliche Unterschiede

in der Frosthärte festzustellen, sondern auch bei den verschiedenen Organen einer Pflanze.

So werden z. B. Blattknospen erheblich weniger geschädigt als Blütenknospen.

Unterirdische Organe wie Wurzeln, Rhizome, Knollen und Zwiebeln reagieren erheblich

empfindlicher auf Frost als oberirdische Pflanzenteile. Dies führt dazu, dass ''sicher

frostharte'' Arten in Blumenkistchen oder im Kübel im Winter trotzdem absterben können,

wenn der Wurzelballen durchfriert und die empfindlichen unterirdischen Pflanzenteile

geschädigt werden (z. B. bei den meisten Narzissenzwiebeln).

Im Garten eingepflanzt, geschieht dies wesentlich seltener, da meist nur die oberste

Bodenschicht gefriert. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei auch das Vorhandensein einer

isolierend wirkenden Schneedecke. Dass selbst gleiche Organe unterschiedlich durch Frost

geschädigt werden, kann man besonders gut an Blättern beobachten. Letztendlich kann es

bis zum kompletten Verlust der Belaubung kommen. Bei Gehölzen treten am Stamm oft

Frostrisse auf. So können auf den ersten Blick vermeintlich unbeschädigte Gewebe trotzdem

geschädigt sein. Kleinere Schädigungen an Ästen werden meist erst durch eine spätere

Narbenbildung erkennbar.

Von entscheidender Bedeutung für den Grad der Schädigungen ist der Zeitpunkt des

Auftretens von Frösten. Nicht nur heimische Arten, sondern auch viele fremdländische, bei

uns gepflanzte Arten sind an Fröste gewöhnt und bereiten sich jährlich auf die kalte

Jahreszeit vor. Sie ''härten sich ab''. Regelmäßige Winterfröste können ihnen daher

normalerweise nichts anhaben. Treten aber Fröste im Herbst früher als gewöhnlich auf

(Frühfröste) und treffen so auf die noch nicht abgehärteten Pflanzen bzw. auf noch nicht

ausgereifte Triebe, kann es zu ernsthaften Schäden kommen.

Wie schützen sich Pflanzen selbst vor Frost?

In unseren Breiten ist bei Gehölzen im Winter als Anpassung an die winterlichen

Temperaturen und stark verkürzte Tageslänge der jährliche Laubabwurf eine wichtige

Anpassung an das saisonal geprägte Klima. So sind fast alle heimischen Gehölze winterkahl

(Ausnahmen sind z. B. Buxus, Efeu sowie die Nadelgehölze bis auf die Lärche).

Eine einfache Überlebensstrategie von Pflanzen, deren Organe nicht frostresistent sind, ist

die Überdauerung als Samen oder mit unterirdischen Speicherorganen wie Rhizomen,

Zwiebeln und Knollen. Bei vielen Pflanzen (Stauden wie Rittersporn, Phlox oder

Pfingstrosen) liegen die Überdauerungsknospen unmittelbar an der Erdoberfläche und

werden entweder durch abgestorbene Pflanzenteile oder winter- bzw. immergrüne Blätter

geschützt. Außerdem profitieren sie oft von einer schützenden Schneedecke.

Die Pflanzen ''entfliehen''; mit ihren oberirdischen Teilen der winterlichen Kälte. Pflanzen,

deren Sprosse und/oder Blätter dem Frost ausgesetzt sind, haben Mechanismen entwickelt,

um den schädlichen Wirkungen von Frost entgegenzuwirken.

Da Eis gegenüber Wasser ein größeres Volumen aufweist, käme es beim Gefrieren des

Zellsaftes zum Platzen der Zellen. So wird in einem begrenzten Maße die Bildung von

gefährlichen Eiskristallen verhindert. Wenn aber eine bestimmte Temperatur unterschritten

wird, kommt es zum schlagartigen Gefrieren.

Pflanzen bilden wasserlösliche Kohlenhydrate aus, können aktiv den Gefrierpunkt des

Zellsaftes herabsetzen und so die Bildung von Eis zeitlich etwas hinauszögern. Aus diesem

Grund werden Kartoffeln oder Rettiche bei Frosteinwirkung süß und somit dient dieser

Zucker als internes ''Frostschutzmittel“. Kälte bedeutet erheblichen Stress für den

Stoffwechsel der Pflanze. Um die Stresstoleranz zu steigern, ist eine geeignete

Akklimatisierung, also das schrittweise Erhöhen der Stressfaktoren nötig, damit es zur sog.

Abhärtung kommt. So trägt ein kühler Spätherbst mit niedrigen Temperaturen dazu bei, dass

Pflanzen entsprechend abgehärteter wird.

Welche Pflanzen sind besonders von Frühfrösten betroffen?

Jegliches nicht winterfeste Fruchtgemüse wie Paprika und Tomaten, aber auch Zucchini und

Gurken, muss man den gesamten oberirdischen „Apparat“ mit Vlies schützen.

Mediterrane Kübelpflanzen wie Oleander, Zitrusgewächse oder Balkonblumen wie

Pelargonien schützt man am besten mit einer Vliesabdeckung, aber auch andere Gemüse

und Obstarten gehören im Fruchtstadium zur Reife hin geschützt.

Man muss die Frosttoleranz der einzelnen Pflanzen auch ein bisschen abschätzen können.

Wenn sehr krautige, stark Wasser führende Pflanzen Frost bekommen, sind sie gefährdeter,

wie beschrieben, als solche mit hohem Holzanteil.

Wichtig ist es, die Pflanzen nicht zu früh einzuräumen, sondern sie möglichst lange draußen

zu lassen und sie schrittweise ans Winterquartier und eben die dann winterlichen

Bedingungen zu gewöhnen.

Frostschäden treten bei Pflanzen ab einer Temperatur von unter 0 °C auf. Sie können zum Erfrieren von Knospen, Sprossen, Blättern und Wurzeln führen. Im ungünstigsten Fall stirbt die ganze Pflanze ab.

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Blumen / Blüten
Sommer
15.8.2022
Eibischgewächse – Hibiskus

Eibischgewächse - ein Hingucker im Spätsommer....und die Erinnerung an einen schönen Urlaub im Süden.

 

Eibischgewäche, wie sich Malven und Hibiscus nennen, sind ab Juli/August am Zug und bringen Schönheit, Farbe, Eleganz und Bodenständigkeit zugleich in unsere Gärten und auf dieTerrassen! Und sind ein Symbol, das wir gerne aus dem Süden im Herzen mitnachhause nehmen, weil gerade im Mittelmeerraum Hibiscus wie fast keine zweitePflanze mit ihrer Blütenfülle den Ton angibt.

Gerade in der zweiten Jahreshälfte, wo 75% des Blühpotenzials der Natur bereits erschöpft ist, macht sich die Blütenvielfalt und – kraft der Eibischgewächse bemerkbar. Der Straucheibisch(Hibiscus syriacus) ist der bekannteste, bei uns winterharte Zierstrauch dieser Familie, weitere wie die Buschmalve Lavatera, die Gemeine Malve, die altbekannte Stockrose (Gartenmalve) Alcea oder einfach der Zimmereibisch (Hibiscus rosa-sinensis) sind ebenso bekannt wie beliebt.
Dieberühmteste Malvenart ist allerdings eine auch bei uns verwendete, nämlich inder Bekleidungsindustrie: Die Baumwollpflanze!

Nicht alle Arten sindwinterfest, aber allen ist eines gemeinsam: Sie sind eifrig im Blühen, anspruchslos an den Boden und einfach faszinierende Pflanzen!
Nicht gemeinsamist ihnen, dass nur einzelne Arten auch Heilkraft besitzen wie die getrockneten Blüten der Stockrose, verarbeitet als Tee beispielsweise gegen Halsschmerzenund Krankheiten der Atemwege.

Was ist das Besondere an dieser Zierpflanze?

Sicherlich die je nach Artfaszinierende, große, trichterförmige Blüte in den unterschiedlichsten Farben vonrot, rosa, weiß, blau, gelb und allen Nuancen dazwischen, in der man sich schonmal verlieren kann.

Der Wuchs ist meist strengaufrecht, sparrig und die Verzweigung ist meist in der Fortdauer des Jahresdementsprechend gut.

Die Ansprüche sindunterschiedlich, je nach Art und Winterhärte!

 

Arten/Gattungen:

Hibiscus syriacus (Garteneibisch, Hibiskus)

Die Heimat ist China, Japan und Indien, er wird bis2 Meter hoch, ist ein Tiefwurzler, kann sich also das Wasser von tief untenholen und liebt daher trockene, durchlässige Böden und sonnige Standorte. DerAustrieb im Frühjahr erfolgt spät, also meist erst Ende Mai, im Oktoberverliert der die Blätter bereits wieder, also ist Sichtschutz nicht gegeben…DieBlüten erscheinen frühestens im Juli, dann aber bis in den Spätherbst hinein.Rückschnitt ist möglich, aber nicht ratsam oder üblich! Die Pflanze ist als Bienennährgehölz,aber nicht für medizinische Zwecke geeignet.

Die Verwendung ist als spätblühender Blütenstrauch, sowohl in gemischter Pflanzung mit anderen, aber auchsolitär oder als Heckenpflanze!

Hibiscus moscheutus (Riesenhibiscus)

Diese aussergewöhnlich großblumige(20cmDurchmesser!!) Art ist ein Hingucker der besonderen Art, wächst kompakt, wirdbis 1m hoch, braucht gut durchlässigen Boden oder einen tiefen Topf, der imHalbschatten bis volle Sonne stehen kann. Im Herbst stark zurückschneiden und im Freien überwintern. Blüht von August bisNovember!

Alcea(Stockrose, Gartenmalve)

Die Heimat ist Sibirien, also ist die Winterhärteabsolut gewährleistet. Die Blüte ist im 2. Standjahr aber am schönsten. DieStaude wird 2 Meter hoch, kann einfach oder gefüllt blühend sein, sie istwindstärkeempfindlich(kann umfallen), also soll sie gestützt werden. AlsBauerngartenpflanze unverzichtbar im typischen Tiroler Garten, ist dieStockrose Bienennähr- und Heilpflanze(gegen Husten, Halsschmerzen etc.)bekannt. Der Standort sollte sonnig, der Boden humos sein. Der Nachteil: derMalvenrost auf den Blättern zieht weite Kreise und kann die Pflanzen manchmalfast zum Absterben bringen!

Lavatera (Buschmalve): Ist ebenfalls eine Staude, also winterhart, wirdebenfalls für sonnige Standorte verwendet, aber auch im Halbschatten durchausgedeihlich. Die Pflanze kann in rosa oder weiß erblühen, wird 120cm hoch undist sehr dankbar, sie ist ein verlässlicher Blüher in der 2. Jahreshälfte, dieBlüten werden getrocknet für Heilzwecke(Halsschmerzen) verwendet.

 

Malva (Malve)

Ist mehr oder weniger der Buschmalve ähnlich, wird aber nur einenhalben Meter hoch und blüht mit großen Blüten ebenso in Rosa und Weiß. Der Standort ist sonnig, warm und der Boden kann „schlecht“ sein, die Pflanze blüht trotzdem von Mai bis Oktober ohne Unterlass und ist zu 100% winterfest, auch inhöheren Lagen.
Es gibt Wildarten davon bei uns, die auf Weg- und Waldesrändernvorkommt, eine nährstoffreichen Boden anzeigt und deren Früchte, Blüten undWurzeln, als Tee (oder Salbe) verwendet, schleim- und entzündungshemmend wirken.

Hibiscus rosa-sinensis(Chinesischer Roseneibisch)

Dieser immergrüne Strauch, der nach vielen Jahrenauch bei uns bis 2 Meter hoch werden kann, ist sehr frostempfindlich undbenötigt ganzjährige Zimmertemperatur von 18°C. Nur ab Ende Mai darf man diePflanze bis September auf Sommerfrische in den lichten Schatten ins Freie, beispielsweise auf eine Terrasse stellen. Die Pflanze sollte ganzjährig alle 2 Wochen gedüngt werden, kann 365 Tage im Jahr blühen (Hauptblüte bei uns Juni-Oktober), die Einzelblüte blüht nur wenige Tage, aber stetig nach. Im Raum braucht sie gute Durchlüftungsmöglichkeiten und einen hellen Platz.
Achtung! Auf Lausbefall achten, am besten Lausstäbchen verwenden zur Vorbeugung.
Blütenkönnen 15cm Durchmesser haben, einfach oder gefüllt blühend sein und in zigFarben einen strahlenden Auftritt haben.
Die Standardhöhe ist 30-40cm.

Gossypium(Baumwollpflanze)

Die bekannteste und bedeutendste Kulturpflanze ausder Familie der Eibischgewächse. Ursprünglich stammt die Baumwolle aus Südafrika, mittlerweile aber weltweit angebaut und die tischtennisballgroßen Fruchtstände verwendet. Nach der Ernte bzw. Samenproduktion stirbt die Pflanzeab und wird neu ausgesät.
Die Baumwolle wird bei uns bis 1 Meter hoch, sollteim Raum hell stehen und nicht zu feucht gehalten werden. Die Pflanze hat keinenhohen Zierwert, die Baumwolle wird als Fruchtstand im trockenen Zustand gerneals Trockenblume verkauft und verwendet, vor allem im Herbst und Winter.Ansonsten hat die Pflanze bei uns nur eingeschränkte Lebensdauer im Zimmer undgilt als eher empfindlich gegen Wurzelkrankheiten, wenn man einmal nicht ganzaufpasst.

Eibischgewächse / Hibiskus – ein spätsommerlicher Hingucker für Garten, Balkon und Terrasse.

zum Beitrag
Bäume
Blumen / Blüten
24.6.2022
Linde – der Baum der Liebe(nden)

Warum ist die Linde der Baum der Liebe? 

Wegen ihrer herzförmigen Blätter in erster Linie und dem damit verbundenen Mythos (Am Brunnen vor dem Tore – der Mensch kehrt IMMER wieder zu seiner Linde zurück).

Linden haben eine gräuliche Borke (Rinde), sind glatt und wurden daher öfters „eingeritzt“ mit Liebesbotschaften, die darin verewigt sind. 

Von Linden gibt es sehr viele Arten und Sorten, die allermeisten sind bei uns in Mitteleuropa und somit Tirol auch 100% winterfest, das heißt, ein Baum für höhere Aufgaben.

Die beiden wichtigsten bei uns sind die Sommerlinde und die Winterlinde, die durch ein einziges Merkmal gut zu unterscheiden sind. Die Blätter der Sommerlinde sind unterseitig leicht weißlich behaart, jene der Winterlinde bräunlich. Beide haben in der Humanmedizin überragende Bedeutung, besonders die Blüten, aber auch in Deodorants durch ihren leicht süßlichen Charakter.

Was bewirken Anwendungen (Tees, Tinkturen, Cremes, Öle etc.) mit Lindenblüten?

Sie sind beruhigend, blutdrucksenkend, harntreibend, fiebersenkend, verdauungsfördernd, schmerzlindernd. Sie helfen bei Appetitlosigkeit, Verstopfung, Hitzewallungen, Hustenreiz, Schlafstörungen, Migräne, Rheuma u.v.m.

Honige werden mit Lindenblüten aromatisiert (eingelegt). Flavanoide, Saponine, Gerbstoffe und viele ätherische Öle als Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich. Die Blüten dienen auch der Speisendekoration oder als Beigabe in Kaltgetränken, mit und ohne Alkohol. Die jungen Blätter und Blüten werden dem Salat beigemengt, dies ergibt ein proteinreiches und erfrischendes Mahl.

Die Blütezeit der beiden groß wachsenden Bäume sind Juni bis August, die Sommerlinde blüht jedoch etwas zeitiger als die Winterlinde.

Nicht jeder kann so einen groß wachsenden Baum – wird bis 20m hoch und 15 m breit – in den Garten pflanzen, es gibt daher auch Säulen- und Kleinkronenformen wie die interessante Sommerlinden-Sorte „Winter orange“, bei welcher sich die Rinde und Zweige im Winter kräftig orange verfärben und sich so als Kontrast vor weißen Wänden oder im Schnee gut abhebt und einen hohen Zierwert besitzt.

Die Herbstfärbung der Linden ist auch sehr schön goldgelb. Der ganze Baum ist und wirkt sehr anmutig, außergewöhnlich und edel und ist zudem auch ein guter Schattenspender wenngleich er Zeit braucht, „anzukommen“.


Linden benötigen tiefgründigen, humosen, leicht sauren Boden, nicht allzu kalkreich und salzreich (Winterstreudienste), das ist nichts für sie. Es ist kein typischer Straßen Baum, eher ein Park Baum, Haus Baum, Gartenbaum.

„Herlinde“-n verehren den Baum und treffen sich quer über den Kontinent jährlich an deren Namenstag.

Weitere besondere Lindenarten sind die Silberlinde (mit leicht silbrigem Laub), die Mongolische und die Holländische Linde mit hellerem Laub und sogar manchmal leicht geschlitzt. Diese werden künftig stärker unser Stadtbild prägen, sie sind, wie auch die heimischen Linden absolut windunempfindlich, eine hervorstechende, tolle Eigenschaft!

Linden werden hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte, wenn es frostfrei ist, gepflanzt, aber auch im Herbst ist es möglich. Der Boden muss wirklich GUT sein, nicht verdichtet, sondern locker. Sie ist auch empfindlich gegen „zu asphaltieren“.

Warum ist die Linde der Baum der Liebe? Wegen ihrer herzförmigen Blätter in erster Linie und dem damit verbundenen Mythos

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